Vor 10 Jahren hab ich mal einen kleinen Text geschrieben über eine Nachrichtenmeldung, die mich berührt hat: Erwin Hapkes Welt.
Es ging um einen Mann der jahrzehntelang zurückgezogen in seinem Haus lebte und es quasi nie verließ. Als er dann starb, fand seine Familie das komplette Haus angefüllt mit überwiegend kleinen Faltfiguren, in allen Farben und Formen, insbesondere aber viele fantastische Insekten. Damals hieß es, die Zahl ginge in die Hunderttausende. Hapke hatte sie aber nicht nur gefaltet, sondern auch Anleitungen dazu geschrieben, sie sorgfältig gruppiert und arrangiert und sich gewünscht, dass das Haus in ein Museum umgewandelt werden würde.
Der Link zur Originalmeldung im alten Artikel hat nicht mehr funktioniert, aber die Suche auf der WDR-Seite hat mich zu einem Video-Beitrag vom Mai dieses Jahres geführt, in dem gezeigt wird, dass sich Hapkes Wunsch nicht erfüllt hat, weil er nicht finanzierbar war. Darüber hinaus konnte seine Sammlung auch nicht in Gänze so untergebracht werden, dass sie dauerhaft erhalten bleibt und so ist wohl am Anfang dieses warmen Sommers Erwin Hapkes Kunst 10 Jahre nach seinem Tod und nach einer letzten Ausstellung dem Feuer übergeben worden.
Und was soll ich sagen: Berührt mich immer noch, bzw. wieder. Was für eine Geschichte!


