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Freitag = Polizeitag (11)

„Ach, mit den Haaren hat das eigentlich nix zu tun…“

Eigentlich.

Besser spät als nie ein freitäglicher Cop-Eintrag!

Ich konnte es mir nicht verkneifen, den in meinem Auto umherkrabbelnden Endfünfziger davon in Kenntnis zu setzen, dass ich polizeiliche Maßnahmen durchaus kenne, weil ich meine Haare früher lang getragen habe. Dieses Mal wurde mir das Auto durchsucht, weil ich „nahe der tschechischen Grenze“ „mit Berliner Kennzeichen“ unterwegs war. Da kann man sagen was man will: Das ist stichhaltig! Gesucht haben sie „nach allem, was gefährlich oder verboten“ ist. Ohne was gegen die Beschäftigungstherapie von Rentenanwärtern in rot-weiss-gestreiften Hemden zu haben, so finde ich dann doch irgendwie, dass man statt „Schleierfahndung“ auch einfach Willkür sagen sollte.

Letztlich war das eine Aktion von 10 Minuten, und wenn man so will, ist mir ja nix schlimmes passiert, weil ich nix gemacht habe. Und es hätte auch sicher länger gedauert, wenn ich meine Rechte ein wenig enger gesehen hätte. War es letztlich eine (in dem Rahmen nicht erlaubte) Durchsuchung, dass er in meinem Auto herumgekrochen ist und die oberflächlich sinnigsten Verstecke von Drogen inspiziert hat?

Oder war es damit nur eine (erlaubte) Sichtkontrolle? Weil sie die Unterwäsche in der Tasche gelassen haben? Wie sieht das dann mit dem Öffnen von Taschen aus? Wahrscheinlich ähnlich schwierig, wie jemanden dabei zu fotografieren und es zu veröffentlichen. Dann würde ich sagen, es steht 1:1…

 

Durchsuchung, Quelle: Sash

Durchsuchung, Quelle: Sash

Und was lernen wir daraus?

Ozie hatte absolut Recht damit, ihren Personalausweis extra mitzunehmen, weil wir nach Süddeutschland fahren…

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Kein Wetter!

Recht so! Quelle: Sash

Recht so! Quelle: Sash

Unbekannte Sprayer haben meine Meinung zum Wetter auf den Punkt gebracht. Sashi zerfließt ein wenig…

Ach ja, ansonsten bin ich heute Abend natürlich für Uruguay!

 

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Kleiner Nachschlag zum Prozess

So, nun bin ich wieder in Berlin, brotfertig zwar, aber immerhin.

Zu der Gerichtsgeschichte wird es ab jetzt wohl nur noch unspannende Kleinigkeiten zum Kostenfestsetzungsverfahren oder so geben, da ist die Spannung natürlich raus. Tut mir leid für euch Leser, aber mich entlastet es doch ein wenig, wenngleich sich die Tatsache, dass wir wirklich endgültig gewonnen haben, noch nicht bis ins Gehirn schleichen konnte. Aber nach den nun vergangenen 45 Stunden, seit die Geschichte gelaufen ist, kann ich tatsächlich noch mit einem netten Leckerli aufwarten, das zwingend verbloggt werden muss.

Dass René wahrheitsgemäß ausgesagt hat und damit für seine Eltern nicht nur keine Hilfe, sondern der Tropfen war, der das Schiff zum Kentern brachte, habe ich gestern bereits ausführlich beschrieben. Ozie hingegen hatte ein paar Minuten Gespräch mit René, und was dabei herauskam toppt so ziemlich alles, was ich bisher erwartet habe.

Das Hauptproblem unserer Ex-Vermieter war ja stets (in Bezug auf Wohnung, Mietvertrag, Protokoll, Kaution etc.), dass sie einfach nichts gemacht haben. Der ganze Prozess fußte ja auf der Tatsache, dass die beiden nie irgendwas gemacht haben. Jetzt aber die Neuerung: Genau so haben sie ihn auch verloren!

Es ist ja sehr löblich, dass sie nicht – wie wir ja durchaus befürchtet haben – versucht haben, auf Renés Aussage einzuwirken. Dass sie aber mit ihm offenbar nicht einmal darüber gesprochen haben, was er weiss, das ist echt zu viel des Guten. Laut René himself hat er von seiner Ladung durch – nun ja! – die gerichtliche Ladung erfahren. Was seine Eltern damit bezwecken, war ihm sichtlich fremd.

