Category Archives: Haushalt

Schlafkrankheit

Irgend sowas muss es sein, was mich gerade seit einigen Tagen mal mehr, mal weniger, niederstreckt. Meinem nur mäßig beeinträchtigtem Wohlempfinden steht eine Mattheit – vor allem körperlich – gegenüber, die bedenkliche Ausmaße annimmt. Statt vielleicht 7 Stunden schlafe ich gerade eher 11 bis 14 täglich, und die Wachphasen sind garniert mit Müdigkeit und Kraftlosigkeit.

Mein Arzt hat die wenig spezifische Diagnose „Infekt“ gestellt, die er wie alles zwischen Fußpilz und Magenkrebs direkt aus dem gemessenen Blutdruck herleitet. Eine wirkliche Hilfe ist das nun nicht unbedingt, wobei ich aufgrund der eher harmlosen Symptomatik davon ausgehe, dass ich es überleben werde und es auch keiner tiefergehenden Analyse bedarf. Wahrscheinlich ist es bloß die verschleppte Erkältung in Kombination mit normaler Frühjahrsmüdigkeit.

Kommen wir nun aber zu den positiven Ereignissen: In spätestens 35 Stunden darf ich den Schwob nebst seiner Begleiterin hier in den heiligen Hallen begrüßen. In Anbetracht der Tatsachen, dass wir uns nicht nur eine chronisch missliche Finanzlage, sondern auch einen Großteil der Gene teilen, mag das wenig überraschen. Allerdings ist es tatsächlich der erste Besuch meines Bruders in der Hauptstadt, seit ich hierher gezogen bin. Das sind am morgigen Tag dann 1274 Tage. Man kann das ja auch Durchhaltevermögen nennen.

Naja, jedenfalls wird er die komplette Woche bei mir verbringen, bzw. zumindest in Berlin. Sonderlich ereignisreich wird diese Zeit nicht nur aufgrund meiner Angeschlagenheit kaum, aber es muss ja auch nicht immer das ganz große Kino sein 🙂
Berlin ist in der folgenden Woche also um einen durchreisenden Schwaben reicher – wobei ich davon ausgehe, dass es sowohl die Stadt als auch er halbwegs heil überstehen werden.

Da die Anwesenheit von Familie sich ja immer unterschiedlich auswirkt, kann ich jetzt noch nicht sicher sagen, was das für meine beiden Blogs bedeutet, im Zweifelsfall kann ich ja jede Produktivitätsschwankung damit erklären. Nun wünsche ich euch aber erstmal ein angenehmes Restwochenende!

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WG-Dialoge

Ozie zu Sash (bezüglich des Kommentars von Karin):

„Du brauchst vielleicht ’ne Menge zum Bloggen: Deine Ruhe, deinen Schreibtisch, Zigaretten und eine Cola. Aber ein Thema brauchst du nicht!“

Da hat sie wohl Recht 🙂

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Panik aus der Hölle

Ein paar Leute haben es schon via Facebook mitbekommen. Ich hab nicht nur vor einiger Zeit (bei GNIT) ein Gewinnspiel veranstaltet, sondern kurz darauf auch eines gewonnen. Die Crew von „Kunden aus der Hölle“ hat so wie ich auch unter allen Kommentatoren eines Beitrages etwas verlost. Da hab ich als laut mitlachender und still mitlesender Typ ähnlich wie ein paar Leute bei mir einen ersten Kommentar dort abgegeben… und zack! Da war ich auch schon Gewinner eines Panik-Buttons.

Jetzt muss ich zugeben, dass ich eigentlich gar nicht wusste, was ein Panik-Button genau ist. Geschweige denn, was man – sollte man es je rausfinden – damit anstellen könnte.

Nicht nur das: Irgendwie sind meine Antwortmails auf die Nachfrage nach meiner Adresse im digitalen Nirvana verschwunden und ich hab die Sache schon völlig vergessen gehabt, als mich letzte Woche ein Paketbote nicht vom Bett bis an die Tür klingeln konnte.

