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Recht kompliziert

Die Vermietergeschichte geht in die nächste Runde. Ein schriftliches Vorverfahren ist quasi im Gange, und schon mit dem ersten Schreib aus meiner alten Heimat (der ganze Quatsch wird ja in Stuttgart verhandelt, offenbart sich mir wieder einmal, weswegen ich so meine Probleme mit der Justiz habe.

Wobei das Problem in diesem Fall schlicht der gesunde Menschen verstand ist.

Derletzt habe ich eine recht vielseitige Erklärung abgegeben zu dem zugegeben etwas sonderbaren Mietverhältnis in der alten Stuttgarter WG. Eine einseitige Anlage widmete sich beispielsweise schon alleine der Frage, weswegen kein schriftlicher Mietvertrag existiert und weswegen ich die Verantwortung dafür bei unserem Ex-Vermieter sehe. Und dann bekomme ich gestern also Post, und was lese ich da?

Das hier:

Äh gut, ich schreib dann mal einen... Quelle: Sash

Äh gut, ich schreib dann mal einen... Quelle: Sash

Die Tatsache, dass ich auf das Wohlwollen dieses Gerichtes angewiesen bin, hält mich davon ab, einen leeren Umschlag zu schicken oder mich in der gebotenen Lautstärke dazu zu äußern, dass hier irgendjemand offensichtlich die Arbeit nicht macht, für die er da ist.

Ich denke mal, das wird ein witziges Telefonat, das ich da im Laufe des Tages führen werde 🙂

Der aktuelle Stand ist wohl der, dass unser werter Ex-Vermieter sich noch nicht zur Sache geäußert hat, und seine Frau wahrscheinlich dank des gestern eingegangenen Briefes mit unseren Erläuterungen mit Schaum vor dem Mund wilde Kriegsszenarien spinnt, die sicher nicht mit geltendem Recht vereinbar sind. Achtung, das sind natürlich nur Vermutungen!

Da ich keine anwaltliche Hilfe in Anspruch nehme, muss ich mir nun wohl nur nach darüber im Klaren werden, was genau die Formulierung

„Ein Antrag möge formuliert werden.“

nun für mich bedeutet. Bzw., was genau ich eigentlich beantragen muss: Ein Verfahren, eine Verurteilung, die Zahlung oder was? Naja, ich werde es noch rausfinden…

Arül – weil muss!

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Schönheit liegt im Auge des Betrachters…

Ich saß hier gerade am PC und las ein bisschen. Dann bemerke ich aus dem Augenwinkel heraus Ozie, und stelle fest, dass sie im Flur stehenbleibt und in ihr Zimmer starrt.

„Falter?“

„Riesig!“

Wie das so ist im Sommer: Immer wieder verirren sich verschiedenste Insekten ins Haus, und natürlich gerne zu uns, schon weil oftmals die ganze Nacht über das Licht brennt. Die Tagesrhytmusgeschichte eben. Und gerade die scheinbar extrem minderbemittelten Falter, die offenbar nie etwas anderes tun, als um, gegen und in die Nähe einer Lampe zu fliegen sind natürlich desöfteren Gast in unserem Hause.

Ozie ist auf diese Flügeltiere nicht so sonderlich gut zu sprechen, ich finde sie eigentlich unter den ganzen Insekten eine positive Ausnahme. Falter stechen nicht (wie Wespen, Bienen und Schnaken), lassen sich nicht in Lebensmitteln nieder (wie Motten) und stellen ihre eigene Ungefährlichkeit auch noch mit beachtlicher Ausdauer im Vorführen ihrer Blödheit zur Schau. In gewisser Weise mag ich die Tiere also sogar.

Im Gegensatz zu anderen Insekten (oder auch Spinnentieren) schaffen sie es eigentlich nie, in mir dieses bekloppte Ekel-Gefühl hervorzurufen, dass ich mir nun schon mit zig Viechern abzugewöhnen versucht habe. Die Wirkung ist immer zeitlich begrenzt. Einmal im Jahr muss ich von einer Wespe gestochen werden, um meine Angst davor zu überwinden, und ähnlich oft sollte ich mir eine möglichst große Hausspinne über die Hand laufen lassen, um nicht doch wieder ein wenig Panik vor diesen nützlichen und faszinierenden Tieren zu entwickeln.

Falter dagegen? Immer her damit! Warum das so ist, weiss ich auch nicht – aber es ist so.

