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Fertig und wow!

Also für meine bescheidenen Umtriebe im Netz jenseits von Lesen und schreiben war die Flattr-Geschichte ja fast schon ein Kraftakt. Ich hatte schon eine Weile lang hin und her überlegt, mitzumachen. Aber es hat dann noch gedauert, bis ich überhaupt dazu gekommen bin, mir ein paypal-Konto zuzulegen. Davon, dass das selbst ja auch noch dauert inklusive aller Bestätigungen und so, mal ganz abgesehen…

Die Flattr-Einladung kam dann tatsächlich schon binnen 24 Stunden oder so. Und dann dachte ich:

„Nun mal schnell das Worpress-Plugin installieren und dann is‘ schnuffich!“

Denkste. Das Plugin war nicht nur „nicht getestet“ mit meiner Worpress-Version, sondern gar „inkompatibel“. Klasse! Also kurz mal WordPress updaten…

Denkste wieder nur! Die mySQL-Version meines Servers war zu niedrig. Also hab ich mich bei meinem Hoster als Support-eMail-Noob angewanzt, um in Erfahrung zu bringen, was nun zu tun wäre. Glücklicherweise war ich da auch nur hinterher, sodass ich die Option hatte, mit einem kurzen Identitäts-Check (bei dem ich auch noch versehentlich die falschen Angaben gemacht habe) kostenlos auf einen anderen Server zu wechseln, der den Anforderungen genügt.

Im Übrigen sei dem Support von allinkl.com gedankt. Die haben mir nun seit 6 Jahren noch keinen Grund gegeben, woandershin zu wechseln.

Ja, und nachdem das dann zu nächtlichen Stunden passiert war, hab ich die anderen Schritte reibungslos (!) einfach mal nacheinander runtergerockt. Wäre Flattr selbst nicht heute Nachmittag down gewesen, dann müsste ich verwundert feststellen, dass ich das wohl erste Mal so eine umfangreiche Aktion ohne Probleme hinbekommen habe.

Naja, und jetzt bin ich nach den ersten paar Stunden gleich 12 mal geflattrt worden, was meine Erwartungen für die erste Woche, eigentlich sogar für den ersten Monat, übertroffen hat.

Wow! Und vor allem: Danke! 🙂

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Suchbegriffe der Woche (15)

Holla die Waldfee! Hier mal wieder ein paar Begriffe auf der Suche:

darf ein taxifahrer sich überall hinstellen
Ja, solange die Hausordnung keine Probleme macht. Zoos verbieten beispielsweise gerne das Hinstellen im Alligatorgehege. Und was das Auto angeht: Da wird es dann wirklich kompliziert…

was bedeutet anpacken*
Hmm*

gebrochenes Wadenbein in kniehöhe
Wirst du merken! Versprochen!

im gebüsch kacken
Ich will ja nicht alt klingen, aber früher hat man sowas einfach gemacht, ohne vorher danach zu googlen…

war zu besoffen für die arbeit welche ausrede?
Kommt wohl drauf an, ob du es versucht hast oder gleich zu Hause geblieben bist.

 

*Solch schwierige Themen wollte ich hier eigentlich nicht anpacken!

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Kommerz, Kommerz?

Kommt ’ne Idee angeflattrt, setzt sich nieder in Sashs Blog…

Lassen wir das besser.

Flattr ist gerade in aller Munde, etliche Blogger schwärmen, schwadronieren und schwindeln sicher auch über die neue Möglichkeit, Geld für Inhalte im Netz zu erlösen. Ich bin grundsätzlich immer erst einmal skeptisch, wenn es darum geht. Ich bin ein großer Freund freier Informationen und als solcher auch überzeugt davon, dass Informationen nur dann wirklich frei sind, wenn sie möglichst wenig und am besten gar nichts kosten.

Das Schöne am Internet ist doch eben, dass es viele Akteure gibt, die im Grunde genau wie ich einfach um des Spaßes Willen lesens- oder sonstwie konsumierenswerten Content erstellen. Ich treibe mich im Netz fast ausschließlich in Blogs herum. Klar, bei besonderen Ereignissen auch mal auf einer Nachrichtenseite. Aber wenn ich ehrlich bin: Selbst dann schaue ich zuerst zumindest bei wikipedia nach, ob die schon was darüber haben.

