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Trinkgelder und Jobs

Nein, das ist kein versehentlich hier veröffentlichter Text, der eigentlich bei GNIT gepostet werden sollte. Ozie und ich haben – ein seltenes Laster – mal wieder faulheitsbedingt den Pizza-Service kommen lassen. Trinkgeld ist ja so eine Sache, wenn man in einem Trinkgeld-Job arbeitet. Man gibt eigentlich nie wenig, dadurch dass man aber überall was liegen lässt, haut man auch nicht immer zu sehr auf den Putz. Jedenfalls waren wir am Überlegen, was wir geben. Daraus entstand der nachfolgende beinahe filmreife Dialog.

Sash: „21,40 €. Ich hab mal’n Zwanni und’n Fünfer rausgelegt.“

Ozie: „Und wenn’s wirklich ein Arschloch ist, nehm‘ ich statt des Fünfers zwei Euro aus dem Kleingeldglas.“

Sash: „OK, hab gleich zwei Euro dazu gelegt. Kannst Dich entscheiden.“

Ozie: „Also 22, wenn er ein Arsch ist, 25 wenn alles in Ordnung ist …“

Sash: „Du könntest auch …“

Ozie: „Ich könnte auch die ganzen 27 € nehmen, wenn er die Pizza oben ohne liefert und für mich tanzt …“

Sash: „Ich hab eigentlich gerade gedacht: Kannst ihm ja 2 € extra anbieten, wenn er das Altpapier runterbringt.“

Ozie: „Schon interessant, dass wir beide bei besonders hohem Trinkgeld daran denken, dass er Jobs übernimmt, die eigentlich Deine Aufgabe wären …“

Und weil irgendwer sowieso fragen wird: Es ist am Ende bei 25 € geblieben, ich gehe einfach davon aus, er wollte das Altpapier nicht mitnehmen. 😉

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Scharf und klein …

Unsere Chilis wachsen, gedeihen und verschwinden bereits wieder in unseren Mägen. Es sind schöne Überraschungen dabei, zum Beispiel die Fruchtbarkeit der Purples. Unschöne auch: Die Jolokias waren nicht scharf … 0.o

Aber es gibt auch niedliches zu berichten: Einer unserer Habi-Ableger wollte nicht so schnell wachsen wie seine erste (und deswegen vermutlich einzige) Frucht Beere. Da muten die Größenverhältnisse sehr komisch an. Die Bierflasche ist nur zum Vergleich auf dem Foto. Tatsächlich bräuchten ungeübte Zungen mehr als eine Flasche Bier, um die Schärfe der Habanero zu ertragen.*

Bier oder Habi? Zum Glück muss ich mich nicht entscheiden! Quelle: Ozie

Bier oder Habi? Zum Glück muss ich mich nicht entscheiden! Quelle: Ozie

*Das Capsaicin löst sich zwar auch in Alkohol, als Gegenmittel sind fettige Speisen dennoch eher zu empfehlen als Bier, da bin ich recht sicher. 😉

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Fotoshooting

Fotos sind ja so eine Sache. Ich bin reichlich im Internet unterwegs, inzwischen sogar gelegentlich mal in Print und Radio. Da bleiben die Fragen nach Fotos nicht aus. Im Gegensatz zu einigen anderen, die sich im Netz einen Namen zu machen versuchen, gibt es von mir nur wenige Fotos. Es gab früher mal eine ganze Menge, aber die WG-Page habe ich rechtzeitig bereinigt, bevor meine Blogs erfolgreich wurden. Und deswegen glaube ich auch, einen ziemlich genauen Überblick über die Fotos zu haben, die im Netz von mir kursieren. Ich müsste sie an zumindest einmal zwei Händen abzählen können.

Die Wahrheit ist: Ich mag mich auf Fotos nicht. Ist vermutlich ein Überbleibsel aller Übergewichtskomplexe, die sich irgendwann im Laufe meiner jungen Jahre so entwickelt haben. Angst davor, erkannt zu werden, hab ich nicht wirklich. Ich fordere meine Leser ja gerne mehr oder weniger heraus, mich zu finden. Und wenn sie das tun, dann bleibe ich ja auch stehen, wenn jemand eine Kamera zückt. ;)Und auch bei professionellen Fotografen bleibe ich ja zumindest äußerlich gelassen. Als ich neulich für die Illustration meines Interviews in der Berliner Zeitung Modell stand, sind sogar ein paar Bilder rausgekommen, die ich für gelungen halte. Ich selbst wäre zwar nie auf die Idee gekommen, eines davon auf eine drittel Zeitungsseite gestreckt zu drucken – aber ich bin ja schließlich nicht Layouter bei der Berliner Zeitung und muss im Nachhinein anerkennend zugeben, dass es gut aussieht.

