Jahr der Veröffentlichung: 2019
Genre: Open-World-TPS
Stunden bisher gespielt: ca. 75
Setting: Du bist Deacon St. John, ein Biker, der mit seinem Kumpel Boozer versucht, im durch eine Zombieapokalypse leicht derangierten Oregon zurechtzukommen. Dafür fährst Du als Kopfgeldjäger durch die Gegend, verbündest Dich mit verschiedenen Camps und bringst Licht ins Dunkel des Todes deiner Frau kurz nach dem Ausbruch vor zwei Jahren.
Days Gone war für mich von Anfang an eigentlich ein No Brainer. Ein Open-World-Shooter in einem apokalyptischen Setting, irgendwo zwischen Ballerspaß und Survival-Horror. Das sind so Spiele, die meinen Geschmack zumindest mal grundsätzlich treffen.
Days Gone galt auch schon als ich es gekauft und erst recht als ich es Ewigkeiten später angespielt habe als eines der gnadenlos unterbewertetsten Spiele ever. Man findet niemanden, der es schlecht findet, aber es hat beim Launch ein schlechtes Zeitfenster getroffen und die Meinungen der Kritiker waren halt nicht überwältigend. Zack, weg vom Fenster, der Nächste bitte!
Und Scheiße ist das schade!
Ja, es ist kein 90er-Game, es macht quasi nichts außergewöhnlich, aber so kurz vor egal müsste es auch nicht sein, denn es ist ein schönes Spiel, das technisch gut ist und mit Setting und Protagonisten durchaus was vorzeigbares aufweisen kann. Die ersten Stunden bleibt Deacon vielleicht etwas blass, aber man lernt ihn und seinen Freund echt zu schätzen, es ist nicht so generisch wie es sich anhört.
Und dann … die fucking Stimmung!
Days Gone hat für mich bisher am allerbesten die gruselige Atmosphäre so einer Welt eingefangen. Nicht zu hardcore-panisch, sondern casual mit diesem leichten Unwohlsein die ganze Zeit. Fucking fantastisch, es war tatsächlich genau die Art von Bereicherung, von der man so oft liest, die man aber meistens gar nicht nachvollziehen kann.
Es ist also in keinerlei Hinsicht ein Ausnahmespiel, aber es ist ein insgesamt einfach sehr gutes Spiel, das einen ziemlich lange ziemlich gut unterhalten kann. Und das ist super.
Als kleines PS muss ich anfügen, dass ein großer Fokus des Spiels – und dann auch insbesondere der Challenge-Modi neben dem Hauptgame – auf den Zombie-Horden liegt, die wirklich fantastisch und furchteinflößend und alles sind … mir aber überhaupt nicht liegen. Also hab ich das umgangen. Vielleicht wage ich mich nochmal ran, aber ich möchte das im Guten wie im Schlechten erwähnt wissen: Ja, das mit den riesigen Horden ist ein Ding in dem Spiel, aber die meisten sind optional und man kann die Story gut genießen und dem ganzen aus dem Weg gehen.