Ich meine: Die wohnen direkt nebenan und haben es nicht fertig gebracht, ihm zu kommunizieren, dass und warum sie ihn als Zeugen laden! Ich meine, wie soll ich es bitte ernst nehmen, dass sie sich beschweren, dass sie verloren haben?

Wie zur Hölle kann man sich in einem Gerichtsverfahren von der Aussage seines Sohnes überraschen lassen? Es ist doch nicht verboten, sich über das Thema auszutauschen. So lange er dennoch wahrheitsgemäß aussagt…

Ich meine, die haben ihn vor einem Jahr quasi auf die Zeugenliste gesetzt. Dann haben sie alle außer ihm wieder runtergenommen. Sie haben den Beschluss bekommen, dass René als einziger Zeuge den offenbar einzigen Beweis antreten soll, dass sie im Recht sind. Und dann reden die nicht mal miteinander? Ich meine, ich steig doch beim Taxifahren auch nicht hinten ein und warte mal, ob das Auto mich und den Kunden irgendwohin fährt, oder?

So langsam glaube ich, die wollten mir diesen zweiten Kurzurlaub in Stuttgart einfach gerne bezahlen.  Das können sie haben, aber ehrlich gesagt, hätte es da eine einfache Überweisung getan. Deswegen muss man doch nicht vor Gericht gehen…

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Ähnliche Erfahrung machen…

Gerichtsverfahren sind eine komische Geschichte. Seit etlichen Einträgen hangele ich mich durch ein mir noch vor einem Jahr unbekannt gewesenes Thema und gebe Prognosen ab, wie es enden könnte, kotze Gift und Galle in Form scheinbar liebenswürdiger Anekdoten gegen Richter, Anwälte und mindestens das Justizsystem im Allgemeinen.

Und irgendwie kommt doch immer alles anders. Naja, fast.

Beim heutigen Termin, der Zeugenvernehmung, waren die Möglichkeiten eines Ausganges der Geschichte bereits von Anfang an eingegrenzt. René, seines Zeichens Sohn der beiden Beklagten, sollte mit seiner Aussage beweisen, dass zu meinem Einzug die Schäden, die mir zur Last gelegt werden, noch nicht existierten.

So gab es nur ent oder weder. Gelingt es, ist mit einer nächsten Runde in alle Bereiche zu rechnen, dem Auseinanderpflücken der Schadenshöhe z.B.. Im anderen Falle könnte es sogar das sofortige Ende sein.

Aber im Endeffekt wussten wir nicht einmal, ob René kommen würde, und wenn, ob er aussagt, und wenn, wie. Denn soweit wir wussten, wohnt er noch bei den Beklagten, ist mit ihnen verwandt, von ihnen wirtschaftlich abhängig… das macht vielleicht nicht so schnell glaubwürdig, birgt aber natürlich gewisse Risiken für die Wahrheit.

Vorbereitet waren wir für die Verhältnisse gut. Wir haben uns Erkundigungen von unseren Zeugen eingeholt, woran sie sich erinnern konnten, und haben eine kleine Auswahl fieser Fang- und offensichtlicher Lull-und-Lall-Fragen vorbereitet, um jede Lüge in bester Staranwalt-Manier in ein enger werdendes Netz purer Ausweglosigkeit zu lotsen.

Erschreckend war es für einen Moment, als ich beim Betreten des Gerichtsgebäudes ausgerechnet René und Petra sah, denn das Worst-Case-Szenario bestand aus der Kombination von einer Anwesenheit Renés und Beeinflussung seitens seiner Mutter.

Aber auch Dieter und der Anwalt ließen nicht ewig auf sich warten. Unsere beiden Zeugen waren auch da, sodass eine gewisse Ausgeglichenheit durch die Anzahl wenigstens gegeben war.

Direkt meinen Ex-Vermietern gegenüberzustehen hat mich zwar einmal mehr nervös gemacht, aber schon die Tatsache, dass der Anwalt vom umnachteten Moment, in dem er mir die Tür vor der Nase zumachte, abgesehen, wenig kampfeslustig gab, lies mich aufatmen.

