Category Archives: Vermischtes

Technik, die begeistert…

Ehrlich gesagt: Ich bin ein Technikmuffel!

Das mag den ein oder anderen überraschen, aber es steckt ein Körnchen Wahrheit in der Aussage. Die Tage, in denen ich mein heißgeliebtes (und dennoch beschissenes) Win98-System mit stündlichen Eingriffen in die Registry gequält habe oder meinem Prozessor 33% mehr Speed abverlangt habe, ist (zumindest vorerst) vorbei.

Wahrscheinlich bin ich einfach schon zu alt. Ich möchte, dass Technik funktioniert, und da kommt es eigentlich nicht darauf an, ob es jetzt die letzte Neuerung vom neuesten Update der neuesten Demoversion ist. Es ist also beispielsweise kein Wunder, dass ich erst seit Dezember 2008 regelmäßig ein Handy nutze, und ich die Anzahl der von mir verschickten SMS noch an zwei Händen abzählen kann. Gut, dabei muss ich vielleicht auf sechsfingrige Mutanten zurückgreifen, aber wenigstens diesen Vergleich braucht die Realität nicht zu scheuen.

Mit solch einer unwilligen (aber gar nicht mal abwertend gemeinten) Einstellung kommt man dann manchmal eben auch auf bekloppte Ideen. Meine WG ist schon seit ihrem Bestehen von einer gewissen MacGyver-Einstellung beseelt, und so kam es auch gerade wieder zu einer absurden Situation:

Ozie und ich wollten eine Runde Trackmania zocken. Nicht weiter problematisch. Machen wir oft hier. Dummerweise werden Spiele gegeneinander ja immer erst dann witzig, wenn man sich dabei gegenseitig demütigen kann. Das ist eine alte Weisheit, und die Tatsache, dass das selbst in einer Beziehung funktioniert, lässt mich ziemlich unverrückbar an so etwas wie eine Katharsis glauben.

Normalerweise ist das kein Problem: Die Türen der Wohnung stehen offen, und man scherzt lautstark über die miese Leistung des anderen. Nur heute eben nicht. Ozies Schwester ist einmal mehr für ein paar Tage bei uns zu Besuch, oder wenn man so will bei ihren Sachen, die im zukünftigen Gästezimmer (stilvoll!) eingelagert sind. Ozie und ich haben gerade etwas, was man entweder als Nachtschichtler als vernünftigen Rhytmus – oder als Normalbürger als völlig kranke Wachphasen bezeichnen könnte. Kurzum: Wir hatten jetzt nicht gerade Lust, morgens um 5 Uhr Ozies Schwester durch bisweilen pubertäres Gemecker zu wecken.

Also, was macht man?

Das Spiel bietet eine Chatfunktion. Das ist an und für sich eine nette Geschichte, aber wie habe ich dereinst denkwürdig zum Procedere bei einem „Killerspiel“ gesagt:

„Ich spiel doch nicht zum Chatten! Ich spiel, um ihn umzulegen!“

Denn tatsächlich nutze ich die Zeit in einem virtuellen Schwanzvergleich (der sich natürlich im Falle des Zockens mit meiner Freundin nur als äußerst weit hergeholte Metapher versteht) nicht gerne damit, alle paar Sekunden neue Rekorde einzutippen, sondern damit, sie aufzustellen.

Nun gibt es ja weitere Möglichkeiten wie Teamspeak (keine Ahnung, ob Trackmania das bietet) oder Skype, aber das sind alles Techniken, die ich wahrscheinlich nie nutzen werde. Ich gehöre zu der Generation von Usern, die mehrere Stunden Tränen lachend damit verbracht haben, sich dank german-bash.org vorzustellen, wie echte Killertypen sich beim Onanieren belauschen lassen, weil sie das Mikrofon vergessen haben auszuschalten. Abgesehen davon: Ich habe nicht einmal ein Mikrofon.

