Daisy, Chaos, Schnee! Brutal!

Also irgendwie hab ich mir das „Schneechaos“ am Wochenende etwas heftiger vorgestellt als das, was zumindest in Berlin bisher passiert ist. Wir haben ein bisschen Schnee gehabt. Im Januar. Wie beeindruckend!

Hoffe ja mal, da kommt noch ein bisschen mehr an Schnee, Verwehungen und Ausnahmezustand. Sonst bleibt Daisy wohl, was es schon immer war: Eine Ente.

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Zeitverschmandung

Sorry Leutz,

ich wollte gerne ein paar Taxisachen schreiben, hier was und da was, aber letztlich hab ich mich gerade mal notdürftig an den Kommentaren zum letzten Artikel abgearbeitet. Ich hatte in den letzten 48 Stunden viel zu wenig Zeit, weil wir bei uns die Bude mal wieder ein bisschen in Ordnung gebracht haben, was wir wiederum nur getan haben, weil heute der Heizungsableser gekommen ist. Das heißt, dank Aufräumen bin ich zu spät ins Bett, dank Heizungsableser zu früh raus, dann nochmal ins Bett, deswegen jetzt „zu“ spät zur Arbeit… und irgendwie bin ich immer noch unausgeschlafen…

Ich hoffe, ich finde morgen früh ein wenig Zeit, dann läuft das hier in diesem Jahr vielleicht auch wirklich mal regelmäßig mit den Taxisachen.

Danke übrigens fürs zahlreiche Kommentieren bei der Gerichtsgeschichte. Nicht vergessen: Am 14.1. gibt es wahrscheinlich (wenn es jetzt nicht eine Verzögerung dank unseren neuen Vorwürfen gibt) eine Entscheidung. Ob das nur ein Vergleichsangebot ist (das wir ablehnen werden) oder ein Urteil (das auch nur das Ende bedeutet, wenn es uns passt), das bleibt auch abzuwarten. Auf jeden Fall kommt da binnen 10 Tagen oder so auch noch mal was.

Ich wollte nur schreiben, dass ich hier ungerne mal einen Tag Pause einlege, aber manchmal fordert das Reallife es eben 😉

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Prost, Herr Anwalt!

Ja, es gibt da einen Anwalt, mit dem ich jetzt gerne anstoßen würde. Manche behaupten zwar, er vertrete bei einem Verfahren meine Gegenpartei, aber seit gestern ist diese Aussage wohl nicht haltbar.

Der Eilbrief vom Gericht ist angekommen. Die gesammelten Kostenvoranschläge für die angeblich von mir verursachten Schäden. Aus diesem Sammelsurium ließen sich einige wichtige Fakten für uns extrahieren.

Zum einen, dass besagter Anwalt gelegentlich mit Brutto-Netto-Rechnungen durcheinanderkommt. Aber das will ich nicht an die große Glocke hängen, dafür bekommt keiner ein Bier von mir spendiert. Da mag ich noch so schlecht in Mathe sein, aber das reicht mir nicht als Freundschaftsbeweis.

Interessant wird es bei den uns bisher noch unbekannten Kostenvoranschlägen. Insbesondere der, der die „Grafitti“ in der Wohnung betrifft. Das ist aktuell die größte Forderung von 700irgendwas Euro. Der Kostenvoranschlag ist datiert auf den 19.1.2008 und somit wider unserem Erwarten auch schon reichlich früh erstellt – dafür dass Dieter ja angeblich im Mai 08 noch nicht abrechnen konnte. Die Auflistung der Firma Blumenschank* ergibt folgendes:

Nur die "Graffiti"? Quelle: Sash

Nur die „Graffiti“? Quelle: KVA

Es ist mir etwas schleierhaft, weswegen ich wegen ein paar Wandbildern das Streichen von 72 m² Wand bezahlen soll. Da sollten ja wohl die 190 € reichen, die für das Behandeln, Isolieren und für das tolle Spray nötig sind. Von der ganzen Wohnung war nie die Rede…

Das ist schon eine nicht unspannende Geschichte, weil sich alleine damit der Gesamtschaden mit allen anderen mir noch vorgeworfenen Sachen auf deutlich unter 1000 € einpendelt, was auch der Richterin Anlass zur Frage geben sollte, warum ich denn auf meine komplette Kaution verzichten soll. Aber auch das reicht noch nicht für eine Einladung meinerseits. Der Hammer kommt, wenn man umblättert.

