Category Archives: Vermischtes

Sash im Supermarkt

Dass es einen Klamottenladen mit meinem Namen gibt, ist mir bekannt. Nun hat Peter allerdings etwas ganz anderes ausfindig gemacht:

Wer Sash schnell heißmachen will... Quelle: Peter

Wer Sash schnell heißmachen will... Quelle: Peter

Allerdings muss ich gestehen, dass ich leider nicht persönlich in der Verpackung bin, weil ich hier noch schreibenderweise gebraucht werde. Ich hoffe aber, sie zerhacken nur mir ähnliche Leute für die Dinger! 😉

Erfahrungsberichte bitte in die Kommentare…

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Heraus!

„Heraus zum ersten Mai!“

Was nervt mich diese Parole. Ich finde es immer schade, wenn aus Traditionsgründen sinnvolle Ansichten in gestrige Worte verpackt werden. Heraus. Heraus? Kein Mensch außerhalb von Hannover oder einschlägigen K-Gruppen wird doch das Wort noch ernsthaft so verwenden…

Ich bleibe einen Lösungsvorschlag zur Umschreibung schuldig, aber wie jedes Jahr starte ich ein wenig zwiespältig in den ersten Mai. Natürlich werde ich heute Abend auf der Demo in Kreuzberg sein, und da ich sogar öffentlich dazu stehe, kann ich ja auch zugeben, dass ich gerne dazu auffordere, es mir gleich zu tun.
Sicher kann man auch auf eine der zahlreichen anderen Demos hier oder anderswo gehen, an der mangelnden Auswahl soll es ja nicht liegen an diesem Tag.

Es ist ein wenig traurig, dass der erste Mai so sehr zu einem Folklore-Tag verkommen ist. Da möchte ich auch gerne die DGB-Demos in einen Topf mit der bösen revolutionären 18-Uhr-Demo am Kotti werfen. Ob man jetzt zum ersten Mai geht, weil man mit ein paar Freunden Würstchen essen will oder weil man sich mit den Bullen zu kloppen gedenkt: Im Grunde ist beides gleichermaßen bescheuert!

Dennoch finde ich es ärmer, nicht hinzugehen.

OK, klar: Wenn man zufrieden ist mit der Welt, wie sie ist, dann kann man das machen. Für diese Einstellung indes fehlen mir die Worte…

Ganz ehrlich: Ja, ich bin froh, in Deutschland zu leben! Je mehr man Deutschland mit dem Rest der Welt vergleicht, desto besser gefällt es einem hier. Die Politik hier ist in so vielen Punkten am fortschrittlichsten oder zumindest nahe an der Spitzengruppe. Das weiss ich zu schätzen, aber ich gehöre zu den Menschen, die sich für Kakao entscheiden, wenn sie die Wahl zwischen 3 Arten Durchfall als Morgendrink bekommen.
Es ist auch nicht so, dass ich undankbar bin für alles, was ich habe – aber selbst in unserem reichen, satten Sozialstaat ist noch einiges im Argen.

Hey, hier und heute – in Deutschland 2011, werden immer noch Frauen schlechter bezahlt als Männer. Es gibt einen Haufen Menschen, die trotz Vollzeit-Arbeit in Armut leben und Menschen, die wegen ihrer Herkunft diskriminiert werden. Es gibt Menschen, die sich beschimpfen lassen müssen, weil sie keine Arbeit finden oder weil sie homosexuell sind. Immer noch werden in der Politik ernsthaft Arbeitsplätze in der Automobilindustrie munter gegen Umweltzerstörungen hochgerechnet und mit ein paar fragwürdigen Ergebnissen wird eine Abschaffung der Privatsphäre schöngeredet. Hier und heute noch brechen ausgerechnet Polizisten vielerorts massiv und organisiert das Grundgesetz und gleichzeitig versteht ein hoher Prozentsatz der Bevölkerung nicht, was das bedeutet, weil das zu viel Textverständnis erfordern würde.

So vorbildhaft dieses Land im ein oder anderen Bereich sein mag: Es gibt genügend Gründe, gelegentlich den Arsch hochzukriegen und wenigstens mal seine Meinung zu sagen!

