Monthly Archives: August 2026

Ich bin dann mal weg.

OK, weg nicht ganz. Eigentlich nur in Bad Kreuznach und das ist ja ums Eck.

Ausgerechnet der Zeh, der mir vor Jahren schon mal das Leben schwer gemacht hat, ist jetzt – offenbar – enorm entzündet, ungefähr auf die doppelte Größe angeschwollen (die Ärzte schreiben 4x) und fühlt sich so angenehm an wie sich das anhört. Ich könnte ja Fotos posten, aber meine Güte, ich kann nur stark hoffen, ihr habt irgendwelche akzeptierteren Fetische. Gummipelikane und indische Kleinwagen zum Beispiel.

Naja, ich hab Schmerzen, war heute in drei verschiedenen Notaufnahmen, weil ich immer weitergeschickt wurde, und am Ende stand halt ein

„Naja, wenn es wirklich so wichtig ist, was sie davor noch erledigen müssen, dann kommen sie morgen wieder.“

Und da sind wir jetzt. Ich hab angefangen mit Packen, wir haben unsere Woche geplant und morgen fahre ich das Knöpfle noch wegen eines eigenen Facharzttermins nach Mainz. Irgendwann später lass ich mich dann irgendwie zurück in die Klinik gurken und warte mal, ob die schnippeln oder sonstwas machen. Parallel dazu nehme ich gerade schon Antibiotika und halte die Füße in kaltes Wasser, vielleicht hilft das ja auch schon.

Wie der Plan aussieht, wisst ihr jetzt. Was dann wirklich passiert … ich sag mal so: Ich hoffe wenigstens, ich kann am Ende nicht ein Foto vom Zeh ohne Fuß posten.

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Sommerfest

Wenn man nicht mehr so viel dazu kommt die Straßen unsicher zu machen, bieten sich ja Firmenfeiern an, um mal ein bisschen Sozialleben zu imitieren. Heute hatten wir unsere in einem Hotel keine 25 Auto-Minuten von zuhause entfernt. War ganz gut, denn ich hab bis zur offiziellen Eröffnung noch Homeoffice gemacht. Und jetzt bin ich irgendwie ziemlich fertig, obwohl ich nicht wie früher bei den Feiern vom Taxihaus mit zwei Promille und den Öffentlichen heimgekommen bin.

Es ist dieser schwierige Spagat mit dem Älterwerden. An sich hätte ich schon gerne mal wieder eine richtige Party, die nicht im Wesentlichen ein Geschäftsessen ist, andererseits ist Essen in Vier-Sterne-Hotels halt schon auch was, was man sich mal geben kann, wenn die Firma zahlt.

Ich hab viel Glück mit den meisten Kollegen, mit denen ich täglich zusammenarbeite, auf alle in der ganzen Firma trifft das aber natürlich nicht zu. Ich hätte schon noch länger bleiben können, aber Politdiskussionen mit FDPlern sind wirklich anstrengend. Zumal nüchtern. Immerhin bin ich durch meinen langen Freitagsdienst am Ende eine Dreiviertelstunde „zu spät“ gekommen, was bedeutet, dass ich dieses Mal die Rede der Geschäftsführung verpasst habe, die legendärerweise eigentlich immer zu guten Teilen aus dem besteht, was nicht so gut lief. In der heutigen wurden wir offenbar ermahnt, das Ausräumen der Spülmaschine ein bisschen ernster zu nehmen. Wenn man es als Running Gag betrachtet, isses eigentlich super unterhaltsam.

Aber gut, ich bin wie eingangs erwähnt ein bisschen durch, aber das ist jetzt auch ok.

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Gehyptes Terabyte-Arrangement

Ich hatte gerade Zeit und hab tatsächlich fast live den neuen GTA-Trailer gesehen. Hatte für mich irgendwie ein bisschen was von der Sonnenfinsternis neulich: Alle rennen hin, es ist auch irgendwie was besonderes und trotzdem fehlt die Totalität ein bisschen.

