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Sehr geehrte Steuerzahlerin,

sehr geehrter Steuerzahler,

Sie sind der Aufforderung zur Abgabe der folgenden Steuererklärung(en) bisher nicht nachgekommen…

Hmm, was irritiert mich an dem Schreiben? Hab ich denn meine Steuererklärung gemacht? Schon abgegeben? Ehrlich gesagt: Nein. Hat mich bisher jemand dazu aufgefordert? Nein. Bin ich eigentlich der einzige, bei dem Mahnungen immer vor der Rechnung ankommen?

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Die ungewöhnlichste Zutat der Welt

Natur! Wer will schon Natur im Brot haben?

Natur! Wer will schon Natur im Brot haben?

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Der Tag fängt gut an…

Heute nacht habe/hatte ich frei. Zunächst habe ich mit Ozie ein wenig Film geschaut. Online und legal! Sie ist so gegen 2 Uhr eingeschlafen, und ich sollte die Zeit noch bis wenigstens 7 Uhr rumkriegen. Ich hab die Zeit genutzt, um mal wieder ein paar wenige alte Blogeinträge aus meinem alten Blog in diesen zu verschieben. Wer langsam kackt, kriegt auch nen Haufen…

Dazu ein paar Bierchen (4 Stück, also keine Sorge wegen der heutigen Schicht ab abends) und die Sache gestaltet sich recht nett. Irgendwann bin ich dann – rechtzeitig – zu meinem Stammdöner vor der Haustüre gegangen, um Zigaretten nachzukaufen. Ich habe mich danach weiter dem Netz gewidmet, und jetzt eben wollte ich meine neue Schachtel Zigaretten aufmachen. Nur: Wo hab ich sie hingetan?

Ich hab also meinen Schreibtisch durchsucht, meine Hose, mein Zimmer insgesamt. Ich habe nicht einmal das Hemd ausgelassen, das ich inzwischen in die Waschmaschine gepackt habe. Nichts. Wo sind meine Zigaretten?

Habe ich sie vielleicht beim Döner liegenlassen? Oder schlimmer noch: Verloren?

Da meine Sargnägel inzwischen endgültig aufgebraucht waren, habe ich schweren Herzens beschlossen, zum Döner rüberzulaufen, um mal nachzufragen. Gegebenenfalls könnte ich ja gleich neue holen. Die alten finden sich sicher irgendwann wieder…

Ich bin extra den Weg von vorhin abgelaufen, und es hat was genützt: Mitten vor unserem Supermarkt, direkt unter einer Laterne – lag meine Schachtel Zigaretten. Originalverpackt, rechtwinklig zur Straße ausgerichtet – zu perfekt um wahr zu sein. Seit fast drei Stunden. War aber wahr!

Daraufhin habe ich beschlossen, ich könne mir nun – da ich schon draussen bin – doch gleich noch ein letztes Gute-Nacht-Bier beim Döner holen. Ich mag den Typen, der dort in der Nachtschicht arbeitet. Wir haben inzwischen ja öfter miteinander zu tun, da ich bisweilen morgens um 7 Uhr mit Mörder-Hunger dort einlaufe, und alles mitnehme, was irgendwie essbar aussieht. Oder vor freien Tagen auch mal ein Feierabendbierchen…

Naja, ich habe ein Bier geordert und bekommen, und wie üblich dort drüben achte ich nicht aufs Geld. Ich lebe selbst zu einem guten Teil von Trinkgeld, und so habe ich es mir angewöhnt, auch überall ordentlich Trinkgeld zu geben. In der Regel bringt es einen nicht um, und bisweilen kann man damit echt jemandem den Tag versüßen.

