Category Archives: Haushalt

Habt Ihr eigentlich …?

Ich weiß, Ihr paar verbleibenden Restleser habt mich im Feed und das ist ja gut so. Eigentlich liegt es mir auch fern, hier Call-to-Action-mäßig wie in den Nuller-Jahren dazu aufzurufen, unbedingt meine Seite anzuklicken, aber wie Ihr vielleicht gemerkt habe, mülle ich die Einträge hier seit geraumer Zeit nicht mehr mit Gaming-Content zu. Mache ich bewusst, ist ja für die meisten von Euch nicht wirklich ein Interessengebiet. Meines halt trotzdem noch, deswegen die Frage:

Habt ihr eigentlich mal in der Seitenleiste auf das Bild mit dem Innenleben meines Computers geklickt? 😉

8 Comments

Filed under Haushalt, Medien

.php, diese Geschichten

Moin.

Aktuell hält die Sicherheitslücke in PHP das Internet in Atem und wie alle inzwischen wissen dürften, ist WordPress natürlich auch betroffen. Über meinen Blog kann ich noch nichts abschließendes sagen, ich bin aber guter Dinge. Ich weiß zwar nicht genau, wie aktuell die 8.3-Version jetzt in diesem Moment ist, aber da die Verwaltung meines sehr geschätzten Hosters all-inkl den ganzen Tag fast nie erreichbar ist, schätze ich, dass bei denen im Hintergrund die Server rauchen vom Aktualisieren.

Nicht ganz so einfach ist die Sache drüben bei GNIT. Das lief noch auf einer 7.1, was aber darin begründet liegt, dass die Seite bei einer Aktualisierung auf 8.3 oder höher einfach weg ist und ich noch nicht weiß, was genau da das Problem ist, das das verursacht. Ich habe es nach einer kompletten Aktualisierung vorher auch nochmal probiert und wie erwartet ist die Seite weg. Ich weiß noch nicht, wie ich das fixen kann und momentan ist der Hoster wie gesagt nicht erreichbar und sicher mit wichtigerem beschäftigt. Ich hab eigentlich nicht vor, dass GNIT auf diese unrühmliche Art stirbt, tatsächlich lese ich es gerne als eine Art Tagebuch selbst hin und wieder nochmal, aber einen zeitlichen Horizont, in dem ich die Seite wieder online kriege, habe ich gerade nicht. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass ich die dann ähnlich wie diese hier nochmal auf ein neues Theme umstellen muss und oh my, das ist ganz schön viel Aufwand für eine Seite, die vor 10 Jahren mal relevant war. Aber ich werde ggf. berichten.

4 Comments

Filed under Haushalt, Medien, Vermischtes

Wird alles

Eigentlich hätte ich heute Bock gehabt, ein bisschen über die neue Werkstatt zu ranten, weil das auch alles schon wieder Wege geht, die nicht unseren Plänen entsprechen. Aber da ich dann andererseits auch wieder so gar keinen Bock habe, hier immer nur rumzumosern, kürze ich das Ganze ab mit: Wir haben dem Opel neue Reifen verpasst, jetzt müssen wir es halt weiter fahren. Und das hat ja auch schöne Seiten. Ich mag den Opel ja. 🙂

Und mein Fuß wird besser. Ich hab zwar heute meine Hausärztin nicht angetroffen und deswegen für morgen einen Termin, aber ich bin auch nicht wie eigentlich angedacht nochmal ins Krankenhaus gefahren. Wofür es ja reichlich Gründe gibt, ich hatte nur eigentlich gedacht, ich spreche das noch mit einer Medizinerin ab. Egal.

Das Spätzle hat heute nach drei Wochen ohne Schule vom ersten Tag nur eine Stunde durchgehalten. Auch irgendwie beeindruckend. Und wenn wir schon beim Spätzle sind, beende ich die kurze Wasserstandsmeldung hier doch mit einem kleinen Dialog von vorher:

„Dad, wie lange würde es denn wirklich dauern, ein Loch in eine Wand zu starren?“
„…“
„Auch unsere Augen reflektieren Licht und Licht kann Materie zur Seite schieben …“

Leave a Comment

Filed under Familie, Haushalt, Vermischtes

Mehr Betriebssysteme!