Da ich nun nichts wirklich dringendes erwartet habe, ist ein wenig Zeit vergangen und ich hab erst gestern das Paket abgeholt, das völlig korrekt von offenbar findigen Verlosern adressiert worden ist. Als ich das Paket in der Hand hielt, war mir dann auch klar, was ich in meinen Händen hielt…

Nun ist es so, dass der Panik-Button, wenn man ihn einmal durchschaut hat, nicht arg viel mehr Sinn macht, als wenn man das nicht tut. Auf irgendwie komische und sehr laute Art erzeugt er Panik und beruhigt einen dadurch aber auch. Also: Was machen mit dem Ding?

Ozie und ich haben nach kurzem Brainstorming die Idee mit dem eigenen Panik-Raum verworfen, obwohl ich mir sicher bin, dass es kaum stylisher hätte gehen können. Stattdessen haben wir ihn nun angebracht, wo Panik – insbesondere bei Ressourcenknappheit – durchaus mal auftreten kann und wo der Button dementsprechend genau richtig ist. Aber seht selbst:

Wenn was klemmt: PANIK!!! Quelle: Kein Trinkwasser!

Wenn was klemmt: PANIK!!! Quelle: Kein Trinkwasser!

Im Übrigen könnte er an dieser Stelle tatsächlich dazu dienen, unliebsame Geräusche zu unterdrücken… wir sind gespannt, wie die Nutzung unter unseren Besuchern ausfallen wird 😀

Und besucht die Truppe aus der Hölle! Ist echt witzig!

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Männer, Frauen, Reisen

Beziehungen sind ja was tolles. Der Sex macht zu zweit mehr Spaß, alleine streitet es sich so schlecht und ausserdem kann einen durchaus der sportliche Ehrgeiz packen, wenn es darum geht, die künstlerische Ausgestaltung des letzten Fleckchens freier Wand zu diskutieren.

Ich glaube so langsam, jedes Pärchen ist irgendwie stolz auf sich, weil es doch so anders ist als die anderen peinlichen Pärchen da draussen, und dass man es eigentlich viel besser hat als die. Der Eindruck verfliegt augenblicklich, wenn es ums Reisen geht. In die Berge oder ans Meer? Sehenswürdigkeiten oder Einsamkeit? Mobiles Internet oder gleich direkt neben der Shopping-Mall? Den Themen sind kaum Grenzen gesetzt, Reisen kann so unglaublich viele Facetten haben, deren unbedingte Wichtigkeit und Ausgestaltung es dem Partner näherzubringen lohnt.

Mein nächster Urlaub ist noch ein Weilchen hin, Reisesorgen plagen mich und Ozie gerade nicht wirklich. Also haben wir beide gerade mal eben schnell zwei Stunden damit zugebracht, über philosophische und technische Fragen bei Zeitreisen zu diskutieren. Nicht sonderlich fundiert, dafür umso energischer.

Irgendwie sind wir also doch alle gleich 🙂

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Kurzes Wochenende!

Oder langes?

Manchmal komme ich auch ein wenig durcheinander mit meinen beiden Definitionen. Fakt ist, dass ich dieses Wochenende kaum gearbeitet hab, weil ich Besuch aus der alten Heimat habe. Mein langjähriger Freund und inzwischen Blogkollege sachma hat sich aufgemacht, die Hauptstadt allgemein und unser Gästezimmer im Speziellen zu besuchen.

Das eigentlich sehr nette Wochenende und vor allem der alkoholreiche Abend, den wir gestern im Billard-House und im uffels verbracht haben, ist leider gerade nicht mehr so schön. Das liegt nur bedingt am Alkohol, der dafür gesorgt hat, dass wir unsere Köpfe nur noch schwer durch die normalbreiten Türen hier bekommen, sondern daran, dass sachma sein Apfel-Fon abhanden gekommen ist, und wir nur wenig Chancen sehen, dass es ein netter und ehrenwerter Finder war, der das Ding jetzt mit sich herumträgt.

Falls doch, dann waren auch die 2 zusätzlichen Taxifahrten zur Kneipe zurück und wieder heim nicht so schlimm – momentan sieht es allerdings nach einem ziemlich ziemlich teuren Wochenende aus.

Falls durch irgendeinen dummen Zufall tatsächlich jemand mitlesen sollte, dem in Friedrichshain ein herrenloses iPhone 4 über den Weg gelaufen ist, dann würde ein Kommentar hier oder bei sachma im Blog einige Leute ziemlich glücklich machen!