Dem Kostenvoranschlag ist nämlich eine E-Mail beigefügt. Eine Art Auftrag sozusagen. Dass mir diese Mail nun vorliegt, dass der Anwalt sie mitgeschickt hat, das ist für mich der Grund, ihn plötzlich – trotz persönlicher Antipathie – so zu schätzen. Die Mail ist geschrieben von Petra und Dieter und richtet sich an die Inhaber der Firma Blumenschank. Die wichtigsten Dinge möchte ich anhand des Ausdrucks mal erklären.

Da wäre das Datum der Mail:

Was hatten die so spät noch zu klären? Quelle: KVA

Was hatten die so spät noch zu klären? Quelle: Mail-Ausdruck

Es ist schon komisch, dass dem Angebot eine Mail vom 13. Oktober 2009 angehängt ist. Aber wir hatten ja so oder so unsere Zweifel am Datum, nicht wahr?

Dann die Anrede:

Hallo Gaby! Quelle: Mail

Hallo Gaby! Quelle: Mail-Ausdruck

Was schreiben sie ihrem Maler? Hallo Gaby natürlich! OK, im Ernst: Es ist nicht verboten, seine Leute zu kennen. Ich hab nicht einmal was dagegen, dass Dieter und Petra Bekannte beauftragt haben. Was das „bei unserem Problem Helfen“ bedeutet, weiss ich zwar, kann es aber nicht beweisen 🙂

Die Mail geht weiter mit einem ganzen Haufen Zahlen. Eine Auflistung von Flächen, die gestrichen werden müssen. Mehr oder minder der komplette obere Teil der Wohnung, der – glaubt es mir bitte – nicht völlig übersät war mit Wandbildern. Der wirklich interessante Part, sowohl inhaltlich als auch orthografisch, kommt dann am Ende:

Sieh mal einer an... Quelle: Mail-Ausdruck

Sieh mal einer an… Quelle: Mail-Ausdruck

Irgendwie haben wir derartiges ja schon vermutet, aber es ist doch wirklich schön, das schwarz auf weiß vorliegen zu haben. Gut, das Jahr ist hier zwar verdeckt, aber

1. ist der Kostenvoranschlag ja auf den 19. Januar 2008 datiert

2. ist das 08 nur nicht lesbar, weil da ein Zettel drübergeheftet war, auf dem folgendes steht:

Danke, Herr Blumenschank! Quelle: Mail-Ausdruck

Danke, Herr Blumenschank! Quelle: Mail-Ausdruck

Ich weiss ja, ich singe hier desöfteren Hymnen über das schon längst gewonnene Verfahren, obwohl es immer irgendwie weitergeht. Aber inwiefern meine Ex-Vermieter oder deren Anwalt das jetztige Unterhaltungslevel ohne vorschnell ein Urteil zu provozieren noch steigern wollen, entzieht sich meiner Vorstellungskraft…

Der Anwalt hat uns einen Beweis geschickt, dass der Kostenvoranschlag für den wichtigsten Posten eine Gefälligkeit war. Die Mail legt sogar nahe, dass der Kerl eventuell nicht einmal in der Wohnung war. Warum sonst sollten meine Ex-Vermieter ihm die Maße der zu streichenden Flächen mailen? Und was sagt es bitte aus, dass die Bude 2 Jahre nach meinem Auszug nicht in Ordnung war? Vom rasanten Verfall der Glaubwürdigkeit der Beiden ganz zu schweigen…

Eine gewisse Fassungslosigkeit überwiegt derzeit noch, aber es wäre doch wirklich ok, dem Anwalt hierfür einen auszugeben, oder?