Es ist eine ganze Weile gut gegangen. Im Januar hatte ich über die Probleme mit Ubuntu und dem Spätzle-Rechner geschrieben, und jetzt ist es immerhin Oktober. Ich hatte alle automatischen Updates deaktiviert und so sind wir auch ganz gut gefahren. Die allerneuesten Spiele zockt das Spätzle eh nicht und Online-Spiele sind ohnehin auch erst einmal nicht geplant. Er kann auf einen großen Teil meiner Steam-Bibliothek zugreifen, da hat er erstmal zu tun.

Naja, jetzt gab es aber doch irgendeine Änderung, vielleicht hat auch das Spätzle vorschnell was bestätigt, wer weiß es schon. Das Ergebnis jedenfalls war, dass Steam sich nicht mehr richtig starten ließ und es hat sich abgezeichnet, dass das wieder eine ziemlich umfangreiche Fehlersuche werden würde. Ich möchte da auch gar nicht das Betriebssystem dissen, denn es ist nicht zum Zocken gemacht, was halt schon ein ganz eigenes Nutzungsprofil ist – und das verträgt sich offenbar nicht so gut mit semi-interessierten Nutzern. Was ok ist. Ich hab Ubuntu vor einer Dekade gerne für meinen Office-PC genutzt und die große deutschsprachige Community hab ich damals für Hilfe aller Art als sehr gut empfunden. Dass das jetzt für einen Kinder-Gaming-Rechner 2026 nicht mehr reicht, das ist ok.

Also hab ich kurzerhand Bazzite installiert. Also „kurzerhand“. Wir haben erstmal einen USB-Stick finden müssen, am Ende hab ich mir den einen geliehen, den das Spätzle selbst besitzt – auf dem waren ein paar kleine Programme von einem Programmierkurs.

Ich wollte Bazzite – eine extra fürs Zocken gebaute Linux-Distribution – eigentlich eh gerne mal ausprobieren und das hab ich jetzt als guten Anlass genommen. Im Hinblick auf unser Problem finde ich besonders das Feature, nach misslungenen Updates das Betriebssystem einfach zurückzusetzen, interessant. Also neben der Kompatibilität mit Spielen, dem vorinstallierten Steam etc.

Und ich bin nicht enttäuscht worden. Ich hab heute morgen den USB-Stick befüllt und ohne dass ich da Vollzeit dran arbeiten hätte können hat das Spätzle mittags bereits ausgiebig seine Spiele getestet und bisher gab es keine Probleme. Das ist schon ein bisschen als ob die Zukunft da wäre. Sage ich jetzt als jemand, der immerhin manchmal Linux benutzt hat.

Und mich hat da auch gleich – wie mein Vater sagen würde – der Rappel gepackt und hab genutzt, dass ich mich vor der Speicherkrise mit Hardware eingedeckt habe: Ich hab auf meinem kleinen Gaming-Monster mal eben eine 2TB-NVME freigeräumt und habe jetzt ein Dual-Boot-System mit Windows 11 und Bazzite. Gerade schreibe ich zwar von Windows, aber es ist schon soweit eingerichtet, dass ich das auch von „drüben“ hätte tun können.

Praktischen Nutzen hat das gerade noch nicht wirklich, außer dass mein Rechner jetzt immerhin prinzipiell noch tut, falls Windows mal wieder ein Update verkackt. Was ehrlich gesagt bei mir bisher immer folgenlos war, aber eigentlich ist das schon ziemlich geil – insbesondere weil ich von Linux auch auf die Dateien der anderen Platten zugreifen kann. Der größte Gewinn aber ist dieses unanständige Kribbeln im Bauch, das sich bei mir gerne einstellt, wenn ich irgendwas geiles neues finde. Auch und gerade Betriebssysteme. Man macht das viel zu selten.

Es war aber auch ein kleines Trostpflaster dafür, dass ich heute beschlossen hab, eine Kino-Verabredung abzusagen wegen meines Fußes, was mir echt nicht leichtgefallen ist, aber vermutlich letztlich eine gute Idee war. Linux statt Kino, das klingt ja wie das Motto eines kleinen Raubkopierers vor 20 Jahren und da kann ich mich doch auch irgendwie mit anfreunden.

Leave a Comment

Filed under Haushalt, Medien, Vermischtes

Mehr Krankenhaus!

(Naja, ein bisschen)

Wie inzwischen ja jeder hier weiß, hab ich vor anderthalb Monaten einen Zeh abgenommen bekommen. Abgesehen davon, dass das Ding zu dem Zeitpunkt ein bisschen groß und ein bisschen rot war, ging es vor allem darum, dass sich die Entzündung am Knochen nicht ausbreitet.

