Category Archives: Vermischtes

Aus gegebenem Anlass …

Cool, hab in meinem Leben ein Bonus-Level erreicht, Quelle: Sash

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Nettes Geburtstagsgeschenk

Hach. Dank Thomas hab ich einen Link von fefe zum Geburtstag geschenkt bekommen. Schöne Sache, die Statistiken explodieren 🙂

Natürlich liegt es mir am Herzen, die 5.000 Besucher willkommen zu heißen, aber ich weiß, dass die meisten nicht lange bleiben werden. Wer das doch sieht, kann gerne noch einen Blick auf meinen Taxi-Blog GNIT werfen.

(ich nehme an, ein Hinweis auf die Amazon-Wunschliste wären etwas dreist 😉 )

Gibt die Tage sicher noch neues, arg viele Verschwörungen werde ich aber sicher nicht haben, sorry …

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Andere Länder …

Ich habe heute die US-Wahl verfolgt. Das muss sich vielleicht bei einigen erst setzen, ich bin selbst noch am Überlegen, weswegen. Nein, Gründe gibt es natürlich. Dagegen, den Ausgang dieser Wahl überhaupt zu beachten, spricht natürlich vor allem einmal das Wahlsystem selbst. Ein System, das kleinere Parteien schlicht unterdrückt, eines bei dem 1.000 Stimmen in Florida mehr zählen können als 1.000.000 in New York, das ist eigentlich zu blöd zum Ernstnehmen. Und da die Wahl grundsätzlich zwischen zwei stinkreichen Patrioten mit guten Beziehungen zur Wirtschaft gefällt wird, die nicht einmal nein zu Schußwaffen sagen dürfen, könnte man sagen, dass auch die personelle Ebene höchstens zum Sackkratzen animieren sollte.

Aber das ist halt nicht alles.

Immer noch ist der US-Präsident einer der mächtigsten Männer auf diesem Planeten. So traurig es sein mag, dass das System an dieser Stelle nie einen vernünftigen Menschen zulassen wird, kann es doch ein paar Millionen Menschenleben kosten, die Stelle mit einem bildungsresistenten Vollhonk wie dem letzten Bush-Sprößling zu besetzen. Gewiss wird Amerika nicht durch die Wiederwahl von Obama zu dem Vorreiter in der Welt, den das Land in sich selbst immer sieht – aber vielleicht wurden dadurch ein paar Kriege vermieden. Und den Gerüchten nach ist Krieg ja auch selten so toll, wie er im Fernsehen immer rüberkommt.

Was aber viel beeindruckender war als der Verlauf an sich (ich habe nicht lange gezweifelt, dass Obama es packt), das war das Fernsehen. Und – jetzt mal frei raus und ohne Recherche, was die vielleicht sonst so verbrechen – fette Props an CNN!

Diese Nacht habe ich die Hoffnung in den Fernsehjournalismus wiederentdeckt – mit dem traurigen Nebeneffekt, dass die in den deutschen jetzt wohl endgültig hinüber ist. Wunderbar, dass im ZDF zu diesem Anlass ein Bildschirm mit Twitter gezeigt wurde, die obskuren Versammlungs- und Talkrunden waren bei gelegentlichem Umschalten so doof wie eh und je. Und CNN?

Fakten, Fakten, Fakten. Stundenlang geballte Infos über die Wahl, permanenter Informationsfluss – überraschend pragmatisch und erfrischend kenntnisreich rübergebracht. Alleine die Arbeit des Moderators an der interaktiven Tafel, auf der er in Sekundenschnelle mehrere Zahlen aus Staaten und Countys gut informiert und mit technischer Brillianz rausgeholt hat. In dieser Nacht war CNN sicher besser als jeder Newsticker im Netz, jede Übersichtsseite. Gleichzeitig aktuell, gut aufbereitet, durchaus unterhaltsam und mit enormem Aufwand haben die da einfach locker mindestens 6 Stunden Live-Fernsehen gemacht, das man sich ansehen konnte. Man ist immer über Hochrechnungen, Ergebnisse und alles was eigentlich ging, auf dem Laufenden gehalten worden, während in Deutschland irgendwelche Ex-Politiker darüber getalkt haben, wie sie damals Obama kennengelernt haben. Wenn man nicht gerade deutsche Fußballspieler in den USA nach der eigenen Karriere befragt hat …

