Ich wollte für alle potenziellen Interessenten unter meinen Lesern noch gerne verbreiten, dass eine neue Folge von Fernsehkritik-TV online ist.
Ich habe mir seit Beginn dieses Jahres alle Folgen runtergeladen, und finde es nach wie vor eine erschreckende bis amüsante Unterhaltung. Meines Erachtens nach ist die neueste nicht die beste Folge, aber besser als selber Fernsehen ist sie wahrscheinlich schon. Auch wenn der Download etwas dauert, es lohnt sich dennoch auch dieses Mal. Vielleicht schaut ja mal jemand von hier dort vorbei. Dies ist übrigens Werbung, für die ich kein Geld bekomme, ich meine es demnach ernst 😉
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So etwas wie Werbung…
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bild.de – einmal mehr daneben!
Ach wie schön, dass es bild.de gibt. Sonst könnte sich ja niemand mehr darüber aufregen, dass „die Polen“ im Vorfeld der Fußball-EM gegen „uns Deutsche“ wettern und unfairerweise Vergleiche zur unrühmlichen Vergangenheit unseres Landes ziehen. Natürlich ist es nicht nett, wie „unsere Jungs“ da so präsentiert werden, muss man ja nicht machen. Interessant wird die Beschwerde seitens bild.de (und Bild natürlich auch) in Anbetracht der Tatsache, dass sie da gar keinen Wind machen müssten, sondern einfach ihrem Verlag auf die Finger klopfen. Wie bildblog nämlich bereits schrieb, ist zumindest die Zeitung „Fakt“, die Michael Ballack mit Pickelhaube zeigt, ein Springer-Blatt wie Bild auch. Ich bin auch völlig dagegen, deutsche Fußballer in die Nazi-Ecke zu stellen.
Ich würde zum Beispiel nie einen Menschen wie Schweinsteiger auf allen Vieren zeigen, und ihm den Namen des Hundes von Hitler geben! Immerhin: Auf diese Idee sind nicht die Polen gekommen, sondern ganz alleine bild.de:

Wuff! Quelle: bild.de
Wie schön…
…dass es noch Menschen mit Moral und Anstand gibt. Martin Lohmann schreibt für die Bild einen wundervollen Kommentar, in dem er anprangert, dass die – aber natürlich zu Recht protestierenden! – Milchbauern Milch wegschütten, während andererorts Kinder verhungern.
Kinder im Übrigen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit (siehe hier) nicht so viel von der Milch hätten.
Er klagt die Telekom-Spitzel an, all das verlogene Pack, das die Privatsphäre nicht achtet.
Eine Privatsphäre, auf die man bei Bild im Übrigen auch nicht sonderlich achtet. Ich nehme an, Martin Lohmann lässt sich sein Schreiben von denen dennoch vergüten.
Zu guter Letzt sind die Manager böse, weil sie viel Geld verdienen und trotzdem Arbeiter entlassen. Wie sein Arbeitgeber das macht, werden wir erfahren, wenn die Auflage von Bild weiter sinkt. Über die Tatsache, dass der Springer-Verlag vor gar nicht allzu langer Zeit unrühmlich in den Medien erschien mit seiner Beteiligung an der Pin AG, die nicht zuletzt wegen der niedrigen Löhne ihrer Mitarbeiter existieren konnte, wollen wir besser gar nicht erst diskutieren.
Ich erwische mich in solchen Momenten, dieses Zitat mit dem Glashaus hervorzukramen. Nein, nicht das mit dem Im-Keller-Kacken!
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Nicht mehr lange…
In etwas mehr als 30 Stunden werde ich mich auf den Weg nach Stuttgart machen. Seit langer Zeit das erste Mal. Ich freu mich wahnsinnig drauf, weiss aber irgendwie nicht so recht, ob ich mir das zeitlich erlauben kann. Naja, manchmal sind Termine eben blöd.
Ich bin wahnsinnig müde, vielleicht finde ich morgen ja ein bisschen Zeit, über all das zu schreiben, was hier sonst so passiert.
Kurz ansprechen muss ich noch Franz Josef Wagner wegen seiner neuen Kolumne: Ich hab diese schlimme Geschichte bereits am Sonntag im Spiegel gelesen. Sie doch sicher auch. Wie aktuell ist bild.de eigentlich?
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Des Wagners Antisexismus
Sorry wegen der hochtrabenden Überschrift. Ich wusste einfach nicht, wie ich diese aktuelle Kolumne von Franz Josef Wagner irgendwie ansprechen sollte. Wagner schwadroniert (erstaunlicherweise!) darüber, dass er es irgendwie schick finden würde („Charme hat das.“), wenn Gesine Schwan sich bei der Wahl zum Bundespräsidenten durchsetzen würde. Gut, zugegeben, damit wären die beiden „wichtigsten“ Posten der Bundesrepublik mit Frauen besetzt. Etwas, das eigentlich schon der statistischen Wahrscheinlichkeit nach schon längst mal hätte passieren sollen.
Nicht, dass ich deswegen jetzt für Gesine Schwan wäre!
Wagner leitet daraus ab, dass es deswegen neue und interessante Posten für Männer geben würde:
„Der Inneneinrichter, der Bodyguard, der Walker, der Fitnesstrainer, der Diätberater, der Schminkmeister, der Kofferpacker, der Kofferträger, der Küchenchef, der Pressefuzzi, der Handtaschenhalter.“
Was daran jetzt „neu“ oder gar toll sein soll, das bleibt sein Geheimnis. Aber dann kommt er auf den Punkt:
„Es gibt keine Männer mehr wie Adenauer, Brandt, Heuss, Strauß, Wehner, Schmidt. Es gibt nur noch Männer wie Udo Walz, der der Kanzlerin eine neue Frisur verpasst.“
Ergo:
„Wenn wir keine starken Männer mehr haben, dann kommen starke Frauen. Das ist logisch.“
Damit schliesst Wagner seine Kolumne. Wenn man es also genau nimmt, dann sind die Frauen also nur deshalb an der Macht, weil kein „richtiger“ (starker) Mann das mehr in die Hand nimmt. Also ist es irgendwie nicht nur logisch, sondern quasi eine gerechtfertigte Bestrafung für alle Schlappschwanzmänner à la Kurt Beck und co. Das ist ja quasi schon fast so etwas wie…
Nein, das ist genau die Bestätigung für all die Sexisten dieser Welt!
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Ein paar witzige Bild-Klötze
Bild und bild.de haben sich ja seit geraumer Zeit ein bisschen eingeschossen auf den „Brückenteufel“, den „Holzklotzkiller“, wie immer man den jungen Mann nennen mag, der zu Ostern einen Holzklotz von einer Brücke in ein fahrendes Auto warf, und dabei eine Frau tötete. Drei kleine Impressionen von der bild.de-Seite:
Die Überschrift mit Klärungsbedarf:

Damit es auch jeder weiss, Quelle: bild.de
Eigentlich sollte man es ja positiv bewerten, dass Bild nicht gleich „Selbst das Verhör stand der Rauschgiftsüchtige nur mit Drogen durch!“ schreibt. Dafür bekommt man diese Info im Artikel selbst. Wenn man aber seiner Zielgruppe nicht zutraut, zu wissen, was Methadon ist, dann muss man es ja nun wirklich nicht gleich in der Überschrift herausposaunen.
Der pure Horror:

Welch Drama! Quelle: bild.de
Wahrscheinlich wäre es der Bild-Redaktion recht gewesen, wenn der junge Mann Blut an den Wänden, Kinderpornographie auf dem Rechner und eine Leiche im Keller gehabt hätte. Aber so musste der arme Garten herhalten für den unheimlichen Lebenswandel.
Die Scheinverbrechen:

Der war aber clever…, Quelle: bild.de
Alle Screenshots: bild.de
Bild ist in der Vergangenheit unter anderem immer wieder dadurch aufgefallen, dass Angeklagte schon im Vorfeld zu Verbrechern gemacht wurden, wenn es nur ins Konzept der jeweiligen Kampagne gepasst hat. Ausgerechnet bei Taten, die offenbar (nicht nachgeprüft!) von einem Gericht bereits geahndet wurden, schreibt bild.de nun „angeblich“. Als wäre ein Holzklotzkiller der Fahrrad-Hehlerei nicht würdig. Aber klar: Wahrscheinlich hat er diese Diebstähle und Verkäufe nur vorgetäuscht, um harmloser zu wirken!


@phil: Danke Dir! :)