Author Archives: Sash

Vorschlag zur Güte

Nun bin ich mit der Blogtrennung ja nicht nur auf Gegenliebe gestoßen, sondern habe natürlich auch Kritik bekommen. Besondere Beachtung fand bei mir dieser Kommentar.

Da bekanntlich in jeder Geschichte ein Körnchen Wahrheit steckt, habe ich mir das zu Herzen genommen und mir überlegt, wie ich damit umgehen soll, dass sich nun ja nicht mehr das in meinen Blogs finden lässt, was anspruchsvolle Leser erwarten. Eine inhaltliche Änderung ist natürlich immer schwer zu bewerkstelligen und kostet viel Zeit und je nach Umfang sogar Geld. Insofern wären Hinweise vielleicht ein erst mal ein erster Schritt.

Die ersten Entwürfe würden wie folgt aussehen (die endgültige Umsetzung hängt davon ab, wie das Stimmungsbild sich entwickelt):

Warnhinweis 1, Quelle: Sash

Warnhinweis 1, Quelle: Sash

Warnhinweis 2, Quelle: Sash

Warnhinweis 2, Quelle: Sash

Und abstimmen könnt ihr auch noch:

Wie seht ihr das?

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Spannung!!!

Ok, es gibt gewisse Dinge, die brauchen ihre Zeit.

Rechtsstreitigkeiten gehören dazu. Inzwischen ist es allerdings über einen Monat her, dass wir die Kostenfestsetzung im Verfahren gegen Dieter beantragt haben. Grund für einen Anruf im Heimatland. Schon beim zweiten Versuch landete ich bei der Gerichtsmitarbeiterin, die insbesondere durch den süßen Klang meiner Heimatsprache, ihren Drang Telefonate kurz zu halten und durch die immer wieder beachtlich schnell vermittelten Infos auffällt.

So gestaltete sich das Telefonat recht kurz:

„Hallo, Sash hier. Ich wollte wegen eines Verfahrens kurz anfragen, ob…“

„Ach, sie sann des! An sie hen i grad was nausg’schickd!“

[…]

Schön, wenn die Leute noch wissen, was sie arbeiten! Ganz ehrlich, hat mich fast schon beeindruckt!

Ja, zu unserer Freude ist es nicht etwa so, dass die Geschichte jetzt gut abgehangen irgendwann mal ins Rollen kommt, sondern sie ist schon wesentlich weiter. Trotz Krankheit der Rechtshelferin ist der Antrag wohl schon Dieter, Petra und ihrer Kompetenzgranate von Anwalt zugestellt worden und sie haben geantwortet. Der Brief, den wir morgen oder übermorgen erhalten sollten, beinhaltet offenbar eine Aufforderung zu einer Stellungnahme. Altes Spiel also…

Wahrscheinlich wird mehr oder minder drinstehen, dass wir die Kosten ja fast alle nicht geltend machen können, weil wir ohne Anwesenheitspflicht angereist sind bla keks. Dieser Rechtsauffassung könnten wir immerhin ein anderslautendes Gerichtsurteil entgegenstellen. Der einzige in unseren Augen ernsthaft strittigen Punkt sollte sonst die Länge der Reise sein, die wir mit je 3 Tagen (bzw. kostenmäßig 1 Tag + 2 * 1/2 Tag) angegeben haben, da es uns nicht zuzumuten ist, nachts unterwegs zu sein und die Reise nunmal dauert 😉

Dass es nachher ein paar Euro weniger werden als die großzügig angepeilten 1565, damit könnten wir leben. Aber ein bisschen Kabbeln werden wir uns wohl noch 😀

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Trennungsschmerzen?

Na gut, zwei Tage später als erwartet, nämlich heute, zwei Monate und zwei Tage nach der Trennung meines Blogs in diesen auf der einen und den neuen gestern-nacht-im-taxi.de auf der anderen Seite, fragt Nobody an:

So deine Frist ist abgelaufen. Also berichte uns von deinen Ergebnissen und wie du endlich wieder dein gesamtes Leben hier im Blog schreibst?