Nun ja. Da Medien bekanntlich Rudeltiere sind, kam nach dem Interview gleich eine weitere Welle an Angeboten. Der Stern wollte was machen, hat sich aber nicht wieder gemeldet, eine TV-Produktionsfirma wollte mir Tine Wittler oder irgendjemand anders in die Wohnung schicken, das hatte sich in Rekordzeit ebenfalls erledigt. Ich hab viel zu lieb abgesagt. Wie ich halt bin.

Aber eine Anfrage kam auch von zeit.de, und die wollten ein Foto haben. Deswegen haben Ozie und ich das zum Anlass genommen, mal in die Natur auszurücken und ein paar Fotos zu machen. Also zumindest ist das so passiert. Eigentlich wollten wir losziehen und in unserem Assi-Stadtteil ein paar coole Bilder vor verratzten Fassaden und ähnlichem machen – was man halt so braucht, um cool zu sein.
Stattdessen haben wir tatsächlich festgestellt, dass es hier rund um unsere Wohnung kaum einen Platz gibt, wo nicht von irgendwoher süßliches Grün, schlimmstenfalls mit Blumen, in unsere postapokalyptische Suburbanität reinragt, die wir gerne einfangen wollten. Tatsächlich sind uns die einzigen Fotos mit durchweg grauem Hintergrund in der Tiefgaragen-Unterführung des Eastgates gelungen.

Und was soll ich sagen? Ein paar der Fotos sind echt schön geworden. Und das, obwohl sich unsere fotografische Ausrüstung ja nach wie vor auf eine nicht gerade teure Kamera beschränkt. Außerdem haben wir so mal wieder ein bisschen mehr von unserer Wohngegend gesehen und in gewisser Weise das schöne Wetter genossen. Ebenso haben wir herausgefunden, dass ich am besten zum lächeln gebracht werden kann, indem man mir erzählt, unsere Kanzlerin würde Probleme lösen. Sorry, true Story.

Nun sind wir fast am Ende des Textes und hier ist noch kein Bild zu sehen. Tja.

Die sind in der Tat noch nicht fertig. Ozie hat mir empfohlen, irgendwas von einer Dunkelkammer zu erzählen, aber die Ausrede hab ich ja spätestens verkackt, seit ich den Amazon-Link zu unserer Kamera gesetzt habe und dort recht schnell klar wird, dass es sich natürlich um eine digitale handelt. Nein, die Wahrheit ist, dass ich mich erst einmal ordentlich photoshoppen (bzw. gimpen) lassen muss, bevor ich die Bilder raushaue. Ihr wisst schon: Pickel wegretuschieren, schlanker machen, digitale Nasenverkleinerung und Entfernung überzähliger Gliedmaßen. Oder eben wenigstens mal Schwarz-weiß-Filter drüberlaufen lassen.

Ergebnisse gibt es also die Tage mal. Aber versprochen ist versprochen!
🙂

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Und das mir …

Eine gewisse Neugier bei technischen Dingen bringe ich ja mit. Ganz sicher. Aber heute auch nicht mehr überall. Selbst Computer können mal anfangen, zu nerven. Sicher baue ich mir meine Grafikkarten selbst ein und lasse Betriebssysteme nicht vorinstallieren, wenn es sich nicht aus irgendwelchen Gründen anbietet. Da bin ich doch eigentlich versiert und interessiert genug.

Dachte ich.

Denn was bei PCs nach wie vor zutrifft, sieht bei meinem Handy schon wieder ganz anders aus. Ich bin mit den Dingern nie so richtig warm geworden, denn als sie noch kein Internet hatten, waren sie für mich entsetzlich langweilig und ich habe sie nie benutzt. Mein allererstes Handy hab ich mir erst zum G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm besorgt, weil es ein wenig fahrlässig gewesen wäre, den Cops mit ihren Funkgeräten einen Vorteil zu verschaffen. Danach hab ich es erst wieder aus der Schublade geholt, als ich mit Taxifahren angefangen hab. Und von da an ging es schnell Richtung Smartphone.

