Author Archives: Sash

Nicht mehr lange…

In etwas mehr als 30 Stunden werde ich mich auf den Weg nach Stuttgart machen. Seit langer Zeit das erste Mal. Ich freu mich wahnsinnig drauf, weiss aber irgendwie nicht so recht, ob ich mir das zeitlich erlauben kann. Naja, manchmal sind Termine eben blöd.
Ich bin wahnsinnig müde, vielleicht finde ich morgen ja ein bisschen Zeit, über all das zu schreiben, was hier sonst so passiert.
Kurz ansprechen muss ich noch Franz Josef Wagner wegen seiner neuen Kolumne: Ich hab diese schlimme Geschichte bereits am Sonntag im Spiegel gelesen. Sie doch sicher auch. Wie aktuell ist bild.de eigentlich?

Leave a Comment

Filed under Medien, Vermischtes

Ticket nach Hause

Heute bin ich mit Ozie zusammen zu einem von Onkel Mehdorns lustigen Automaten gegurkt und habe dort eine Fahrkarte gekauft. Das hat länger gedauert als gedacht, weil unsere S-Bahn den Bahnhof scheinbar nicht mehr verlassen sollte. Aber das war es insgesamt wert, denn mit dieser Fahrkarte werde ich am kommenden Wochenende das erste Mal seit meinem Umzug wieder Stuttgart besuchen. Mein letzter Aufenthalt dort ist länger als ein halbes Jahr her.
Ich werde allerdings leider die wenigste Zeit in Stuggitown selbst verbringen, sondern in Backnang. Dort werde ich mich der Vorbereitung einer Jugendfreizeit im Sommer widmen. Da ist das letzte Mal allerdings schon etwas länger her. Das war 2005.
Ich freu mich tierisch drauf, wenngleich der Termin zum Vortreffen so kurz vor meiner Prüfung natürlich nicht ganz glücklich ist. Deswegen halte ich meinen Aufenthalt auch so kurz wie möglich. Das fällt natürlich erst recht nicht leicht. Wenigstens wird die Zeit für kurze Verwandtschaftsbesuche reichen, und das ist doch immerhin etwas.
Naja, für den Blog bedeutet das wahrscheinlich auch Stille übers Wochenende. Für mehr als ein kurzes „Huhu, ich bin im Süden!“ wird es kaum reichen. Ich denke, im Rahmen einer solchen Geschichte werden es mir die Leser verzeihen können…

Leave a Comment

Filed under Vermischtes

Des Wagners Antisexismus

Sorry wegen der hochtrabenden Überschrift. Ich wusste einfach nicht, wie ich diese aktuelle Kolumne von Franz Josef Wagner irgendwie ansprechen sollte. Wagner schwadroniert (erstaunlicherweise!) darüber, dass er es irgendwie schick finden würde („Charme hat das.“), wenn Gesine Schwan sich bei der Wahl zum Bundespräsidenten durchsetzen würde. Gut, zugegeben, damit wären die beiden „wichtigsten“ Posten der Bundesrepublik mit Frauen besetzt. Etwas, das eigentlich schon der statistischen Wahrscheinlichkeit nach schon längst mal hätte passieren sollen.

Nicht, dass ich deswegen jetzt für Gesine Schwan wäre!

Wagner leitet daraus ab, dass es deswegen neue und interessante Posten für Männer geben würde:

„Der Inneneinrichter, der Bodyguard, der Walker, der Fitnesstrainer, der Diätberater, der Schminkmeister, der Kofferpacker, der Kofferträger, der Küchenchef, der Pressefuzzi, der Handtaschenhalter.“

Was daran jetzt „neu“ oder gar toll sein soll, das bleibt sein Geheimnis. Aber dann kommt er auf den Punkt:

„Es gibt keine Männer mehr wie Adenauer, Brandt, Heuss, Strauß, Wehner, Schmidt. Es gibt nur noch Männer wie Udo Walz, der der Kanzlerin eine neue Frisur verpasst.“

Ergo:

„Wenn wir keine starken Männer mehr haben, dann kommen starke Frauen. Das ist logisch.“

Damit schliesst Wagner seine Kolumne. Wenn man es also genau nimmt, dann sind die Frauen also nur deshalb an der Macht, weil kein „richtiger“ (starker) Mann das mehr in die Hand nimmt. Also ist es irgendwie nicht nur logisch, sondern quasi eine gerechtfertigte Bestrafung für alle Schlappschwanzmänner à la Kurt Beck und co. Das ist ja quasi schon fast so etwas wie…

Nein, das ist genau die Bestätigung für all die Sexisten dieser Welt!

