Fünf Jahre glücklich, drei Jahre Berlin.
Es gibt vieles,
was ich manchmal vermisse.
Vieles gibt es aber auch,
was ich heute nicht mehr missen möchte.
Mein rechtes Auge lacht das linke weinende aus.
Fünf Jahre glücklich, drei Jahre Berlin.
Es gibt vieles,
was ich manchmal vermisse.
Vieles gibt es aber auch,
was ich heute nicht mehr missen möchte.
Mein rechtes Auge lacht das linke weinende aus.
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OK, das nimmt hoffentlich niemand zu ernst 🙂
Ich lese gerade ganz gerne die neuesten Geschichten der Wohngemeinschaft of Death, einfach so. Es erinnert mich ein wenig an die gute alte Chaoze-WG. Dabei ist mir bei diesem Artikel zur Streicherei das Bild des Kühlschrankes aufgefallen. Solche Bilder gab es natürlich bei uns auch. Da hab ich mir gedacht: „Mensch, warum nicht ein Kühlschrank-Bilder-Battle?“
Jeder der will, kann das ja als Stöckchen verstehen und auch Kühlschrankbilder in seinem Blog posten 🙂
Bei mir ist es schon schwer geworden, eines auszusuchen. Hat einfach nicht geklappt. Deswegen gibt es hier eine Auswahl:
Bei der Einweihungsparty, als wir noch brav waren, sah eine Party-Vorbereitung etwa so aus:
Etwas später, 2005, haben wir dann auf unnötigen Schnickschnack verzichtet:
2007 war uns dann der Kühlschrank zu klein:
Und einfach weil es so toll aussieht, gibt es dieses Bild auch nochmal mit aktivierter Kühlung:
Hinweis: Ich hab das nicht alleine getrunken.
😀
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Manchmal hört man ja schon witzige Sachen im Radio. Irgendwann werde ich sicher mal einen Eintrag darüber erstellen, was alles auf deutschen Autobahnen herumliegt – aber noch habe ich nicht genug Material.
Neulich war aber wieder mal ein besonders niedlicher Fail zu hören. Im rbb-Inforadio werden ja ständig irgendwelche Interviews und Reportagen gesendet. Zusätzlich zu dem dichten Nachrichtenprogramm werden wie bei vielen Sendern dringende Verkehrsmeldungen einfach mitten rein gebracht. Das ist natürlich manchmal doof, weil man gelegentlich einen wichtigen Fetzen Information verpasst – aber manchmal ergibt sich auch ganz neuer Content. So ergab sich folgender (frei rezitierter) Text:
Verkehrssprecher: „…ich wiederhole: Ein Geisterfahrer auf der A111 in Richtung Hamburg!“
Anmoderation einer Reportage: „Unser Reporter ist mitgefahren…“
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Wahrscheinlich haben viele schon darauf gewartet, dass ich was zu den neuerlichen Vorfällen bei den Arbeiten rund um Stuttgart 21 schreibe. Max hat mich das sogar ganz konkret gefragt und gleichzeitig verkündet, dass er nach Stuttgart fahren werde. Dafür habe ich selbst gerade leider weder Geld noch Zeit. Wie gesagt: Leider.
Die Vorkommnisse im Schloßpark am Donnerstag Abend haben mich natürlich wie so viele andere auch wütend gemacht. Fassungslos weniger, aber wütend eben schon.
Die Diskussionen um die Einzelheiten sind mühsam, und sie werden auf zu vielen unterschiedlichen Ebenen geführt, als dass ein Konsens möglich sein könnte.
Die S21-Gegner sind sehr vielschichtig aufgestellt, und so reicht die Kritik von einzelnen Rechtsverstößen gegen vereinzelte Gesetze bis hin zur Absprechung der demokratischen Legitimation. Und manche prangern den Unsinn in seiner Komplettheit an und sehen keinen Grund, auf Kleinigkeiten wie erst noch anzupassende Gesetze Rücksicht zu nehmen. Letzteres klingt härter als es ist, schließlich wandelt sich das Recht stets erst nachdem es (meist aufgrund von Verstößen dagegen) in Frage gestellt wurde.
Die Befürworter verweisen auf eine weitgehend rechtlich unantastbare Situation, und rechtfertigen damit auch die Mittel, dies durchzusetzen.
