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8 315 906 742

Mann, wenn google offenbar sonst keine Antworten liefert, tue ich eben der Welt kurz was Gutes (die Suchbegriffe in der Seitenleiste nerven langsam):

Das besondere an der Zahl 8315906742 ist, dass alle 10 Ziffern darin in der alphabetisch richtigen Reihenfolge vorkommen. Zufrieden?

Nachtrag:

Der Auslöser für den Artikel war folgende Auflistung an Suchbegriffen, über die die Leute zu meinem Blog gelangt sind:

Graf Zahl ist gerade abwesend, Quelle: Sash

Graf Zahl ist gerade abwesend, Quelle: Sash

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Freitag = Polizeitag (2)

Verkehrskontrollen haben mich in meiner Zeit beim Behindertenfahrdienst oft erwischt. Klar, die meisten waren damals zur Wasen-Zeit, das habe ich vorige Woche ja bereits erwähnt. Bisweilen war die Dichte der Kontrollen allerdings ein bisschen zu hoch, wie mir erscheint.

Eines Abends fuhr ich auf dem Heimweg mit dem Schwob in unserem Behi-Bus am Wasen vorbei. Unsere letzten Tour-Ziele und unser Heimatort ließen uns auch gar keine andere Wahl. Als wir von der Schleyer-Halle kommend am Parkplatz des Wasens vorbeifuhren, sahen wir auch schon die Kelle.

Naja, noch ein bisschen Fragespielchen vor dem Feierabend…

Führerschein und Fahrzeugpapiere? Bitte. Was getrunken? Nein. Andere Drogen? Wie, sowas gibt es?

Alles in allem nichts besonderes. Zur Krönung des Tages durfte ich dann allerdings aussteigen.

„Stellen sie sich hier hin. Füße zusammen, Kopf in den Nacken!“

Meinetwegen.

Nach einer halben Minute konnte ich es mir aber nicht mehr verkneifen:

„Hören sie, wie lange soll das noch gehen? Erwarten sie, dass ich jetzt umfalle?“

„Ist ja schon gut!“

Ich wurde ohne weitere Tests entlassen und nur noch mit einem Psychologie-Profi konfrontiert, der mir unvermittelt beim Übergeben meiner Papiere die Frage stellte:

„Und wenn wir jetzt einen Test machen würden, sind sie sicher, dass der negativ wäre?“

Es war sicher gut, dass ich so schnell „Ja klar!“ gesagt habe, sonst hätte das noch eine Weile dauern können 😉

Aber gut, Arbeitszeit bringt Geld, und so waren wir eben eine Viertelstunde länger unterwegs. Wir sind zurück ins Auto gekraxelt und haben die Fahrt fortgesetzt. So etwa 35 Sekunden lang. Direkt am Gaskessel winkt eine Kelle…

Glücklicherweise konnten wir ihm glaubhaft versichern, dass die Kollegen uns schon vor einer Minute auseinandergenommen haben und wir zwischendrin besseres zu tun hatten, als irgendwelche Drogenvorräte zu vernichten 🙂

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Ein paar Worte zum Winter

Winternacht in Marzahn, Quelle: Sash

Winternacht in Marzahn, Quelle: Sash

Das Jahr 2010 ist nun schon ein paar Tage alt. Genau genommen ist es schon über einen Monat alt. In Berlin deckt sich das etwa mit dem Zeitraum, in dem wir inzwischen unsere Gehsteige nicht mehr gesehen haben. Die Stadt ist in ein malerisches Weiß gehüllt, dass sich selbst auch noch jeden Tag erneuert. Die Hauptstraßen sind zwar weitestgehend frei, aber es ist überall glatt und in den Nebenstraßen lagert sich permanent neuer Schnee auf dem Matsch an, der wiederum auf der Eisschicht aus der Neujahrsnacht ruht.

Und ich finde das geil!

Klar, -15°C müssen es meinetwegen nicht immer sein, aber die ganze Zeit Schnee und Eis… es ist doch einfach ein herrlicher Winter!

Ich verstehe die Unkenrufe all derer nicht, die sich permanent darüber beschweren. Ausgenommen seien hier die Arbeiter, die ihr Geld im Freien verdienen müssen. Aber ansonsten halte ich das für maßlos übertrieben. Ja, auch meine Füße frieren jeden Morgen, wenn ich heimkomme. Ich laufe gut 10 bis 15 Minuten zu meiner Bahn und stehe da bisweilen einige Zeit rum. Ich weiss, dass der Wind eisig ist und auch ich habe nicht das Geld, mir jeden Tag ein Taxi zu nehmen. Aber was wollen wir denn? 5°C und Nieselregen?

