Jahr der Veröffentlichung: 2026
Genre: Sortier-Spiel / Cozy Game
Stunden bisher gespielt: ca. 10
Setting: Die magische Bibliothek wurde verwüstet, alle 3.072 Bücher liegen verstreut im Raum und Du kannst erst raus, wenn Du komplett aufgeräumt hast. Dazu musst Du jedes einzelne Buch an einen passenden Platz stellen.
Ich weiß auch nicht so genau, warum mir Aufräumspiele so gefallen, aber ich vermute es hat etwas damit zu tun, dass Aufräumen im Spiel irgendwann vorbei ist und man sieht, dass man was erreicht hat – während in der Wirklichkeit immer noch eine Ladung dreckige Wäsche oder ein Kind mit Schokofingern auftaucht und das zu einer endlosen Quest macht.
Endlos wirkt Librarian am Anfang allerdings auch. 3.072 Bücher sind unfassbar viel und die Erkenntnis erlangt man ungefähr nach dem fünften Buch, das man mühsam in eines der Regale bringt, nachdem man nachgeschaut hat, wo eigentlich die Bücher mit Heilzaubern hingehören. Schön ist, dass man trotz der noch ewig verwüstet aussehenden Bibliothek sehr schnell ein Fortschrittsgefühl hat. Ich hatte binnen der ersten Stunde ungefähr ein halbes Dutzend Regale, bei denen ich fast komplett auswendig wusste, welche Bücher hineingehören und das hat die Arbeit dann schnell effizienter werden lassen.
Durch Vervollständigen von Reihen steigt man auch im Level auf und kann ein paar Zauberfähigkeiten freischalten wie das automatische Sortieren von Büchern oder das sofortige Anzeigen der richtigen Regale. Obwohl ich zwar auch vorhabe, mir noch das Achievement fürs Nichtnutzen von Magie zu holen, ist das schon hilfreich beim ersten Durchgang, insbesondere weil das Spiel auf Englisch und die Kategorien sehr fantasylastig sind und ich als Nichtkenner des Genres manchmal mit meinem Wissen über verschiedene Arten von Zaubern an meine Grenzen gekommen bin. Macht aber nix, man möchte ja auch ein bisschen spielen und zudem sind die Buchtitel teilweise auch echt lustig.
Mehr als bei allen Mainstream-Spielen gilt hier natürlich, dass man das Genre schon sehr mögen muss. Es gibt ja gute Gründe, sich Aufräumen nicht als Spiel antun zu wollen. Aber mir hat’s Spaß gemacht und die Umsetzung lässt keine Wünsche offen. Die Systeme funktionieren, die Grafik ist ansprechend, es läuft flüssig und ich hatte keine Bugs – wenn man mal davon absieht, dass die Physik nicht immer ganz stimmig ist, wenn man ein Buch unten aus dem Stapel zieht.
Klassisches kleines Indie-Spiel für deutlich unter 10 €, kann man als Freund des Genres nichts falsch machen.