„Damit Sie nicht in ein paar Wochen wieder hier sind.“

Ein paar Wochen später war ich dann wieder da. Heute.

Ich habe nämlich vorgestern Abend ziemlich unangenehme Schmerzen im Fuß gehabt und am Morgen danach fand ich den Nachbarzeh des inzwischen hoffentlich entsorgten etwas dick und rot vor. Daneben ein kleidsames Hämatom, aber darüber hinaus auch eine Rötung des Vorderfußes selbst, was halt ungefähr so aussah und so schmerzhaft war wie das, was mich letztes Mal ins Krankenhaus gebracht hat. Das ist nicht lustig.

Meine Ärztin hat mich bei einer eiligen Konsultation aber vorsichtig beruhigt und ein Abwarten bis heute Morgen vorgeschlagen. Wo es dann neben dem völligen Zerschießen meines Arbeitstages dafür sorgte, dass sie mir reichlich sorgenvoll eine Verordnung über eine Krankenhausbehandlung rüberwachsen ließ. Na klasse.

Während wir hier noch mit allerlei Mühen den Betreuungstag der Kids eingetütet haben, der mit Ergotherapie, verkürzter Zeit und einem Ausflug auch alles andere als normal verlief, hab ich mich gedanklich darin geübt, dieses Mal ein bisschen renitenter zu sein. Auf Verdacht noch einen Zeh opfern hatte ich gar nicht vor, aber ehrlich gesagt auch keinen stationären Aufenthalt. Nicht weil mir meine Gesundheit egal wäre, natürlich nicht. Wäre das so, wäre ich gar nicht hingegangen. Aber diese Mär vom zwingenden Aufenthalt wegen des Antibiotikums …

Ich hab gar keine Zweifel, dass das gelebte Praxis ist, aber die Leitlinien sagen gar nicht immer, dass eine intravenöse Gabe zu bevorzugen ist und ich bin auch ein bisschen bockig inzwischen, dass es völlig normal ist, da zwingend einen Aufenthalt draus zu machen. Bei meinem letzten Besuch hab ich die Medikamente erstens zu Beginn viel zu spät und im Verlauf ziemlich unregelmäßig bekommen und das kann ich in Anbetracht der knappen Personaldecke in der Klinik zwar in Teilen nachvollziehen, aber wieso ich als Patient einfach mal defaultmäßig meine Kinder eine Woche nicht sehen kann, weil ich ein Medikament kriege, das ist in meinen Augen wenigstens Grund für eine Diskussion über Alternativen. Und ich wäre ja auch täglichen Besuchen oder einer Selbstzahlervariante gegenüber aufgeschlossen gewesen.

Wie man sieht: Das ist alles theoretisch und man sieht’s ja: Ich bin wieder zuhause. Und zwar aus dem bestmöglichen aller Gründe: Die Laborbefunde haben eine Entzündung verneint, es ist wohl doch nicht einfach der selbe Scheiß nochmal und das ist einfach nur sehr sehr gut. Dass ich dafür in der Notaufnahme war, ist völlig bescheuert, aber DIE Regeln mache ich wirklich nicht.

Kommen wir nun noch zu einem anderen Punkt: Mein Fuß ist kaputt.

Ach so, ist kein anderer Punkt? Ja, hmm, ist jetzt ungünstig, weil ich bin ja entlassen. Nochmal Kontrolle am Montag, aber eigentlich ist das Problem quasi gelöst oder so.

Ich hoffe das wirklich, aber um ehrlich zu sein: Was mir der schweigsame Arzt jetzt als Diagnose aufgeschrieben hat, hat halt den kleinen Fehler, dass es abgesehen vom Vorkommen der Farbe Rot eigentlich keines der Symptome aufgreift, die ich habe. Das ist für mich als Laie eine eher seltsame Diagnose, die wenig Hoffnung weckt. Und auch da male ich gleich wieder das Teufelchen des Systemversagens an die Wand, denn so langsam hab ich meine Füße betreffend einfach nur noch Lust, meine Ärzte anzulügen.

