Nun ist mein kleiner Habi im Laufe des Jahres so groß geworden, aber bisher weigert er sich, Früchte zu bekommen. Bevor Fragen auftauchen: Ich weiss um die Rolle der Bienchen bei diesen Dingen Bescheid und habe sie nach bestem Wissen und Gewissen ersetzt. Das ist ein bisschen schade, denn auf der einen Seite werden unsere eingefrorenen Habaneros langsam aber sicher knapp, auf der anderen wollte ich ja auch gerne die ein oder andere Frucht verschenken. Ich bin mir zwar sicher, dass ich die arme Pflanze massiv stützen müsste, wenn sie mir den Wunsch der Fruchtbarkeit noch erfüllen sollte, aber dies sollte eigentlich kein Problem darstellen. Insgesamt bin ich begeistert vom Wuchs der Pflanze, der eher an ein Hirschgeweih, denn an einen Strauch oder gar Baum erinnert. Jetzt kommt halt auch noch die nicht gerade beste Jahreszeit für den Kleinen…
Author Archives: Sash
Überwältigt!
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich meinem Noch-Mitbewohner offenbar unrecht getan habe. Ich habe derletzt angedeutet, dass ich erwarte, dass er unser Geschirr und Besteck nicht aus seinem Zimmer räumen würde. Nun hat er mich aber ernstlich positiv überrascht. Da es sich um geschätzte 18 kg Geschirr handelt, kann er das natürlich nicht auf einmal rausräumen und spülen. Das ist verständlich. Jeder, der schon einmal seine Ess-Utensilien über 3 Monate in seinem Zimmer gelagert hat, wird das nachvollziehen können. Jetzt hat er also begonnen, das Zeug in die Küche zu räumen. Seht selbst:

Ralf spült das erste Mal, Quelle: Sash
Man beachte, dass er tatsächlich 2 (in Worten: zwei!) Schüsseln rausgeräumt hat, und dazu einen großen Löffel. Es handelt sich also um einen nicht unbeträchtlichen Teil dessen, was er in seinem Zimmer beherbergt. Ca. 3,5% nach neuesten Schätzungen.
Ebenso bitte ich zu beachten, dass mit dem Befüllen der Schüsseln mit flüssigem H2O bereits eine Spülvorgang-ähnliche Bearbeitung begonnen hat. Dieses Engagement steht natürlich im krassen Kontrast zu meinen bisherigen Anschuldigungen, die ich hiermit noch einmal auf dem Prüfstand wissen will.
Überwältigt ob des emotional aufwühlenden Geschehens endige ich hiermit in tiefster Demut vor der haushaltlichen Kompetenz meines Mitbewohners und überlasse es meinen Lesern, Glückwünsche zu äußern.
Außerdem muss ich noch zwei Schüsseln spülen 🙁
Werbeprofis
Ja, ich weiss: Ich habe nicht Psychologie studiert, und ich bin nur rudimentär informiert über die Wirkung von Werbebotschaften beim Kunden. Aber mit Verlaub, liebe Leute, die ihr die Werbung für Cortal Consors gemacht habt: Welche Studie hat euch gesagt, dass brüllende Babies das beste Symbol für gut angelegtes Geld sind? Kinder: Meinetwegen. Ja, auch Babies! Aber doch nicht so:

- Ja nee, is klar! Screenshot: spiegel.de
Ja, ich verstehe den Witz! „…der sie nachts ruhig schlafen lässt“ Aber irgendwie finde ich von allen Symbolen der Schlaf- und Ruhelosigkeit brüllende Babies am wenigsten attraktiv. Zumindest wenn man es so umsetzt.
Ich glaube, ich bin komisch
Wenn wir hier schon mehr oder minder unter uns sind, liebe Blogger: Wie haltet ihr das mit euren Texten? Ich lese regelmäßig meine alten Texte wieder durch. Nicht, um darüber zu lachen wie schlecht sie sind, oder gar zu weinen. Nein! Einfach so. Ich bin – wenn man den Kommentaren anderer Menschen trauen kann – eigentlich noch der, der am wenigsten überzeugt ist von deren Qualität – aber ich nehme mir manchmal einen ganzen Abend lang meinen eigenen Blog vor. Mal die letzten 30 Einträge, mal die ersten 30…
Vielleicht ist das ja ein wenig gestört – das kann ich selbst wohl am Wenigsten bewerten – und deswegen wollte ich fragen, ob es anderen auch so geht. Aber nochmal eindeutig: Ich sitze dann nicht da und feier meine Brillianz, sondern ich lese sie gerne der Unterhaltung wegen – wenngleich ich sie natürlich kenne. Da spielt nicht mal mein schon sprichwörtlich schlechtes Gedächtnis eine Rolle.