Also hab ich mein Bier (1,30 €) mit einem Zweier bezahlt und wie so oft gesagt: „Stimmt so!“ Heute hat mir mein Lieblings-Lebensmittel-Dealer das aber nicht durchgehen lassen, und mich extra noch einmal reingeholt, um mir wenigstens 50 Cent rauszugeben. Sowas passiert halt, wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, die eigentlich zu gut für diese Welt sind 😉

Naja, es war so gesehen jedenfalls ein bombiger Start in den Tag, und so hoffe ich – trotz Sonntag – dass auch die Schicht heute ergiebig wird. Man wird sehen…

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Ich bin noch jung

Jetzt ist es endlich amtlich: Sash ist noch jung! Herausgefunden habe ich das nicht etwa auf einer fragwürdigen Website, die einem den Jungbrunnen (plus Jungfrauen) verspricht, wenn man nur Geld spendet, sondern ganz altmodisch in der Straßenbahn.

Ich war auf dem Weg zur Arbeit, und sitze ganz relaxt in der Tram. Im weiteren Verlauf der Fahrt steigt eine größere Gruppe englischsprachiger Menschen ein. Studienfahrt oder so. Alle zwischen 17 und 22. Mit Ausnahme der Lehrerin. Dann tritt ein Bodybuilder-Typ auf, der eben jene dumm von der Seite anquatscht. Vom Niveau her war schnell klar: Fahrkartenkontrolle!

Sie hat ihre 4 Gruppentickets rausgeholt und vorgezeigt. Der von der BVG angeheuerte junge Mann mit der Ausstrahlung eines Beißknochens überflog die Runde und war zufrieden. Natürlich bin ich nicht aufgesprungen und hab gerufen: „Nimm mich! Du musst auch meine Karte noch kontrollieren! Ich gehör doch nicht dazu!“

Ich denke ja, wenn ich unter lauter Leuten um die 20 noch nicht so sehr auffalle, dann kann ich zumindest nicht jede Abzweigung falsch genommen haben 😀

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Weiter geht’s!

So, die letzten zwei Tage hatte ich wenig Zeit fürs Bloggen – ich hoffe, die werte Leserschaft sieht mir das nach. Bevor es aber mit den Taxigeschichten weitergeht, kann ich etwas für unsere WG sehr schönes verkünden: Der Mahnbescheid für unseren Ex-Vermieter ist nun bezahlt – und wahrscheinlich sogar angekommen.

Ich habe das gestern im Reich der Träume schon einmal aufbereitet und irgendwas mit einem Mords-Krach mit den beiden geträumt. Naja, das wird sich wohl schon wegen der 600 km zwischen uns eher verhalten ausnehmen. Was aus der Geschichte wird, ist durchaus eine spannende Frage. Zwar ist unser Vermieter-Ehepaar in etwa so unterschiedlich wie Löschschaum und Artilleriegeschoss, aber gerade deswegen würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass sie nicht doch einen wahrhaft skurilen Rechtsstreit vom Zaun brechen werden.

Die Geschichte ist nämlich in mindestens drei Ebenen absurd, und wenngleich ich mir gute Chancen ausrechne, so ist an diesem Fall so etwa alles plus x fragwürdig. Auf den ersten Blick gibt es eine verratzte Wohnung und Kaution, die deswegen nicht zurückgezahlt wurde. Auf der anderen Seite gibt es keinen schriftlichen Mietvertrag und Beweise, dass die Wohnung schon davor kaputt war. Eine Rechnung für Reparaturen existiert auch nicht – und wenn sie kommen sollte, dann wird sie wohl aus der Verwandtschaft kommen. Im Falle ernsthaften Ärgers kommen dann noch Kleinigkeiten wie eine überhöhte Miete und weitere kuriose Kleinigkeiten dazu…

Es bleibt also spannend – aber vielleicht landen ja in absehbarer Zukunft einfach mal 1000 € auf unserem Konto. Und wenn nicht: Glaubt mir, das wird ein Heidenspaß!

