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Computer_0815/3

So oder so ähnlich entlarven sich in meinen Augen lieblose Menschen. Sie benennen ihren Rechner entweder gar nicht – oder aber (weil man ja einen blöden Namen fürs Netzwerk braucht) irgendwie in der o.g. Art und Weise. Auch sehr beliebt sind natürlich „Kathi’s PC“ oder „Olaf02“.

Es ist nur ein harmloses Detail in unser aller Zusammenleben, aber ich kann es nicht wirklich begreifen. In der heutigen Zeit hat so ziemlich jeder einen Rechner bei sich herumstehen, welcher meist von der Reisebuchung bis zum Tagebuch eine ganze Fülle von Aufgaben übernimmt. Es muss nicht unbedingt eine heiß geliebte Maschine sein – in der Tat befremdet mich manch erotisches Verhältnis zu Computern auch – aber selbst persönlichen Assistenten oder Mitarbeitern gönnt man inzwischen das Recht auf eigene Namen.

Ein Computer mag zwar kein Leben im biologischen Sinne beinhalten, aber wenigstens im Falle seines Versagens benötigt man doch wenigstens einen Namen, mit welchem man den untreuen Racker beschimpfen kann. Und fänden wir es nicht auch leicht abartig, auf die Frage nach dem Namen eines Haustieres die Antwort „Hund 1“ zu bekommen?

Ich finde es völlig normal, wenn Computer nach verstorbenen Angehörigen benannt werden, nach Tierarten, großen Diktatoren oder hawaiianischen Inseln. Ich hab kein Problem mit Anagrammen zu bekannten Filmcharakteren, Benennungen nach Lieblingsgerichten oder Jupitermonden. Jeder wie er will!

Was mich schockiert, ist die Gleichgültigkeit. Analog zu dieser Geschichte trifft das aber auch auf Menschen zu, die keine Lieblingsmusik oder keine politische Meinung haben. Mir persönlich ist das ziemlich unheimlich und löst eine tiefsitzende Angst aus, die Automatisierung der Welt ist bei manchen schon in den Köpfen angekommen.

Denn glaubt mir: Es macht einen Unterschied, ob ich diesen Text von meinem Seuchentigerchen aus schreibe, von Elli, Nikkei, Elton oder dem Riesenbaby!

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Wenn, dann richtig…

Aufzüge haben ein paar lustige Eigenschaften. Angefangen von der Personenzählweise der Sicherheitstäfelchen bis hin zu klemmenden Türen und der Anziehungskraft auf Kinderspucke. Das Modell bei uns im Haus ist überwiegend nett zu uns und wartet erstaunlich oft schon im Erdgeschoss auf uns. Jetzt aber mal nicht. Als Ozie und ich das Haus betraten, stand schon ein junger Mann vor dem Fahrstuhl und blickte uns verlegen an. Auch über 10 Jahre nach Mittermeiers Axiom vom Schweigen in Aufzügen hat es noch keiner widerlegt und so schwiegen wir unwillkürlich alle.

Plötzlich hörten wir im zweiten Stock die Türe, es würde also weitere nervige Sekunden kosten, die wir versuchen müssten, rumzubringen wie Sozialphobiker und Taubstumme in Personalunion. Ozie beschloss wortlos, die Treppe zu nehmen.

Natürlich kam die Kabine danach quasi umgehend. Der junge Mann drückte den Knopf für die dritte Etage, ich – leicht genervt davon, noch einen Zwischenstopp mit den schweren Einkaufstüten einlegen zu müssen – wählte die vierte.

Im dritten Stock öffnete sich die Tür und ich quetschte mich an die von oben erwähnter Kinderkotze beschmierte Scheibe und bedeutete dem Jüngling, auszusteigen. Und er so:

„Nee, ich muss auch in’n Vierten.“

Einmal mit Profis arbeiten, ehrlich!

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Karamell und CSS

„Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartnäckigkeit eine Tochter der Schwäche, nämlich – der Verstandesschwäche.“

Marie von Eber-Eschenbach, Aphorismen

Dieses mal kurz bei Wikiquote aufgestöberte Zitat beschreibt ganz gut, was ich den letzten zwei Wochen über Karamellsoße im Allgemeinen und Ozie im Speziellen gedacht habe. Kurz vor Weihnachten hat sich meine bessere Hälfte einer spontanen Eingebung nach daran gemacht, endlich mal selbst Karamellsoße herzustellen. Wäre das zeitnah gelungen, wäre es sicher kein Thema zum Bloggen. Letztendlich sollten es zwei ausgedehnte Abende werden, an denen etliche Kilo Zucker unter ständigem Rühren in den Ausguß gekippt wurden.

Während ich mich versucht habe, in treudoofer Toleranz zu üben, gelang es Ozie schlussendlich dann doch, eine leckere Soße zu fabrizieren. Neben der Soße blieben die Reste meiner Nerven und ein Raum, der mal wie unsere Küche aussah.