Aber im Gegensatz zu Computern, die ich halbwegs fachgerecht zerlegen kann, waren auch die neuen Handys für mich eher Spielzeuge, nicht die lustigen erforschenswerten Teile, die ich anno 2000 in meinen Maxi-Tower geschraubt habe. Folglich war ich jetzt ein wenig aufgeschmissen, als mein wunderbares Telefon nicht mehr das gemacht hat, was es sollte. Und im Laufe der Woche wäre ich schon zufrieden gewesen, wenn es wenigstens gebootet hätte.

Zwei oder drei Packstationssendungen werde ich wohl verpasst haben, weil deren blöde Mobile-TAN auf’s Handy gegangen wäre, aber keines der hier anwesenden Geräte meine SIM-Karte angenommen hat. Also zumindest nicht mit meinen Fertigkeiten – und ja, eine Karte einlegen kann ich gerade so noch … 😉

Nein, mein Handy hat sich standhaft gewehrt. Es hat den Bootvorgang kontinuierlich verwehrt und – was noch viel schlimmer war – das ließ sich nicht einmal lösen, indem ich einfach das Betriebssystem neu aufgesetzt habe. Zu Win98-Zeiten hab ich das noch monatlich gemacht – schon damit die Registry schön schlank bleibt. Inzwischen bin ich zwar vielleicht noch nicht ganz DAU, aber doch nur Nutzer der Geräte. Und was hat mich das gefuchst, dass bei diesen Scheiß-Handys formatieren nicht bedeutet, alles runter zu haben, was stört.

Da mein Telefon standardmäßig eine unsinnig veraltete Android-Version mit sich bringt, wenn man es z.B. bei Amazon kauft, war es bereits im Vorfeld von den netten Leuten gerootet und mit einem echt empfehlenswerten Cyanogenmod-ROM ausgestattet. Die schwierigste Arbeit war mir damit tatsächlich abgenommen worden, aber jetzt, da es Probleme machte, mussten ich und Ozie uns erst einmal reinfuchsen in die ganze Materie. Custom-ROMs, Rooting, Flashing und all die CWMs und stable Versions, die einem da auf dem Weg begegnen. Das ist das selbe wie mit den Internet-Bauern: Da kann einem niemand mal eben in einer halben Stunde erklären, wie das alles geht …

Folglich waren es auch eher so rund 20 Stunden Arbeit. Alleine für mich. Die Zahl der neu aufgesetzten Betriebssysteme in meinem Leben hat sich während der Zeit locker verdoppelt. Und ich hab gelernt, viel gelernt. Dennoch hätte ich es mal wieder nicht geschafft ohne die Hartnäckigkeit von Ozie. Und eben den Leuten, denen ich das Handy zu verdanken habe!
Ein äußerst geduldiger Mensch hat seinen Feierabend damit eingeleitet, mir am (Festnetz-)Telefon haarklein irgendwelche simplen Konsolen-Befehle zu buchstabieren, die ich, ganz ehrlich, längst selbst beherrschen hätte sollen. Aber nicht einmal das brachte etwas. Eine komplette Nacht Schlaf ausgelassen, saß ich immer wieder an Rechner und Handy und hab mit der Zeit die Hoffnung fast aufgegeben, das Teil nicht aus der Hand geben zu müssen. Was sollte ich nur heute Abend während der Arbeit tun!?

Dass ich nach locker 36 Stunden Wachphase jetzt noch lustig daherblogge, ist unter anderem auch der Verdienst eines Typen, den ich erst einmal für bekloppt hielt. In einem Forum im Netz schrieb er ein Posting zum Thema und sein Lösungsvorschlag hatte ganz offensichtlich nicht im Ansatz mit dem eigentlichen Problem zu tun. Aber er schrieb, es würde funktionieren. Und immerhin sah sein Problem am Ende eines langen Leidenswegs ähnlich aus wie meines. Ausprobiert haben wir es am Ende nur, weil es eigentlich auch nur noch um einen Download, ein ROM-Flash und um ein bisschen Dateienschubsen ging – alles Dinge, die wir hundertfach hinter uns hatten und auf die es am Ende einfach nicht mehr ankam.

Und siehe da …

Nein, so ganz klar ist mir immer noch nicht, wie das geklappt hat. Eine grobe, mehr philosophische als wissenschaftliche Erklärung mal außen vor gelassen. Aber es zeigt, dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben. Vielleicht schaffe ich das hier und da ja auch mal wieder ein bisschen mehr.