Entgegen aller Erwartungen haben wir den Falter sogar in den Flur locken können, was schon seltsam ist, da diese Spezies es offenbar just in dem Moment völlig verlernt, ihrem Trieb zum freiwilligen Feuertod nachzugeben, wenn man sie mit einer Lichtquelle locken will. Nun ja, bei diesem war es anders, und so treibt er jetzt im Flur sein (Un-)Wesen, während Ozie vorsichtshalber ihre Zimmertüre geschlossen hat.

Und ich durfte feststellen, dass es sich zwar nicht wirklich um ein riesiges, dafür aber ein sehr schönes Exemplar handelt. Beweise? Bitte:

Alter Falter! Quelle: Sash

Alter Falter! Quelle: Sash

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Kunst und Öl oder Ozies Personalausweis

Wir schreiben das Jahr 2009 und Ozie und ich leben nun schon eine gewisse Weile fern der elterlichen Fürsorge oder Zumutung – wie immer man das bewerten will. Wir gehören in die Jahrgänge 1981 und 1987, was uns zwar noch davor bewahrt hat, Zauberwürfel wirklich ernst zu nehmen, uns aber inzwischen recht problemlos erlaubt, all die Drogen zu kaufen, die uns Papa Staat erlaubt.

Das ist ganz angenehm, aber zumindest mich konnte man damit nie schocken. Ich war mit 15 bereits kurz vor der Zwei-Meter-Marke angelangt, und so konnte ich in zartem Jugendalter bereits die Schnapsversorgung bei Klassenfahrten übernehmen. Dass ich aus völlig idiotischen Gründen mit dem Rauchen erst angefangen habe, als ich es schon legal durfte, trägt mit dazu bei, dass man mich eiskalt damit überraschen könnte, wenn man mich nach einem Ausweis fragt. Also im Supermarkt… dass die Cops das gerne machen, habe ich ja auch schon gelernt.

Naja, Ozie hatte heute ausnahmsweise ihren Personalausweis nicht dabei. Das Ganze hat sogar eine erwähnenswerte Vorgeschichte, die ich hier kurz anschneiden möchte:

Ozie zieht ja – wie ich auch demnächst – innerhalb der Wohnung um. Und wie das so ist, wenn man sich ein neues Zimmer einrichtet, gestaltet man es sich so angenehm wie irgendwie möglich und realisiert auch mal künstlerische Vorhaben, denen man sich so mitten im Alltag vielleicht manchmal verschließt. Kurzum: Ozie hat ein Wandgemälde geschaffen, und da wir alt genug sind für Spielereien mit politischem Hintergrund und Satire, benötigte sie dafür ihre Personalausweisnummer. Ich kann das Werk ja einfach mal zeigen:

Ozies Kunstwerk, Quelle: Sash

Ozies Kunstwerk, Quelle: Sash

Aus sicher verständlichen Gründen ist die Nummer hier ein wenig verpixelt…

Naja, so kam es jedenfalls, dass der Personalausweis zur Sichtung im neuen Zimmer lag und Ozie vergessen hat, ihn ins Portemonnaie zu packen, als sie zum Kaiser’s ging, um ein paar Sachen einzukaufen.

Und beinahe wäre ihr das in diesem einzigen und einmaligen Fall auch zum Verhängnis geworden, denn die Kassiererin (die uns eigentlich langsam kennen sollte) schielte auf eine Flasche in Ozies Einkaufssammelsurium und fragte:

„Aber 18 sind sie schon, oder?“

Und Ozie reagierte wenigstens schlagfertig:

„Ja, aber wegen einer Flasche Olivenöl zeige ich ihnen meinen Ausweis nicht!“

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Glück mit der Zeit

Seit Oktober 2007 wohnen wir nun schon hier in diesem Haus. Wenngleich nicht immer genutzt, war der Aufzug uns doch stets ein zuverlässiger Begleiter. Seit ich hier wohne, ist er heute das erste Mal kaputt. Was bin ich froh, dass das Ganze nicht 15 Stunden früher passiert ist! Dann wäre der Umzug heute Morgen um einiges stressiger geworden. Puh!

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Kühlschrank-Poesie (18)

Postpubertärer Zwangsvulgarismus! Ganz eindeutig! Quelle: Sash

Postpubertärer Zwangsvulgarismus! Ganz eindeutig! Quelle: Sash

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Nicht nichts…

Der Blog ruht gerade fast seelenruhig. Aber sowas kommt auch mal vor. Zum einen schlägt da sicher das Sommerloch mit rein (nicht lachen, ich schreibe im Sommer tatsächlich weniger als im Winter!), zum anderen liegt es auch daran, dass ich jetzt vier Tage am Stück fast nicht gearbeitet habe. Nur einmal kurz am Dienstag eben.

