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Es geht weiter!

Es kam wie es kommen musste. Nur später als erwartet. Der Brief vom Amtsgericht Stuttgart ist angekommen, und ich freue mich, verkünden zu dürfen: Es geht weiter!

Wir werden alle noch ein bisschen Spaß an diesem Verfahren haben!

Die Richterin hat nun ein Vergleichsangebot vorgelegt, das ich eigentlich unbesehen ablehnen könnte. Die Begründung für das Ablehnen eines Vergleichs hatte ich bei der mündlichen Verhandlung am 11.11.09 schon dabei, ich muss sie eigentlich nur noch ergänzen um ein paar Punkte, die inzwischen noch zusätzlich dagegen sprechen.

Also der vorgeschlagene Vergleich sieht vor, dass Dieter mir 500 € zahlt und jeder seine Auslagen selbst trägt.

Ich verstehe das Angebot, aber eine derartige Einigung kommt für mich nicht in Frage. Nicht einmal „aus Prinzip“, wie man so schön sagt. Und 500 € wären im Moment auch nicht zu verachten, ganz klarer Fall. Aber nicht unter diesen Umständen!

An den 500 € habe ich zu bemängeln, dass Dieter mir bisher für 0,00 € der Schadenssumme nachgewiesen hat, dass ich dafür verantwortlich bin. Warum also sollte ich ihm hier 500 € schenken?

Zu den Kosten: Ich habe diese Klage nicht eingereicht, weil ich gerne mal einen Prozess führe. Ich habe Klage eingereicht, weil mein Ex-Vermieter wort- und grundlos meine Kaution von 1000 € behalten hat und auf keine Nachfrage zu einer sinnvollen Stellungnahme zu bewegen war. Ich hatte – wenn ich nicht 1000 € verlieren wollte – keine andere Wahl als zu klagen. Auf diesen Kosten sitzen zu bleiben, einfach weil Dieter den A… nicht hochkriegt, sehe ich dreimal nicht ein. Klar gibt es da auch eine gewisse Genugtuung, dass er mit seinem Anwalt sicher höhere Kosten hatte als wir, aber ich führe diesen Prozess in erster Linie, um mein Geld wiederzukriegen, und nicht um Dieter mal eines auszuwischen.

Und wenn ich nun betrachte, dass die Rechnung wie folgt aussieht

Vergleich: 500 €

Kaution + Gerichtskosten + Auslagen: ca. 1800 €

dann wird vielleicht auch verständlich, dass es ja nicht so ist, dass ich mit 50% nicht zufrieden bin. Es ist schlicht ein schlechter Deal gegenüber einem gewonnenen Verfahren.

In der Begründung steht:

Der Vergleich beruht auf der Überlegung, dass angesichts des relativ geringen Streitwerts und der im tatsächlichen Bereich schwierigen Situation weitere Kosten durch eine vergleichsweise Regelung vermieden werden können. Aufgrund der Vielzahl der Beschädigungen der Wohnung, deren Zuordnung im Einzelfall kaum noch möglich sein dürfte, die aber teilweise wohl nicht vom Kläger zu vertreten sind und der Tatsache, dass die Beklagten bislang nur Angebote, aber keine Rechnungen vorgelegt haben, erscheint das Prozessrisiko auf beide Seiten gleichmäßig verteilt, so dass eine Regelung bei der Hälfte des eingeklagten Betrages sinnvoll erscheint.

Natürlich verstehe ich die Richterin da gut: 1000 € sind an und für sich ein Witz. Und wenn ich überlege, dass mich der Spaß bisher schon rund 800 € gekostet hat (und ich hab nicht mal einen Anwalt), dann steht das kaum in einem Verhältnis. Aber ich werde den Vergleich nicht aus Rücksicht auf die Justiz annehmen. Die anderen Punkte sind nämlich eben nur halb richtig. Von mir zu vertreten ist keiner der Schäden, und bei allen kann ich das – im Zweifelsfall mit Zeugen – auch beweisen. Dieter hat für nichts Beweise und sagt immer nur, ich würde lügen. Auch dass die Zuordnung der Schäden jetzt nur noch schwer möglich ist, ist nicht meine Schuld, da ich dieses Verfahren ja auch 2 Jahre früher hätte führen können, wenn Dieter nur mal gesagt hätte, was Sache ist.

Es ist natürlich schade, dass es jetzt kein Urteil geworden ist, aber ich hab die Zeit… 😉

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Ähm… danke Torsten!

