Sommerfest

Wenn man nicht mehr so viel dazu kommt die Straßen unsicher zu machen, bieten sich ja Firmenfeiern an, um mal ein bisschen Sozialleben zu imitieren. Heute hatten wir unsere in einem Hotel keine 25 Auto-Minuten von zuhause entfernt. War ganz gut, denn ich hab bis zur offiziellen Eröffnung noch Homeoffice gemacht. Und jetzt bin ich irgendwie ziemlich fertig, obwohl ich nicht wie früher bei den Feiern vom Taxihaus mit zwei Promille und den Öffentlichen heimgekommen bin.

Es ist dieser schwierige Spagat mit dem Älterwerden. An sich hätte ich schon gerne mal wieder eine richtige Party, die nicht im Wesentlichen ein Geschäftsessen ist, andererseits ist Essen in Vier-Sterne-Hotels halt schon auch was, was man sich mal geben kann, wenn die Firma zahlt.

Ich hab viel Glück mit den meisten Kollegen, mit denen ich täglich zusammenarbeite, auf alle in der ganzen Firma trifft das aber natürlich nicht zu. Ich hätte schon noch länger bleiben können, aber Politdiskussionen mit FDPlern sind wirklich anstrengend. Zumal nüchtern. Immerhin bin ich durch meinen langen Freitagsdienst am Ende eine Dreiviertelstunde „zu spät“ gekommen, was bedeutet, dass ich dieses Mal die Rede der Geschäftsführung verpasst habe, die legendärerweise eigentlich immer zu guten Teilen aus dem besteht, was nicht so gut lief. In der heutigen wurden wir offenbar ermahnt, das Ausräumen der Spülmaschine ein bisschen ernster zu nehmen. Wenn man es als Running Gag betrachtet, isses eigentlich super unterhaltsam.

Aber gut, ich bin wie eingangs erwähnt ein bisschen durch, aber das ist jetzt auch ok.

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