Wie bei den meisten großen Medienereignissen ist es mir durchaus ein bisschen peinlich, dass GTA mich anspricht. Wow, ein riesiges Unternehmen hat mit einem Milliarden-Budget ein paar hübsche Effekte gemacht. Noch dazu in einer Welt, in der wir gerade wirklich wichtigere Probleme haben.

Richtig ernst nehmen kann ich das alles halt nicht. Zumal man ja ausgerechnet bei GTA auch wirklich nicht gerade die beste Gesellschaft hat, wenn man’s mag. Aber meine Güte, da draußen laufen auch Leute rum, die glauben, dass Christopher Nolan den Film erfunden hat oder dass sie Feministen sind, wenn sie das neue Album von Taylor Swift mögen. Ich beteilige mich an vergleichsweise wenig Mainstream-Quatsch und gut gemachte Open-World-Games in einem modernen Setting sind halt mein Ding. Und wenn man davon gelegentlich mal ein paar neue haben will, dann kommt man an den zwei Rockstar-Titeln im Jahrzehnt halt nicht vorbei. Ich hab das meiste was mich in die Richtung interessiert schon mehr als dreimal durchgespielt. So ganz riesig ist der Hype bei mir insofern ja auch nicht, als ich PC-Spieler bin und im besten Fall noch ein bis zwei Jahre warten muss, bis die Portierung kommt.

Aber ich hatte mit dem heutigen Tag, der Veröffentlichung des ersten Gameplay-Trailers, halt schon vor 10 Jahren gerechnet und auch wenn ich in der Zwischenzeit viele gute und sehr gute Games gezockt hab, ist auch für mich das neue GTA immer so ein bisschen der Silberstreif am Horizont gewesen. Das große Ding. Und massenmedial wird es das sein. Unabhängig von den Leaks jetzt und der sicher aufkommenden Kritik an irgendwelchen Kleinigkeiten im Trailer. Ich versuche echt immer nicht zu tief in die Gaming-Bubble abzutauchen und meine Vorliebe für Singleplayer-Spiele hilft da auch ganz gut, aber wie mein Youtube in den nächsten zwei Jahren aussehen wird, will ich mir gar nicht ausmalen. Vor allem, wenn man auch nicht zu sehr gespoilert werden will.

Was mich am meisten beeindruckt hat beim Anschauen des Trailers war, dass ich mich tatsächlich einfach gefreut habe. Mit dem bitteren Beigeschmack, dass es noch so lange dauert und dann aber auch, dass es jetzt vorbei ist mit all der Unsicherheit. Wie wenn man ein Weihnachtsgeschenk auspackt und es ist wirklich das, was man sich gewünscht hat, aber es macht gar nicht rundum glücklich. Oder wie eine Sonnenfinsternis eben: Geil und eine interessante Kollektiverfahrung, aber am nächsten Morgen ist halt trotzdem Arbeit.

Und ich hab auch immer noch ein bisschen Sorge, dass es als Spiel enttäuschen wird. Ich meine, wie soll es das auch nicht? Mit mehr als einer Milliarde Budget, einer Wartezeit von 13 Jahren und Vorgängern, die – ob man sie persönlich mag oder nicht – alle irgendwo im Olymp der Besten ihrer Art verweilen. Natürlich sah das alles super aus, aber am Ende ist der Teufel ja ein Eichhörnchen. Wie ist der Spagat zwischen Open World und Story, wie sehr dominiert dieses Mal der Multiplayer alles, oder auch ganz allgemein: Ist noch alles so wie es war und sein soll und trotzdem viel zu wenig neu? Ich werde es sehen.

Das wird auch alles nichts am Geschäft ändern und ich muss ehrlich sein: Ich werde es auch spielen, wenn die Kritiken eher so mittel sind und es wäre trotzdem etwas, bei dem mir der Preis egal ist. PC-Gaming ist softwaremäßig eh ein Hobby für Knauserer. Eine Spielstunde GTA V hat mich 2,9 Cent gekostet, wenn man – zu Recht – davon ausgeht, dass ich die seitdem hier eingezogenen Rechner auch für meine 230 anderen Spiele gekauft und angeschmissen hätte. Und der jetztige wird GTA VI packen, da hab ich keine Zweifel.

