Spams aller Länder, vereinigt euch!

Was bei der Arbeiterklasse nicht so ganz geklappt hat, ist bei Spam jetzt wohl der Fall. Seit Wochen hat der Sturm echt zugenommen. Einige größere Blogger haben schon geflucht und ich kann es ihnen nicht verdenken. Bei mir arbeiten recht brauchbare Plugins, um das Chaos abzuwehren, aber ich wollte dennoch mal den „kleinen“ Bloggern zeigen, wie das im Falle von GNIT ausarten kann.

Derzeit hab ich rund 50 bis 200 Spamkommentare am Tag im WordPress-Spamordner. Hier bei Sashs Blog sind es weniger, aber da der Blog älter ist und auch noch oft verlinkt, nicht arg viel. Man sollte meinen, das sei schon eine ganze Menge. Ist es auch – und inszwischen muss ich sie natürlich auch ungelesen löschen, sonst versaue ich mir ja den ganzen Tag.

Beeindruckender ist da vielleicht, was mein zweites Plugin bereits vernichtet, bevor es in dem Ordner landet:

Klo des Internets. Quelle: Antispam-Bee unter WordPress bei GNIT

Ja, das sind tägliche Werte des letzten Monats.

Ich sag es mal so: Haben die ein Glück, dass es keine Return-to-Sender-Funktion gibt.

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Übereilter Aktionismus

Man sagt jungen Menschen gerne vorschnell nach, sie würden ihre Taten manchmal nicht genug bedenken. Mit dem Vorwurf hab ich oft leben müssen, sicher nicht immer zu Unrecht. Gerade ist mir aufgefallen, dass ich inzwischen das zehnte Jahr an einem um ca. 7 cm tiefergelegten Schreibtisch sitze.

Und das ist einem ziemlich übereilten Aktionismus geschuldet. Als ich vor etwas mehr als 9 Jahren in die zukünftig beste WG aller Zeiten gezogen bin, war nämlich der Schreibtisch ein großes Hindernis. Das zusammengeschweißte Gestell dieses Arbeitstieres entwickelt bei Umzügen regelmäßig eine gewisse Sperrigkeit. Dieser war nicht der erste. Erworben hatte mein Vater ihn irgendwann ums Jahr 1995 herum – für symbolische zwei Mark, als bei ihm im Betrieb die Büros saniert wurden.

Das also vermutlich schon einige Jahrzehnte alte Möbelstück ließ sich anno 2003 nicht einmal unter Zuhilfenahme der Umzugsphilosophie meines Bruders* in mein Zimmer bugsieren. Das Bettgestell haben wir als Ganzes hineinbekommen, der Schreibtisch ließ sich zu lange bitten. Irgendwann sind wir dann zu unserem neuen Vermieter, haben ihn um eine Flex gebeten und uns umgehend und ohne weitere Gedanken an die Arbeit gemacht. Das Ergebnis war zwar nicht schön, aber praktisch. Wahrscheinlich sogar im Hinblick auf die danach noch folgenden Umzüge in ein anderes Zimmer und schließlich nach Berlin.

Und so sitze ich heute noch dran. Täglich stundenlang. Ich liebe ihn und er ist nach wie vor eines von vielleicht drei Möbelstücken, denen ich ohne nachzudenken zutrauen würde, mich zu tragen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns irgendwann trennen, ist natürlich groß. Inzwischen ist es nurmehr ein Stahlrohrrahmen und eine Platte. Die Hängekästen sind längst dem Sperrmüll anheim gefallen. Und wenn es soweit ist, wird es wohl ok sein. Worauf ich aber eigentlich rauswollte: nächstes Jahr im September ist es dann eine volle Dekade, die ich es nicht bereut habe, ein wenig in Aktionismus verfallen meinen Schreibtisch zerflext zu haben. Man sollte also auch diesen Entscheidungen eine Chance geben, würde ich sagen. 🙂


*Wenn’s mit G’walt net gehd, gehd’s mit no meh G’walt!

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Nicht meine Welt!

Während ich noch darauf warte, ob aus der Schufa-Geschichte irgendwas wird und ich allgemein den gängigsten Debatten zum Thema Datenschutz lausche, habe ich in den letzten Tagen doch auch mal wieder über das schöne Wörtchen Privatsphäre nachgedacht. Privatsphäre – ein Wort, dass man weder sonderlich schnell tippen, noch sagen kann, geschweige denn verstehen und beschreiben.