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Besuch

Ich mag neue Technik. Ich hab sie immer schon gemocht. Gelegentlich blitzt sogar noch dieser alte kindliche Spieltrieb auf, diese Faszination neuer Möglichkeiten. Wie atemberaubend es doch 1996 war, als sich am alten Pentium I meines Vaters plötzlich dreidimensionale Spielwelten auftaten. Gut, es waren vielleicht nur 400×300 Pixel, aber: Wow!

Als der Schwob, seines Zeichens mein hoffentlich einziger Bruder*, sich gestern auf den langen Weg von Stuttgart nach Berlin aufgemacht hat, um mich das erst zweite Mal in fünf Jahren zu besuchen, hab ich mir kurzerhand den Facebook-Messenger auf dem Handy installiert, um unterwegs mit ihm Kontakt halten zu können. SMS ist dann ja doch ein wenig überholt. Und wie praktisch es doch war, dass die Ortungsfunktion im Messenger standardmäßig angeschaltet ist:

[…]

„Naja, schätze mal ihr schlaft. Dann verpasst Ihr hoffentlich nicht Euren Ausstieg nachher.“

[…]

„Ja, haben gepennt. Und kein‘ Plan, wo wir sind.“

„Halle (Saale). In einer Stunde seid ihr da …“

Deswegen tracke ich mich bei der Arbeit auch selbst: Ich hab nunmal Spaß an solchen Spielereien. Da ist die Spielwelt zwar noch nicht in 3D, dafür bildet sie aber auch noch die Wirklichkeit ab. Ich freu mich drauf, wenn beides auf einmal erschwinglich wird.

Ich hab die Tage also Besuch und folglich recht wenig Zeit. Passiert. Immerhin nur selten.

*einer davon reicht, glaubt mir. 😉

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Abhängig (3)

oder: Wie mein Postbote den Kuli entdeckt

Zeitlich war das gestern reichlich konfus. Um 13.55 Uhr klingelte es Sturm, ich habe die Nacht vorzeitig beenden müssen. Um rechtzeitig zur Tür zu kommen, hat es allerdings nicht gereicht. Einen leisen Verdacht hatte ich: Könnte das schon die DHL mit meiner Congstar-SIM gewesen sein? Meine Buchung lag zwar erst 36 Stunden zurück und die Nachricht, dass meine alte Nummer am 2. Juli wieder verfügbar sein würde und die SIM etwas früher kommt, war noch keine 24 Stunden alt.

Beim Aus-dem-Haus-Watscheln zum O2-Shop (siehe Teil 2) hing dann tatsächlich ein entsprechender Zettel an der Türe. Da wir – wie man ja jeden Tag überall sieht – eine wahre Terrorismusschwemme seit Einführung des Handys hatten, ist die persönliche Identifizierung ja notwendig, weswegen die DHL mich um Rücksprache wegen eines Termins bat. Soweit, so erwartbar.

Wir sind trotzdem erst zu O2, da die Freischaltung der Karte ja trotzdem erst nächste Woche, und damit zu spät für einen Internet-Junkie wie mich, erfolgen würde.

Kaum dass wir allerdings zu Hause am Küchentisch schnallten, dass O2 mich über selbigen gezogen hatte, klingelte es abermals. Wieder die DHL. Hui: Zweiter Zustellungsversuch in 5 Stunden, nicht schlecht! Muss man mal ehrlich sagen. Aus dem Aufzug schwang sich ein grauhaariger Rentenanwärter und breitete die Arme aus:

„Er ist anwesend! Wahnsinn!“

Ich scheine einen gewissen Ruf in Postkreisen zu haben. Das freut mich. Ähnlich euphorisch ging die ganze Prozedur weiter. Er nahm meinen Ausweis entgegen, überließ es dann aber größtenteils mir, vorzulesen, was darauf geschrieben stand, denn er hatte „die falsche Brille dabei“. Richtig ulkig wurde es, als ihm der Kuli runtergefallen ist. Ich war zwar so nett, ihn aufzuheben, um den armen Mann mit der falschen Brille nicht die Suche zu überlassen – das hat aber nichts daran geändert, dass sich die Mine besagten Schreibgerätes nun nicht mehr ausfahren ließ. Gute drei Minuten hat der gute Mann mit aus dem Mundwinkel hängender Zunge an dem Kugelschreiber rumgefummelt, bis er – mehr schlecht als recht – damit schreiben konnte.

Mein Bedarf an Unterhaltung war nach dieser Begegnung jedenfalls gedeckt für den Tag.