Ich denke, vielen Publikationen im Netz tut nichts so gut wie die Tatsache, dass sie unentgeltlich gemacht werden. Das macht sie manches Mal unabhängiger als Berufsjournalisten, im Gegenzug aber natürlich auch subjektiver, keine Frage. Ich hab noch keine einseitige Medaille da draussen gefunden…

Aber gerade als Mensch, der selbst einen (wenn auch nur bedingt informativen, eher unterhaltsamen) Blog betreibt, weiss ich eben auch, wie viel Arbeit das ist. Die mache ich nach wie vor gerne ohne Bezahlung, anders würde das Konzept auch nicht aufgehen. Ich kann nur halbwegs gut schreiben, wenn meine Mietzahlung nicht davon abhängt, und ich niemandem Rechenschaft schuldig bin, der mir gegenüber was zu sagen hat. Die Kosten sind in meinem Fall auch minimal, die exakt 5,08 € für den Webspace pro Monat kommen selbst in meinem mitunter knappen Budget unter ferner liefen.

Mein Geld verdiene ich mit Taxifahren und noch dazu erwirtschafte ich dort auch mein sonstiges „Kapital“, meine Ideen für Blog, Buch, und bisweilen sogar Lebenserinnerungen. Dabei soll es auch bleiben, denn ich hatte lange Zeit überlegt, ob sich meine Ausbildung nicht in den journalistischen Bereich bewegen sollte. Dass ich hin und wieder ein paar nette Zeilen zu Papier bringen kann, weiss ich seit meinen ersten Schulaufsätzen. Der Gedanke an räumliche und inhaltliche Begrenzungen für meine Texte hat letztlich zum Nein diesbezüglich geführt, und wahrscheinlich war das auch besser so. Ich bin sowas wie das fleischgewordene Gegenteil des Wortes „Ehrgeiz“ und hätte mein Leben sicher bis zur Rente in einer Lokalredaktion verbracht, wo ich dann regelmäßig über Schützenvereinsfeste und Landwirtschaftsauszeichnungen geschrieben hätte. Und das Schreiben zu hassen gelernt hätte. Da bin ich ziemlich sicher.

Aber auch wenn ich das Schreiben nicht als finanzielles Standbein nutze, so hab ich natürlich grundsätzlich nichts dagegen, wenn mir Anerkennung auch in monetärer Form zugeht. Wieso auch? Ich stecke eine Menge Zeit hinein und bin chronisch knapp bei Kasse 🙂

Das Hauptkriterium für Flattr ist aber der Ansatz der Freiwilligkeit. Es besteht die Option, dass mir Leute ein 5 Cent schweres Schulterklopfen schenken, ohne dass sie es müssen, es zu kompliziert wäre und ohne die Gefahr, dass sie sich damit übernehmen. Und auch wenn ich natürlich hoffe, längerfristig eher Gewinn damit zu machen, erfreut mich auch die Tatsache, dass ich nun als fauler Mensch ebenso die Möglichkeit habe, liebenswerte Projekte ganz gezielt zu unterstützen. Es ist schlicht genial, dass man einzelne Beiträge flattrn kann und nicht nur gleich ganze Zeitungen, Redaktionen oder Blogs. Das ist für Nutzer wie auch Autoren eine gefallene Schranke.

Ja, und deswegen gibt es jetzt Flattr-Buttons hier im Blog, und auch ausschließlich deshalb ist vor Tagen schon die „Bettellampe“ mit dem paypal-Link hier in der Seitennavi gelandet – weil ich mir eigens zu diesem Zweck einen paypal-Account zugelegt habe. Ich finde die Idee super, und wenn ich am Ende auch noch die blöden, ehemals der Mehrwertsteuererhöhung geschuldeten 8 Cent hinter dem Komma bei meinen Webspace-Kosten wegbekommen sollte, dann wäre das ein Grund für ein Lächeln im Gesicht meinerselbst.

Ich hoffe, ich hab klar genug ausgedrückt, dass ich gar nicht erwarte, dass mein Blog sich jetzt in eine Gelddruck-Maschine verwandelt. Und dass ich auch nicht erwarte, dass jeder oder jeder regelmäßige User mich jetzt mit Geldgeschenken eindecken soll. Es ist eine Möglichkeit, mehr nicht. Und die Möglichkeiten, die Flattr bietet, sind sicher nicht nur das finanzstarke Gruscheln von Blogs, die die eigene Meinung vertreten, sondern eventuell sogar ein Konzept für eine (Teil-)Finanzierung des künftigen Online-Journalismus.

Beenden möchte ich diese teilweise schamlose Selbstbeweihräucherung allerdings mit einem Zitat. Keinem historischen, sondern einem Zitat aus der Gegenwart zu eben genau diesem Thema. Die letzten Sätze, die der gleichermaßen im Internet bekannte, wie auch von mir geschätzte Medienjournalist Stefan Niggemeier in seinem Blog verwendet hat, um seinen Einstieg bei Flattr kundzutun. Es ist immer gut, mit einem Zitat zu enden, wenn jemand anders schon die passenden Worte gefunden hat, und man es selbst nicht besser ausdrücken könnte.