Wir haben das unglaubliche Glück, in einer Klimazone zu wohnen, in der die Jahreszeiten wundervoll unterschiedlich sind. Wir können sowohl im Winter Schneemänner bauen als auch im Sommer baden gehen. Was muss es traurig sein, nicht beides wertschätzen zu können…

Der Mensch ist ein – vom Wahlverhalten in Demokratien vielleicht mal abgesehen – intelligentes Wesen, das in der Lage ist, ein bisschen Silizium dazu zu verwenden, mit der Welt zu kommunizieren. Und dennoch jammern wir über Temperaturen, die selbst die dümmsten Würmer irgendwie gemeistert kriegen.

Ich bin sehr dafür, das Ganze gelassener, ja sogar mit Freude zu betrachten.

Es gibt ein paar Tage im Jahr, da sehe ich die Sonne kein einziges Mal, ja nicht einmal die Helligkeit an sich. Aber ich fand es schon als Kind cool, wenn ich morgens im Dunkeln zur Schule musste. Ich hoffe, dass die Menschheit im Allgemeinen und meine Leserschaft im Speziellen es auch irgendwie schätzen kann, dass die Welt gerade in ein anderes Licht getaucht ist, dass man das Heimkommen der Wärme wegen schätzt und ein heißer Tee plötzlich doppelt gut schmeckt.

Und ganz im Ernst: Je tiefer der Winter, desto schöner ist der Frühling anschließend 😉

PS:
Lektion aus diesem Winter: Die Handbremse ist ein legitimes Steuergerät eines Automobils, das die Arbeit spannender macht…

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Wie Chilis wirken

Chris hat mir eine nette Mail mit einem Link geschickt:

Hallo Sash,

bin zufällig auf einen Web-Comic gestossen, der die erste, prägende
Erfahrung mit diesem Gewürz sehr nett darstellt:

http://www.nicky510.com/comic/nobody-can-eat-just-one/

Viel Spaß beim Schmunzeln 😉

Grüße,
Chris

P.s.: Danke für Deinen Blog, Toi-Toi-Toi (Echtholz!) für die
Kautionsgeschichte. Und ich glaube, ich kaufe keinen Zafira…

Dafür wollte ich natürlich erstmal Danke sagen und ich dachte, das macht sich hier ganz gut, schon alleine weil die Chili-Kategorie lange nichts neues hatte.

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Freitag = Polizeitag (1)

Eigentlich habe ich gerade nur keine Taxiartikel mehr übrig. Das nötigt mich dazu, irgendwas anderes zu schreiben. Nur was? Die Idee, meine Erfahrungen mit der Polizei öffentlich zu machen, ist nicht neu. Grundsätzlich halte ich Öffentlichkeit ja für die Beste Möglichkeit, Dinge an und für sich zu behandeln – warum also nicht auch die Erlebnisse mit der Polizei.

Ich habe zugegeben ein Problem mit den Ordnungshütern in Grün (oder neuerdings blau). Meine Sozialisierung aus der linken Ecke heraus hat zum einen dafür gesorgt, dass ich im staatlichen Gewaltmonopol nicht immer nur gutes gesehen habe (und es auch bis heute nicht tue), zum anderen dazu beigetragen, dass ich – welche böse Eigenschaft! – jedes Auftreten der Polizei nicht als naturgegeben hinnehme, sondern sie nach den selben Kriterien bewerte, wie ich anderes auch bewerte: Grundsätzlich kritisch und mit einem vor Lachen tränennassen Auge bei ungefährlichen Patzern und unnötigen Aktionen.

Grundsätzlich habe ich nicht viel zu erzählen.  Meine Begegnungen mit der Ordnungsmacht waren stets für mich folgenlos, ich bin (zu Recht, wie ich denke) niemals angezeigt worden, geschweige denn verurteilt.

Das heisst aber nicht, dass ich nicht dennoch einiges zu berichten hätte. Seien es Verkehrskontrollen, WG-Besuche  oder Erlebnisse auf Demonstrationen.

Ich weiss, dass das ein heikles Thema ist. Die Trolle werden nach Vergeltung schreien und anprangern, wie böse ich ja dennoch war. Das aber lasse ich links liegen und freue mich auf ein paar unterhaltsame Einträge und vielleicht sogar die ein oder andere interessante Diskussion. Und zwar jeden Freitag ab jetzt. Wie viele Geschichten es werden, weiss ich noch nicht, aber es könnte sein, dass es bis Ende des Jahres reicht…

Da dieser Text nun schon ziemlich lang ist, sei hier zum Ende hin nur eine kurze Geschichte untergebracht:

Die Geschichte der kürzesten Kontrolle aller Zeiten

Ich habe damals noch im Behindertenfahrdienst gearbeitet und war mit einem Sprinter mit Rolli-Plätzen unterwegs. In Stuttgart war gerade Volksfest, was sowas ähnliches ist wie die Wies’n in München, nur nicht ganz so groß. Aber das Volksfest ist ebenfalls für überbordenden Alkoholkonsum bekannt, und eigentlich sollte so ziemlich jedem klar sein, dass die Polizei zu diesem Anlass Kontrollen durchführt.