Ich hab im Laufe der letzten Dekade gelernt, wie individuell der Begriff aufgefasst wird. Ich als Betreiber zweier Blogs und Unterhalter mehrerer Social-Media-Profile ordne mich immer ziemlich vorschnell in die Post-Privacy-Ecke ein. Mein Mitteilungsbedürfnis ist groß und die Schamgrenze niedrig. Den ein oder anderen flüchtigen Besucher mag das irritieren, die meisten regelmäßigen Leser werden wissen, dass ich das bei allen beiläufig erwähnten Details nicht mache, um dem Ausverkauf meiner Persönlichkeit Vortrieb zu leisten. Ich erzähle gerne, und mit der Zeit weiß man eben, was ich gerne esse, welche Schuhgröße ich habe und wie meine politische Meinung ist. Ich weiß, dass ich das alles erzähle und ich bilde mir ein, dass der Austausch über dieses und jenes sehr fruchtbar sein kann und man neue Dinge, Meinungen und Sichtweisen aufgezeigt bekommt. Und das beileibe nicht mit dem Dampfhammer, wie einige Trolle es natürlich versuchen, sondern auf dem wunderbarsten Weg, sich Dinge zu erarbeiten: mittels zwischenmenschlicher Kommunikation. Ob nun per Taste oder Wort – geschenkt!

Und – wie ich beim Schufa-Artikel schon geschrieben habe – ich habe großes Verständnis dafür, dass es anderen Menschen anders geht. Ich kann zwar nicht mehr nachvollziehen, wieso Anderen sowas belangloses wie ihr Einkommen peinlich sein kann, aber natürlich gestehe ich jedem das Recht darauf zu, Teile seines Lebens und seiner Person vor den Blicken der Öffentlichkeit geheim, privat zu halten. Das ist wichtig und ob ihr’s glaubt oder nicht: ohne könnte auch ich nicht leben! Ich hab nur andere Grenzen.

Eine der wichtigsten Grenzen ist  meine Wohnung. Es geht gar nicht darum, dass es hier oft unaufgeräumt und dreckig ist – das dürft ihr ruhig wissen. Ich hab vorher die letzte saubere Gabel zum Essen benutzt und noch keine neue Spülmaschine angestellt, aber wayne? Ich bin unordentlich und steh dazu – und so schlimm, dass man es nicht wieder aufräumen könnte, isses dann ja auch nicht. Nein, die Wohnung ist mein Rückzugsraum, der Platz, an dem ich alleine bestimme, wen ich wie weit an mich heranlasse. Ich habe beruflich mit Menschen zu tun, ich muss notgedrungen auch mal raus zum Einkaufen und für andere Erledigungen, hier aber bestimme ich, welche Telefonate ich entgegen nehme, welchem Klingelnden ich öffne und erst recht, wer hier eintreten darf.
Vielleicht sind das psychologische Nachwirkungen der Hausdurchsuchung vor 6 Jahren, vielleicht ist es auch einfach nur verständlich, weil ich sonst so offen und überall verfügbar bin – und das by the way gerne. Ich meine, hallo – ich tracke mich freiwillig bei der Arbeit mit GPS!

Wenn ich darüber schreibe, dann erwähne ich gerne Heizungsableser und vielleicht auch mal nerviges Geklingel von Paketboten. Wirklich wirklich schlimm aber sind Vertreter.

Natürlich, in erster Linie sind es arme Schweine. Was für eine Scheiße die sich täglich an gelogenen Ausreden anhören müssen, will ich gar nicht wissen. Aber egal ob es jetzt um Staubsauger, Spendenbeteiligungen oder illegale Abzockerfallen geht – ich hasse sie alle!

Natürlich, die meisten gehen ganz ehrlich und aufrichtig ihrem Job nach und es wäre mir sogar egal, 20 € mehr für ein Küchengerät zu zahlen, wenn es mir nach Hause geliefert wird und ein kompetenter Verkäufer mir dazu Rede und Antwort liefern kann. Ich verstehe auch, dass sie ihre Arbeit machen müssen, habe ein gewisses Verständnis für erfolgsbasierte Bezahlung und bin sowieso ein lieber und umgänglicher Mensch. Aber ich hasse sie. Alle.

Denn ich weiß auch, dass mein Überrumpeltfühlen, meine fehlende Vorbereitung und mein Wunsch, Leute vor meiner Türe schnell wieder loszuwerden, Teil des Geschäftsmodells sind.

„Lieber schnell bezahlen oder unterschreiben, dann ist er schnell wieder weg!“

Ich bin ja nicht der einzige, der sich das denkt.