Ich selbst gehöre eher zu den Typen, die sich auch mal vorschnell eingestehen, dass sie etwas nicht können. Ich schaffe es sogar recht regelmäßig, mir einzureden, es nicht können zu müssen. Keine Ahnung, wie ich in der Küche über Spiegeleier hinausgekommen bin, wahrscheinlich ist mein Hunger irgendwann immer größer als alles andere gewesen 🙂

Aber es gibt Momente, wo ich Ozies Hartnäckigkeit dann doch bewundere und zu schätzen weiß. Beispielsweise als GNIT vor ein paar Tagen verrückt gespielt hat. Das Problem, bestehend hauptsächlich aus vergurkten Dateiberechtigungen und einer dadurch unabänderlichen CSS-Datei, war weit hartnäckiger als ich es je war.

Mal abgesehen davon, dass es uns bis heute nicht logisch begründbar ist.

Aber hier brachte uns die Mischung aus dem allgemein anerkannten Vorführ-Effekt und Ozies Hartnäckigkeit ans Ziel. Als sie mir präsentieren wollte, dass sie auch nur immer und immer versuchen kann, diese Berechtigung neu zu setzen…

klappte es einfach. Bei Versuch 2354 oder so.

Also doch manchmal hartnäckig bleiben!

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Spreequell sehr aktiv…

Fangen wir doch mit einem Foto an. Was ist das?

Flash! Quelle: Sash (Hey, that rhymes…)

Von Anfang an: Ozie ist eine Vieltrinkerin von Spreequell Aktiv. Die Geschmacksrichtung Mango-Orange hat es ihr angetan, sodass wir davon immer ein paar Flaschen im Haus haben. Gut gelaunte Ozies sind schließlich wichtig für einen Haushalt.
Ein wenig getrübt wurde die Freude kürzlich (vor ein paar Wochen) jedoch dadurch, dass das Zeug plötzlich vergoren schmeckte. Wie mein Recherche-Ozie zielsicher herausgefunden hat, betraf das nur eine Charge des Produktes mit dem immergleichen MHD, also offenbar auch gleichen Produktionszeitraum.

Das wäre nicht weiter beachtenswert gewesen, wäre nicht eine von Ozie aus verständlichen Gründen verschmähte Flasche kürzlich unter ihrem Schreibtisch explodiert. Das eher ruhige Bild oben zeigt natürlich nur bedingt die Auswirkungen eines solchen Geschehnisses. Abgesehen vom ohrenbetäubenden Knall bestand die Problematik glücklicherweise nicht in gesundheitlichen Einschränkungen, dennoch war Ozies Zimmer binnen Sekundenbruchteilen von übel riechender Plörre gesprenkelt – keine Frage, dass das nicht schön ist.

Daraufhin ging dann von ihrer Seite eine Mail an den Hersteller raus, weitgehend freundlich, aber dennoch mit Nachdruck fragend, wie es bitte passieren könne, dass handelsübliche Getränke abgesehen von ekligem Geschmack auch die Eigenschaften spontaner Explosivität mit sich bringen könnten.

Ein paar Mails und einen Anruf später stand dann heute eine Außendienstmitarbeiterin des Konzerns vor der Türe und hat neben ausführlichen Entschuldigungen und Fehlerbenennungen (sie hatten wohl unfertig gegorene Hefe von einem Zulieferbetrieb bekommen) auch noch ein paar Geschenke im Rahmen der Wiedergutmachung bei uns gelassen:

Quell der Freude, Quelle: Sash

Auch wenn klar ist, dass diese Maßnahme zur Schadensbegrenzung vielleicht  vorhersehbar war, sind wir doch über den Umfang erstaunt. Im Vergleich dazu hat die Post beispielsweise nach der versemmelten Bestellung vor Ewigkeiten lediglich die Lieferung auf erneute Anweisung wiederholt, ohne das eigentliche Problem – das offensichtlich im Bestellformular liegt – behoben oder auch nur begutachtet zu haben.

Dagegen ist die kostenfreie Lieferung eines Kastens, zweier Probefläschchen, eines Notitzblocks, diverser Kulis und einer Tasse doch recht vorzeigbar. 🙂

Abgesehen von der siffigen Plörre kann man das Erlebnis also sogar positiv sehen…

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2011, Ecke 2012

So langsam ist das Jahr dann wirklich vorbei. Im Grunde wäre es an der Zeit, sich an einen Jahresrückblick zu wagen. Aber ich hab dieses Jahr sowas von keinen Bock drauf gehabt. Jedes Jahr ist es der selbe Stress 5 Tage vor Schluss: Ereignisse sammeln und sie mit leichten Anzeichen von Ironie abtippen. Mehr Pflicht als Kür und irgendwie langatmig in der Erstellung. Jeder Vorsatz, nächstes Jahr den Rückblick vorzubereiten, scheitert spätestens daran, dass man bei vielen Ereignissen erst hinterher weiß, ob sie erwähnenswert waren…

Die Flucht in den privaten Rückblick ist auch nicht immer leicht – insbesondere, wenn man ein beschauliches Leben wie ich führt. Sicher hatte ich netten Besuch, gutes Essen und Spaß  bei der Arbeit. Dazu meine Hochzeit und eine Menge Spaß in den Weiten des Netzes. Aber genau genommen hab ich das ja so oder so schon alles aufgeschrieben 🙂

Ich setze beim Rückblick-Business dieses Jahr aus!

