Spätzle 4-3-2

Wird das alles noch spannend.

Spätzle hat jetzt zwei Tage Reinschnuppern in der nächsthöheren Klasse hinter sich und es ist fast ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie sowas halt läuft. Der erste Tag hat ihn komplett überfordert, schon alleine weil der erste Morgenkreis auf Englisch stattfand – was er bisher noch nicht hatte. Dazu kam dann noch ein anderer Fachlehrer, den er nicht mochte. Er hat sämtliche Taschentücher für Weinen aufgebraucht und hat am Ende des Tages gesagt, dass er da niemals hingehen will. Dennoch war er Abends gut gelaunt, woran man gesehen hat, dass er zumindest das positive Gefühl des Ausgelastetseins für diesen Tag mit all den neuen Eindrücken für sich mitnehmen konnte.

Entsprechend ist er auch gut gelaunt zum zweiten Probetag. Der lief wohl ganz gut soweit. Ja gut, er hat ein kurzes Übungsdiktat nicht sehr überragend mit 31 Fehlern abgeschlossen, aber erstens war das vermutlich das erste Diktat seines Lebens und zweitens war er sich sicher, dass er eigentlich 45 Fehler hat und die Lehrerin nur nicht richtig gezählt hat, was für uns nicht ganz nachvollziehbar für ihn offenbar gut war. Und in dieser – im Gegensatz zu sonst gerade – sehr guten Laune hat er abschließend verkündet, dass er die Klasse nicht überspringen will, weil er einfach zur anderen Klasse gehört und die Kinder dort ihn ja vermissen würden und er sie auch.

Zwei Tage, alle Gefühle auf einmal und am Ende eine für einen Achtjährigen beeindruckend logische Schlussfolgerung.

Morgen geht er zur anderen Schule wie jeden Mittwoch, dann ist frei bis Montag und dann sind wir mal gespannt, denn während des ganzen Procederes hat sich niemand mit besonders klarer Information hervorgetan, wie es in welchem Fall weitergehen soll. Darf oder muss er nochmal eine Woche probieren, wollen die ihn überreden, wollen wir das? Gut, dass wir das jetzt alles binnen zwei Wochen zwischen Feiertagen und so eintüten müssen.

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