26. Oktober 2011 · 19:03
So ein kleines gesellschaftliches Ereignis wie die eigene Hochzeit erfordert bei aller Bescheidenheit der angewandten Maßstäbe dann doch ein paar organisatorische Schachzüge. Ich kann hier beispielsweise den Begriff „Kleidung“ in den Raum werfen.
An dieser Stelle gebe ich den bereits verheirateten Herren die Möglichkeit, sich ausführlich daran zu erinnern… 😉
Eigentlich soll das mit den Klamotten ja kein großes Ding sein. Die Feier wird bei uns in einer kleinen Gaststätte stattfinden, und allen Beteiligten ist klar, dass das nicht darauf rausläuft, eine möglichst lange Schleppe anzulegen, weil die ohnehin nur bei der Reinigung des Raumes funktional wäre.
Nein: Alltagsklamottenzwang ist bereits ausgerufen worden, nichtsdestotrotz fällt darunter bei uns auch das ein oder andere neue Stück. Und warum nicht online bestellen? Der Versandhäuser sind gar viele und so ist Ozie unter anderem auch beim Baur-Versand gelandet. Etwas irritiert nahm sie dabei zur Kenntnis, dass sie wegen der „Kreditrichtlinien“ nicht bestellen konnte.
Das wundersame Geheimnis war schnell geklärt. Der Laden gehört zur Otto-Gruppe und bei eben jener gab es vor mehreren Jahren mal Ärger um eine unbezahlte Rechnung. Wir sind uns durchaus bewusst, dass man ja auch als Kunde in der Pflicht steht und mal abgesehen davon, dass das damals natürlich keine absichtliche Aktion war (und natürlich auch längst bereinigt ist), ist es ja nicht allzu unverständlich, dass die internen Richtlinien eines Konzerns da mal den eigenen Interessen zuwider laufen.
Irritierend an der Sache war dagegen, dass es sich ja beileibe nicht um einen Rechnungskauf gehandelt hat. Ursprünglich wollte Ozie mit Kreditkarte zahlen. Das Formular dafür war fehlerhaft, so dass sie Paypal als Zahlungsmethode ausgesucht hat, ein Vorgang bei dem es schon fast abenteuerlich wirkt, dabei auf „Kreditrichtlinien“ zu verweisen, wo gar kein Kredit von irgendwem an irgendjemanden vergeben wird.
Aber sei es drum. Dumme Dinge passieren und machmal hängt einem eine Unachtsamkeit eben etwas länger nach.
Heute haben wir dann festgestellt, dass das Geld für die Bestellung dennoch abgebucht wurde. Obwohl Ozie also damals unsanft mit dem Verweis auf die Richtlinien in der Bestellung via Paypal unterbrochen wurde und es nie zum Abschluss kam, wurde das Geld dennoch einfach mal angenommen. Auf die natürlich sofort versandte Mail mit der Bitte um eine Korrektur reagierte der Versandhandel nun eher unorthodox und vermeldete, dass sie sich über die Rückmeldung freuen („Gut, dass sie sich […] bei mir melden.“) und die Artikel natürlich binnen einer Woche versandt werden.
Ich würde ja gerne wissen, was in solchen Fällen passiert, wenn man keine Mail schreibt.
Auf zwei Dinge weise ich den Baur-Versand an dieser Stelle hin: Erstens auf meinen Satz oben: „Der Versandhäuser sind gar viele.“ Und zweitens auf die Tatsache, dass eine Rücksendung der Ware für uns kostenlos ist…