Ich hab mich letztens wirklich wahnsinnig gefreut über die lobende Erwähnung im Taxiblog von Torsten Bentrupp. Er ist ja einer der Vorreiter unter den bloggenden Taxifahrern gewesen und hat mir als solcher dank seiner wirklich lesenswerten Artikel irgendwie auf dem Weg zu diesem Job geholfen.

Die ein oder andere Minute, bei der ich mir gedacht hab, dass es schade ist, dass die Domain taxi-blog.de weg ist, wurde damit mehr als aufgewogen 😉

Naja, seine Empfehlung meines Blogs hat mir also sehr geschmeichelt. Dass sie auch handfeste (also im digitalen Sinne handfeste) Folgen hat, konnte ich gerade bei einem Blick auf die Statistiken sehen. Also hier, für alle, die schon immer mal wissen wollte, wie viele Page Impressions ich so habe:

Ein "Bisschen" mehr Zugriffe... Quelle: blogoscoop.net

Ein "Bisschen" mehr Zugriffe... Quelle: blogoscoop.net

Ja, und auch wenn Torsten selbst es wohl in den nächsten paar Wochen während seiner Kur kaum lesen wird, wollte ich einfach mal danke sagen!

Ansonsten begrüße ich natürlich all die neuen Leser, die über Torstens Blog hierher rübergekommen sind!

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Daisy, Chaos, Schnee! Brutal!

Also irgendwie hab ich mir das „Schneechaos“ am Wochenende etwas heftiger vorgestellt als das, was zumindest in Berlin bisher passiert ist. Wir haben ein bisschen Schnee gehabt. Im Januar. Wie beeindruckend!

Hoffe ja mal, da kommt noch ein bisschen mehr an Schnee, Verwehungen und Ausnahmezustand. Sonst bleibt Daisy wohl, was es schon immer war: Eine Ente.

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Zeitverschmandung

Sorry Leutz,

ich wollte gerne ein paar Taxisachen schreiben, hier was und da was, aber letztlich hab ich mich gerade mal notdürftig an den Kommentaren zum letzten Artikel abgearbeitet. Ich hatte in den letzten 48 Stunden viel zu wenig Zeit, weil wir bei uns die Bude mal wieder ein bisschen in Ordnung gebracht haben, was wir wiederum nur getan haben, weil heute der Heizungsableser gekommen ist. Das heißt, dank Aufräumen bin ich zu spät ins Bett, dank Heizungsableser zu früh raus, dann nochmal ins Bett, deswegen jetzt „zu“ spät zur Arbeit… und irgendwie bin ich immer noch unausgeschlafen…

Ich hoffe, ich finde morgen früh ein wenig Zeit, dann läuft das hier in diesem Jahr vielleicht auch wirklich mal regelmäßig mit den Taxisachen.

Danke übrigens fürs zahlreiche Kommentieren bei der Gerichtsgeschichte. Nicht vergessen: Am 14.1. gibt es wahrscheinlich (wenn es jetzt nicht eine Verzögerung dank unseren neuen Vorwürfen gibt) eine Entscheidung. Ob das nur ein Vergleichsangebot ist (das wir ablehnen werden) oder ein Urteil (das auch nur das Ende bedeutet, wenn es uns passt), das bleibt auch abzuwarten. Auf jeden Fall kommt da binnen 10 Tagen oder so auch noch mal was.

Ich wollte nur schreiben, dass ich hier ungerne mal einen Tag Pause einlege, aber manchmal fordert das Reallife es eben 😉

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Doch nicht so spannend…

Ich hatte ja neulich von einem kuriosen Gerichtsbrief berichtet. In den letzten Tagen haben Ozie und ich uns ziemlich den Kopf zerbrochen, was alles sein könnte. Unter anderem hatten wir tatsächlich die Hoffnung, die von uns angeforderten Kostenvoranschläge würden gar nicht existieren. Aber es wäre auch zu einfach, wenn das Verfahren mit meinem Ex-Vermieter ausgerechnet dadurch entschieden würde, dass ihm der Nachweis fehlt, dass an der Wohnung was kaputt sei.