Letztlich haben wir eine Stunde lang via Handy (auf Lautsprecher natürlich) kommuniziert, und ich bin froh, dass ich mich wenigstens noch zur Generation Flatrate zählen kann… sonst wäre das meinen Finanzen eher nicht so gut bekommen!

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WTF?

"Klar kannste den Roller mitnehmen, Ingo..." Quelle: Sashs Cam

"Klar kannste den Roller mitnehmen, Ingo..." Quelle: Sashs Cam

Also: Der Bus war leer! Nachts um wasweissichwieviel Uhr. Entschuldigt das nicht ganz gelungene Foto, aber so muss ich mich immerhin nicht um die Unkenntlichmachung des Kennzeichens kümmern 😉 Und Fotosafaris fallen einfach erheblich schwerer, wenn man sich mit 60 km/h auf der Landsberger Allee bewegt…

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Nackte Panik!

Keine Sorge, ich steh zwar ein wenig auf Wortspielereien, aber der Eintrag handelt dennoch nicht von auf der Flucht im Wind flatternden „Private Parts“. Huch, jetzt ja doch. Egal, weiter zum Text:

Ozie und ich waren gestern am leidenschaftlichen Online-Zocken (kennt jemand das, wenn man i statt o tippt, und glaubt ihr auch, der Artikel wäre um einiges interessanter geworden, wenn mir das im letzten Wort passiert wäre?) und plötzlich ist der Server weg. Einfach so. Die Sau. Als wir dann festgestellt haben, dass der Router keine Verbindung kriegt… nackte Panik beschreibt es schon ganz gut!

Die Horror-Zusammenfassungen zu unserem Telefonanbieter habe ich ja noch gar nicht hierher übertragen, aber der ein oder andere alte Leser wird sich wahrscheinlich noch erinnern.

Ich habe schon gedacht, ich müsste mal wieder den Arcor-Idioten-Detektor auspacken!

Naja, der ganze Spaß hat dann tatsächlich ein paar Stündchen gedauert, war aber wohl eine Großstörung und nicht wie normal ein privater Rachefeldzug unseres heißgeliebten und inzwischen aufgekauften Kommunikationsunternehmen. Puh! Nochmal Glück gehabt…

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Grandiose Neuerung

Sicher noch wesentlich länger als ich treiben sich am Berliner Ostbahnhof auch eine Menge fußlahmer Alkoholiker und leider scheinbar eher unpolitische Punks herum. Die sind dort neben dem Taxistand am Saufen, am Musikhören, Rumgrölen und Schnorren. Wie das halt so sein muss.

Einmal am Tag (im Durchschnitt) haben sie es irgendwie mit Bahnpolizei oder Rettungsdienst zu tun, und eigentlich ist das alles bisher immer sehr unspektakulär gewesen.

Nun aber – und das ist fantastisch – haben sie ein Megaphon! Das macht die Geräuschkulisse am Bahnhof dann bisweilen interessanter, als sie es ohnehin schon war. Danke an wen auch immer dafür!

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Zu müde…

Hitze und Arbeit schaffen mich gerade ein wenig. Morgen früh werde ich wieder ein paar Zeilen bloggen. Versprochen. Morgen habe ich nämlich frei – und das ist nach den heftigen Tagen dann auch sehr angenehm. Aber was soll’s? Finanziell war es nicht ungut. Mehr dazu eben… morgen!

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Ich kann wieder lachen!

Guckt:

😀

Ja, die Smilies sind wieder da. Alles in allem war es gar nicht so schwer… naja. Also ich hab irgendwie drei Plugins jeweils zweimal installieren, dreimal deinstallieren, einen Ordner auf dem Server löschen, 20 Einstellungen ca. 237mal ändern und zu guter Letzt Worpress auf die neueste Version upgraden müssen. Es ist beinahe schon zu einfach…

Aber ich habe immer noch nicht den Hauch einer Ahnung, was eigentlich los war.