Und nun sitze ich hier – nach einem etwas aus dem Ruder gelaufenen Mittagsschlaf – und bin wieder online. Zwar nur mit der Tages-Flat, weil es auch noch einen Buchungsfehler bei O2 gab (Ganz großes Kino, Jungs! Und dafür hab ich eine halbe Stunde in eurem Laden verbracht!) – aber immerhin!

Meine alte Nummer wird voraussichtlich am 2. Juli wieder freigeschaltet, ab da ist dann wieder alles wie bisher. Die Nummer, die ich jetzt habe, gebe ich nicht weiter, das verwirrt bloß. Und so wichtig, dass man damit nicht eine Woche warten könnte, ist nichts. Außer das mit dem Internet, wie man sieht …

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Abhängig (2)

oder: Wie mich O2 über’n Tisch gezogen hat

Mein abermaliger Schnellcheck hat bestätigt, was ich befürchtet hatte: Das mit Abstand beste Angebot hatte ausgerechnet Congstar. Das ist moralisch wirklich nicht leicht für mich, denn Congstar ist bekanntermaßen eine Tochter der Telekom, und zu denen zu gehen, ist im Grunde nie eine gute Idee gewesen, spätestens dieses Jahr aber eigentlich völlig untragbar. Pest und Cholera eben. Aber, in Ermangelung wirklich gangbarer Alternativen: Wenn die Telekom doppelt so beschissen wie Vodafone ist (was angezweifelt werden darf, Vodafone ist halt nicht so blöd, mit dummen Plänen als erstes an die Öffentlichkeit zu gehen), ich aber bei denen nur ein Drittel des Preises zahle – hab ich dann am Ende nicht doch weniger Scheiße mitfinanziert?

Ich weiß es nicht. Fakt ist, dass ich bei denen 3 mal mehr Datenvolumen bei jederzeit möglicher Kündigung für 12,99 € kriege.

Sogar eine Mitnahme der Rufnummer war nachträglich noch möglich, soweit alles gut. Dauert halt ein bisschen, ist ja logisch. Mindestens eine ganze Woche ohne Netz hätte ich so aushalten müssen. Dass ich ein paar Tage nicht auf dem Handy erreichbar bin, ist nicht wirklich schlimm – aber ohne Mails und Twitter? Ohne Tracker? Vergiss es!

Aber die Welt kennt Abhilfe. Warum nicht kurz eine Prepaid-Karte holen, für eine Woche sollte da ja der letzte Rotz funktionieren. Prepaid ist zwar so ein Wort, von dem ich dachte, es sei in Verbindung mit Handytarifen im letzten Jahrtausend bereits ausgestorben, jetzt war ich froh, dass es offenbar doch in einer Nische überlebt hat. Denn ich saß jetzt in einer Nische, in der das Konzept passend war.

Ich bin in unserem Einkaufscenter in den O2-Shop reingelaufen, kurz nachdem einer der Mitarbeiter einen Kasten Bier vom Rewe dort hineintrug. Find ich nicht unsympathisch, schien aber in Anbetracht der folgenden Ereignisse vielleicht nicht der erste an dem Tag zu sein.

Denn mein Anliegen war nicht so kompliziert: Eine Woche Internet, maximal. Telefonieren, Tarife, alles völlig wurscht!

Nun, zugegeben: Bekommen hab ich das, allerdings unnötig teuer. Denn – auch wenn es vielleicht lieb gemeint war – ich hätte ganz offensichtlich keine 10 € für eine Internet-Flat (witzigerweise mit einem vergleichbaren Volumen wie mein Vodafone-Vertrag bis dato) ausgeben müssen, wenn ich schon einmal 10 € Guthaben auf der normalen Karte hab. Bei einem Besuch im Netz bucht der O2-Prepaid-Salat nämlich automatisch eine Ein-Tages-Flat für 0,99 € – was auf eine Woche hochgerechnet ziemlich problemlos in 10 € drin ist. Ergo: 20 € gezahlt, 10 davon umsonst. Grummel. Es ist mir tatsächlich gerade egal, wie viel das kostet, aber umsonst das Geld zum Fenster rauswerfen wollte ich auch nicht. Das Fazit des gestrigen Tages kommt daher von Ozie:

„Eigentlich ist es ja praktisch, dass O2 sich so verhalten hat. Hab ich schon einen Anbieter weniger, bei dem ich mich umsehen muss, wenn ich mir demnächst einen neuen Vertrag besorge.“

Egal. Ich bin also am Wochenende weiter online. im dritten Teil geht es dann um die DHL und die Zukunftsaussichten.

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