Im winzigen Saal wunderte ich mich nur, dass eine mir unbekannte Frau das Geschehen verfolgte, aber so ist das bei öffentlichen Verhandlungen. Man kann sich dennoch mal ziemlich alleine fühlen. Am Kopf des Raumes die Richterin, mir gegenüber Dieter und sein Anwalt. Petra nahm wie die Unbekannte im Zuschauerraum Platz.
Meine Zeugen mussten den Raum zunächst verlassen, und Ozie sowieso, weil der gegnerische Anwalt sie ja bereits letztes Mal als „potenzielle“ Zeugin aus dem Raum entfernen lies.

Man fühlt sich so ein bisschen umzingelt.

Um mich selbst zu beruhigen, habe ich mir die vorbereiteten Fragen auf den Tisch gelegt und nach einem Blick zum gegnerischen Anwalt ebenso wie dieser meinen Unterlagenordner aufgeschlagen. Dazu gab es keinen ersichtlichen Grund, aber ich hatte nicht vor, dieses Mal in Punkto stoischer Gelassenheit oder professioneller Arroganz den Kürzeren zu ziehen.

Binnen drei Minuten lag ich in Führung.

Ich habe mir mein süffisantes Lächeln nicht permanent verkneifen können, als mir klar wurde, dass René wahrheitsgemäß aussagt. Nach wenigen Sätzen seinerseits war klar, dass er zum fraglichen Zeitpunkt nie in der Wohnung war und lediglich bezeugen kann, dass die Schäden nach meinem Auszug existierten. Bei meinen Fragen musste ich plötzlich erfinderisch sein, denn ich hatte eigentlich keine passenden. Er sagte ohnehin nichts gegen uns aus, und so habe ich die Zeit genutzt, um ihn den Umfang der Schäden schildern zu lassen, was ggf. bei weiteren Beweisaufnahmen oder einer zweiten Instanz von Belang sein könnte. Selbst das nicht ohne Erfolg.

Der dritte Schaden (die Duschtür, bei der ein unbeteiligter Freund gestern beim gemütlichen Beisammensein spontan rief „Die war doch ewig schon kaputt!“) wurde nur noch oberflächlich angegangen, da René bereits gesagt hatte, er war zur fraglichen Zeit nie im Bad, aber ich muss es eben erwähnen, weil Renés O-Ton zum Zustand beim Auszug

„Komplett deformiert“

schlicht in diesen Eintrag gehört.

Die Richterin deutete ihre Enttäuschung bezüglich der Beweiskraft an, und so tat der Anwalt, was er tun musste: Kurze Unterbrechung.

Ich war eigentlich gelassen genug, um diese zum Pinkeln zu nutzen, aber um der Gegenseite nicht den Eindruck zu vermitteln, sie seien der einzige gackernde Haufen im Gericht, bin ich festen Schrittes raus, hab Ozie, die sich den Tisch im Flur inzwischen mit den drei Zeugen beider Parteien in trauter Eintracht teilte, mit einer hoffentlich professionell anmutenden Geste zu mir gewunken.

Auf dem Weg ins Abseits vernahm ich die Stimme des gegnerischen Anwaltes:

„Also, jetzt bleibt nur noch eine Möglichkeit…“

Ich lauschte, immer noch festen Schrittes durchs Haus marschierend, angestrengt.

„Anerkenntnis…“

Yes!

Etwa 5 Minuten später war bereits zu Protokoll gegeben, dass die Beklagten die Klage anerkennen. Die volle Kaution, die Zinsen, die Gerichtskosten… all das geht zu Lasten Dieters! So wie ich es immer gesagt habe.

Wir haben gewonnen!

Ein paar halblebige Jammereien hatte ich noch anzuhören, wie sehr sie belogen wurden und dass ihre Lehre daraus sei, keine WG’s und „Studenten“ (ca. 3 Leute von 13 in der gesamten WG-Zeit) mehr aufzunehmen.

Als ich nach einem unspektakulären Ende ohne große Emotionen oder Worte den Saal mit professionell anmutender Nüchternheit verlassen habe, fauchte mir Petra noch zu:

„Dir wünsch ich nur, dass du mal ähnliche Erfahrungen mch’sch, weil des jetzt…“

Ohne mich umzudrehen, erwiderte ich ein dahingehauchtes

„Hach…!“

Von René habe ich mich mit einem Handschlag verabschiedet und mich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt, was er mit einem Lächeln entgegennahm. Mit Ozie und meinen beiden Zeugen habe ich mich dann davongemacht, um mir das Elend nicht länger anzusehen.