Schon runde 200 Meter nach den letzten Ausläufern des Wasens (des Festplatzes) stand der Verkehr und ich sah einen Mann in leuchtender Warnweste auf dem Mittelstreifen der Fahrbahn stehen. Na klasse! Ich hatte eine Tour zu erledigen, ich sollte 15 Minuten später beim Kunden sein. Was also wird das jetzt?

Ich rücke in der Schlange auf und irgendwann stehe ich dann vor ihm und es ergibt sich folgender, hier ungekürzt wiedergegebener Dialog:

Polizist: „Guten Abend. Haben sie Getränke alkoholischer Zusammensetzung konsumiert?“

Sash: „Nein, ich arbeite!“

Polizist: „Schön. Arbeiten sie weiter!“

Und das war es. Kein Aussteigen, kein Blasen, kein Garnichts. Ich will ja nicht unangemessen über die Statistik mutmaßen, die eine solche Aktion für sinnig erklärt hat… aber ich hätte das auch nach 5 Bier geschafft!

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Böser Humor

Mein Humor ist nicht nur allgegenwärtig, sondern auch anspruchslos. Ich lache über intelligente Politiksatire ebenso gerne wie über Fäkalhumor. Mag nicht jeder toll finden, aber es macht das Leben angenehm 😉

Ich bin selber ein Freund von „Deine Mudder“-Witzen, wenngleich ich es inzwischen auch wieder witzig finde, solche mit dem allumfassenden Killer-Konter „Meine Mutter ist tot…“ beantworten zu können. (Sorry, irgendwas Gutes muss man ja draus machen können…)

Aber über einen (eigentlich wirklich schlechten) hab ich heute lachen müssen:

„Ey Sepp, der Döner hat angerufen: Deine Mutter dreht sich nicht mehr!“

OK, verurteilt mich! Ich bin ein schlechter Mensch!

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Und ich plane schlecht?

OK, ich gebe es ja zu: Wenn ich ein bisschen besser planen würde, könnte ich mir manchen Gang zur Bank ersparen.

Manchmal habe ich allerdings das beruhigende Gefühl, auch dort wird trotz Milliardenumsätzen und zentraler Vernetzung nur mit Wasser gekocht.

Vor einiger Zeit vereinbarte ich ein Treffen mit einer meiner Bankberaterinnen. Und keine Sorge, es sind nur mehrere, weil ich bei mehreren Banken bin 😉

Ich bat sie um einen Termin und wir einigten uns auf den Mittwoch diese Woche. Als ich dann zu Hause ankam, stellte ich fest, dass sie mir als Datum den 20.1.10 aufgeschrieben hatte – was sich nach einem kurzen Check am PC als der Vortag herausstellte. Da ich ja nun weiss, dass sie den Termin ins interne System eingegeben hatte, befürchtete ich , dass sie den Termin nun gar nicht mehr abgespeichert hat, weil er offiziell ja bereits vorbei ist.

Also rief ich die Hotline der Bank an. Es ist ja nicht unclever, dass die Hotline Einblick in die Aufgaben der einzelnen Mitarbeiter hat, aber eigentlich wäre es schon angebracht gewesen, hier nur kurz die Beraterin selbst anrufen zu können. Naja. Der freundliche Herr im Callcenter bestätigte mir, dass der Termin nun am Mittwoch nicht existiert. Aber mehr noch. Er fand ihn auch weder am Vortag noch sonst irgendwo, und zum gewünschten Zeitpunkt hat meine Beraterin offenbar frei. Wow!

Nachdem sie auch telefonisch nicht zu erreichen war, habe ich beschlossen, das dann doch in der Filiale zu klären. Hätte ich gleich machen sollen. Aber wie das Leben so spielt, hab ich das auch bis Dienstag vor mir hergeschoben, und prompt ereilte mich ein Anruf von einer sehr peinlich berührten Frau, die mir dieses Malheur beichtete.

„… und wissen sie: Morgen hab ich ja eigentlich…“

„Da haben sie frei, ich weiss.“

„Was? Woher? Woher wissen sie?“

Und mein eigentlicher Berater ist bei der Bundeswehr. Manchmal kommen mir leise Zweifel. Aber lassen wir das.

Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich wegen Erkältung und Weisheitszahn ein paar Tage krank geschrieben bin und mich dann heute mal bei meiner Bank einfinde. Allerdings ist das eigentlich nicht bloggenswert. Es fällt einem nur sonst so wenig ein, wenn man den ganzen Tag zu Hause sitzt…

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