Die Formulierung macht es etwas schwierig, die Frage genau so zu beantworten, wie sie gestellt war, aber ich versuche es mal:

Die Ergebnisse sind hervorragend! Es ist zu beinahe hundert Prozent genau das eingetreten, was ich erwartet habe, und das freut mich. Ich habe den Taxiblog ausgekoppelt und schreibe dort seitdem regelmäßiger denn je. Die Frequenz ist aber gar nicht das entscheidende, positiv überrascht haben mich auch die Leser. Wie erwartet ist das Besucheraufkommen natürlich zunächst eingebrochen, aber binnen weniger Wochen ist es über das Level des alten Blogs herausgegangen. Ich hatte noch nie so viele Neuverlinkungen in derart kurzer Zeit, auch wenn GNIT mit Sicherheit noch nicht gerade bekannt ist im Netz. Negative Stimmen gibt es kaum, und ich bekomme inzwischen fast schon regelmäßig Anfragen von Leuten, die Dinge wissen wollen, vom Fernsehen etc. Das kann ein Zufall sein, aber ich werte es durchaus als Zeichen dafür, dass die neue Seite durch ihre thematische Begrenzung mehr Seriosität vermittelt als ein mehr privater Blog.

Den Seitenhieb auf mein „gesamtes Leben“ hier im Blog hab ich verstanden, aber ja: Auch zu diesem Blog hier gibt es was zu sagen. Die Besucherzahl ist – ebenfalls wie erwartet – um gut ein Drittel gesunken. Da spielt natürlich auch mit rein, dass ich hier in den letzten Wochen kaum was interessantes geschrieben habe. Das ist natürlich erst mal schade, der Kausalzusammenhang mit der Blogtrennung ist so eindeutig indes nicht. Ich hab in den letzten Wochen angefangen, mal wieder mehr zu arbeiten, was bedeutet, dass ich 5 bis 20 Stunden weniger Zeit pro Woche zur Verfügung habe. Da ist es mir nicht leicht gefallen, öfter mal nebenher etwas zu schreiben. Aber ich fühle mich auch nicht mehr so dazu verpflichtet, und das ist ein gutes Gefühl. Und außerdem macht es dafür umso mehr Spaß, auch mal wieder einfach zu schreiben, wenn mir was auf den Keks geht – wie im letzten Eintrag.

Für mich war der Schritt ja nicht dazu gedacht, plötzlich zwei Über-Blogs zu haben. Ich wollte die Taxigeschichten prominenter platzieren, sie auch „professioneller“ unterbringen –  und hier mehr Freiheit – ob gefühlt oder real sei mal dahingestellt. Das hat geklappt und das finde ich gut. Und irgendwann in nächster Zeit passiert auch hier sicher mal wieder was.

Und da ich es vor zwei Monaten versprochen habe, gibt es auch noch eine Umfrage:

2 Monate Blogtrennung. Gut oder schlecht

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Schildbürger

Ich hab mich oft gefragt, ob ich eigentlich echt glauben soll, was derzeit in diesem Land passiert. Da schreibt ein durchgeknallter Schnauzbartträger ein Buch, sinniert über genetisch vererbte Dummheit, und ganz Deutschland echauffiert sich entweder über das Buch oder jene, die es ablehnen. Zunächst hatte ich die Hoffnung, der ganze Mist würde in ein paar Tagen wieder vom Tisch sein, wenn der nächste Politiker sich mal wieder einen Dienstwagen im Urlaub klauen lässt, oder jemand auf die abenteuerliche Idee kommt, man könne die Steuern erhöhen oder senken. Aber nix da. Von der Bild-Redaktion in Berlin bis Opa Winfried in Hintertupfingen führt das Land anhand meist für die jeweilige Lage schöngerechneter Tabellen und Statistiken eine Integrationsdebatte, deren Höhepunkt je nach Lesart vielleicht ein gewisser Seehofer war, der plötzlich die Zuwanderung ausgerechnet von Fachkräften unterbinden möchte – oder aber Volkes Stimme, die ausgerechnet einen fußballspielenden Türken für das beste Beispiel gelungener Integration hält.