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lustlos²

Was mir gerade einfällt, wenn ich den letzten Artikel sehe:

Ich war am Samstag noch im Netto, ein paar Bier fürs Wochenende holen. Da hab ich dann in Anbetracht der Tatsache, dass morgen der Heizungsableser kommt… verdammt: Das wisst ihr ja auch noch nicht!

Morgen kommt der Heizungsableser. Und zwar Abends! In den Kommentaren unter meinem letzten Eintrag zum Thema – als wir den Termin bewusst verschlafen haben – kam ja die Sorge auf, das würde teuer werden. Nein, wir haben einfach ein paar Tage später einen Zettel mit einem neuen Termin im Briefkasten gehabt – und der liegt noch dazu in den Nachmittagsstunden. Also zu einer Zeit, in der ich wach bin. Wie schon mal erwähnt: Ich bin mit unserer Wohnungsbaugesellschaft sehr zufrieden.

Naja, deswegen bin ich die vergangenen Tage, als ich sturmfrei hatte, ausnahmsweise dazu übergegangen, dort wo ich mich in der Wohnung bewege, eher Ordnung als Unordnung zu hinterlassen. Man kann jetzt nicht sagen, dass das überall geglückt ist, aber für meine bescheidenen Verhältnisse bin ich zufrieden.

Naja, also hatte ich im Netto einen leeren Bierkasten zwecks Pfandabgabe dabei. Dummerweise ist der bei Flaschen verdammt locker eingestellte Automat bei Kästen übel zickig. Ich hab den Kasten da nicht reinbekommen. Nicht mit allen Flaschen, nicht halbvoll, nicht leer, nicht vorwärts und nicht rückwärts. Aber glücklicherweise kam mir eine Angestellte dort entgegen. Sie zog einen Rollcontainer hinter sich her, aber vielleicht würde sie mir ja kurz beantworten, was ich nun machen sollte.

Denkste! Deswegen auch die Überschrift. Ein

„Sorry, beschäftigt!“

wäre ja ok gewesen, aber die hat es geschafft, nach meinem

„Entschuldigen sie bitte!“

30 cm von meinem Gesicht entfernt vorbeizugehen, ohne mich auch nur einmal anzusehen. Also ich erwarte ja keine Wunderdinge, aber das?

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Ausstattung!

Dinge, die die Welt nicht interessieren, Part 42425252.

Gelegentlich schreibe ich, dass ich mich trotz Niedriglohnjob im Luxus befinde. Das kann ich immer wieder nur bejahen! Gewiss, das ein oder andere notwendige und wichtige Teil besitze ich nicht – zum Beispiel eine Krawatte oder eine Gelddruckmaschine. Auch sonst sieht mein Zimmer eher aus, als wäre es das vielbeschworene „Jugendzimmer“, dessen Existenz uns findige Möbelfabrikanten immer wieder einreden wollen.

Aber das ist nur ein kleiner Teil unserer Wohnung, und ich stellte heute einmal mehr fest, dass wir hier so verdammt viel verfreakten Quatsch herumstehen haben, der anderen vielleicht nicht die Tränen in die Augen, aber sicher das Fragezeichen auf die Stirn treibt.

Dass wir eine Schlagbohrmaschine besitzen, erklärt sich vielleicht noch aus der Tatsache heraus, dass wir in einem Plattenbau leben. Und auch wenn wir nur wie normale Menschen gelegentlich mal Bilder aufhängen und Regale an die Wand schrauben, haben wir diese inzwischen eher zur Zierde tief in unserem Werkzeugregal untergebracht und sind umgestiegen auf den Gebrauch eines Bohrhammers. Naja, Werkzeug…
Für den Großteil unseres Werkzeugs haben wir ein Regal in der Wohnung stehen, das überraschenderweise kein Billy ist, sondern doppelt so groß und zudem meiner Familie seit nunmehr einem Vierteljahrhundert gute Dienste leistet. Schon erstaunlich, was aus der kleinen „Werkzeug-Schublade“ der WG in Stuttgart geworden ist.

Aber blablabla, eigentlich wollte ich auf was ganz anderes heraus:

Wir haben endlich einen Baustrahler in der Wohnung!