Der Grund, weswegen das nicht zu einem Konsens führen kann, ist klar: Jemanden, der in Frage stellt, ob das Recht in dem Fall angemessen ist, kann man nicht auf das Gesetz verweisen, um ein für beide gültiges Argument zu etablieren.
Und nun ist die Polizei also gegen die Demonstration(en) mit Pfefferspray und Wasserwerfern vorgegangen. Hier kommen wir an die oben genannten Punkte:
Rechtlich ist das fast einwandfrei. Die Polizei hat das Recht zu Bauen durchsetzen müssen, und da die Leute sich geweigert haben, wurde geräumt.
Dass es dennoch falsch ist, begründet sich auf rechtlicher Ebene eher schwammig mit der Verhältnismäßigkeit. Ist ein Bauprojekt wirklich so wichtig, dass man dafür auch verletzte Kinder in Kauf nimmt? Und wenn ja: In welcher Größenordnung? Wie viele Kinder darf man verkloppen, um eine Million Euro Investitionsvolumen zu schützen? Die übersystemische Komponente ist dann die Frage danach, ob es nicht ungeachtet der Gesetze einfach scheiße ist, Menschen zu schlagen und andersweitig zu verletzen, nur um Zeit oder Platz für ein Projekt zu gewinnen, von dem zumindest direkt keine Menschenleben abhängen.
Und die Gesamtheit dieser Umstände macht es schwierig, eine allgemeingültige Einschätzung zu liefern für die Vorkommnisse. Es liegt in der Natur der Grundüberzeugungen, dass Herr Rech und Herr Mappus zu ganz anderen Ergebnissen kommen als die Mehrheit der Menschen.
Meine Gefühle beim Sehen der Bilder aus meiner alten Heimat waren durchaus ambivalent. Ich habe mit den Leuten gelitten, die von der Polizei mit Schlagstöcken und Wasserwerfern traktiert worden sind, habe mich aber insgeheim darüber gefreut, dass dies endlich mal an einer so offensichtlichen und nicht akzeptierten Stelle passiert.
Der ganze Scheiß ist nunmal nicht neu. Vielleicht stimmt es sogar, dass in Stuttgart seit Jahrzehnten keine Wasserwerfer eingesetzt worden sind. Aber es ist ja nun auch nicht so, dass die bundesweit knapp über hundert Wasserwerfer, die übrigens auch dreistellige Millionenkosten verursachen und verursacht haben, seit Anschaffung in der Garage stehen. Und die jetzt so schnell überbetonten Unterschiede zwischen „Berufsdemonstranten“ und „empörten Bürgern“ ist nicht weniger künstlich als so mancher Mehrwert, der dem Projekt S21 manchmal zugebilligt wird.
Polizeigewalt existiert in diesem Staat seit Ewigkeiten. Da brauche ich nicht wie eine Demonstrantin neulich im Interview Vergleiche mit dem Iran ziehen. Ich bin doch selbst als Demonstrant nie gewalttätig gewesen und wurde zu verschiedensten Anlässen geschlagen, getreten, vom Wasserwerfer getroffen, und mir wurden – um den Klischeeschwaben auch noch Futter zu geben – bei einer schlichten Durchsuchung an einem Auto 2000 € Schäden hinterlassen. Alles straf- und entschädigungsfrei, also alles offensichtlich legal in diesem Staat. Deswegen bin ich nicht fassungslos.
Aber natürlich ist es eine Frechheit, wenn im Nachhinein auch noch zynisch behauptet wird, die Polizei sei ja gar nicht „mit aller Härte“ vorgegangen, da der Einsatz sonst nicht mehrere Stunden gedauert hätte.
Es hat mich beeindruckt, das gestern in Stuttgart mit 50.000 bis 100.000 Menschen einmal mehr friedlich demonstriert worden ist. Es war der Sache dienlich und es ist schön, dass sich die Diskussionen jetzt weiterhin nicht übermäßig um „Steinewerfer“ und „Berufsdemonstranten“ dreht, sondern um das Fehlverhalten der Staatsorgane. Gleichwohl hätte ich es nachvollziehen können, wenn es zu Ausschreitungen gekommen wäre.
