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„N‘ Haus isses eher nicht …“

Schon ein bisschen komisch. Da kommt man aus dem Supermarkt und sieht Rauch. Recht viel sogar. Kann aber die Quelle nicht erkennen, auch die Entfernung ist eher unklar.

So ging es mir und Ozie gestern nach dem Einkaufen. Wir haben ein bisschen spekuliert und irgendwann fiel dabei obiger Satz:

„Na, ’n Haus isses eher nicht …“

Und dann, angekommen im vierten Stock, mit etwas mehr Aussicht, das:

O je, doch'n Haus! Quelle: Ozie

O je, doch’n Haus! Quelle: Ozie

Gut, Feuer passieren, das kann man nie ganz ausschließen. Aber mit Bildern von brennenden Hochhäusern hat ja spätestens unsere Generation so ihre ganz eigenen Assoziationen …

Wenn man den Medien glauben darf, ist tatsächlich einer bei dem Feuer gestorben. „Nur“, möchte mein etwas ängstliches Gehirn ständig hinzufügen.

Schön war wieder mal, dank Twitter gleich Bescheid zu wissen. Die letzten 24 Stunden versucht die Berliner Polizei nämlich, alle (wahrscheinlich im Sinne von „die meisten“) Einsätze bei @PolizeiBerlin_E live unter dem Hashtag #24hPolizei zu posten. Ein sehenswertes Bild der Hauptstadt und ein Hort des absoluten Irrsinns. Bringt einen auch schnell auf andere Gedanken, wenn man zu sehr über Feuer in Hochhäusern rumgrübelt.

Mein Liebling, von gerade eben erst:

 

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Noch neu …

Er war ganz offensichtlich noch neu.

Die Bedienung des Schlüssels für die Zigarettenausgabe hat ihn überfordert, das Einscannen der Waren war deutlich unbeholfener als bei seinen Kollegen und zudem war er furchtbar nett und hat das Gespräch mit uns Einkaufenden gesucht. Etwas, das sich Kassierer vermutlich sehr schnell wieder abgewöhnen.

Das alles habe ich aber beispielsweise gar nicht bemerkt, sondern ist mir nur mit unterstützender Gedächtnisleistung von Ozie noch erinnerlich. Aber als er unsere Pfandbons einlöste und sagte:

„Ui, da haben Sie aber ordentlich gesammelt!“

da war dann auch mir klar, dass er neu war. 9,85 €. Nicht einmal ein Sechzehntel unseres Rekordes.

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„Jetzt kotz‘ doch, Schatz!“

Begegnungen der unheimlichen Art hat man in der Bahn ja zur Genüge. Tatsächlich mehr als im Taxi – und wenn ich als Taxifahrer das sage … aber im Ernst: das gerade eben war schon eine Klasse für sich.

„Jetzt kotz‘ doch, Schatz!“

ist ein Satz, den ich in öffentlichen Verkehrsmitteln jeder Art sehr unangebracht finde, noch absurder war aber, dass „Schatz“ gar kein Interesse hatte, zu kotzen. Er war sichtbar fertig mit der Welt und sicher nicht weit entfernt davon, sich die Getränke des Abends nochmal durch den Kopf gehen zu lassen, aber scheinbar war er ein halbwegs sozialkompatibler Mensch, der mit sowas bis zu Hause wartet oder doch wenigstens auf ein Gebüsch irgendwo vor der Tür.

Aber mit seiner Freundin hatte er sich keine leichte Gegnerin ausgesucht. Die verkündete nämlich, dass sie ihn „so fertig“ nicht im Haus haben wollte und versuchte, ihm den Finger in den Hals zu stecken und begann – als er das verhinderte – damit, ihn in den Bauch zu boxen.

Ich habe selten ein winselndes Wesen mehr Würde bewahren sehen, denn der junge Mann hat zumindest bis zu meinem Ausstieg nicht gekotzt. Herzlichen Glückwunsch zur Beziehung, kann ich da nur sagen. 0.o

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Tweet-Klau und Konsorten

Ich muss mal eine Frage in den Raum stellen, die mich echt interessiert. Die bedarf aber eines etwas ausführlicheren Einleitungsteils – die Umfrage ist dann ganz unten.