Nun könnten natürlich Fragen aufkommen. Erstmal: Nein! Wir verwenden das niedliche (hey, sind nur 500 Watt) Tierchen nicht, um das Glühbirnen-Verbot zu umgehen. Wir sind also nicht dazu übergegangen, das Saarland zu einer Lichtwelt umzugestalten. Wobei ich mich gerade beim Schreiben frage, was das wohl für ein Gefühl ist, beim Verrichten seines Geschäftes von so einem Teil angstrahlt zu werden… ok, too much information!

Nein, selbst bei uns folgen Anschaffungen meist einer gewissen Rationalität. Das mag im Nachhinein nicht so aussehen, schließlich haben wir nach der erfolglosen Einstellung unseres Chili-Experimentes auch etwa 75 Blumenkübel (ich wollte sie zählen, war aber zu faul) und nur einen Kaktus. Aber zum Zeitpunkt der Anschaffung waren die Gerätschaften meist notwendig. Und wer an der Notwendigkeit beispielsweise eines Schokoladen-Fondue-Sets zweifelt, der hat noch nie ein glücklich dreinschauendes und schokoverschmiertes Ozie gesehen 😉

Also Nutzwert! Was ist der Nutzwert eines Baustrahlers? Klar, Licht! Aber wozu? Und hier kommen wir zu dem Punkt, an dem ich euch nicht nur ein weiteres Foto aus unserem Kreativlabor im fernen Osten zeigen möchte – sondern sogar ein bisschen Werbung machen.

Denn unser neues Schmuckstück (hier rechts im Bild) ist eigentlich nur für dieses liebevoll arangierte Chaos da:

Voll Profi-Zeug, ey! Quelle: Sash

Voll Profi-Zeug, ey! Quelle: Sash

Nun, auch wenn es für Laien nicht erkennbar und für Profis unglaublich dilettantisch erscheint: Das ist ein Lichtzelt (gucksu Wikipedia). Und da ein Lichtzelt mitunter eine ziemlich intensive Beleuchtung zum Fotografieren erfordert, die wir im Übrigen mit unseren völlig selbstverständlich auch in unserem Besitz befindlichen Tageslichtlampen noch nicht zufriedenstellend  erreicht haben, haben wir nun noch einen Baustrahler 🙂

Nun warten die aufmerksamen Leser auf die Werbung, während die unaufmerksamen sich auch fragen, weswegen wir so einen Aufwand betreiben. Nun, es geht nicht um die Fotos an sich. Die Leute, die wirklich alles von mir lesen (beide Blogs, twitter und facebook) wissen, dass Ozie vor rund einem halben Jahr (erinnert euch an den Androiden-Schlafsack!) mit Nähen angefangen hat. Und ja, das „angefangen“ meine ich recht wörtlich. Seit zwei Tagen bin ich deswegen schon im Besitz eines neuen Hemdes (Ein Hemd, verdammt! Meine Freundin hat mir ein Hemd genäht und es sieht aus wie ein echtes! 🙂 ), aber noch viel beeindruckender lässt sich der Eifer meiner Freundin daran zeigen, dass sie seit nunmehr zwei Monaten Täschchen aller Art näht und diese auch (sehr erfolgreich) verkauft.

Ich persönlich bin ja immer noch ein wenig irritiert über diese seltsame Handarbeits-Szene, die von mir völlig unbemerkt im Netz herumgeistert und wäre immer noch skeptisch, wenn mir jemand erzählt, er hätte eine reizende Bücher-Tasche oder ein tolles Pillen-Etui gekauft. Aber hey, wir besitzen einen Baustrahler, also warum nicht? 😉

Naja, und so langsam – auch in Anlehnung an ihren Geburtstag vor zwei Tagen – kann ich Ozies Shop beim Portal DaWanda auch mal verlinken. Und die Fotos sind im Übrigen wirklich fantastisch 😉

Hier ist der Link:

mausgrau design

Nachtrag: Da ich mal wieder planlos einfach drauf losgeschrieben habe und sich das Thema im Laufe des Artikels verschoben hat, entsteht nun natürlich ein seltsamer Eindruck. Ich beginne den Text mit „Dinge, die die Welt nicht interessieren“ und ende mit dem Link auf Ozies Shop. Das ist so natürlich nicht gedacht gewesen. Der Anfang bezog sich auf die Ausstattung unserer Wohnung 🙂

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