„Sie haben Diabetes, oder?“

Ich glaube, ich werde da künftig nein sagen, denn ich habe nicht das Gefühl, dass Jasagen hilft. Ich meine, auf meinen Entlassungspapieren vom letzten Mal prangt schon wieder groß das Wort „Wundheilstörung“, aber alle Pfleger und Ärzte, die mich nach der Amputation angeschaut oder versorgt haben, waren beeindruckt davon, wie gut die Wunde heilt. Aber man hat das als Diabetiker doch! Und vor ein paar Jahren habe ich mich verletzt, dann hat das Antibiotikum gegen die Erreger nicht geholfen, aber alle Ärzte sind davon ausgegangen, dass ich die Wunde verschleppt habe, weil ich sie wegen der Neuropathie in den Füßen nicht gemerkt habe. Hab ich. Und ich war am Tag danach beim Arzt, aber das hat mir keiner geglaubt. Tut mir ja auch leid, dass mein Diabetes früh erkannt und gut eingestellt wurde und ich nicht genauso reagiere wie Opa Erwin, der sich seit 20 Jahren heimlich Zucker in den Kaffee macht und nicht an Spritzen glaubt.

Am Ende sind das alles sehr direkte Auswirkungen davon, dass das Gesundheitssystem völlig ruiniert wurde und man da als Patient notgedrungen durchgeschleift wird, ohne das Zeit für irgendwelche Gespräche wäre. Und das ist so bitter. Weil die Leute an sich ja gut sind. Und sicher auch einen guten Job machen wollen.

Und ach ja, ich hätte auch gerne keine Schmerzen mehr in den Füßen. Vielleicht brauche ich ja mehr Diabetes.

Leave a Comment

Filed under Familie, Haushalt, Politik, Vermischtes

Spinnen (2)

Ich weiß, Spinnen sind ein seltsames Thema zum Bloggen, aber irgendwie waren die Temperaturen oder das Wetter allgemein dieses Jahr wohl besonders gut für unsere achtbeinigen Freunde, so dass wir gerade einfach sehr viele im Haus haben. Wobei: Es sind vor allem viele große, die uns auffallen, das trifft es vielleicht eher. Ich will jetzt auch gar keine Bilderagalerie aufmachen, aber seit dem letzten Eintrag haben wir tatsächlich schon wieder ein paar interessante Beobachtungen die Nosferatu-Spinne betreffend gemacht, denn wir haben nochmal welche gefunden.

Dabei sind uns vor allem zwei Dinge aufgefallen:

  1. Scheinbar mögen die Nosferatu-Spinnen es, langestreckt auf der Wand zu sitzen. Ich kenne die Pose von Bildmaterial von tropischen Spinnen, aber alle, die ich so im Haus sehe, haben ihre Beine irgendwie rund um sich verteilt, wenn sie sich nicht bewegen, während wir schon mehrere Nosferatu-Spinnen so angetroffen haben, dass sie ihre vorderen beiden Beinpaare nach vorne, die hinteren zwei nach hinten gestreckt haben.
  2. Nosferatu-Spinnen mögen Wäsche. Sophie hat jetzt schon ein paar draußen im Wäschekorb oder am Wäscheständer gefunden und ich hatte heute morgen das Vergnügen, eine über meinen Arm wandern zu sehen, nachdem ich einen Pulli aus der Wäsche gegriffen habe. Wir sind inzwischen vorsichtig bei Textilien und schütteln lieber einmal zu oft.

Hätte wirklich nicht gedacht, dass Spinnen mal so ein Thema sind. Weird, aber ok.

Leave a Comment

Filed under Haushalt

Spinnen

Arachnophobiker sollten diesen Beitrag besser überspringen. Ich hoffe, das war noch rechtzeitig.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hab ich in einem Text unsere erste Begegnung mit der inzwischen ziemlich berüchtigten Nosferatu-Spinne geschildert. Wobei ich das gar nicht so wirklich gemacht habe, sondern ich hab mal wieder ziemlich albern drumrumgeschwurbelt. Es war nämlich tatsächlich so, dass sie einfach mal auf Sophie raufgefallen ist, mitten in der Wohnung. Dem Verlauf der ganzen Sache nach war die Spinne davon mindestens genauso überrascht wie Sophie und dass es eine Nosferatu-Spinne war, haben wir erst im Nachgang herausgefunden. Ich bin bei Artbestimmungen von Tieren eh eine Katastrophe, mir reicht im Alltag eine Einteilung in gefährlich und ungefährlich. Oder in glitscht und kuschelt.