Auch wenn die Bauleiter und Initiatoren es nicht wahrhaben wollen: Die Mehrheit der Menschen ist gegen das Projekt. Und sie sind entschlossen, das zu verhindern. Ein nicht ergebnisoffenes Gespräch ist nunmal keine Lösung. Das Angebot, ohne Baustopp mal drüber zu reden hat irgendwie etwas von „ein bisschen schwanger sein“. Wo soll da der berühmte Kompromiss sein, der ja angeblich unsere demokratische Gesellschaft ausmachen soll?
Inzwischen ist offensichtlich, dass es nur noch darum geht, möglichst schnell Fakten zu schaffen, weil S21 nach der Wahl im März mit ziemlicher Sicherheit tot wäre. Dass die eilige nächtliche Abholzung der Bäume im Park vom Eisenbahnbundesamt nicht abgesegnet zu sein scheint, verstärkt dieses Bild ungemein und schafft genau das Bild von dummen und ignoranten Politikern, die zugunsten großer Konzerne regieren, und denen das Volk einfach nur im Weg ist. Im Übrigen eine Form der Kritik, die ich trotz revolutionärer Einstellung nicht mehr teile, seit ich volljährig bin.
Wenn die Herren Mappus, Rech, Grube und Stumpf (Respekt übrigens hier für Namen und Berufswahl!) und wie sie alle heißen, so weitermachen, dann wird das eine Krise, die nicht nur ländles-, sondern bundesweit für Aufruhr sorgen wird. Dass ich meine Heimat mal aus politischen Gründen vermissen könnte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Dass ich mal eine Mehrheitsmeinung vertreten könnte… man könnte lachen, wenn es nicht irgendwie traurig wäre.
Nachtrag, 3. Oktober 2010:
Ich entschuldige mich für einige offensichtliche Rechtschreibfehler im Text. Ich hab sie gerade korrigiert. Ich war eigentlich zu sehr in Eile gestern, wollte aber dennoch was dazu schreiben.
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Einer der regelmäßigsten Lichtblicke hier im Alltag ist der Alte.
Man findet mich und auch Ozie bisweilen nach dem Einkauf vor unserem Supermarkt stehend eine Zigarette rauchen. Nicht direkt vor der Tür, wo sich die betrunkenen Jugendlichen und die örtliche Proletenszene einfindet, sondern ein paar Meter abseits – aber noch in Sichtweite.
Nach wie vor leben wir in einer überwiegend anonymen Plattenbausiedlung, und der Supermarkt (und dreimal die Woche der Wochen(?)-Markt) davor sind natürlich Begegnungsstätten. „Mit den Einheimischen“ hätte ich fast geschrieben. 😉
Die meisten Menschen bei uns im Haus – in diesem Fall Hauseingang – kennen wir. Nicht wirklich, aber gelegentlich nimmt man mal ein Paket für Nachbarn an, trifft sich im Hausflur, grüßt sich, das Übliche. Nichts, was einen hinterm Ofen vorholt. Ein zwei Eingänge weiter sieht das anders aus. Man kennt noch einige vom sehen, allerdings ohne sie zuordnen zu können. Man weiss, man wohnt wohl in der Nähe. Punkt.
Das ist für mich eine große Umstellung gewesen. In Stuttgart hab ich in einem Stadtteil gewohnt, den ich und meine Eltern seit Ewigkeiten kannten. Das Stammpublikum zweier Kneipen kannte man mit Namen, und ansonsten sind einem sämtliche Einzelhändler und Passanten auf der Straße irgendwie bekannt vorgekommen. Vom türkischen Gemüsehändler, dessen Familie mit mir und meinem Bruder die Grundschulbank gedrückt hat bis zum über 60-jährigen Alki ums Eck, der schon meiner Mutter einige Bier zu viel ausgegeben hat, als sie schon längst nicht mehr hätte trinken sollen. Es war zwar eher ein Altherren-Kiez, aber von meiner Kindergärtnerin bis zu ehemaligen Kollegen meiner Mutter beim Stadtradio kannte ich gefühlt alle.
Hier in Marzahn fallen wir sicher heute noch manchmal wegen unserer Frisuren oder meiner Größe auf.