😀

*Name geändert

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Doch nicht so spannend…

Ich hatte ja neulich von einem kuriosen Gerichtsbrief berichtet. In den letzten Tagen haben Ozie und ich uns ziemlich den Kopf zerbrochen, was alles sein könnte. Unter anderem hatten wir tatsächlich die Hoffnung, die von uns angeforderten Kostenvoranschläge würden gar nicht existieren. Aber es wäre auch zu einfach, wenn das Verfahren mit meinem Ex-Vermieter ausgerechnet dadurch entschieden würde, dass ihm der Nachweis fehlt, dass an der Wohnung was kaputt sei.

Gestern habe ich mal wieder beim Amtsgericht angerufen und dort die Info erhalten, dass es tatsächlich ein Fehler ihrerseits war. Die Kollegin hat die Kostenvoranschläge abgetrennt, da sie davon ausging, es seien die Exemplare fürs Gericht…

Na dann schauen wir mal, ob irgendwas anderes faul an den Dingern ist. Ob sie vielleicht auch von einem Musiker erstellt wurden, wie einer der anderen – oder ob das Datum geschwärzt wurde wie bei einem nochmals anderen. Aber ganz ehrlich: Es ist ja nicht so, dass es auf diese Dinger ankommen würde. Wäre nur schön, wenn sich da auch noch was finden lassen würde…

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Vorsätzliches

Tja, nun ist es also da, das Jahr 2010. Habe ich irgendwie darauf gewartet? Naja. Wenn ich ehrlich bin, dann nur die letzten 2 Wochen! Ich bin gar kein so übertriebener Jahreswechselfanatiker und mir als halbwegs pragmatisch denkendem Menschen ist die Austauschbarkeit unseres Kalenders einfach zu bewusst, um irgendwelche schlechten Dinge zwingend in einen derartigen Kontext einzubinden.

Aber dieses Jahr kam der Wechsel mir doch recht gelegen. Die letzten Monate waren jetzt nicht per se schlecht, aber einen Anstoß zum Neuanfang konnte ich doch ganz gut gebrauchen. Die letzten 3 Monate hab ich aus den verschiedensten Gründen viel zu wenig gearbeitet, und damit einhergehend sieht es natürlich auch finanziell ein wenig nach Eiszeit aus. Das Bedrückende an dieser Feststellung ist, dass ich offenbar immer noch nicht mit Geld umgehen kann. Das Erfreuliche dagegen: Mit Geldmangel schon eher 🙂

Nein, ein bisschen anstoßen wollte ich mich dieses Jahr schon, und nun mal sehen, ob es klappt. Fürs Bloggen hab ich mir nicht so viel vorgenommen, aber mein Blog unterliegt so oder so einem stetigen Wandel (der manchmal zwar massiver ausfällt als zu anderen Zeiten – aber immerhin) und schon der Vorsatz, mehr zu arbeiten, sollte dem Ganzen ja eher zu Gute kommen.

Nun kommt erst einmal der undankbarste Monat im Taxigeschäft: Der Januar. Ich sollte mir definitiv noch ein paar Bücher besorgen, um die Standzeiten zu ertragen.

Ja, ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, was ich sonst so schreiben soll heute. Immerhin ist es das erste Mal dieses Jahr, dass ich mir einen Wecker gestellt habe. Im Gegensatz zum letzten soll es dieses Mal auch nicht nur bei viermal oder so bleiben. Ein bisschen mehr Engagement kann wirklich nicht schaden.

Ich hoffe, ihr haltet euch an eure Vorsätze – oder fühlt euch wenigstens wohl dabei, wenn es nix wird 😉 – bei mir werdet ihr ja merken, ob es klappt…

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Sinn für Humor

Juhu! Gerichtspost!

Ich freue mich tatsächlich darüber, denn arg viel Schlimmes hab ich derzeit nicht zu erwarten und alles, was jetzt noch ankommt, kann ich vielleicht für die Stellungnahme brauchen, die ich bis 7. Januar ans Gericht schicken muss. Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich mit der Richterin telefoniert habe, um ein paar Kleinigkeiten zu klären.