Die haben nicht im Geringsten verstanden, warum sie den Prozess verloren haben, mal abgesehen davon, dass eine ganze Menge themenbezogener Ignoranz nötig ist, um sich von einem wahrheitsgemäßen Geständnis des eigenen Sohnes überaschen zu lassen. Wir sind die bösen und das Recht ist eben mal wieder ungerecht. Wahrscheinlich glaubt das selbst die Richterin noch, was ich schade finde. Aber ich hab ja jetzt, was ich will.

😀

So, es gibt noch mehr zur Fahrt, ich könnte stundenlang schreiben. Aber ich hab in den letzten 60 Stunden nur 2 x 4 davon geschlafen und mein Körper braucht noch Kraft für die zweistellige Anzahl an großen Bier, die heute Abend vernichtet werden will.

Ich melde mich aus Berlin live wieder und beantworte auch die Kommentare erst wieder zu Hause. Morgen kommt nur ein kurzer Taxitext, aber glaubt mir: Der Alltag kommt schnell genug wieder…

Und jetzt wird gefeiert!!!

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Daumen drücken!

Wenn ihr das hier lesen könnt, habt ihr euch entweder in meinen Account gehackt oder es ist tatsächlich bereits soweit:

Die Zeugenvernehmung hat begonnen oder ist bereits vorbei. Solltet ihr das vor 10 Uhr morgens lesen, könnt ihr mir ja die Daumen drücken, dass ein gewisser Ex-Vermieter-Sohn von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht oder sich die Aktion sonstwie vorschnell erledigt.

Was mich angeht: Auch wenn ich diese Zeilen nicht live blogge, sondern noch in Berlin geschrieben habe, bin ich sicher, dass ich gerade aufgeregt, adrenalingedopt, dennoch aber mit überheblicher Gelassenheit zumindest nach außen hin gesegnet, und aller Wahrscheinlichkeit nach von irgendwas mächtig verwundert bin.

Und danke fürs Daumendrücken!

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Abwesenheitsnotiz

Abwesenheitsnotizen sind langweilig!

Aber nein, irgendwie müssen sie ja sein. Warum nicht auch mal langweilig? Ursprünglich wollte ich erst morgen sowas raushauen, aber ich war irgendwie mit dem Text nicht zufrieden, und wann, wenn nicht nach rund 24 Stunden Wachsein sollte man so etwas schreiben, wenn es mal was anderes werden soll?

Ich und Ozie treffen hier sowas ähnliches wie letzte Startvorbereitungen für den dreitägigen Ausflug nach Stuttgart. Pünktlich am heutigen Morgen, also rund 24 Stunden vor Fahrtantritt haben wir mal sowas ähnliches wie eine Verbindlichkeit bei einer Autovermietung zustandegebracht.

Autos mieten ist ja so eine Sache: Im Prinzip sehr einfach und unproblematisch, aber bei uns stimmt immer irgendwas nicht. Die einzige Kreditkarte im Haus hat nicht genügend Verfügungsrahmen um die Kaution noch mit zu begleichen, die Karte für das bestgefüllte Konto läuft nicht auf den Namen des einzigen, der das Auto mieten darf und überhaupt ist eher zu viel Bargeld und zu wenig electronic cash in der Reisekasse. Wahrscheinlich eine Berufskrankheit meinerseits. Dann hat unser Autodealer ums Eck keine Kisten mehr da und wieder andere erlauben ec-Kartenzahlung nur bis 200 € zwischen 12 und 16 Uhr, wenn der Mond voll und die Karte nicht grün ist.

Wir probieren mal wieder eine andere Vermietung aus, und der Kontakt am Telefon war schon mal erste Sahne, der Preis ist völlig ok und wir sind irgendwie schon ein wenig hibbelig. Die letzten Klamotten rödeln im Trockner eine Extrarunde, während wir dem Wetter und dem Klamottenpacken wegen größtenteils textilfrei aufs Schlafen warten. Dank einer Coffee hab ich dann binnen einem Tag meinen Rhytmus umgestellt, und das ist schon die halbe Miete.

A prospos Miete: Weswegen Stuttgart? Soll ja anderswo auch ganz nett sein…

Der Termin ist quasi Pflicht. Im Rechtsstreit mit meinem Vermieter steht eine extrem wichtige und gleichermaßen unterhaltsame Zeugenvernehmung an. Wie schon so vieles könnte auch das prozessentscheidend sein, und auch wenn ich als Kläger keine Anwesenheitspflicht habe, wäre ich blöd, wenn ich mir die Gelegenheit entgehen lassen würde, mir das Spektakel reinzuziehen. Oder vielleicht sogar mal ein paar fiese Fragen einzureichen. Fieserweise findet es diesmal kurz vor dem Aufstehen statt.