Vor allem ein Gefühl blieb: Während dieser für eine Sendung unglaublich langen Zeit fielen die deutschen Sender immer dadurch auf, dass sie die Zeit rumkriegen wollten – bei CNN wurde extra schnell geredet, um so schnell wie möglich alle Informationen loszuwerden. Und wenn ich zu so einer Veranstaltung eines wissen will, dann sind es Fakten aus den Wahllokalen und nicht, was Frank-Walter Steinmeier irgendwelchen Kandidaten so alles knuffiges wünscht, wenn sie es nicht schaffen sollten.

Es gibt vielleicht wenige Punkte, auf die mein Ergebnis heute Nacht zutrifft, auf den Fernsehjournalismus zur Wahl jedoch sicher:

USA – Deutschland

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Sch(m)utz

Der hatte einen Schatten, dass die Nacht flattert – und dennoch war es nicht Darkwing Duck, sondern ein Fahrgast eines Kollegen. Und von Schatten, die die Nacht durchflattern, handelt dieser Eintrag auch sonst ein bisschen – von den Daten nämlich, die wir alle so um uns streuen. Und wir können heute sogar das Internet weitgehend in Frieden lassen, denn ich will mich gar nicht groß mit Facebook und Konsorten aufhalten, sondern gleich dahin gehen, wo es selbst guten Offline-Deutschen weh tut: zur Schufa.

Mein persönlicher Stress mit dem Verein hält sich in Grenzen. Ich bemühe mich schließlich, meine Schulden zu bezahlen und vermehrt sogar, überhaupt keine zu machen. Und eben weil ich das nicht will, scheiße ich persönlich auf das Scoring, das schon meiner Adresse wegen wahrscheinlich auf die nächsten 20 Jahre hin mies bleiben wird.

Ich hab da ohnehin kein Problem damit. Meine Grenzen der Privatsphäre liegen vergleichsweise eng um mich und umfassen in der Regel zumindest keine finanziellen Informationen. Mir persönlich ist Geld sowas von wurscht: ich schreibe darüber, wenn ich es hab – und ebenso, wenn mir gerade welches fehlt. Und da ich niemanden belüge oder bescheiße, komme ich damit gut klar.

Aber: das ist MEIN Leben. Und ich habe großes Verständnis dafür, wenn andere da andere Grenzen ziehen.

Und überhaupt: es ging eigentlich um den Fahrgast eines Kollegen. Der Kollege – hier nicht mit Namen genannt – gehört zur gleichen Firma und der Fahrgast stellte sich recht bald und freiwillig als einer von der Schufa vor. Und nach ein paar Allgemeinplätzen lief er sich richtig warm und fragte nach der Firma.

„Na hier, da is doch dit Schild!“

meinte der Kollege und glaubte einer Minute später seinen Ohren kaum zu trauen. Der wohl nur mäßig nette Kerl im Fond prahlte nun damit, was er alles über unsere Chefs wisse. Zeigte sein Tablet vor und las Kontostände, Kredite, persönliche Adressen, Familienverhältnisse, Telefonnummern und sogar bislang unbekannte Zweitnamen vor. Einfach so.

Ich meine: ein Hoch auf die guten Verhältnisse in unserem kleinen Taxi-Unternehmen, aber was zur Hölle geht einen angestellten Fahrer bitte an, ob, wo und bei wem seine Chefs welche Verträge oder Verbindlichkeiten haben? Noch dazu einer, der das nicht einmal im Entferntesten wissen will!