Im Supermarkt kennt man uns inzwischen und mein Döner-Dealer bietet mir auch mal Rabatt an oder preist mich als besten Kunden des Ladens (weil ich gerne Trinkgeld gebe und immer nett bin), ansonsten ist da nicht viel. Mir ist das gar nicht so unrecht, schließlich genieße ich tatsächlich die Ruhe und Anonymität. Ich kann Mittags gut schlafen hier und wenn jemand mal im Haus zu laut Musik hören sollte, dann klingelt die Polizei immerhin nicht hier und fragt nach mir persönlich. Die Grüße an dieser Stelle gehen an die inzwischen sicher arbeitslosen Uniformierten der Ostendwache in Stuttgart 🙂
Aber es gibt ja den Alten, der beide Welten irgendwie zu verbinden scheint.
Der Alte – ich kenne seinen Namen wirklich nicht – trifft uns zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten draußen auf dem Supermarkt-Parkplatz. Ob Mittags um 2 oder nachts um 3 Uhr. Stets führt er einen Hund mit sich und grüßt uns. Keine Ahnung, wann das angefangen hat.
Meist hält er kurz an, bietet seinem Hund an, an uns zu schnüffeln, erzählt ein bis fünf Minuten was über den Hund und geht dann wieder weiter, meistens heim. Solche kaum freiwilligen Gespräche können furchtbar enervierend sein. Im Falle des Alten haben wir uns inzwischen damit angefreundet. Mehr als 5 Minuten kostet es uns nie, und es ist offensichtlich, dass er niemanden hat, mit dem er sonst reden könnte. Inzwischen wissen wir, dass er seine Hunde stets in bereits fortgeschrittenem Alter aus dem Tierheim holt, um ihnen dann einen angenehmen Lebensabend gestalten zu können und um selbst etwas Gesellschaft zu haben.
Wahrscheinlich hat er neben den kurzen Gesprächen und dem Umsorgen seiner vierbeinigen Freunde kaum nennenswerte Sozialkontakte. Das ist natürlich schade, und uns die paar Minuten sicher wert. Immerhin scheint er aber damit nicht gänzlich unzufrieden zu sein. Der Enthusiasmus, mit dem er die Vorzüge seiner Hunde preist, ist trotz des Nuschelns seinerseits von einer herzlichen Ehrlichkeit geprägt. Dass er zudem auch nachts mit ihnen unterwegs ist, unterstreicht den Eindruck, dass er den Tieren wirklich sein Leben widmet. Und das finde ich bei aller Melancholie, die die Szenerie manchmal hat, irgendwie schön.
Ja, zugegeben: Es ist vielleicht nicht so, dass mir sein Gerede fehlen würde, wäre er nicht mehr da. Aber alleine der Hunde wegen würde ich ihn hier nicht mehr missen wollen.
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Ich stehe mit meinem Drucker grundsätzlich ein wenig auf Kriegsfuß. Er ist schon ein paar Jahre alt, aber er tut noch zu gut, um ihn wegzuschmeißen. Aber ich bin überzeugt davon, dass er gerade einen schiefen Ausdruck produziert, weil er das hier mitliest 😉
Die Druckqualität ist prinzipiell bei Texten noch heute ok, für Briefe an Gerichte und Vermieter reicht es allemal.Nur manchmal, also in 2 von 3 Fällen zieht er eben 2 bis 8 Blatt gleichzeitig ein – was ihn immerhin nicht am sauberen Ausdruck hindert…
Jetzt hab ich gerade beim Ausdruck eines Dokumentes festgestellt, dass noch ein alter Druckauftrag in der Schlange festhängt. Von vor zwei Wochen…
Naja, ich hab ihn flugs abgebrochen. Und brav und umweltfreundlich, wie mein kleiner DX3800 eben ist, hat er mal eben unterbrochen, und auf dem selben Blatt das neue Dokument weitergedruckt. Beachtlich – aber leider unnütz…
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„Aber ihre Mail ist ja auch erst gestern eingegangen.“
„Ich hab die Bestätigungsmail für den Eingang vor 7 Tagen erhalten… Ich hätte ja auch kaum geschrieben, dass sie mir bitte schnell antworten mögen, damit ich meine Kündigungsfrist noch einhalten kann, wenn dieser Termin schon aktuell gewesen wäre…“
OK, ein Jahr noch. Scheiß auf verbilligte Angebote und auf sonstigen Rotz. Das Kündigungsschreiben wird es in sich haben.
*grummel* 🙁
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