Leave a Comment

Filed under Medien

Mist, verpasst!

Ich habe doch tatsächlich den Towel Day verpasst. Ich hatte mir eigentlich ganz fest vorgenommen, daran zu denken, aber irgendwie habe ich meinen Kopf wohl gerade andersweitig voll. Realistisch betrachtet, habe ich das Haus an diesem schönen Tag eigentlich auch nur zum Rauchen verlassen und ansonsten brav gelernt. Aber man weiss ja eben nie, ob man sein Handtuch nicht doch hätte brauchen können 😉

Aber irgendwie kann man nicht an alles denken, habe ich so das Gefühl.

Leave a Comment

Filed under Vermischtes

Hallo Elfriede!

So, hiermit begrüße ich Elfriede in der WG. Elfriede ist bestimmt schon ein paar Jahre alt und hilft uns in Tagen, an denen man kaum Zeit hat, beim Zubereiten von Mahlzeiten. Sie ist eine Mikrowelle, die uns heute eine uns bald verlassende Nachbarin geschenkt hat.
Ich hoffe, es handelt sich nicht um eine getarnte Bombe 🙂 Wir werden ja sehen…

Leave a Comment

Filed under Haushalt

Ein paar witzige Bild-Klötze

Bild und bild.de haben sich ja seit geraumer Zeit ein bisschen eingeschossen auf den „Brückenteufel“, den „Holzklotzkiller“, wie immer man den jungen Mann nennen mag, der zu Ostern einen Holzklotz von einer Brücke in ein fahrendes Auto warf, und dabei eine Frau tötete. Drei kleine Impressionen von der bild.de-Seite:

Die Überschrift mit Klärungsbedarf:

Damit es auch jeder weiss, Quelle: bild.de

Damit es auch jeder weiss, Quelle: bild.de

Eigentlich sollte man es ja positiv bewerten, dass Bild nicht gleich „Selbst das Verhör stand der Rauschgiftsüchtige nur mit Drogen durch!“ schreibt. Dafür bekommt man diese Info im Artikel selbst. Wenn man aber seiner Zielgruppe nicht zutraut, zu wissen, was Methadon ist, dann muss man es ja nun wirklich nicht gleich in der Überschrift herausposaunen.

Der pure Horror:

Welch Drama! Quelle: bild.de

Welch Drama! Quelle: bild.de

Wahrscheinlich wäre es der Bild-Redaktion recht gewesen, wenn der junge Mann Blut an den Wänden, Kinderpornographie auf dem Rechner und eine Leiche im Keller gehabt hätte. Aber so musste der arme Garten herhalten für den unheimlichen Lebenswandel.

Die Scheinverbrechen:

Der war aber clever..., Quelle: bild.de

Der war aber clever…, Quelle: bild.de

Alle Screenshots: bild.de

Bild ist in der Vergangenheit unter anderem immer wieder dadurch aufgefallen, dass Angeklagte schon im Vorfeld zu Verbrechern gemacht wurden, wenn es nur ins Konzept der jeweiligen Kampagne gepasst hat. Ausgerechnet bei Taten, die offenbar (nicht nachgeprüft!) von einem Gericht bereits geahndet wurden, schreibt bild.de nun „angeblich“. Als wäre ein Holzklotzkiller der Fahrrad-Hehlerei nicht würdig. Aber klar: Wahrscheinlich hat er diese Diebstähle und Verkäufe nur vorgetäuscht, um harmloser zu wirken!

Leave a Comment

Filed under Bilder, Medien

Wagners Jugend und die PKS

Wie so oft ist Wagners Kolumne am heutigen Tage ein Zeugnis moderner Kunst. Das ist recht wörtlich gemeint, denn modern ist es dieses Mal besonders: Wagner erzählt, dass die Jugend heute schlimmer ist als früher. Kunst ist es in meinen Augen deswegen, weil unter Kunst so schön subsummiert werden kann, was sonst in keine Schublade passt. Was bei Wagner ja irgendwie der Fall ist.

„Liebe schlimme Mädchen und böse Jungs,“,

so leitet er dieses Mal seine Kolumne ein, und gerichtet sind diese Worte offenbar an junge Gewaltverbrecher. Natürlich nur zu Beginn. Am Ende wird er wie üblich an den Leser schreiben. Diese Unkoordiniertheit scheint ja gewissermaßen System zu haben bei ihm.