Bei Twitter ist das Meckern über geklaute Tweets an der Tagesordnung, insbesondere darüber, dass manche Leute (in diesem Artikel ein bisschen mehr zu einem der Beispiele) erfolgreiche Tweets in ein Bildchen, gerne mit schnulzigem Hintergrund, einbetten und es sich dann dort liken lassen, bis sie grinsen – oder was immer sie dann machen. Zum anderen wird ja gerade viel über die Seite heftig.co gestritten, bei der die meisten „Artikel“ von irgendwelchen amerikanischen Seiten übersetztes Zeug sind.

Im Gegensatz zum oben verlinkten Artikel will ich jetzt auch gar nicht auf die gesellschaftlichen und juristischen Themen raus. Ich persönlich frage mich nur immer: Hä? Wieso?

Ich meine, ja: auch ich freue mich über Favs, Likes, Retweets etc. pp. Denn die tragen meine (meist) Texte raus ins weite Netz – und ja: dafür habe ich sie geschrieben. Das für mich persönlich nicht zu ignorierende Wort dabei ist aber „meine“. Nicht einmal in dem Sinne, dass sie mir gehören, ich gehöre wirklich zu den Leuten, die ihr Zeug gerne weiterreichen. Aber auch wenn ich z.B. auf Twitter gerne zusehe, wie hundert Leute etwas faven, dann freut mich daran, dass sie meine Gedanken gut fanden. Ebenso wie ich mit einem Like unter einem Blogeintrag verbinde, dass andere Menschen das von mir geschriebene Zeug lesenswert fanden oder sie gar meiner Meinung zustimmen.

Was bewegt jemanden dazu, irgendwas gefundenes einfach mal zu posten? Wobei das auch schon wieder grenzwertig gefragt ist, denn ich kann den Sinn hinter Blogs, die bestimmte Videos oder Bilder sammeln, durchaus wieder verstehen. So ist beispielsweise auch eines meiner Bilder bei notesofberlin.com gelandet und ich freue mich darüber. Aber bei Facebook und Twitter gibt es mit der Teilen- bzw. Retweeten-Funktion die Möglichkeit, tolle Sachen einfach nur zu pushen und quasi gleich mitzuliefern, woher man etwas hat. Sicher, das „Lob“ bekommt dann vielleicht der Urheber – aber ist das nicht vielleicht auch einfach ok so?

 Ich heule deswegen echt nicht rum. Aber ich persönlich würde mir total unfähig vorkommen, wenn ich all meine Anerkennung für Zeug kriegen würde, von dem ich weiß, dass es gar nicht meine eigene Idee war. Im Ernst. Es gibt so Tage bei Twitter, da schreibe ich 10 in meinen Augen total lustige Sachen, aber das einzige, was weiterverbreitet wird, sind die Retweets, die ich von anderen Accounts gepostet hab. Da denke ich mir auch „Menno! Ich bin doch auch lustig!“
Aber mir würde es nicht anders gehen, würde ich statt zu retweeten die Tweets der anderen abtippen und damit als meine ausgeben.

Dazu sei angemerkt: Ja – wie im Falle diverser Sammelblogs, s.o. – auch das Auffinden lustiger Dinge und das Sammeln solcher Sachen kann ja ein Hobby sein. Aber allen solchen Angeboten, denen ich folge, ist z.B. gemein, dass sie explizit nicht behaupten, dass das von ihnen kommt. Die lassen sich Sachen zusenden oder betten die originalen Videos ein. Das mag rechtlich nicht immer sauber sein, aber das will ich ja explizit außen vor lassen jetzt.

Ich persönlich, als Blogger, Twitterer, Urheber in dem Sinne, empfinde bei jedem Like, Fav, Retweet – oder auch jedes Mal wenn ich geflattrt werde – Stolz. Das jetzt sicher nicht in einem abgehobenen Sinne, aber ein kleines Bisschen eben. Weil mein Zeug Leuten gefällt, sie dem zustimmen oder es wenigstens für irgendwie „interessant“ befinden. Kann man das auch empfinden, wenn man Dinge raushaut, die man eigentlich gar nicht selbst gemacht hat? Und ich frage das nicht rhetorisch, ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Natürlich zitiere ich oft andere, verlinke sie, bette Videos ein etc. pp.
Und manchmal besteht meine Eigenleistung dabei auch aus einem: „Guckt mal, geil! Oder?“
Aber selbst kurze Kommentare sind eine eigene Meinung, eine Anerkennung der anderen, ein Mehrwert, wenigstens irgendwas. Wenn ich ein Musikvideo hier poste und frage, ob es geil ist, wird diskutiert, ob es geil ist oder nicht.