Im Übrigen auch sehr frei zitiert.

Wer weiss, wo es herkommt, kriegt von mir einen geflattrt 😉

Und nun mit den Worten Stefan Niggemeiers:

Ich freue mich, wenn Sie sich bei Flattr anmelden und dann Beiträge, die es Ihnen Wert sind, unterstützen — hier und anderswo. Für eine vielfältige Online-Welt, die nicht hinter Bezahlschranken verschwinden muss, um Qualität zu finanzieren.

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mySQL und Probleme…

NOCH habe ich keine, NOCH ist alles in Ordnung…

In der nun folgenden Nacht (5. Juni auf 6. Juni, Samstag auf Sonntag) wird mein Blog einen innerbetrieblichen Serverwechsel mit mySQL-Upgrade vollziehen.

Soweit ich die FAQ meines Hosters gelesen habe, führt das zunächst zu einer bis zu vier Stunden andauernden Nicht-Erreichbarkeit meines Blogs heute Nacht. Also nicht wundern, wenn der Sash nicht da ist, das ist mehr oder minder geplant.

Anscheinend kann es bei einem Update von mySQL auch zu Problemen mit Sonderzeichen kommen. Ich bin derzeit einfach mal optimistisch und hoffe, dass alles einfach problemlos klappt. Aber falls es Probleme geben sollte, dann werde ich die wohl erst am Sonntag Abend angehen und ggf. beheben können. Wenn es nicht sogar länger dauert.

Aber das sind Worst-Case-Szenarien, und ich hoffe, dass alles problemlos vonstatten geht.

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Sex Sex Sex*

Es ist schon eine seltsame Geschichte, nachts relativ wahllos Leute durch die Gegend zu fahren.  Und auch wenn viele Kunden das ungern hören: Ich bin nunmal als Taxifahrer auch nur Mensch und ich mache mir Gedanken über sie und auch alles andere.

Neulich erst hatte ich mal wieder eine Prostituierte im Auto, gemeinsam mit dem Freier, ein netter Kerl mit deutlichen optischen Anleihen von Peter Zwegat. Ich fand es durchaus sehr interessant, mal mitzuerleben, wie eine Nutte (ich sehe das nicht als Schimpfwort, nur als angenehm kurzes Wort für den Berufsstand) mit ihrem Kunden umgeht, d.h. in dem Fall redet.

Als Nachtfahrer in einer Großstadt, noch dazu einer verhältnismäßig liberalen wie Berlin, wird man einfach immer wieder mit Sex konfrontiert. Und ja, ich muss gestehen, ich finde das einen interessanten Teil meines Jobs. Zum einen ist das Gewerbe rund um käuflichen Sex für mich als Dienstleister einfach eine faszinierende Branche, weil sich dort in meinem Wertesystem die Grenzen zwischen privatem und Arbeit vermischen und es mich einfach jenseits aller durchaus vorhandener voyeurhaften Neigungen beschäftigt, wie so ein Gewerbe funktioniert. Und obwohl es für mich jenseits meiner eigenen Vorstellungskraft liegt, eine solche Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder gar anzubieten, finde ich es als aufgeschlossener Mensch dennoch nicht per se abschreckend. Wie in so vielen Bereichen folge ich auch hier keiner political Correctness, und möchte hier auch gerne mal meine Bewunderung kundtun für die Schreiberinnen eines Artikels in der extrem linken Untergrundzeitschrift radikal, die es vor geschätzten 10 Jahren gewagt haben, Prostitution als normale Beschäftigung zu sehen.

Ich bin ja nun ein langweiliger monogamer Hetero, glücklich liiert und (soviel Freizügigkeit erlaube ich mir) ohne gesellschaftlich sonderlich inakzeptable Interessen im sexuellen Bereich. Noch dazu bin ich nicht nur tolerant, sondern auch hart im Nehmen, was entsprechende Avancen angeht. Von Homos wie Heteros schon angemacht habe ich mich in meinem Job nie unwohl gefühlt, natürlich auch wohlwissend, dass ich meist nur Durchgangsstation für liebestolle Abenteurer bin, und den meisten bewusst ist, dass sie erst am Zielort unserer Fahrt bekommen, was sie eigentlich gerade dazu anhält, in ein Taxi zu steigen.