Das heisst zum einen, dass keine witzigen Taxi-Geschichten anfallen, zum anderen habe ich tatsächlich gelegentlich anderes zu tun. Ich bin zwar weit entfernt von dem, was man gemeinhin Überarbeitung nennt, aber so fühlen darf man sich ja trotzdem mal.

In zwei Stunden (7 Uhr morgens) werde ich alle Hände voll damit zu tun haben, einen Haufen Zeug hier vor’s Haus zu schaffen, da Ozies Schwester umzieht, und deren Hab und Gut gerade in einem freien Zimmer bei uns steht. Zeitlich ist das recht locker geplant, aber ich bin schon schwer müde, weil ich dummerweise gestern schon morgens aufgewacht bin – und die beiden anderen Protagonisten des Schauspiels werden es ebenso sein, weil sie je eine recht kurze Nacht hinter sich haben. Gut schlafen werde ich danach sicher…

Der Umzug hat sich aber zumindest noch nicht auf meine Laune und / oder Fitness niedergeschlagen. Ich hatte bisher ja kaum was damit zu tun.

Viel mehr beschäftigt hat mich – wenn auch nur psychisch – viel eher, dass ich einen ellenlangen Brief ans Amtsgericht Stuttgart schreiben musste. Es geht um die Sache mit unserer alten Kaution, und die Geschichte gewinnt so langsam ein wenig an Fahrt. Dummerweise ist es bei uns ja nicht mit einem Standard-Wisch getan, da wir dank unseres eher speziellen Mietverhältnisses jeden Quatsch gesondert erklären müssen.

Naja, nun ist das mal erledigt, und nach wie vor bin ich mal gespannt, wie die Sache weitergeht.

Nebenbei ist mir dann aber tatsächlich so langweilig gewesen, dass ich mein Fenster geputzt habe. Das letzte Mal hab ich das offensichtlich vor etwa einem halben Zentimeter gemacht…

Ansonsten gibt sich mal wieder alles reichlich unspektakulär. Wenn wir dann in den nächsten Tagen wieder ein Zimmer mehr frei haben, wird sich hier schon wieder einiges ändern – wenn auch langsam. Ozie und ich werden beide die Zimmer wechseln. Ozie glaubt, dass ihr ein kleineres Zimmer zum Pflegen ihrer Unordung reicht, und ich habe die Hoffnung, meine in einem großen Zimmer etwas einschränken zu können. Das heisst: Sie zieht um ins bisherige Gästezimmer, ich in ihres, und mein Raum wird irgendeine Mischung zwischen Werkstatt, Lager, Haushaltsraum und sinnloser Platzverschwendung. Oder so…

Da wir aber nicht vorhaben, daraus eine Mörder-Riesen-Aktion zu machen, wird das alles nach und nach in kleinen Schritten bis zum Ende des Jahres oder so realisiert werden. Zumal wir die Gelegenheit gleich nutzen werden, und die ein oder andere Schönheits-Korrektur vorzunehmen, die bisher liegengeblieben ist.

Aber bis es soweit ist, werden hier noch einige Blogeinträge folgen. Und ich wage es sogar zu prophezeihen, dass sie ein wenig unterhaltsamer werden als das hier…

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Bisschen genervt (2)

OK, als ich mich neulich beschwert habe, war das vielleicht ein wenig blöd. Sollen die Kinder doch mit einer Bohrmaschine spielen. Heute – so gegen 11 Uhr, 4 Stunden nach ins Bett gehen – haben irgendwelche anderen Nachbarn eine Kreissäge gefunden… und die benutzen sie ernsthaft.

Ich bin gerade nicht einmal sonderlich müde – aber bei dem Wetter da draussen werde ich sicher nicht mehr schlafen können. Derzeit (das könnte sich in absehbarer Zukunft ändern) habe ich ja auch noch ein Zimmer gen Süden, sodass der Sommer auch ganz gut bei mir ankommt – wenn er mal da ist. Und das ist er!

Naja, was mache ich nun? Ich weiss es noch nicht. Wahrscheinlich einen Monatsvorrat Koffeintabletten schlucken und so tun als wäre nichts… 🙂

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