Nun gut, ich bin ja kein Smilie-Fetischist, aber gelegentlich lockern sie das Bild des Blogs dann doch ein wenig auf. In diesem Sinne:

🙂 🙂 🙂

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Finanzverwurstung

Ist ja noch nicht lange her, dass ich geschrieben habe, dass die finanzielle Situation der WG gerade ein wenig außer Kontrolle geraten ist. Vattenfall will ja (völlig berechtigt) 1440 € von uns, und zudem sollen wir die nächsten fünf Monate Abschlagszahlungen in Höhe von 278 € für unseren Strom bezahlen. Aus deren Sicht ist das logisch, aus unserer recht katastrophal. Denn wenn sie gleich 2000 € fordern würden und nur 100 € monatlich, dann wäre eine Rückzahlung der großen Rechnung in Raten ja drin. So natürlich nicht, denn bei aller Liebe: Mit 300 € Stromkosten kalkuliert ja kein Mensch, der nicht zufällig eine Server-Farm im Keller hat.

Natürlich ist die Krise zu gutem Teil hausgemacht. Es war vielleicht ein wenig naiv, die Kaution unserer alten Wohnung in den Plan miteinzubeziehen. Die verbleibenden Rücklagen einfach mal spontan für Hausrat auszugeben kann man auch nicht gerade als clever bezeichnen.

Leider ist das ja nicht alles. Nach wie vor gibt es kein Lebenszeichen von unserem Mitbewohner, und was in dem Fall noch schlimmer ist: Keine Anzeichen dafür, dass er irgendwann noch Miete zahlen wird. Es ist nicht viel Geld, das Nico hier in der Regel beisteuert. Wir haben uns auf 150 € geeinigt, und das ist ok. Dafür bewohnt er nur eine 8 m²-Höhle und es steht außer Frage, dass ich mit meinem Einkommen mehr trage als der Rest. Aber diese Regelung funktioniert eben nur, wenn sich alle daran halten.

Ozie hat bisher keinen Job gesucht, bzw. kein ALG beantragt, weil sie mit ihrem Geld so noch ein zwei Monate über die Runden kommt. Ich habe Polizei und Arbeitsamt am Hals, also fällt es auch mir schwer, das gerade auszugleichen. Wenn das von Anfang an geplant gewesen wäre, dann wäre da sicher was machbar gewesen – aber so klappt das nicht. Rein rechnerisch steht die WG gerade finanziell im Plus. Leider handelt es sich bei der Kaution und Nicos Miete derzeit nur um virtuelle Werte – die allerdings summieren sich auf deutlich über 2000 €.

Macht sich nur leider schwer als Pfand, wenn ein Stromanbieter Geld sehen will.

Bei unserem Ex-Vermieter geht dann heute der Vollstreckungsbescheid raus, insofern sollte sich das auch bald geklärt haben. Gerichtsvollzieher lassen sich für gewöhnlich nicht mit „Momendamoal, i schick ihne dess dann in a baar Woche zu“ abspeisen. Und eine Familie mit 2 Häusern und 54 motorisierten Sitzplätzen (für 5 Leute) wird an 1000 € nicht zugrundegehen.

Naja, die Sorgen sind seit heute vorbei. Inzwischen kann ich es kaum noch ausdrücken, wie dankbar ich dafür bin, dass mein Vater mir wieder und wieder mit teils abenteuerlichen Beträgen zur Seite steht, obwohl ich eigentlich alt genug bin und langsam gelernt haben sollte, mit Geld umzugehen. Nach einer elektropostalischen Anfrage hatte ich schon gestern die knapp gehaltene Zusage „Das Geld geht morgen raus…“ in meinem Postfach. Dieses Mal wird er sein Geld zurückbekommen, denn soo schlecht sieht es hier ja eigentlich nicht aus.

Ich fühle mich deutlichst erleichtert jetzt, das könnt ihr mir glauben. Bleibt nur die Frage, was jetzt mit unserem Mitbewohner ist…

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