Ich bin nicht nur ein sehr ruhiger und gelassener, sondern fast schon lethargischer Mensch. Ich habe es unserem Ex-Vermieter nun ein Jahr lang durchgehen lassen, dass er in seinem letzten Brief geschrieben hat, es dauere noch ungefähr 4 Wochen, bis sie eine Abschlussrechnung stellen. Mehr Geduld wird auf diesem Planeten selten auf einem Haufen zu finden sein. Na gut, abgesehen von dieser irren italienischen Vereinigung, die seit über 2000 Jahren auf das Wiedererscheinen eines Toten warten…

Ich bin ernstlich gespannt und sicher, dass das noch für ein zwei Blogeinträge (mit mehr Gehalt als dieser hier) reicht.

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Kriege ich eigentlich Staatshilfen?

Hmm, die finanzielle Situation der WG hat sich rapide gewandelt. Das liegt insbesondere an der unglücklichen Verkettung der beiden Umstände, dass sich Vattenfall nach anderthalb Jahren meldet und den Strom bezahlt haben will und dass Ozie und ich just eine Woche vorher einen guten Teil unserer Rücklagen dafür für WG-Accessoires ausgegeben haben. Dass Nico es immer noch nicht geschafft hat, in irgendeiner Form regelmäßig zur Mietzahlung beizutragen, macht die Situation natürlich nicht gerade besser.

Nun komme ich mit meinem Verdienst eigentlich ja nicht schlecht klar – dummerweise hat es ausgerechnet jetzt sogar das Arbeitsamt geschafft, mir mal mitzuteilen, wo ich das Geld für sie hinüberweisen soll. Natürlich auch nicht ohne Fristsetzung…

Der Untergang steht nun wirklich nicht bevor, aber es ist schon wieder einmal typisch, dass finanzielle Belastungen immer gebündelt auftreten. Wenngleich uns der Untergang der Finanzen erst jetzt – also während der Wirtschaftskrise erreicht – nehme ich mal stark an, dass mir keine Staatshilfen gewährt werden. Immerhin wurde selbst Arcandor eine Bürgschaft von 437 € (Fehler in der taz von gestern) nicht gegönnt… wobei ich trotz sieben Konten auch nicht so viel Dreck am Stecken habe wie die…

Naja, aber in jeder Krise steckt auch eine Chance. So oder so ahnlich hat uns das das Kanzler gesagt, und so haben wir beschlossen, dieser Krise wenigstens mit Aktionismus zu begegnen. Nicht nur, dass wir begonnen haben, unser Kleingeld zu rollen – nein! – wir haben es auch mal fertig gekriegt, einen Mahnbescheid zu verschicken. Es geht dabei um unseren Ex-Vermieter und die Kleinigkeit von 1000 € Kaution…

Ich bin guter Dinge, dass dieser Weg zum Erfolg führen wird, aber sicher ist es natürlich nicht. Ach, ich bin einfach mal ein bisschen optimistisch.

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Dinger…

Kennt ihr das auch: Man läuft – oder fährt wahlweise – durch die Welt, und irgendwo liegt etwas herum. Müll, Alltagsgegenstände.  Und aus irgendwelchen Gründen, z.B. Art, Anzahl, Zustand oder Ausrichtung der Dinge wirkt das Ganze absurd. Ich denke dann immer zunächst ganz simpel:

„Oh, hat wohl jemand hier verloren.“

Das dürfte in 99% aller Fälle auch stimmen. Nur kommen einem manchmal Dinge unter, bei denen man sich wundert, wie man die verlieren konnte.

Heute war es ein Fahrradsattel, der einfach so am Straßenrand lag. Natürlich gibt es zig sinnige Begründungen für einen herumliegenden Fahrradsattel. Mir ist aber einfach nur durch den Kopf gegangen, dass ein Fahrradfahrer seinen Sattel verloren hat. Wahrscheinlich könnt ihr euch die ungeheure infantile Freude kaum vorstellen, die dieser Sattel nun bei mir ausgelöst hat. Denn mir kam nicht eine einzige Möglichkeit in den Sinn, wie man einen Fahrradsattel unterwegs so verlieren kann, dass es nicht zu einer blöden Situation oder wenigstens einem ulkigen Gesichtsausdruck führt.

OK, das war jetzt wieder mal ein Beispiel für einen extrem unnötigen Artikel 🙂

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