Ach ja: Dies ist der Beitrag, bei dem man in den Kommentaren hemmungslos über meinen Gemütszustand herziehen kann, ohne dass ich es jemandem übel nehmen werde. Also: Wer Interesse hat…
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Gestern in einer Kneipe gesehen:
„Klokoksklan! White Powder!“
stand da an einer Wand geschrieben. Ich musste Schmunzeln…
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Ich bin gespannt…
Es sieht so aus, als hätte Ralf zumindest nicht grundsätzlich vor, unsere Geduld weiter zu strapazieren. Gestern Abend hat er seine drei Großgeräte (Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine) „rausgeräumt. Man kann also davon ausgehen, dass er demnächst auszieht.
Aber ich würde wohl keinen Blogeintrag schreiben, der nicht mit „Es ist vollbracht“, „Der Stall ist leer!“ oder schlicht „Juhu!“ beginnen würde, wenn ich nicht immer noch skeptisch und kritisch mit der Situation umgehen würde. Das hat auch Gründe. Sehen wir uns das aktuelle Geschehen in der schönen WG doch einmal an:
Gestern mittag kam ein Kumpel / Freund / Bekannter / zukünftiger Mitbewohner (?) von Ralf zu uns und hat mit ihm offenbar die Geräte abgeklemmt und beiseite gestellt.
Auf die lockere Frage „Was geht?“ seitens Nico bekam man die enorm informative Antwort „Alles, was Beine hat.“
OK, meine Lust zur Konversation über das Nötigste hinaus mit Ralf wäre gerade auch nicht weiter entwickelt, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass das Abschließen von Waschmaschine und Trockner, sowie das – aller Voraussicht nach mindestens 24 Stunden andauernde – Zwischenlagern im Wohnzimmer etwas sein könnte, das in Punkto Kommunikation innerhalb einer WG unter die Kategorie „das Nötigste“ fällt. Muss ich da noch erwähnen, dass der Trockner so steht, dass man ihn erst zur Seite räumen muss, um die neuen Geräte herauszuholen?
Das alleine ist schon wieder so eine Aktion, bei der man seine Zähne ganz tief ins Beißholz drücken muss, um sich selbst davon abzuhalten, die Geräte in den Hausflur zu stellen, weil man dachte, dass sie ja eh gleich abgeholt werden.
Nun ist Ralf bereits seit etwa 4 bis 5 Stunden unterwegs. Ich habe also meine Zweifel, ob er einen Bus abholt oder dergleichen. Ich schätze eher, er ist arbeiten, um das Zeug dann irgendwann in den nächsten zwei Wochen zu holen. Aber: Das ist Spekulation.
Was ich dagegen – ich wollte ihn gerade fragen, ob er mal wieder das Telefon in seiner Schreibtischschublade liegen hat – sicher weiss: Mehr als einen Karton hat er ansonsten noch nicht gepackt.
Dass Ralf bei der Organisation von wichtigen Dingen nicht unbedingt mit einem wissenschaftlichen Realismus agiert, dürfte kaum jemanden überraschen. Wie jetzt allerdings die Folgearbeiten aussehen sollen? Das verleitet mich wieder zu wilden Spekulationen.
Bringt er heute am späten Abend die drei Geräte weg, braucht dann aber noch eine Woche, das restliche Zeug zu packen und erwägt, dass wir bis dahin ja eh unsere Geräte angeschlossen haben? Eine nicht grunddumme Vermutung, die aber insbesondere darunter leidet, dass wir einen „kaputten“ Waschmaschinenanschluss haben, für den wir erst einen Doppelnippel im Baumarkt holen müssten – wenn Ralf den bisherigen wie scheinbar geplant am Schlauch seiner Maschine hängen lässt, wo er ihm und uns die Arbeit erschwert, weil so keiner von uns ohne Zange oder Einkauf die Waschmaschine installieren kann.
Naja, ich bin eben gespannt…
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Nur ein Link…
…aber was für einer.
Allen, die es entweder gut finden, dass ich das ein oder andere Mal über blöde Artikel in den Medien herziehe; sowie allen, die nicht so recht verstehen können, weswegen ich eigentlich so einen Quatsch immer wieder (ich weiss, in letzter Zeit eher selten!) mache – all jenen sei der Beitrag „Schlechter online“ von Stefan Niggemeier ans Herz gelegt, das „Manuskript eines schlecht vorgelesenen Vortrags auf der DJV-Konferenz“ in Hamburg am 18. Oktober 2008.
Der Text, wiedergegeben in seinem Blog, ist lang, aber nicht übermäßig anstrengend. Es ist eine erstklassige Zusammefassung des Status Quo im deutschen Online-Journalismus (wie ein Kommentator erwähnte), und man sollte ihn einfach gelesen haben.
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