Ich finde die ganze Debatte schlicht scheiße und unsinnig, und es kotzt mich an, dass in Deutschland derzeit selbst öffentlich Sätze gesagt werden, für die man vor zwei oder drei Jahren aus guten Gründen seinen Job verloren hätte.

Dass selbst in unserer verwöhnten Wohlstandsoase nicht alles Gold ist, was glänzt, haben 50 Jahre nach dem Wirtschaftswunder auch plötzlich alle gemerkt, und da das ja einen Grund haben muss, ist es neuerdings mal wieder schick, es IHNEN in die Schuhe zu schieben. Wem? Sind wir mal ehrlich, eigentlich ist es doch egal! Die Muslime bieten sich als geheimnisvolle und seit dem 11. September 2001 auch noch gefährliche Gruppe zwar gut an, aber im Notfall haben sich ja bereits in der Vergangenheit beispielsweise auch Hartz4-Empfänger unabhängig der Nationalität bewährt.

Dass es Probleme beim Zusammenleben unterschiedlicher Menschen geben kann und auch gibt, das wissen nicht nur diejenigen, die mit einem Araber im Haus zusammenleben, sondern auch gutgläubige WG-Gründer und versehentlich Verheiratete. Warum Idioten allerdings schlimmer sein sollen, nur weil sie andere kulturelle Wurzeln haben, das erschließt sich mir nicht ganz. Würde man, wie oft gefordert, endlich Schilder für Idioten austeilen, dann würden sich deren Träger wohl verwundert untereinander umsehen und feststellen, dass es von Hermanns und Manfreds unter ihnen nur so wimmelt.

Sobald einen guten Deutschen die Hautfarbe seines Gegenübers irritiert, scheint es einen leider selbst von Herrn Sarrazin nicht erforschten Reflex zu geben, alles was er tut, auf seinen Migrationshintergrund zu schieben. Wir haben sogar extra ein Wort dafür erfinden müssen, weil die Betroffenen ja längst Deutsche sind, seit 2 oder 3 Generationen. Aber es scheint vielen Menschen in diesem Land logischer, dass jemand kriminell ist, weil seine Eltern ihre Jugend in einem anatolischen Bergdorf verbracht haben, anstatt das Problem irgendwo in den 20 Jahren Leben in Deutschland zu suchen.

Natürlich halte ich auch nichts von irgendwelchen archaischen Regeln, die Frauen Rechte aberkennen oder jemanden verpflichten, seine ungläubigen Nachbarn zu meucheln. Was die meisten Schreihälse im Auftrag der Leitkultur vergessen, ist, dass wir in einem Land leben, in dem vom (übrigens viel zu gering) strafbewehrten versehentlichen Zünden einer Atombombe bis zur Länge des schriftlichen Teils der Gesellenprüfung zum Steinmetz jede erdenkliche Kleinigkeit gesetzlich geregelt ist. Und wenn ich meine Freundin schlage, weil sie meinen Kumpel Carsten oder meinen imaginären Kumpel Allah beleidigt, dann ist das in beiden Fällen nicht nur dumm, sondern auch strafbar. Statt uns Gedanken darüber zu machen, ob der imaginäre Kumpel lieb oder böse ist, könnte man auch pragmatisch darüber hinwegsehen und sich dem Zustand widmen, dass da jemand Frauen verdrischt.

Aber dann müsste man sich Gedanken über die Gesellschaft an sich machen, über Bildung, über den eigenen Beitrag zum Zusammenleben, man müsste neues lernen und sich in Toleranz üben. Und eventuell einen ziemlich großen Posten im Bundeshaushalt für Schilder ausgeben.

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Filed under Politik

Apfelkuchöööön!

Guten Morgen allerseits!

Es ist 8.20 Uhr am Sonntag und ich wünsche euch allen ein frohes Frühstück!