Ansonsten bleibt noch die Frage nach Vorsätzen und die grundsätzliche Melancholie bezüglich eines weiteren verstrichenen Lebensjahres. Das mit den Vorsätzen habe ich schon gestern bei GNIT angeschnitten und sowas wie Melancholie kann mir mal ganz gestohlen bleiben bei der Aussicht auf die beste Schicht des Jahres und überall nur Party!

Im Grunde habe ich also gar nichts zu schreiben, aber das fühlt sich ausnahmsweise mal gut an. Das ist schon in Ordnung so. Anscheinend hab ich 2011 bereits runde 600 Blogartikel und ein Buch geschrieben – um mal nur die vollendeten Sachen anzusprechen. Ich finde, damit kann man es auch mal gut sein lassen…

Ich wünsche euch viel Spaß beim Feiern und Feuern!

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Unjültich

Irgendwie ist die Post doch immer wieder für einen Lacher gut. Das verschollene Briefmarkenpaket ist zwar noch immer nicht wieder aufgetaucht, heute gab es aber schon eine neue Niedlichkeit zu bestaunen. Wegen Überfüllung der Packstation war ein Paket an Ozie bei der Filiale gelandet und ich hab es abgeholt. Da wir aber von dem Paket nur wussten, dass es existiert – und nicht etwa eine Nummer oder dergleichen hatten, hat Ozie mir eine Vollmacht ausgestellt.

Sonderlich formschön war sie nicht, aber aus Sicherheitsgründen wortwörtlich von der Post übernommen. Die drucken die ja auf die Kärtchen, wenn Sendungen nicht ankommen.

So – und natürlich mit der Packstationskarte von Ozie – bin ich bei der Post aufgeschlagen. Dann kam eine so bezaubernde Vorstellung geschäftigen Desinteresses, dass ich es festhalten muss. Die Postbedienstete nahm mir die Karte ab, äugte verächtlich auf die Vollmacht und sagte ohne mich wieder anzusehen:

„Ditt is unjültich.“

Dann ging sie das Päckchen suchen.

Denn: Mit der Karte und meinem Ausweis konnte ich die Sendung wohl entgegennehmen – nicht aber mit meiner ungültigen Vollmacht. Muss man ja auch erstmal wissen. Etwas widerwillig hat sie mir dann aber eine ordnungsgemäße Vollmacht (die gibt es offenbar vorgedruckt in den Filialen) mitgegeben, falls ich doch mal eine brauchen sollte. Wieder was gelernt 🙂

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Adressen-Memory

Das Internet ist unser Alltag, bestimmt über Sein oder Nichtsein und voll wichtig ist es auch noch. Wie mit allen Medien gehen die Menschen unterschiedlich damit um. Während manche Politiker sich das Internet „bedienen lassen“, sind andere auf vielfältige Weise selbst im Netz unterwegs.

Dass ich zu letzteren gehöre, ist kein Geheimnis. Schließlich würde ich als Politiker ja viel mehr Werbung für meine Partei machen, nicht wahr? 😉

Allerdings ist mir heute mal wieder aufgefallen, dass ich tatsächlich ein wenig locker bei meinen Umtrieben bin. Gut, mit unterschiedlicher Frequenz bevölkere ich Twitter, Facebook, Google+ und meine zwei Blogs – dass ich noch eine alte WG-Page besitze, wissen immerhin ein paar Eingeweihte. Da ich an selbiger nicht mehr arbeite und sie nur als eine Art nette Erinnerung hüte, braucht man auch nicht groß danach suchen. Es ist eine Visitenkarten-Page, von der alle relevanten Daten gelöscht sind.

Demnächst kommt noch ein dritter Blog hinzu, allerdings rein geschäftlich. Mein Chef bezahlt mich künftig dafür, dass ich mit spitzer Feder Anekdoten aus der und über die Firma schreibe, in der ich arbeite. Wenngleich mich die Erstellung gerade Nerven kostet, ist das aber eine abgeschlossene begrenzte Sache, für die ich mir ja auch Freizeit erkaufen kann.

Soweit, so vielleicht noch normal. Dann gibt es da eine alte Page, die inzwischen wieder gelöscht ist und die Domain auf meinen Namen, die noch unbelegt ist. Heute aber hat der Wahnsinn Ozie und mich dann gestreift, denn sie war ziemlich verzweifelt: Ihre Wunsch-Mailadresse (mit ihrem neuen Namen) ist schon vergeben. Alle Alternativen gingen irgendwie gar nicht. Deswegen haben wir – für eine eMail-Weiterleitung! – eine weitere Domain angemietet, mit der sich eine passable Adresse generieren lässt 😀

Das heißt., unser Zwei-Personen-Haushalt hat nun nicht nur 5 Profile in Social Networks, sondern unterhält auch 6 Domains und bearbeitet eine weitere federführend. Ist das echt noch normal? Wie haltet ihr es so?

Wie handhabt ihr das mit Domains?

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