Da freut es einen doch, dass man um die Schufa nicht herum kommt. Dass jede Handyvertragsdaten, jeder Mietvertrag, jeder Kredit und auch sonst jeder Scheiß an den Verein gesandt wird, wenn die dort Leute anstellen, die einfach aus einer Laune heraus auf der Straße wildfremden Menschen sowas erzählen.

Meine Chefs scheinen traurigerweise nicht sonderlich interessiert daran zu sein, mein Kollege hält das indessen ebenso wie ich für einen Skandal. Und wenn wir schon beim Datenschutz sind: Wir Taxifahrer wissen nach solch einer Fahrt auch einiges. Zum Beispiel den Namen, die Herkunft, die Adresse …

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Nachtschicht am Ofen

1. November 2012, 1:00 Uhr – und was machen wir so?

Chilis trocknen!

„Sind die scharf?“ „Nein. Gnihihi!“ Quelle: Sash

Das ist die zweite Ausbeute unserer Fuoco-Chilis. Eine ähnlich große Menge haben wir derzeit in Öl eingelegt und verwenden sie für jedes zweite Essen. Diese hier werden jetzt mal testweise getrocknet und zu Pulver / Flocken verarbeitet. Kann die Sorte nach wie vor allen empfehlen: Keimt gut, wächst schnell, sieht als Pflanze schön aus, hat einen bombigen Ertrag (bei uns geschätzt 50 Schoten pro Pflanze) und ordentlich Feuer haben sie auch. Geschmack ist eher fad, aber bis man den Geschmack bei den Chinense-Sorten wie Habeneros z.B. schätzen kann, sollte man ohnehin mit anderen Früchtchen trainieren – und da sind die Fuocos recht gut geeignet. Kaufen kann man sie hier.

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Scheiß Piraten!?

Ich habe sehr großen Respekt vor der Piratenpartei. Das muss ich einfach mal wieder – und zwar jetzt mehr denn je – erwähnen.

Gerade dass sie so vielen Angriffen von allen Seiten ausgesetzt sind, amüsiert mich eher. Ich würde nie behaupten, dass ich restlos alles toll finden würde, was in den Reihen der Piraten so passiert – viel bedenklicher finde ich jedoch, dass man viel von der hochgewirbelten Scheiße in anderen Parteien gar nicht erst mitkriegt. Da poltert in irgendeiner Piraten-Ortsgruppe ein neu beigetretener Neonazi bei einem Treffen rum und schon vergessen die Medien, dass in anderen Parteien teilweise Altnazis auf mehrere Jahrzehnte Karriere zurückgucken konnten, bis sie – wenn überhaupt – mal ausgeschlossen wurden. Mit anderen Worten: Man zeige mir mal eine Partei, mit der man sich zu hundert Prozent identifizieren kann! Das ist ja noch nicht einmal Zweck einer Partei!

Ein besonders schönes Beispiel für so aufgebauschte Kleinigkeiten ist z.B. das gerade in Berlin stattfindende Refugee-Camp am Brandenburger Tor. Einige Flüchtlinge weisen mit einem Hungerstreik an zentraler Stelle darauf hin, dass der Umgang mit Asylsuchenden in Deutschland menschenunwürdig ist. Vor einiger Zeit hab ich vor dem Hintergrund eines Gerichtsurteils bereits etwas über die grundsätzlichen Probleme geschrieben. Traurig und beschämend, dass es in diesem Land heutzutage noch notwendig ist, zu solchen Mitteln zu greifen. 🙁

Nun aber – glaubt man den vielen Stimmen in Netz und Presse – ist etwas ganz schlimmes passiert: ausgerechnet die Piraten nehmen sich als Unterstützer der Flüchtlinge an. Mehrere teils prominente Parteimitglieder sind unter vielen anderen vor Ort, versorgen die Leute mit Getränken und helfen ihnen beim Umgang mit der Polizei, die die genehmigte Demonstration zwar prinzipiell gewähren lässt, dennoch aber die Situation ständig verschärft, indem sie beispielsweise trotz klirrender Kälte den Leuten Klamotten, Planen und Pappe wegnimmt, damit sie nicht trocken sitzen können. Alles rechtlich irgendwie machbar, da ja nur eine Demonstration, nicht aber ein Campieren erlaubt ist. Trotzdem unverantwortlich und scheiße!