Wenn ich es hier poste und – mehr oder weniger subtil – den Eindruck erwecke, ich hätte es gedreht – selbst wenn es eigentlich nur mein Lieblingsvideo einer meiner Lieblingsbands ist, dann wird über meine Leistung geredet – die ich nicht erbracht habe. Was also bringt das?

Sind die, die das machen, wirklich so gestört, dass sie sich selbst geil finden, weil andere sie für fremdes Zeug loben?

Sind sie der Meinung, etwas geiles zu finden, sei gleichbedeutend damit, etwas zu machen?

Halten sie ihre Leser/Zuschauer etc. für so blöd, dass sie das nicht merken?

Ich weiß es nicht, ich gehöre echt nicht zu dieser Gruppe. Jetzt aber hab ich mich ein wenig in Rage geschrieben, was dem Ergebnis der folgenden Umfrage sicher nicht gut tun wird. 🙁

Aber trotzdem: eigentlich wollte ich fragen, wie das bei Euch so ist: postet Ihr auch einfach so Dinge von anderen? Ihr könnt ruhig ehrlich sein, die Umfrageergebnisse werden nicht getrackt. 😉
Und wenn ja*: Schreibt mir doch in den Kommentaren, wieso. Was ich oben geschrieben habe, ist ernst gemeint: ich verstehe es nicht! Im Sinne von Nicht-Wissen, Nicht-begreifen-Können. Ich kenne nur meinen „Stolz“ als Urheber, ich weiß nicht, wie das bei Euch ist.

Lange Rede, kurze Umfrage:

Stellt Ihr selbst manchmal fremdes Zeug ohne Quelle ins Netz?

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*am meisten interessieren mich natürlich die Meinungen von denen, die das wirklich regelmäßig machen.

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GRB in M31? Oder ULX?

Mit so schönen Kürzeln arbeiten zu können ist leider den Wissenschaftlern mit entsprechender Peer Group vorenthalten. Also zumindest, wenn man den Anspruch hat, dass die Leserschaft verstehen soll, was gemeint ist.

Ich kann das ohne Links nicht voraussetzen, schätze ich. Deswegen folgen hier Verweise auf Wikipedia.

Heute Nacht wurde von einem Satelliten eine enorme Röntgenstrahlung festgestellt. Sowas passiert schon mal, ist aber wissenschaftlich hochinteressant. Zumindest sind die Fachleute begeistert. Ob es nun eine „ultraleuchtkräftige Röntgenquelle“ (ULX) oder ein überraschend naher „Gammablitz“ (GBR) war, scheint noch unklar zu sein. Für nähere Infos empfehle ich diesen Beitrag von Jan Hattenbach, der Aktualisierungen verspricht.

Ich weiß nicht, wie Ihr zur Astronomie steht. Ich jedenfalls finde es spannend, da es in diesem Fall wohl um die wohl freakigsten Explosionen des Universums geht …

News bei Twitter gibt es unter #GBRm31

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Heimkommen

ist manchmal noch schöner als es ohnehin immer ist. 🙂

Hach! Quelle: Sash

Hach! Quelle: Sash

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Nun isses so weit!

2014-05-vertrag

„Mal wieder isses so weit!“ wäre vielleicht passender.

Ja, das Bild oben ist kein Fake. Es ist zwar etwa 25-mal bearbeitet und sieht dem Original dadurch nicht mehr sehr ähnlich, aber es ist der bereits vom Verlag unterzeichnete Vertrag über das Taxibuch.

DER Moment, DIESES Ereignis, DAS EINE, worauf so viele Leute warten, was so viele herbeisehnen. Liegt hier bei mir, in mehrfacher Ausfertigung. Wahnsinn! Ich hoffe, Ihr versteht, dass ich gerade ein bisschen aufgekratzt bin, denn die Bedeutung ist mir wohl bewusst.

