Monthly Archives: Juni 2026

Fehlschlag

Einer der wirklich großartigen Punkte bezüglich der Begabungen des Spätzles ist, dass man mit ihm sehr weirde Dinge machen kann. Einer der schlechten Punkte ist, dass man das auch ziemlich oft muss, weil er permanent unterfordert ist. Zumindest in mancherlei Hinsicht.

Jetzt am Samstag stand mal wieder ein Ausflug nach Frankfurt an. Ein VHS-Kurs zum Thema „Licht kunstvoll spiegeln“. So was, bei dem man sich als Erwachsener ohne Kinder vermutlich fragt:

„Was, sowas gibt es?“

Ja. Oder: eigentlich. Denn das Problem jetzt war, dass es leider ausgefallen ist. Offensichtlich irgendwas dramatisches, denn der Dozent war einfach nicht da und auch nicht erreichbar, ich habe den Verdacht, dass der einen beschisseneren Tag hatte als wir alle zusammen. Wir allerdings waren nach einer Stunde Anreise auch nur so mittel amused. Also ja, was sollen sie machen, ich bin jetzt nicht böse oder so. Aber auch wenn die von mir geplanten vier Stunden Aufenthalt in einem Frankfurter Einkaufszentrum jetzt nicht der Höhepunkt meines Jahres geworden wären, ein bisschen darauf eingestellt hatten wir uns dann ja doch. Am Ende bin ich aber auch einfach froh, dass das mit dem Spätzle inzwischen gut machbar ist. Gute Beifahrer sind die Kids ja beide seit Ewigkeiten, aber ich würde verstehen, wenn es bei einer sinnlosen Stunde hin und dann wieder einer zurück auch mal Grenzen hätte, aber hatte es nicht. Auf eine weirde Art hat es dieses lange Wochenende dann doch noch aufgelockert.

 

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Feiertag Schmeiertag

Heute sollte eigentlich so ein schöner freier Tag werden. Die Kids ein bisschen über den Spielplatz scheuchen, ein bisschen Frühlingswetter nach der ersten Hitzeperiode … aber wie immer kommt es anders als man denkt. Dass es geregnet hat, das hätten wir vielleicht noch irgendwie ins Programm integrieren können. Seit dem Dänemark-Urlaub letztes Jahr bin ich dem Konzept „Kurze Hose plus Regenjacke“ irgendwie aufgeschlossener als zuvor. Was wir nicht auf dem Schirm hatten war Fieber beim Knöpfle. Und zwar ordentlich. Bis 40,2°C haben wir gemessen.
Tatsächlich ist die Zahl aber auch schon das Spannende, denn sonst ging es dem kleinen Unruhestifter erstaunlich gut und er lag halt einfach den ganzen Tag rum und hat seine Lieblingsserien angeschaut. Er hat geatmet, getrunken und sich gelegentlich beschwert, es schien ihm im Wesentlichen wie immer zu gehen, nur ruhiger. 😀

Ich hab ausgerechnet diesen Tag genutzt, um – während das Spätzle mit mir im Zimmer Lego Worlds gespielt hat – mal mit Dying Light 2 anzufangen und ich bin ein bisschen begeistert. Ist jetzt nicht gerade ein Spiel, das gute Laune in so einen trägen Tag bringt, aber Zombies sind auch deutlich weniger gruselig, wenn dir von hinten stets ein Achtjähriger seine Verwunderung über irgendwelche Lego-Bauten ins Ohr brüllt. Alles also ein bisschen schräg.

Heißt nur leider auch, dass morgen nicht überraschend* Knöpfle-frei ist, weil er natürlich zu Hause bleibt.

*Ja, es wäre überraschend gewesen, denn der Freitag war Anfang des Jahres als Brückentag im Kita-Kalender angegeben. Das Spätzle hat ja z.B. auch schulfrei, wir haben uns nichts dabei gedacht. Bis ich am Mittwoch – also gestern – gefragt wurde, ob das Knöpfle am Freitag denn kommen würde, weil es sicher nicht so viele Kinder wären und sie mal sehen wollten, wie viele überhaupt …
Hätte ich am Montag gar nicht so dringend noch Urlaub nehmen müssen, also jetzt dann doch, wobei das ja kindkrank sein könnte … ach egal. Hoffen wir bloß, dass das Knöpfle schnell wieder auf die Beine kommt. Die Zombies in Dying Light reichen mir nämlich.

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Wann Zaun?

An der alten Kita der Kids werden die wichtigen Fragen direkt auf der Straße verhandelt:

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Spätzle 4-3-2

Wird das alles noch spannend.

Spätzle hat jetzt zwei Tage Reinschnuppern in der nächsthöheren Klasse hinter sich und es ist fast ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie sowas halt läuft. Der erste Tag hat ihn komplett überfordert, schon alleine weil der erste Morgenkreis auf Englisch stattfand – was er bisher noch nicht hatte. Dazu kam dann noch ein anderer Fachlehrer, den er nicht mochte. Er hat sämtliche Taschentücher für Weinen aufgebraucht und hat am Ende des Tages gesagt, dass er da niemals hingehen will. Dennoch war er Abends gut gelaunt, woran man gesehen hat, dass er zumindest das positive Gefühl des Ausgelastetseins für diesen Tag mit all den neuen Eindrücken für sich mitnehmen konnte.

Entsprechend ist er auch gut gelaunt zum zweiten Probetag. Der lief wohl ganz gut soweit. Ja gut, er hat ein kurzes Übungsdiktat nicht sehr überragend mit 31 Fehlern abgeschlossen, aber erstens war das vermutlich das erste Diktat seines Lebens und zweitens war er sich sicher, dass er eigentlich 45 Fehler hat und die Lehrerin nur nicht richtig gezählt hat, was für uns nicht ganz nachvollziehbar für ihn offenbar gut war. Und in dieser – im Gegensatz zu sonst gerade – sehr guten Laune hat er abschließend verkündet, dass er die Klasse nicht überspringen will, weil er einfach zur anderen Klasse gehört und die Kinder dort ihn ja vermissen würden und er sie auch.

Zwei Tage, alle Gefühle auf einmal und am Ende eine für einen Achtjährigen beeindruckend logische Schlussfolgerung.

Morgen geht er zur anderen Schule wie jeden Mittwoch, dann ist frei bis Montag und dann sind wir mal gespannt, denn während des ganzen Procederes hat sich niemand mit besonders klarer Information hervorgetan, wie es in welchem Fall weitergehen soll. Darf oder muss er nochmal eine Woche probieren, wollen die ihn überreden, wollen wir das? Gut, dass wir das jetzt alles binnen zwei Wochen zwischen Feiertagen und so eintüten müssen.

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