Unter anderem ging es um Kostenvoranschläge. Nämlich jene, die just die Schäden beweisen sollen, die mir derzeit noch angelastet werden. Die liegen mir nämlich nicht vor. Eigentlich müssten sie das zwar, aber es könnte ja auch sein, dass sie bei Gericht liegengeblieben sind.

Nun hat die Richterin offenbar den gegnerischen Anwalt konsultiert und nun liegt folgender Brief in meinem Briefkasten:

Sehr geehrter Sash,

anliegend erhalten Sie eine Abschrift des Schriftsatzes der Gegenseite zur Kenntnisnahme.

Mit freundlichen Grüßen […]

Oha! Was hat die Gegenseite jetzt gemacht? Neugier! Dann lese ich die Abschrift:

In Sachen Sash./. Dieter

werden die Anlagen zu den Schriftsätzen vom 14.10. und 29.10.2009 für den Kläger auflagegemäß beigefügt.

Aha! Haben sie uns die also ernsthaft nicht zukommen lassen damals. Naja. Besser spät als nie, sagt man ja so schön. Aber wenn wir gerade beim Thema sind: Das waren die einzigen beiden Blätter. Ich habe nun also vom Gericht die schriftliche Bestätigung, dass mir die Kostenvoranschläge zugehen, allerdings ohne die Dinger selbst. Der Informationsgehalt dieses Schreibens ist also etwas dürftig…

Ich verstehe die Leute nicht, die Gerichtsverfahren nicht wenigstens ein bisschen witzig finden! 🙂

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Doch Panik!

Es war der 28. Dezember 2009. Draussen war es kalt und dunkel und in einem kleinen Zimmer in Berlin-Marzahn liegt ein gemütlich vor sich hinschnarchender Sash, der seiner freien Nacht entgegenschlummert. Während draussen die Schneeflocken im Laternenschein tänzeln (Haltet die Klappe, dann hat es halt nur in Marzahn geschneit!) fällt ein fahler Schein in das dunkle Zimmer.
Die Tür öffnet sich unmerklich leise, oder zumindest gerade so leise, wie es die DDR-Architekten in den 70ern vorgesehen haben. Ein kleines Ozie schleicht herein und Sash erwacht mit unscharf umrissenen Gedanken, die glücklicherweise nur Sekundenbruchteile von Einbrechern handelten.
Runde zwei Minuten soll die nette Ahnungslosigkeit im kuschelig warmen Bett anhalten, bis Ozie mit der Sprache rausrückt:

„Dein Blog funktioniert nicht…“

Von Koma auf Wach in 0,2 Sekunden. Muss man mal mitgemacht haben. Das ist, wie wenn ein Arzt sagt:

„Prostatakrebs. Und wir müssen ohne Narkose operieren.“

Nicht, dass ich die Diagnosen vergleichen möchte, aber die Wirkung ist vergleichbar.

Äußerlich besonnen aber innerlich verwüstet tapst der Sash kurze Zeit später ins Arbeitszimmer und versucht sich ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung zu machen. Diese ist gründlich. Im Blog werden keine Artikel angezeigt und WordPress findet auch keine. Na danke. Die Datenbank auf dem Server meldet einen Tabellenfehler und schweigt sich abgesehen von für Laien kryptisch anmutenden Fehlermeldungen aus.

„Und wenn einen mal die Panik packt“

wie Jo eine Viertelstunde später am Telefon bemerkt…

Dann übersieht man auch mal einfachste Repair-Funktionen bei phpMyAdmin 🙁

Ich bin inzwischen sicher kein kleiner dummer User mehr, der bei jeder gelöschten Zeile um seine Existenz im digitalen All fürchtet, aber da die Daten auf einem Server irgendwie etwas aus der Reichweite kleiner Kostenlos-Tools sind, lässt sich nicht verleugnen, dass bei einem komplett ausgefallenen Blog ein Wort ganz oben auf der Tagesordnung steht:

PANIK!!!

Nun gut, aber jetzt ist wieder alles da, es scheint problemlos zu laufen. Der Dank gilt Jo fürs schnelle Eingreifen und Überblickbehalten!

Schön, wieder hier zu sein! 🙂

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