Aber gut. Gegen die Solidarisierung mit den Flüchtlingen will keiner ernsthaft was gesagt haben, aber das mit den Piraten sei schon eher nicht so gut. Warum? Na, weil sie die armen Leute ausnutzen, um sich zu profilieren. Damit aber nicht genug. Es geht auch genau andersrum: Während sich die Linke und die Grünen gerade mal zu kurzen Anstandsbesuchen am Camp für freudiges Posieren vor der Kamera herablassen konnten, finden es so manche Journalisten plötzlich schlimm, dass der politische Geschäftsführer der Piraten, Johannes Ponander, nicht selbst vor Ort sei. Und nicht zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass der medienkritische Schachzug „tits4humanrights“ (über die hervorragende Aktion mehr hier.) jetzt auch in der Kritik steht, weil Medienkritik nunmal nichts mit der Sache zu tun hätte und den armen Menschen, die da frieren, nur schaden würde.

Mal ganz ehrlich: Geht’s noch?

Ich mache hiermit im Grunde gerade auch den Fehler, eher über die Aktion der Piraten und die Kritik daran als über die Flüchtlinge selbst zu schreiben. Vielleicht sollte ich das nicht tun. Im Grunde ist es lächerlich, über die Berichterstattung pro/contra einer Partei zu schreiben, wo doch dahinter viel größeres Unrecht zu finden ist.

Aber das ist nicht richtig. Zum einen lenkt das Interesse an den Piraten ja tatsächlich die Augen der Öffentlichkeit auch auf das Problem der Demonstranten – und ich finde es eigentlich umso bewundernswerter, dass sich Parteipolitiker ungeachtet eventuell negativer Kritik an so einer Aktion beteiligen.
Zum anderen gibt es immer wichtigere Dinge. Immer. Und ebenso wie der Lokalteil einer Zeitung eine Daseinsberechtigung hat, kann man auch mal über die Berichterstattung zu den Piraten was schreiben, obwohl einen im Grunde das dahinterliegende Problem der Flüchtlinge noch mehr aufregt.

Während ich das veröffentliche, „genießen“ die hungerstreikenden Flüchtlinge eine von der Polizei genehmigte Ruhepause von nicht ganz vier Stunden. Weiterhin ohne Decken, Schlafsäcke, Regenschutz oder dergleichen. Anbei ein paar Unterstützer, die aufpassen, sich um alles mögliche kümmern und für Öffentlichkeit sorgen. Was schlecht gefunden wird, weil ein paar davon Piraten sind. So ist das hier im weltoffenen Deutschland.

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jesperrt

Ich mag es ja, die kleinen Momente im Leben zu betrachten. Ich war mit Ozie zur Bank gegangen, um ein paar Dinge zu klären. Ein eigentlich recht resolut und informiert wirkender Anfangszwanziger. der nicht mal zuckte, als ich Ozie „meine Frau“ nannte, bat uns an einen Tisch. Ihm hinterher wuselte dann aber ein eher fahrig wirkender älterer Mann, offenbar um dem Praktikanten oder Lehrling Schützenhilfe zu geben.

Er tippte ein paarmal immer schneller werdend auf der Tastatur herum, ich konnte von meinem eklig nahestehenden Stuhl auf den Bildschirm linsen und erblickte die Passwortkontrolle. Etwas genervt flüsterte er ein „einen Moment noch“ zu uns herüber, um sich mit betonter Langeweile in der Stimme am Telefon meldete:

„Müller, Filiale Marzahn. Hab mir jesperrt!“

Schön zu sehen, dass das nicht nur einem selbst mal passiert. 🙂

Trotzdem: Der junge hat das heute Nachmittag wesentlich mehr gerockt …

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