9. September 2010 · 00:36
Ich bin ein fauler Sack. Die Lorbeeren ob des gewonnenen Gerichtsverfahrens gegen meinen Ex-Vermieter sind längst ihrer Vergänglichkeit anheim gefallen, und wir haben bisher immer noch keinen Antrag auf Kostenfestsetzung auf den Weg gebracht. Aber gut Ding will Weile haben…
Im Gegensatz zu heiteren Blogbeiträgen fließen mir gerichtstaugliche Schreiben nicht so locker aus den Fingern. Aber in den letzten paar Stunden haben Ozie und ich uns dann doch mal rangesetzt und geschaut, was von unseren Auslagen wir eigentlich geltend machen können. Dass dabei eine ordentliche Summe rauskommt, war im Prinzip klar. Das Verfahren fand in Stuttgart statt, insofern ist schon die Anfahrt jeweils teuer und zeitraubend gewesen, und in Kombination mit Tagegeld, Verdienstausfall und Übernachtungspauschalen könnte da am Ende eine wirklich knuffige Stange Geld bei herauskommen, über die sich unser werter Dieter sicher dreifach ärgern wird.
Mit allen Auslagen für Gericht und Zeugen kommen wir im Optimalfall auf einen Betrag von rund 1.500 €. Das sind 150% des Streitwertes 🙂
Das ist zweifelsohne völlig unverhältnismäßig. Aber wahr.
Es war ja nicht meine Idee, ein aussichtsloses Verfahren zu führen, bei dem die gegnerische Partei einen Anreiseweg von nahezu 700 km hat. Wie geil wäre die Auflistung erst, wenn wir auch noch einen Anwalt hätten?
Die Geschichte mag jetzt auch noch mit Widerspruch hier und Einwand da ein bisschen hin und her gehen. Das ist ok. Vielleicht fallen auch ein oder zwei Tage Verdienstausfall weg und der Betrag verringert sich etwas, mal sehen! Aber ich bereue es irgendwie schon wieder, die Gesichter unserer Lieblingsverschläfer in Stuttgart nicht zu sehen, wenn sie das entsprechende Schreiben aufmachen…
Ach ja, und bei aller Freude über den winkenden Reichtum: Das sind alles Kosten, die im letzten Jahr, oder Anfang des jetztigen aufgelaufen sind. Den Gegenwert in Form zweier Kurzurlaube haben wir auch schon genossen. Das ist nur ein klitzekleiner Bonus, ein Zuckerchen, ein gemeiner Seitenhieb, ein Schlag mitten in die Fresse. Kurz: Ein Riesenspaß! 😀