Willkommen in der Realität! Narf.
Ich hatte mich gefreut, das endlich hinter mir zu haben: beim Einkaufen im Supermarkt zuerst auf den Preis zu schauen, Geld zu zählen, mir die Zeit mit Gedanken über diesen Quatsch zu versauen. Muss ich nun aber erst einmal wieder.
Ich will eigentlich nicht meckern, im Grunde geht es ja bergauf. Aber die letzten Monate (vor diesem) war das Taxigeschäft mau, ich hab viel geschrieben, was erst in der Zukunft vergütet wird; entsprechend wenig gearbeitet – und dann überraschen einen plötzlich wieder die alten monatlich fälligen Abbuchungen. Ich schätze, jeder von Euch kennt das, und sei es nur aus der Vergangenheit. 🙂
Nun ist halt mal wieder ein Monat angesagt, wo das alles ein bisschen schwieriger läuft und rechtzeitig das Geld von A nach B überwiesen werden muss. Dazu hier mehr arbeiten, dort ein bisschen sparen, ein bisschen Verzicht üben und hoffen, dass das am Ende ausreicht. Mal wieder Nudeln mit Tomatensauce essen – nicht nur, weil es lecker; sondern auch, weil es günstig ist.
Ich glaube, einer der Mythen des Erwachsenwerdens ist, dass man diesen Mist irgendwann völlig hinter sich lassen kann.
Gut, natürlich verdient man in manchen Jobs genug, damit man nicht übers Essen nachdenken muss – aber dann hat halt der teure Wagen einen kapitalen Getriebeschaden oder der Regen tropt durchs frisch gedeckte Dach des Eigenheims. Das Geheimnis ist vielleicht weniger, irgendwann endgültig ausgesorgt (das Wort schon!) zu haben; sondern mit Problemen umgehen zu können.
Und das zumindest, glaube ich jedenfalls, kann ich inzwischen. Können wir inzwischen. Und es hilft ungemein, nicht vergessen zu haben, wann die Unternehmen, mit denen man Verträge hat, ihre Konten wirklich checken und Mahnungen verschicken. Zumindest in den ersten Monaten der Krise lässt sich viel durch Verschiebungen arrangieren – da könnten finanziell unabhängige Besserverdiener sogar weniger Wissen haben, als jonglierbegabte WG-Finanzverwalter wie wir. 😉
Vor allem aber will ich mal eines loswerden, was ich immer wieder – auch dieses Mal, shame on me! – vergessen habe: es hilft, ich auszutauschen, gemeinsam zu planen und Strategien zu entwickeln. Noch vor 24 Stunden haben mich die größer werdenden Sorgen fast erdrückt – jetzt geht es mir geradezu blendend, alleine weil ein Plan existiert.
Ich will ehrlich gesagt keine Einzelheiten nennen, aber ich kann z.B. sagen, dass es unglaublich hilfreich ist, mal in der Waschmaschine nachzusehen, was sich an Kleingeld in der Gummilippe an der Tür angesammelt hat. Und immer fleißig Nudeln mit Tomatensauce (in meinem Fall auch mal Tomatensuppe mit Nudeln) essen! Das ist immer ein guter Plan.
PS: Das ist bewusst kein Betteleintrag geworden, in dem ich versuche, Euch zu Spenden zu überreden. Eigentlich sollte das eher eine Warnung sein, dass wir uns diesen Monat nur treffen können, wenn Ihr mir ein Bier ausgebt. 😉
Aber einen großen Dank möchte ich an die aussprechen, die mir trotzdem ohne Vorwarnung einfach mal so was über Flattr, Amazon oder Paypal haben zukommen lassen: Ihr seid sowas von die Besten, echt jetzt! <3