„ihr seid zwischen 14 und 18, und in der aktuellen Kriminalstatistik kommt ihr ganz schlecht weg. Während die Gesamtkriminalität in Deutschland zurückgeht, nimmt die Gewaltbereitschaft bei euch zu – um 4,9 Prozent.“

Das ist beinahe korrekt. Offenbar hat man bei Bild die aktuelle PKS recht gründlich studiert, denn diese Zahl findet sich in keiner Übersicht der Publikation, sondern erst auf Seite 11. Wenngleich die Polizei in diesem Zusammenhang auch von der Gewaltbereitschaft spricht, so möchte ich doch anmerken, dass ein Anstieg der von Jugendlichen verübten (und natürlich bekannt gewordenen) Gewaltdelikte stattgefunden hat, jedoch bei einer reduzierten Anzahl an Tatverdächtigen (-0,4%). Ich will nicht kleinlich sein, aber bei Wagner liest es sich eben auch so, als wären 4,9% mehr Jugendliche gewaltbereit, und das ergibt sich zumindest aus dieser Statistik nicht.

„Auch bei Mädchen. Als ich 14 war, hatten Mädchen Zahnspangen. Um ihr Gebiss zu vervollkommnen, ihr Lächeln zu verschönern.Heute haben sie einen ausgeschlagenen Schneidezahn.“

Ich denke, es wird jedem klar sein, dass sich das nicht aus der aktuellen Kriminalstatistik ergibt, und ich habe leider auf die Schnelle keine Statistik zu ausgeschlagenen Schneidezähnen oder Zahnspangen gefunden. Schon gar nicht für das Jahr 1957, in dem Wagner 14 wurde.

„Was machte ich mit 14, 18 mit meinen Händen? Ich ballte sie nicht zur Faust. Ich hielt Händchen, machte Millimeter für Millimeter Petting, zählte mein erstes Geld, das ich als Schüler im Supermarkt verdiente. Ich streichelte mit meinen Händen meinen Motorroller. Gewalt zählte nicht zu den Problemen, die ich als 18-jähriger hatte.“

Das ist schön für Herrn Wagner. Ehrlich. Ich möchte Jugendgewalt nicht verharmlosen oder nur auf einen sozialen Faktor minimieren, aber ich hab so die Vermutung, dass die Statistik anders aussehen würde, wenn all diese Jugendlichen eine Freundin, einen Job und zumindest Geld für einen Motorroller hätten. Was ich sagen will: Die Umstände waren 1957 vielleicht ein bisschen anders.

„In der Kriminalstatistik wird die Gewalt der Jugendlichen hervorgehoben. Sie schlagen um sich, sie treten Menschen ins Gesicht.“

Das mag alles sein, aber es ist nicht so, dass das andere Altersgruppen (nehmen wir Säuglinge mal davon aus) das nicht auch machen würden. So erschreckend die Zahlen bei Jugendlichen auch sein mögen. Leider kann ich in der Statistik keine genaue Angabe zur Altersverteilung bei Gewaltdelikten speziell finden, aber bei der alle Delikte umfassenden Anzahl der Tatverdächtigen finden sich unter den über zwei Millionen Verdächtigen etwa 277.000 Jugendliche. Man muss also auch hier richtig aus der Statistik lesen können: Wenn man einen Jugendlichen sieht, besteht zwar eine höhere Chance, dass er ungutes im Schilde führt, aber das Gesamtrisiko spricht eher dafür, dass mir ein Erwachsener etwas auf die Nuss gibt. So ist das mit Statistiken, die man nicht selber gefälscht hat 😉

„Ihr seid nicht mehr jung, wie ich es früher war. Ihr seid fremd. Ich verstehe euch nicht.“

Das ist wahrscheinlich eine grundsätzliche Generationenfrage. Frag mich mal jemand, ob ich Wagner verstehe…

„Ihr seid wie ein Vorbeben, kleine Steine bröckeln.“

Eine schöne Metapher, Herr Wagner. Aber… wofür?

„Aber wir müssen euch retten. Ihr dürft euch nicht die Köpfe blutig schlagen. Ihr seid unsere Kinder.“

Abgesehen davon: Das steht so ähnlich auch in einem Haufen ziemlich trocken geschriebener Schinken, die sich Gesetzesbücher nennen. Herr Wagner wäre überrascht, was noch so alles verboten ist. Zum Beispiel eine Verletzung der Privatsphäre. Oder Beleidigungen. Er könnte also auch bei Nicht-Jugendlichen, bei Kollegen und Vorgesetzten, vielleicht sogar bei sich selbst, fündig werden.

Dann folgt noch das obligatorsche „Herzlichst, Ihr Franz Josef Wagner“, das in diesem Fall eine grammatikalische Abnormität darstellt, die sich so wohl nur bei Wagner finden lässt. Ich denke, das reicht erst einmal zum Thema.

Leave a Comment

Filed under Medien