Aber natürlich mache ich es nicht. Kein einziges Mal. OK, wenn jemand eine Bargeldspende erbittet – das Kleingeldglas steht im Flur. Bitte, danke, ciao auf nimmer Wiedersehen! Alles in allem lernt man aber doch schnell, dass eigentlich kein Klingeln an der Türe wirklich wichtig ist. Man macht mal eine Ausnahme für die Kinder an Halloween, aber das ist ja letztlich auch eher sowas wie angekündigter Besuch.

Wie gesagt: es ist nicht einmal der kommerzielle Aspekt, der mich so nervt. Es ist einfach nur das Eindringen in mein Leben, ja, meine Privatsphäre eben. Eine Welt mit Haustürbesuchen ist nicht wirklich meine Welt. Die anderen scheinen allerdings gerade ausverkauft zu sein. Und ich glaube kaum, dass eine solche Welt dann ausgerechnet an der Türe vertickt wird. Am Ende sitzt man da, bloggt drüber und denkt sich:

„War das jetzt wieder zu privat?“

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Profi-Fehler

Nicht gerade der beste Platz, sich zu verschreiben:

„Caio, ich geh dann mal!“ Quelle: Sash

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Altersweisheit?

So, 31 Sonnenumrundungen hab ich schon mitgemacht. Das wichtigste – nämlich mich trotzdem jedes Jahr auf den Winter zu freuen – hab ich noch nicht verlernt, aber hier und da lässt die Unvernunft schon auch mal nach.

Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich kein Geiz-ist-geil-Typ bin. Deswegen komme ich dennoch nicht umhin, gelegentlich nach dem Geld zu schielen. Einfach, weil’s hier nicht in großen Haufen rumliegt und ein weiteres ungelöstes Paradoxon der Gesellschaft ist, dass ausgerechnet Notenpressen sackteuer sind.

Wie so ziemlich jeder weiß, der schon mal einen Blick auf den Header dieses Blogs geworfen hat, wohnen wir hier in Marzahn recht günstig, aber die aktuellen Preisentwicklungen bei Mieten in Berlin geht selbst hier nicht an uns vorbei. Auch dieser Stadtteil entwickelt sich, es wird viel gebaut, renoviert und die Mieten steigen. Wir wohnen nun seit knapp über 5 Jahren hier und haben kürzlich unserer zweiten Mieterhöhung zugestimmt.

Nun aber zur Unvernunft. Als wir hergezogen sind, hatten wir noch einen Mitbewohner und überhaupt haben wir mit dem Umzug in die wesentlich günstigere Bude sicher manchmal wie die Axt im Walde gelebt. Das gibt sich mit der Zeit. Man wird eben etwas vernünftiger und denkt auch mal drüber nach, ob dieses oder jenes jetzt wirklich sein müsse. Und tatsächlich hat sich das gelohnt – unsere Nebenkosten sinken bislang jedes Jahr ein wenig. Ohne dass es uns gefühlt schlechter geht. Wir haben nach wie vor eine warme Wohnung, die PC’s sind schneller geworden, der Fernseher größer und es brennt immer noch nachts das Licht.

OK, der Auszug jenes Mitbewohners, der die Heizung auf 5 stellte, die Luft mittels Vorhang direkt aus dem Fenster leitete und dann in den Urlaub fuhr, hatte enormen Einfluss auf die Kostenentwicklung.

So kam es dann, dass ich zum Geburtstag nicht nur 200 € Rückzahlung bekam, sondern wir trotz gestiegener Miete den monatlichen Dauerauftrag an die degewo um 5 Euro senken konnten, womit wir unterm Strich und selbst ohne Einbeziehung der Inflation hier billiger leben als bei unserem Einzug.

Nein, Geld rechtfertigt sicher nicht alles. Aber für Vernunft mal entlohnt zu werden, schadet sicher auch nicht. Schlimm genug, dass das meistens nur im Kleinen funktioniert.

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Aus gegebenem Anlass …

Cool, hab in meinem Leben ein Bonus-Level erreicht, Quelle: Sash

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Nettes Geburtstagsgeschenk

Hach. Dank Thomas hab ich einen Link von fefe zum Geburtstag geschenkt bekommen. Schöne Sache, die Statistiken explodieren 🙂

Natürlich liegt es mir am Herzen, die 5.000 Besucher willkommen zu heißen, aber ich weiß, dass die meisten nicht lange bleiben werden. Wer das doch sieht, kann gerne noch einen Blick auf meinen Taxi-Blog GNIT werfen.

(ich nehme an, ein Hinweis auf die Amazon-Wunschliste wären etwas dreist 😉 )

Gibt die Tage sicher noch neues, arg viele Verschwörungen werde ich aber sicher nicht haben, sorry …

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