Gestern habe ich mal wieder beim Amtsgericht angerufen und dort die Info erhalten, dass es tatsächlich ein Fehler ihrerseits war. Die Kollegin hat die Kostenvoranschläge abgetrennt, da sie davon ausging, es seien die Exemplare fürs Gericht…

Na dann schauen wir mal, ob irgendwas anderes faul an den Dingern ist. Ob sie vielleicht auch von einem Musiker erstellt wurden, wie einer der anderen – oder ob das Datum geschwärzt wurde wie bei einem nochmals anderen. Aber ganz ehrlich: Es ist ja nicht so, dass es auf diese Dinger ankommen würde. Wäre nur schön, wenn sich da auch noch was finden lassen würde…

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Vorsätzliches

Tja, nun ist es also da, das Jahr 2010. Habe ich irgendwie darauf gewartet? Naja. Wenn ich ehrlich bin, dann nur die letzten 2 Wochen! Ich bin gar kein so übertriebener Jahreswechselfanatiker und mir als halbwegs pragmatisch denkendem Menschen ist die Austauschbarkeit unseres Kalenders einfach zu bewusst, um irgendwelche schlechten Dinge zwingend in einen derartigen Kontext einzubinden.

Aber dieses Jahr kam der Wechsel mir doch recht gelegen. Die letzten Monate waren jetzt nicht per se schlecht, aber einen Anstoß zum Neuanfang konnte ich doch ganz gut gebrauchen. Die letzten 3 Monate hab ich aus den verschiedensten Gründen viel zu wenig gearbeitet, und damit einhergehend sieht es natürlich auch finanziell ein wenig nach Eiszeit aus. Das Bedrückende an dieser Feststellung ist, dass ich offenbar immer noch nicht mit Geld umgehen kann. Das Erfreuliche dagegen: Mit Geldmangel schon eher 🙂

Nein, ein bisschen anstoßen wollte ich mich dieses Jahr schon, und nun mal sehen, ob es klappt. Fürs Bloggen hab ich mir nicht so viel vorgenommen, aber mein Blog unterliegt so oder so einem stetigen Wandel (der manchmal zwar massiver ausfällt als zu anderen Zeiten – aber immerhin) und schon der Vorsatz, mehr zu arbeiten, sollte dem Ganzen ja eher zu Gute kommen.

Nun kommt erst einmal der undankbarste Monat im Taxigeschäft: Der Januar. Ich sollte mir definitiv noch ein paar Bücher besorgen, um die Standzeiten zu ertragen.

Ja, ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, was ich sonst so schreiben soll heute. Immerhin ist es das erste Mal dieses Jahr, dass ich mir einen Wecker gestellt habe. Im Gegensatz zum letzten soll es dieses Mal auch nicht nur bei viermal oder so bleiben. Ein bisschen mehr Engagement kann wirklich nicht schaden.

Ich hoffe, ihr haltet euch an eure Vorsätze – oder fühlt euch wenigstens wohl dabei, wenn es nix wird 😉 – bei mir werdet ihr ja merken, ob es klappt…

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Sinn für Humor

Juhu! Gerichtspost!

Ich freue mich tatsächlich darüber, denn arg viel Schlimmes hab ich derzeit nicht zu erwarten und alles, was jetzt noch ankommt, kann ich vielleicht für die Stellungnahme brauchen, die ich bis 7. Januar ans Gericht schicken muss. Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich mit der Richterin telefoniert habe, um ein paar Kleinigkeiten zu klären.

Unter anderem ging es um Kostenvoranschläge. Nämlich jene, die just die Schäden beweisen sollen, die mir derzeit noch angelastet werden. Die liegen mir nämlich nicht vor. Eigentlich müssten sie das zwar, aber es könnte ja auch sein, dass sie bei Gericht liegengeblieben sind.

Nun hat die Richterin offenbar den gegnerischen Anwalt konsultiert und nun liegt folgender Brief in meinem Briefkasten:

Sehr geehrter Sash,

anliegend erhalten Sie eine Abschrift des Schriftsatzes der Gegenseite zur Kenntnisnahme.

Mit freundlichen Grüßen […]

Oha! Was hat die Gegenseite jetzt gemacht? Neugier! Dann lese ich die Abschrift:

In Sachen Sash./. Dieter

werden die Anlagen zu den Schriftsätzen vom 14.10. und 29.10.2009 für den Kläger auflagegemäß beigefügt.

Aha! Haben sie uns die also ernsthaft nicht zukommen lassen damals. Naja. Besser spät als nie, sagt man ja so schön. Aber wenn wir gerade beim Thema sind: Das waren die einzigen beiden Blätter. Ich habe nun also vom Gericht die schriftliche Bestätigung, dass mir die Kostenvoranschläge zugehen, allerdings ohne die Dinger selbst. Der Informationsgehalt dieses Schreibens ist also etwas dürftig…

Ich verstehe die Leute nicht, die Gerichtsverfahren nicht wenigstens ein bisschen witzig finden! 🙂

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