Ich weiß gerade nicht so recht, ob ich den Trailer vielleicht lieber doch nicht hätte sehen sollen. Aber um ehrlich zu sein: Es ist völlig egal.

In drei Monaten wird das Spiel beim Release zwei bis zwölf Rekorde der Unterhaltungsindustrie brechen, danach werden alle von der Gamestar bis Harald Glööckler eine total wichtige Meinung darüber haben und ich werd’s in zwei Jahren ganz in Ruhe hier auf meinem Rechnerchen spielen und mich freuen. Passt schon.

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Huhu, Überläufer!

Ich hab gerade was wirklich seltsames gemacht: Ich hab die Flughafentransferfahrt vom Urlaub bei GNIT gepostet.

Das gibt nur so mittel viel Sinn, aber naja, es hat ja schon was mit Taxis zu tun. Vor allem aber bin ich sehr gespannt, wer sich da noch so alles meldet. Wenn schon hier ein paar Dutzend Leser übrig geblieben waren, dann werden wir jetzt mit dem Link hierher wahrscheinlich überrannt. 😀

Ja, ich kann gerade auch nicht groß Zeit in all das hier stecken, aber um ehrlich zu sein: Trotzdem ist jeder Beitrag und jeder Kommentar hier irgendwie befriedigender als auf irgendwelchen Social-Media-Plattformen.

Naja, falls gerade jemand von GNIT digital rübergewatschelt ist: Huhu!

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Steuerüberraschungen

Ich wollte heute nach meinem entspannten freien Tag (der nur durch ein anwesendes Kind leicht verzerrt wurde) nur mal kurz die Info dalassen, dass ich heute Steuerunterlagen zusammengesucht habe und dabei das erste Mal seit langem wieder aufs Geschäftskonto geschaut habe. Und dabei ist mir aufgefallen, dass mir in letzter Zeit zwei von Euch via Paypal etwas Geld zukommen lassen haben, einmal sogar mit Bezug zu dem Drama um den Urlaub. Ich hatte das nicht gesehen, weil die Mails von Paypal entweder im Spam gelandet sind oder ich die Benachrichtigung irgendwann ausgestellt habe (?), ich weiß es wirklich nicht und wie Ihr seht, hab ich mich noch nicht drum gekümmert. Hab’s jedenfalls verpeilt und deswegen sage ich euch beiden jetzt mal kurz auf diesem Weg danke.

Danke!

(Ich hab wegen einer Namensnennung nicht nachgefragt, deswegen hoffe ich einfach, ihr wisst, dass Ihr gemeint seid!)

Ich bin das ja nun ein ganzes Weilchen nicht mehr gewöhnt und freue mich gerade einfach sehr. Danke.

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Sommerferien

… also ich meine nicht Sommerferien, sondern Ferien vom Sommer. Muss jetzt mal, wird jetzt mal.

Wenn ich an einen Rekordsommer denke, dann war der Platz nunmehr wirklich seit zwei Jahrzehnten reserviert für 2003. Das war das erste Mal in meinem Leben, in dem ich den 40°C irgendwie nahe gekommen bin, es ist damals aber in meinen Medien bei weitem nicht so viel mit Zahlen um sich geworfen worden wie das heute der Fall ist. Ob ich die 40 damals erlebt habe, weiß ich folglich nicht so genau, aber ich war in einer sehr warmen Gegend in Deutschland unterwegs und die Marke ist vereinzelt geknackt worden. Darüber hinaus hab ich damals den heißesten Tag mit ungefähr 80 Anderen so verbracht, wie man das heute mit ein bisschen Verantwortungsgefühl auf gar keinen Fall mehr machen würde: Wir haben während einer Kinderfreizeit eine Wanderung gemacht.
Ich möchte uns trotz unseres jugendlichen Leichtsinns und der Tatsache, dass ein normaler Tag damals ungefähr zwei Flaschen Wein und zwei Kannen Kaffee bei vier Stunden Schlaf bedeutet hat, attestieren, dass wir uns Sorgen gemacht und behutsam abgewogen haben, ob wir uns und den Kids das zumuten können. Ich erinnere mich an die Planung mit den vielen Zwischenstationen, wo es frisches Wasser gibt, wie wir die Route möglichst schattig planen etc. pp. Ganz irre waren wir auch nicht. In einem Brief an eine Freundin fasse ich das dann allerdings sehr kurz zusammen:

„Samstag, 9. August 2003, Mittag ca. 13 Uhr.
Mindestens 35°C und ein paar Kilometer Wanderung liegen hinter mir. War aber locker. Das Wasser hier im See hat offenbar 26°C (!) Damit Du dir vorstellen kannst, wie warm es ist. Trotzdem gibt es kaum Gemecker, wir sind super-schnell gelaufen. Keine drei Stunden – mit Kids. Ist echt ok.“

Der Rest des Textes handelt dann im Wesentlichen noch von Wespen und Liebeskummer. Das Fass brauchen wir jetzt nicht auch noch aufmachen.

Naja, wenn man es aber genau betrachtet, dann war das gegen dieses Jahr ein lächerlicher Sommer, denn die Temperaturen um 35°C und höher haben soweit ich mich erinnere nur diese eine Woche so extrem gehalten. Dieses Jahr hab ich mich öfter mal erwischt, es herunterzuspielen, wenn ich vom Hochtragen des Einkaufs fertig war, wo es „heute doch nur 33 Grad“ hatte.

Wenn meine Wetterapp mich nicht komplett verarscht, dann wird es in den nächsten zwei Wochen aller Voraussicht nach nicht mehr über 30°C haben. Öfter sogar in der Spitze deutlich weniger. Und da merkt man dann doch: Moment mal! 25 Grad war doch eigentlich immer ein völlig guter Sommer und jetzt freue ich mich darauf, dass das die kalten Temperaturen sind? Ob der Rhein hier vor der Tür die nächsten Tage schiffbar bleibt, ist noch ungewiss und die Zahl der Hitzetoten wird sicher noch ein bisschen nach oben korrigiert werden wegen der letzten paar Tage. Ich bin keiner davon, das ist schon mal gut, aber krass war das schon. Ich kann 2003 gedanklich mal langsam abhaken.

Außer wegen der Sache mit den Wespen. Das war aber auch wirklich krass.

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Das Ende der Welt von Erwin Hapke

Vor 10 Jahren hab ich mal einen kleinen Text geschrieben über eine Nachrichtenmeldung, die mich berührt hat: Erwin Hapkes Welt.

Es ging um einen Mann der jahrzehntelang zurückgezogen in seinem Haus lebte und es quasi nie verließ. Als er dann starb, fand seine Familie das komplette Haus angefüllt mit überwiegend kleinen Faltfiguren, in allen Farben und Formen, insbesondere aber viele fantastische Insekten. Damals hieß es, die Zahl ginge in die Hunderttausende. Hapke hatte sie aber nicht nur gefaltet, sondern auch Anleitungen dazu geschrieben, sie sorgfältig gruppiert und arrangiert und sich gewünscht, dass das Haus in ein Museum umgewandelt werden würde.

Der Link zur Originalmeldung im alten Artikel hat nicht mehr funktioniert, aber die Suche auf der WDR-Seite hat mich zu einem Video-Beitrag vom Mai dieses Jahres geführt, in dem gezeigt wird, dass sich Hapkes Wunsch nicht erfüllt hat, weil er nicht finanzierbar war. Darüber hinaus konnte seine Sammlung auch nicht in Gänze so untergebracht werden, dass sie dauerhaft erhalten bleibt und so ist wohl am Anfang dieses warmen Sommers Erwin Hapkes Kunst 10 Jahre nach seinem Tod und nach einer letzten Ausstellung dem Feuer übergeben worden.

Und was soll ich sagen: Berührt mich immer noch, bzw. wieder. Was für eine Geschichte!

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