Ghost Recon Wildlands

Jahr der Veröffentlichung: 2017
Genre: Open-World-FPS/TPS
Stunden bisher gespielt: ca. 30

Setting: Du bist Teil einer vierköpfigen Elitetruppe aus den USA, die in Bolivien abgesetzt wird, um ein großes Drogenkartell zu zerschlagen.

Man muss über Ghost Recon Wildlands notgedrungen vorweg sagen: Es ist – zumindest im Singleplayer-Modus – kein besonders bemerkenswertes Spiel. Es ist eines dieser Spiele, das die „Ubisoft-Formel“ perfektionierte in einer Zeit, in der sich die Spieler langsam fragten, ob es nicht mal Zeit für was anderes wäre. Open-World, unfassbar viele Ziele, wenig Tiefgang. Ich meine, ich bin einer der letzten Menschen bei Verstand,  die Far Cry lieben und an den Stories kaum was auszusetzen haben, aber das hier ist so generisch, dass man 10 Jahre später die Verwendung einer KI zur Ploterstellung nicht vernünftig hätte entkräften können.

Ich hab das Spiel, wie im dortigen Artikel erwähnt, gekauft, weil ich den Nachfolger ganz ok fand, aber nach zwei Spielstunden wegen eines Kontowechsels nicht mehr spielen konnte.

Im Grunde kann man jeden unbekannten Ort der Karte anfahren, findet entweder einen Dreizeiler plus Ort für die nächste Hauptmission oder Ausrüstung und eine Nebenmission. Quasi immer 5 bis 20 Leute erschießen, ein oder zwei Items nehmen, fertig. Und das kann man mit gutem Recht kritisieren. Der Rest, da bleibt Ubisoft sich meiner Meinung nach auch treu, ist halt gut. Zunächst einmal ist die Welt wunderschön und die ersten 10 Jahre hat die Grafik eigentlich gut überstanden.

Insgesamt ist alles sehr poliert und auf AAA-Niveau in Szene gesetzt. Es gibt unfassbar viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände zum Sammeln und Aufrüsten und selbst die etwas kuriose Design-Entscheidung, in Thrid-Person-Ansicht zu laufen und zu fahren und dann aber beim Zielen in First Person zu wechseln fühlt sich nach den ersten 3 Minuten erstaunlich organisch an.

Und da sind wir beim Punkt: Je nachdem, worauf man so steht, kann es echt Spaß machen, das Spiel zu zocken. Und ich als jemand, der in meiner Gamer-Identität hauptberuflich Leute erschießt, um deren Items zum Aufrüsten in einer Open World sammelt, findet sich da echt gut wieder. Und es hat Sonne, viel Sonne! Ich merke mit dem Fortschreiten der Jahre, dass ich nicht immer nur dunkle Postapokalypse-Games zocken kann, weil das selbst mir irgendwann mal aufs Gemüt schlägt.

Ich verstehe hier jedenfalls den Ärger der Ubisoft-Kritiker sehr gut. Das Spiel ist insgesamt super aufwändig und mit ein bisschen mehr Aufwand bei der Story und dem Missions-Design könnte das ein sehr gutes Spiel sein , aber so wie es ist, ist es völlig unnötigerweise und vermutlich sehr zum Leidwesen der Entwickler selber ein sehr mediokres Spiel, das 10 Jahre später außer ein paar Hardcore-Fans kaum noch jemand kennt. Mir macht es trotzdem noch Spaß und wie üblich geht das, weil ich eh nur einen Zehner fürs Spiel plus drei Euro für das Narco-Roads-DLC ausgegeben habe. Sollte ich das jemals anspielen, aktualisiere ich das hier nochmal. 🙂

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