Naja, darüber hinaus frohlocket mein Herz tatsächlich gar sehr, dass es mich mal wieder in heimatliche Gefilde trägt. Wenngleich der Termin familiär betrachtet schlecht liegt, so hoffe ich doch wenigstens mit dem Wiedersehen einiger weniger Leute, und stellvertretend für die blutsverwandte Baggage wird der Schwob mit mir am Mittwochabend Dartpfeile und Bierkrüge ein ums andere Mal stemmen.

Erfahrungsgemäß endet das damit, dass wir keine Brüder mehr sind, aber warten wir es ab 😀

Ja, das Auto wird in den frühen Morgenstunden, so gegen 8 Uhr abgeholt. Wenn mir jemand also binnen der nächsten 4 Tage noch schnell ein paar Beschimpfungen zukommen lassen will, die ich erwidern soll, dann wären die nächsten 12 Stunden der sinnigste Zeitpunkt. Danach ist es wahrscheinlich erstmal ein bisschen ruhig, wenngleich ich die Hoffnung habe, dass ich wenigstens im Falle eines gewonnenen Verfahrens die Zeit finde, ein paar Spottverse zu Ungunsten des gegnerischen Anwaltes zu dichten und zu bloggen.

Ich wünsche jedenfalls allen da draussen eine ähnlich unterhaltsame Woche wie mir und viel Spaß!

Wir lesen voneinander. Bald.

🙂

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Todesstreifen?

Die Polizei Berlin hat heute faszinierendes zu berichten:

„Straße mit Farbe beschmiert“

Was schon in der Überschrift wie pure Science Fiction klingt, wird im Detail noch unheimlicher:

„Unbekannte beschmierten in der vergangenen Nacht die Fahrbahn der Liebigstraße in Friedrichshain. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens entdeckte gegen 0 Uhr 30 die weißen Streifen, die über die gesamte Fahrbahnbreite aufgetragen waren.“

Weiße Streifen über die gesamte Fahrbahn? Hey, ich höre euch lachen! Das ist todernst hier. Die Beamten aber verkannten den Ernst der Lage nicht:

„Da eine politische Motivation bei der Tatbegehung nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Polizeiliche Staatschutz des Landeskriminalamtes die weiteren Ermittlungen übernommen.“

Und in der Tat tauchen weiße Streifen auf Straßen immer häufiger auf. Als Unbedarfter könnte man dahinter natürlich belanglose Malereien vermuten, aber die Wahrheit ist viel gefährlicher. Es waren natürlich politische Taten! Linksextremisten! Völlig logisch.

Ich selbst habe leider keine Insider-Infos. Es ist davon auszugehen, dass es sich um gemeine Kommando-Unternehmen handelt. Fakt ist jedoch, dass diese weißen Streifen überraschenderweise oftmals im Zusammenhang mit linken Demonstrationen auftauchen. Zum Beweis ein Bild aus Stuttgart im Jahre 2007, aufgenommen anlässlich einer sogenannten „1.-Mai-Demonstration“:

Im Vordergrund erkennt man gut weiße Streifen über die Fahrbahn, Quelle: Sash

Lange Zeit arbeitete man sich wahrscheinlich an Theorien ab, ob die Markierungen zur Spurfindung bei Demonstranten dienen, spezielle Anschlagsorte markieren oder einfach Graffiti mit einem verschlüsselten Inhalt darstellen.

Jedenfalls ist die einzige Möglichkeit natürlich, beim Auftauchen solcher Signale mit dem Schlimmsten zu rechnen. Ebenfalls schon 2007 wurden erstmals die Möglichkeiten genutzt: Nach dem Auftauchen einer merkwürdigen Straßenbemalung wurde im Juni in Rostock einer der größten Polizeieinsätze Deutschlands ausgelöst:

Polizisten umzingeln das fragliche Objekt (rechts im Bild), Quelle: Sash
Polizisten umzingeln das fragliche Objekt (rechts im Bild), Quelle: Sash

Und wie allgemein bekannt sein sollte, entwickelte sich danach trotz des Aufstellen eines blauen Warnschildes völlig überraschend ein enormer linker Aufruhr rund um die Hansestadt. Man darf gespannt sein auf die nächsten Tage in Berlin…

😀

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