Ich finde es ein wenig schade, dass die meisten Leute erst dann demonstrieren, wenn es ihnen selbst an den Kragen geht. Man findet in der Geschichte eine Menge Hinweise, dass das zu spät sein könnte. Nach wie vor kann ich nur sagen, dass ich mit meinem eigenen Leben zufrieden bin, und mir eigentlich angenehmeres vorstellen könnte, als mit  10.000 verschwitzten Menschen ein paar Straßen langzutrotten und von sensationsgeilen „Journalisten“ fotografiert zu werden.
Ich komme mit meinem Leben schon klar – so wie es jetzt ist, und wahrscheinlich auch so, wie es in 10 Jahren, ungeachtet der Wahlausgänge sein wird. Aber verdammt: Ich bin doch nicht der Maßstab der Dinge. Es geht so vielen Leuten ernsthaft dreckig hier!

Außerdem wäre es doch schön, wenn nicht jede Kritik untergehen würde, nur weil sich die paar Hansel auf einer Demo unter Würstchenesser und Steinewerfer subsummieren lassen!

Deswegen werde ich heute Abend einmal mehr in Kreuzberg sein, und bei der Demo mitlaufen. Es ist mir doch scheißegal, ob 500 Leute das als Aktionsplattform sehen, um ein bisschen Katz-und-Maus mit den Cops zu spielen. Ich werde da sein, damit sich vielleicht mal jemand fragt, warum da noch 10.000 andere Leute mitlaufen!

Und abgesehen davon: Es ist nach wie vor ein Gerücht, dass die Verantwortlichkeit bei den Krawallen so einseitig ist…

Insofern:  Heraus zum ersten Mai – egal wie scheiße das klingt!

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Gesucht: Dunkelheit

Liebe Berliner: Schaut mal bitte alle aus dem Fenster: Das ist doch jetzt nicht ernst gemeint, oder?

Tags sind alle Platten grau, Quelle: Sash

Tags sind alle Platten grau, Quelle: Sash

Ich bin zwar nun wirklich keiner von den Leuten, die sich permanent übers Wetter aufregen, aber ich wollte die Suppe da draußen doch mal als Beispiel für meine Theorie anführen, dass die Stadt nachts bunter ist als tagsüber.

Gerade blicke ich auf ein grauverwaschenes Eastgate vor einer grauen Plattenbauwand und einem grauen Himmel. In etwa fünf Stunden wird der schwarze Nachthimmel das Grau verschlucken und die nassen Wände der Wohnblöcke werden ebenso wie der Boden die rote und blaue Leuchtreklame des Einkaufscenters wiederspiegeln. Dazwischen kreisen dann gelblich-weißliche Autoscheinwerfer, und ebenso gelblich erhellen alle paar Meter ein paar Laternen die Szenerie. Mal ganz abgesehen davon, dass eine dieser Laternen direkt vor unserem Fenster tatsächlich grün leuchtet…

Zu Schichtbeginn wird mir die Stadt heute wesentlich weniger gefallen als zum Feierabend, das weiss ich jetzt schon.

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Kochen und Zocken

Die letzten Tage passiert ja weder hier noch bei GNIT sonderlich viel. Das ist natürlich wie immer kein Zufall. Ich sitze gerade eigentlich den ganzen Tag zu Hause und zocke. Das ist so in etwa die Minimalbeschäftigung schlechthin, wenn man bedenkt, dass mein Bruder gerade zu Besucht ist – andererseits bin ich noch krankgeschrieben. Nächtelang feiern gehen ist da vielleicht nicht so gut…
Wobei ich froh sein kann, denn zunächst tauchten am Dienstagmorgen auch noch Halsschmerzen auf, die ich dann allerdings mit Tee gut bekämpfen konnte.

Darüber hinaus hat sich das gemeinschaftliche Kochen hier mal übergangsweise wieder etabliert. Ist ja auch eine schöne Sache.