Tatsächlich hab ich aber von Spinnen seit ich denken kann eine sehr hohe Meinung. Insbesondere weil ich euch schon vor 30 Jahren hätte vorbeten können, dass wir in Deutschland nur zwei gefährliche Spinnenarten haben: Die Wasserspinne und den Ammen-Dornfinger. Und dass diese beiden so verdammt selten sind, dass man vor Bissen nur ungefähr so viel Angst wie vor einem irrtümlichen Millionenerbe haben muss. Während mich das Thema natürlich als Kind wegen den großen Vogelspinnen und den tödlichen Giften gereizt hat, wusste ich aber genau dadurch, wie gut wir es hier mit unseren Zitter- und Winkelspinnen haben, auch wenn die manchmal bedrohlich groß aussehen können.

Wusstet Ihr, dass große Exemplare der Kreuzspinne Kieferklauen haben, die euch theoretisch einen Biss zufügen könnten?

New fear unlocked?

Stimmt zwar, ist aber ähnlich irrelevant wie die Sache mit den zwei wirklich giftigen Spinnen oben. Man kann in Mitteleuropa schon guten Gewissens sagen, dass uns Spinnen mehr nutzen als schaden und zumindest ich hab das auch in der Kindheit immer und immer wieder gehört. Hat offenbar was gebracht.

Wobei …

auch wenn Ihr es vielleicht nach der Einleitung kaum glaubt: Ich kann die Angst vor den Viechern gut nachvollziehen, denn ich merke, wie sie mich auch immer wieder einholt, wenn ich mal ewig keinen nennenswerten Kontakt mit ihnen hatte. So hab ich in meinen jüngeren Jahren tatsächlich ein paar Mal bewusst gegen meinen Ekel angekämpft und mir extra eine große Winkelspinne auf die Hand gesetzt, um gegen dieses Gefühl anzukämpfen. Und auch das hat wirklich geklappt. Ich weiß, für echte Phobiker ist das keine Option, ich will damit niemanden ärgern.

Ich hab das schon lange nicht mehr gemacht und ich habe das sehr deutlich gemerkt, als wir nach Bingen gezogen sind. Denn rückblickend kann ich euch sagen, dass sich eine Wohnung im vierten Stock eines Plattenbaus bezüglich der Häufigkeit von Spinnenkontakten sehr von einer Wohnung in einem verwinkelten Altbau mit Garten vor der Tür unterscheidet und ich hab auch eine Weile gebraucht, um mich diesbezüglich umzugewöhnen, es zu akzeptieren, dass hier mehr heimliche Mitbewohner am Start sind als in Berlin. Im Übrigen auch Insekten natürlich. Ich bin noch nicht da, wo ich in der Sache gerne wäre, aber es wird besser.

Und das ist auch der Grund, warum ich euch jetzt ein Bild von unserer zweiten Nosferatu-Spinne zeigen kann, die ich vor kurzem selbst im Bad gefunden, dort fotografiert und anschließend dann trotzdem vor die Tür gesetzt habe:

Als jemand, der versucht rational an die Sache ranzugehen und der noch ungefähr 12.000 Spinnenbisse bräuchte, damit die mit Insektenstichen gleichziehen könnten, erlaube ich es mir, an der Stelle zu fragen: Ist das nicht ein ausgesprochen schönes Exemplar?


Wie gesagt: Rausgesetzt hab ich sie, in meinem Bademantel will ich sie auch nicht haben, ich bin kein Masochist. Aber auch wenn die Einwanderung dieser Art uns zweifelsohne eine relevante Giftspinne mehr beschert hat, so ist doch die Panik auch in diesem Fall definitiv übertrieben. Ich mag besonders den Abschnitt in der Wikipedia, in dem geschrieben steht, dass zwar denkbar sei, dass Allergiker mit dem Biss Probleme haben könnten, so hätte doch eine entsprechende Studie keine medizinischen Fälle finden können.

Ich möchte das Thema versöhnlich beenden. Ich hab mich die Tage nämlich sehr gefreut, als ich mit dem Knöpfle morgens in die Garage gegangen bin und er dort gleich eine große Winkelspinne ausgemacht hat. Er hat sich von mir zeigen lassen, dass die noch lebt und war etwas besorgt als sie von der Wand auf den Boden gefallen ist.

Als er dann Nachmittags von der Kita kam, saß die Spinne wieder nur einen Meter weg von ihrem ursprünglichen Platz und alles was dem Knöpfle dazu eingefallen ist, war, dass das jetzt ja die falsche Wand sei und sie von dort vielleicht gar nicht mehr so gut in die Garage sehen könne.

Und ja, das kann man sich ja auch mal fragen. 🙂

Leave a Comment

Filed under Bilder, Haushalt, Vermischtes