Ein großer Fernsehgucker bin ich ja nie gewesen und werde es wohl auch kaum je wieder sein. Ich hab die Gründe neulich in meinem „Wetten was?„-Artikel schon angerissen: Sich an Sendezeiten halten, viel Schrott und wenig wirklich Gutes. Zumindest in meinen Augen. Dementsprechend stand unser Fernseher auch stets gut vergraben irgendwo rum, allenfalls zur Fußball-WM hab ich ihn mal rausgekramt, um meinen Schnitt an gesehenen Fußballspielen bei über 0,5 pro Jahr zu halten. Das ist mit meinem Gedächtnis etwa die Menge, die man braucht, um die Abseitsregel nicht zu vergessen.
Die also eigentlich eher uninspirierte Anrichtung des Ganzen sah dann beispielsweise (zur WM 2010) so aus:
Die meisten fanden diese Ausstattung schon vor 10 Jahren lächerlich, aber das ist etwas, das mich nun wirklich nicht gestört hat. Der Grund, überhaupt ein neues Gerät anzuschaffen, lag vor allem in der Wii begründet. Ozie und ich sind beide dazu übergegangen, unsere PC’s zu 95 bis 100% als Office-Rechner zu verwenden. Sicher schauen wir auch mal dort ein Video, aber da wir beide (zumindest als Hauptsystem) Linux verwenden, haben wir uns von der Rechner-Zockerei weitgehend verabschiedet. Ein guter Grund dafür ist z.B. auch, dass wir es für unsinnig halten, unsere Hardware wegen ein paar nur sehr selten gespielten Spielen immer halbwegs aktuell zu halten und dafür auch noch unnötig Energie rauszuhauen.
Aber für eine Konsole (noch dazu eine wie die Wii, die einen gewissen Freiraum zum Spielen erfordern kann) braucht man natürlich ein wenig Platz, der nicht immer mal wieder zugestellt wird. Unsere Wohnung bietet ja trotz Ozies großzügigem Atelier und unserem schunderwönen Gästezimmer immer noch ein wenig Platz, sodass wir in meinem Zimmer ein „Fernseh-Eck“ eingerichtet haben. Derzeit ist die Bestuhlung noch provisorisch, auf Dauer wird ein Heer von Sitzkissen dort das Zocken auch in mittelgroßer Runde gemütlich möglich machen. Alles weitere ist spätestens gestern Abend mit dem Ikea-Einkauf und meiner nächtlichen Bastel-Session erledigt worden. Und ich finde, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Deswegen lasse ich euch daran teilhaben. Meine Kamera hat leider vor der Akku-Aufgabe nur ein paar Bilder erlaubt, also verzeiht mir die Qualität:
Ein bisschen besser als vorher ist es schon 🙂
Bevor ihr uns übrigens für verrückt haltet: Der Fernseher ist zwar riesig – und macht bislang auf uns Laien einen fantastischen Eindruck bezüglich Qualität und Ausstattung – aber dennoch nicht unbezahlbar gewesen. Wir hatten ihn ursprünglich zwei Nummern kleiner geplant, dann allerdings beschlossen, dass wir es mal testen. Und was soll ich sagen: Riesenbaby fühlt sich hier so wohl… 🙂