Ja, das minimalistische Familientreffen ist natürlich grundsätzlich eine schöne Sache, aber wie eingangs erwähnt, trägt das enorm zum Verzocken der Zeit bei. Dabei haben sich in den letzten Tagen drei Spiele herauskristallisiert, die nun doch ein paar Stunden meiner Aufmerksamkeit in Beschlag genommen haben:

Mensch ärgere dich nicht:
Haben wir nicht sonderlich oft gezockt, aber dennoch öfter, als ich es in den letzten 3 Jahren getan habe. Ist zu Viert ja auch trotz der Einfachheit spannend…

Age of Empires 2:
Mein Bruder und ich haben uns mal wieder auf ein gemütliches gegenseitiges Aufeinanderprallen der Computer-Zivilisationen einigen können, und wie das eben so ist, dauern solche Spiele ein Weilchen. Überraschenderweise hab ich bisher 2 von 3 Spielen gewonnen. Da stimmt was nicht… 😉

30:
Mit diesem sehr simplen und genialen Würfelspiel haben wir uns schon in Cux mit meiner Mutter stundenlang die Zeit vertreiben können – hier sind inzwischen auch einige Stunden zusammengekommen, in denen wird geflucht und gehofft haben. Der Zeitaufwand steht allerdings im krassen Gegensatz zu meinem Erfolg, denn letztlich habe ich wesentlich mehr verloren als die anderen 3 am Tisch. Was bin ich froh, dass es nur um Cent-Beträge ging 😀

Ja, die Zeit mit meinem Bruder neigt sich allerdings schon dem Ende entgegen, er ist nur noch bis Samstag Mittag hier. Ich hab allerdings die Hoffnung, dass es bis zum nächsten Besuch nicht wieder so lange dauern wird. Erstens will ich irgendwann meine 4 € zurückgewinnen und andererseits macht es ja doch auch einfach Spaß, sich im Leben außerhalb von Facebook zu treffen.

So, nun ruft mich als – wie üblich – letzten aber auch so langsam das Bettchen!

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Glücklich unversklavt

Ich hab schon seit Ewigkeiten darüber nachgedacht, mal wieder einen kleinen Text dazu zu schreiben, dass ich Atheist bin und warum. Einen ziemlich ungelenken und im Nachhinein schlechten Text hab ich vor Jahren mal in Pixelform gebracht. Das war noch zur Zeit von overblog, und es ist definitiv an der Zeit, diesem Werk mal einen würdigen Nachfolger zu bescheren.

Schon alleine, weil ich seither sicher 500 neue Leser habe, die das Thema mit mir noch gar nicht diskutiert haben, dachte ich, es wäre sinnvoll…

So wirklich etwas werden wird das wohl eher nicht. Denn ich habe gerade im noch sehr jungen (aber extrem lesenswerten) Blog „blooDNAcid“ des forensischen Genetikers Cornelius Courts den Beitrag Atheistischer Disclaimer ausfindig gemacht.

Dieser Text ist mit Sicherheit ganz anders als ich ihn je geschrieben hätte, aber dennoch erscheint er mir in seiner Wortgewalt derart beeindruckend und einleuchtend, dass ich nach dem Lesen einen eigenen Beitrag nicht hätte schreiben können, ohne hemmungslos zu klauen. Und deswegen möchte ich allen diesen Text ganz ganz ausdrücklich nahelegen.

Denn was Courts schreibt, ist so überwältigend wie ein Blick in den klaren Nachthimmel. Ich weiss nicht, wer von euch das Gefühl kennt, beim Blick zu weit entfernten Galaxien die eigene Nichtigkeit zu empfinden, und genau daraus ein atemberaubendes Glücksgefühl zu beziehen. Neben Gedankensplittern aus meiner Jugend und einigen schönen Szenen aus dem ersten Matrix-Teil werde ich ab heute eine neue Lieblingsszene in mein schier unerschöpfliches Repertoire genialer Filmausschnitte übernehmen. Im in Courts Artikel verlinkten Video Science saved my soul fallen (bei 11:44 etwa) folgende schöne Worte, mit denen ich schließen möchte:

„Some people find it really very depressing, that the universe can only support life for another 30 billion years.
30.
billion.
years.
are you fucking kidding me?“

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PC-Sonntag

Sonntage finde ich in ihrer herkömmlichen Bedeutung als letzte Tage des Wochenendes ohnehin nicht so ganz glücklich geraten. Mit der Schlafkrankheit im Nacken, einem Bröderlingsbesuch in Aussicht und einem streikenden PC wird es aber letztlich doch noch ein aufregender Tag. Wesentlich mehr, als man eigentlich will…

Zuerst gab Ozies PC den Geist auf. Scheibar finale Virenattacke, kaum noch bootbar, das Viech. Mittels mehrerer vielseitiger Dreck-Weg-Tools war dem Feind jedoch binnen zweier Stunden Einhalt geboten.