Für mich selbst ist es zwar eher Zeit zum Abendessen, aber manchmal gerät das Leben ja ein wenig durcheinander. Eigentlich müsste ich jetzt brotfertig von der Samstagsschicht gekommen sein und  kurz vorm Ins-Bett-Fallen stehen. Tue ich aber gar nicht. Der Grund ist so simpel wie ärgerlich: Das Auto hat den Dienst quittiert und ich bin schon seit 2.30 Uhr wieder zu Hause und hab sogar schon Mittagsschlaf gemacht – wenn man das um 3 Uhr so nennen darf.

Die letzten 2 Stunden hab ich damit zugebracht, Ozie mit meinen mängelbehafteten Fähigkeiten beim Apfelkuchenbacken zu unterstützen, und nun ist er fertig. Für den ersten Versuch scheint er ok zu sein – ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob das DER Apfelkuchen wird, den wir irgendwann aus dem FF können werden. Optimierungsbedarf scheint noch zu bestehen.

Aber was soll es? Er ist süß, er schmeckt nach Äpfeln und wenn ich schnell genug in der Küche bin, ist er sogar noch warm.

Schönen Sonntag allerseits!

Nachtrag: Vergesst, was ich gepostet hab! Kuchen ist perfekt! *indieküchekugel*

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Filed under Haushalt

Geld und so…

Schon mal 500 € gefunden?

Wir schon.

Naja, so in etwa jedenfalls.

Wer den Blog hier in der letzten Woche aufmerksam verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass es mit Geld gerade nicht rosig aussieht bei mir. Deswegen arbeite ich nämlich mal vernünftig und hab nicht viel Zeit zum Bloggen und so. Das ist soweit kein Problem, sondern eher so eine Phase, die einmal jährlich auftritt. Die genauen Termine kann euch wahrscheinlich mein Vater mitteilen, der hört dann immer regelmäßiger als sonst von mir 🙂

Naja, ich hab den Sommer über recht relaxt gelebt, hab mehr oder minder nur gearbeitet, wenn ich gerade Lust hatte, und das war auch ok so.

Nun müssen wir eingedenk der Tatsache, dass unsere Küche nach Renovierung schreit, halt gucken, woher wir Kohle kriegen. Das Minus ist erträglich, aber ein bisschen mehr wäre ausnahmsweise nicht schlecht. Jetzt war gestern ein echt praktischer Tag.

Zunächst hat Ozie ein Konto gefunden, auf dem noch 120 € drauf sind. Das haben wir nach der letzten Finanzkrise angelegt und vergessen. Sehr praktisch, kann ich nur empfehlen.

Und passend zum Thema kam dann auch noch unsere Nebenkostenabrechnung. Letztes Jahr haben wir ja einiges rausbekommen, weil wir das erste Mal ein Jahr ohne Ralf und damit ohne Umgebungsheizung und Dauerlicht hatten. Und dieses Jahr? Nochmal 360 € weniger. Verrechenbar mit der nächsten Miete. So lobt man sich das doch! 😀

Und wahrscheinlich wird es nächstes Jahr noch weniger, weil wir dieses Jahr ja nur noch zu zweit sind. Aber es ist schon witzig, dass unsere Miete bisher trotz Erhöhung zum Jahresende insgesamt gesunken ist damit. Zu Beginn haben wir hier noch 567 € pro Monat bezahlt, inzwischen sind es 560 €. Bei 20 € Mieterhöhung. So lässt es sich leben 🙂

Naja, wenn jetzt noch unser Kostenfestsetzungsantrag beim Amtsgericht durchgeht, oder uns sogar unser Mitbewohner irgendwann die 1000 € Mietschulden begleicht, dann sind wir fast schon sowas wie wohlhabend…

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fünfdrei

Fünf Jahre glücklich, drei Jahre Berlin.

Es gibt vieles,
was ich manchmal vermisse.
Vieles gibt es aber auch,
was ich heute nicht mehr missen möchte.

Mein rechtes Auge lacht das linke weinende aus.

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