Andererseits ist da jetzt schon der Gedanke an den Fortschritt des Manuskriptes, der an das Warten auf die Veröffentlichung und und und.

Eigentlich kann ich noch gar nicht altklug daherreden. Ich fühle mich weder alt noch sonderlich klug. Entsprechend fehlt mir ein Bezug zu jenem zusammengesetzten Begriff. Aber ich glaube, inzwischen verstanden zu haben, dass es DEN Moment nie geben wird. Schöne? Ja! Besondere, erwartete und unerwartete, tolle, unglaubliche, wahnsinnige: Ja. Aber da ist kein Moment der Erlösung und keiner, an dem man zu Recht sagt:

„Jetzt hab ich’s geschafft, nun isses so weit!“

Den Gedanken hat man öfter. Aber es passiert immer was neues. 2008 hab ich mir den Arsch abgefreut, dass ich namentlich in einem Artikel der Tomorrow erwähnt wurde, Anfang 2014 hab ich eine Einladung zum Frühstücksfernsehen von Sat 1 abgelehnt. 2010 wurde erstmals einer meiner Blogartikel vom bildblog verlinkt, um 2011 hab ich das erste Mal wirklich etwas Geld mit dem Schreiben verdient, dann waren da plötzlich erste Fans und Anfragen von (eher nicht so seriösen) Verlagen. Dann BOB-Nominierung, mein eBook – und plötzlich war da eine Literaturagentur, die hatte dann ernsthafte Verlage und jetzt sitze ich hier mit 11 Seiten Hardcore-Juristendeutsch.

In Zukunft freue ich mich auf das erste Buch in meiner Hand, im Handel, das erste Mal signieren, natürlich auch die erste Abrechnung. Ich werde hoffentlich noch einen Roman schreiben, besser mehrere. Dafür Verlage finden, vielleicht mal rezensiert werden oder gar mal einen kleinen oder größeren Preis für irgendwas gewinnen. Könnte alles sein – oder nix davon.

Jetzt, in diesem Moment, sitze ich hier und hab den Vertrag noch nicht unterschrieben. Aber das ist das nächste, was ich tun werde. Danach werde ich das Buch mal zu Ende schreiben, und dann vielleicht ein anderes von den paar angefangenen, die was werden könnten. Und irgendwann wird es den nächsten Anlass für einen Eintrag wie diesen hier geben, den nächsten wundervollen und gleichermaßen einzigartigen und doch nicht einzigen Punkt, an dem ich am Ende gedacht haben werde:

„Nun isses so weit!“

Viele von Euch wissen, dass ich Neil Gaiman für seine „Make good art“-Rede liebe. Weil er für diesen komischen, „künstlerischen“, Bezugsrahmen nicht nur inspirierende, sondern auch wahre Worte gefunden hat. Und, vielleicht noch beeindruckender: dass er sie gefunden hat als jemand, der auf dem Gebiet mehr erreicht hat, als ich es mir selbst in meinen kühnsten Träumen ausmalen kann – auch ich aber, als kleiner Blogger mit dem ersten Buchvertrag, absolut nachvollziehen kann, was er meint, wenn er sagt:

„I didn’t have a career, I just did the next thing on the list.“

Zugegeben, eine große Liste wie Gaiman hab ich nicht. Aber ich bin ziemlich geübt darin, mir Listen zu erstellen. Daran wird es nicht scheitern. Und dann mal schauen, was für tolle „Nun isses so weit!“-Momente da draußen noch so warten.

Am gestrigen Abend haben wir hier eiligst eine Flasche Sekt kaltgestellt, nur um nach zwei Folgen „Person of Interest“ und zwei Tellern der besten Spaghetti aller Zeiten besser darauf zu verzichten. Alles macht so ein hibbeliger Magen dann ja auch nicht mit. Auf meiner ToDo-Liste für heute steht „Verträge unterzeichnen“, neben „Küchentisch aufräumen“ und „70 € Umsatz Taxi“, auch die schönsten Momente haben hässliche Konkurrenz.

Aber davor werde ich mir vielleicht nochmal die Rede von Gaiman ansehen und über Listen und Berge nachdenken. Alles andere hat Zeit. Bis es so weit ist.

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