Bisher sind meine geschäftlichen Erfahrungen auf dem Sektor gering. Anmachen beiderlei Geschlechts hatte ich schon, mit viel Fantasie kann man auch den einen Kuss dazu zählen, den ich einer Passantin zuliebe erwidert habe. Ich hatte Nutten, Freier, Stripclubbesucher und notgeile Jugendliche im Auto. Nicht zu vergessen wäre der Greis, den ich von einem Bordell zum nächsten gefahren habe, weil sie dort „auch Betten haben, wo man sich hinlegen kann“.

Und von den widerlichen Spontan-Ausfällen des uniformierten Teils der Gesellschaft, wenn wir den Straßenstrich passiert haben abgesehen, kann ich nicht behaupten, dass auch nur eine der Fahrten in irgendeiner Form negativ aufgefallen ist. Das mag an meinem Interesse, meinem dicken Fell oder auch meiner Nachsichtigkeit mit unzurechnungsfähigen Individuen liegen, aber egal was es davon ist: Es ändert ja nichts:

Würde mich ein Kunde je wie Torsten fragen: „Machst du auch sexuelle Fahrten?„,

dann würde ich in der Hoffnung, nicht gedanklich bereits einbezogen zu sein, stets ein „Ja klar, gerne doch!“ als Antwort parat haben. Überraschenderweise sind das nämlich meistens recht unanstrengende Kunden.

Zumal ja bisweilen auch noch hammermäßig Extra-Kohle von den „Clubs“ dabei rausspringt.

Ach ja, in diesem Zusammenhang verlinke ich auch gerne noch den streetgirl-Blog von Melanie, die eben jene Dienstleistungen anbietet und darüber schreibt. Und natürlich auch das, was Klaus kürzlich präsentiert hat: Der Taxifahrer, der „Uwe Wöllner“ gesteht: „Ich werd wie ’ne Nutte bezahlt„. Ist ja irgendwie schon wahr 🙂

Ich weiss, viele vermuten, dass das die eher negativen Seiten des Taxifahrens bei Nacht sind. Stimmt aber eher nicht. Zumindest bei mir bisher.

*macht sich als Überschrift sicher gut in Suchmaschinen und soll als kleine Hommage an J.B.O. gedacht sein, die ich trotz gelegentlichen Ablegens der Männern zutiefst eigenen pubertären Gedanken gerne mal höre…

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Was macht eigentlich…

das Gericht?

Ich hab lange nichts mehr über das Verfahren geschrieben, das ich gegen meinen Vermieter am Laufen habe. Nun, der einfachste und offensichtlichste Grund ist auch der richtige: Es gibt keine News.

Wir gehen mehr oder minder gemütlich dem Termin der Zeugenvernehmung entgegen und schmieden die ersten Reisepläne. Stand der Dinge ist der, dass (endlich!) mal Dieter in der Beweispflicht ist, dass diese Schäden vor meiner Übernahme der Wohnung nicht existiert haben. Dank seines gering ausfallenden Interesses an Papier gab es natürlich auch damals kein Übergabeprotokoll, und so soll dieser Sachverhalt jetzt mit der Vernehmung seines Sohnes geklärt werden.

Das ist nach wie vor eine witzige Geschichte, da sie sich hier ziemlich verrannt haben. Besagter Sohn war nämlich bei der entsprechenden Wohnungsübernahme gar nicht anwesend.

Eben habe ich mich mit einem Telefonanruf bei Gericht davon überzeugt, dass er tatsächlich geladen wurde, und so langsam bin ich echt beängstigt ob der Überlegung, dass René dort eine Falschaussage machen könnte. Allerdings weniger meinetwegen, sondern seinetwegen. Zu meiner Version der Geschichte sind immerhin auch zwei Zeugen geladen und ich glaube, dass eine Falschaussage unter diesen Umständen recht leicht zu entlarven sein wird.

Ich hoffe, dass er clever ist und von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht.

Was es für uns bedeuten würde, wenn es keinen erbrachten Beweis dafür gibt, dass wir Schäden verursacht haben, brauche ich sicher nicht näher erläutern. 😉

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Suchbegriffe der Woche (14)

Und hier wieder die Suchtöffel vom Dienst:

britzer tunnel blitzer 60 oder 80
Ich halte das Internet für eine gute Quelle für Informationen. Über die Geschwindigkeitsbegrenzungen an bestimmten Stellen informiert man sich aber vielleicht doch besser vor Ort anhand dieser lustigen Schilder.

Auspeitschen als Mutprobe
Herzlichen Glückwunsch zum Freundeskreis!

laminierte visitenkarten was ist das
Etwas, das du mit deiner Bildung nie brauchen wirst…

wie viel kostet es mit dem taxi nach fürstenwalde?
Etwas über 1000 €. Von Stuttgart aus.

haben tauben kopfschmerzen
Haben Tierärzte eigene Homepages?

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