Auftritt Seuchentiger:
Den Namen trägt mein PC, seit er vor inzwischen drei Jahren tatsächlich seinen letzten Virenangriff zumindest als Windows-System nicht abwehren konnte. Inzwischen bin ich ja Ubuntu-Nutzer, zumindest die Viren-Problematik ist seitdem kein Thema mehr. Gut, mein Rechner hat gerade keinen funktionierenden Grafikkarten-Treiber, was ihm erstaunlicherweise eine bessere Video-Performance gibt als zuvor.
Heute aber ist er einfach ausgegangen: Klar, es war warm! Also haben wir das Tierchen aus seinem Versteck geholt und mit Lappen, Pinsel, Staubsauger und Q-Tips mal wieder den Luftstrom im Kasten möglich gemacht. Danach konnte er erst Maus und Tastatur nicht finden, danach eine Festplatte, und als das meiste halbwegs funktionierte, lies sich das CD-Laufwerk nicht mehr bändigen. So hat uns das Teil dann auch ewig auf Trab gehalten, und ich muss ehrlich gestehen: Ich hab nicht den Hauch einer Ahnung, warum er gerade läuft 🙂

Als ich dann Abends eines meiner vielen Mittagsschläfchen gehalten habe, rief auch noch die werte Verwandtschaft an und präsentiert ein für die Ferndiagnose ungeeignetes Szenario, wahrscheinlich ein Grafikkartentreiberproblem…

Ich hoffe mal, dass ihr da draussen weniger Stress mit euren Geräten hattet, anderenfalls wäre das einzig vernünftige, umgehend eine Sekte zu gründen, den Weltuntergang vorherzusagen, einen Sündenbock bestimmen, ihn und dann uns selbst umzubringen. Und sind wir mal ehrlich: Wer will das schon am Sonntag Abend?

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Schlafkrankheit

Irgend sowas muss es sein, was mich gerade seit einigen Tagen mal mehr, mal weniger, niederstreckt. Meinem nur mäßig beeinträchtigtem Wohlempfinden steht eine Mattheit – vor allem körperlich – gegenüber, die bedenkliche Ausmaße annimmt. Statt vielleicht 7 Stunden schlafe ich gerade eher 11 bis 14 täglich, und die Wachphasen sind garniert mit Müdigkeit und Kraftlosigkeit.

Mein Arzt hat die wenig spezifische Diagnose „Infekt“ gestellt, die er wie alles zwischen Fußpilz und Magenkrebs direkt aus dem gemessenen Blutdruck herleitet. Eine wirkliche Hilfe ist das nun nicht unbedingt, wobei ich aufgrund der eher harmlosen Symptomatik davon ausgehe, dass ich es überleben werde und es auch keiner tiefergehenden Analyse bedarf. Wahrscheinlich ist es bloß die verschleppte Erkältung in Kombination mit normaler Frühjahrsmüdigkeit.

Kommen wir nun aber zu den positiven Ereignissen: In spätestens 35 Stunden darf ich den Schwob nebst seiner Begleiterin hier in den heiligen Hallen begrüßen. In Anbetracht der Tatsachen, dass wir uns nicht nur eine chronisch missliche Finanzlage, sondern auch einen Großteil der Gene teilen, mag das wenig überraschen. Allerdings ist es tatsächlich der erste Besuch meines Bruders in der Hauptstadt, seit ich hierher gezogen bin. Das sind am morgigen Tag dann 1274 Tage. Man kann das ja auch Durchhaltevermögen nennen.

Naja, jedenfalls wird er die komplette Woche bei mir verbringen, bzw. zumindest in Berlin. Sonderlich ereignisreich wird diese Zeit nicht nur aufgrund meiner Angeschlagenheit kaum, aber es muss ja auch nicht immer das ganz große Kino sein 🙂
Berlin ist in der folgenden Woche also um einen durchreisenden Schwaben reicher – wobei ich davon ausgehe, dass es sowohl die Stadt als auch er halbwegs heil überstehen werden.

Da die Anwesenheit von Familie sich ja immer unterschiedlich auswirkt, kann ich jetzt noch nicht sicher sagen, was das für meine beiden Blogs bedeutet, im Zweifelsfall kann ich ja jede Produktivitätsschwankung damit erklären. Nun wünsche ich euch aber erstmal ein angenehmes Restwochenende!

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