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Mein PC hasst mich!

Die Überschrift mag etwas hart klingen. Ja, vor allem klingt sie sogar ein wenig beliebig. Ich bin kein absoluter Computer-Profi, aber eben auch kein Anfänger.

Erst gestern hatte ich es mit Ozie wieder einmal darüber, dass PC’s vielleicht auch einfach zu leicht zu bedienen sind. Klingt absurd? Nun, die Überlegung, die dahinter steckt ist eine einfache: Heutzutage werden einem PC auch im Alltagsbereich hochsensible Daten anvertraut. Wichtige Texte, Rechnungen, sämtliche private Fotos, Videos. Man wickelt seine Bankgeschäfte online ab und dergleichen. Dies zum Teil von Menschen, die nicht einmal den Unterschied zwischen einem Betriebssystem und einem Prozessor kennen.

Ich gönne ja auch jedem Nicht-Experten einen Computer, so soll das nicht klingen. Aber durch die einfache Bedienbarkeit wird dem letzten Idioten suggeriert, dass er völlig im Griff hat, was er da tut – und diese Illusion ist nicht nur nervig für die Leute, die dann das System wieder richten sollen, sondern schlicht und ergreifend in gewissen Ausmaßen gefährlich. Und eigentlich haben die Nutzer selbst gar keine Schuld daran, sie wissen es ja nicht besser.

Aber gut, ich bin mal wieder abgeschweift.

Ich wollte eigentlich nur schreiben, dass ich nicht gedenke, mich einzureihen in einen Haufen Geschrei mit dem unsinnigen, völlig informationsfreien Inhalt, dass der PC halt nicht macht, was ich will.

An vielen PC-betreffenden Entwicklungen in meinem Zimmer habe ich mehr als nur genug Schuld und erkenne das an. Ärgerlich ist es für mich dennoch. Aber was ist eigentlich passiert?

Nun, dass vor einer Weile mein PC unter Windows einem massiven Virenangriff nicht standgehalten hat, das wissen inzwischen alle Leser. Daraufhin habe ich – weil Windows sich bis heute weigert, installiert zu werden – Ubuntu installiert.

Grundsätzlich bin ich happy mit dem System, zumal ich längerfristig (der Sankt-Nimmerleins-Tag lag in der näheren Auswahl) sowieso vorhatte, dem Software-Riesen aus Redmond den Rücken zu kehren. Aus politischer Sicht, aus Interesse, aus Protest auch meinetwegen. Getan habe ich es nun doch nicht, weil ich endlich meine Faulheit in den Griff gekriegt habe, sondern aus der Not heraus. Naja, manchmal haben eben auch schlechte Dinge ihr Gutes 😉

Die letzte Woche habe ich mich damit herumgeschlagen, dass ich nicht in vollem Umfang auf meine alten Windows-Platten zugreifen kann, was ich eigentlich bis heute noch nicht so ganz im Griff habe. Da es aber nur darum geht, ob ich Programme dort installieren kann, hält sich das Problem in Grenzen. Für Daten kann ich meine Platten nutzen.

Nun saß ich gestern am Rechner und habe dieses neue Adventure-Game Firefox 3.0 gespielt. Eigentlich recht erfolgreich. Ich hab einige schwierige Texte hinter mich gebracht, und war recht zufrieden mit mir und der Welt.

Dann schaltete sich plötzlich mein Monitor ab.

Etwas erstaunt stellte ich fest, dass mein PC scheinbar problemlos weiterlief. Der nun auftretende Geruch verbrannten Plastiks hat mich dann recht schnell auf die Lösung des Problems gebracht: Grafikkarte überhitzt. Und zwar so richtig!

Ich hab dann im weiteren Verlauf des Abends die Karte ausgebaut und bei einem zangenunterstützten Schnell-Check meine Vermutung bestätigen können: An der GPU sind einige dunkelbraune Stellen zu erkennen, die da offenbar nicht hingehören, der Lüfter dreht sich im Betrieb gar nicht, und von Hand nur noch schwer.

Die Überraschung war so groß gar nicht, da ich die Karte erst um den Jahreswechsel bekommen habe – als Ersatz für eine baugleiche, bei der mir die Plastik-Halterung des Lüfters abgeschmolzen war, wodurch sich derselbe an lustigen Fäden im Gehäuse abgeseilt hat, bis die GPU dem elektrischen Strom endgültig erlag.

Der Verkäufer meines Computer-Dealers war sichtlich erstaunt („sowas hab ich auch noch nicht gesehen“) und entsprechend problemlos ging der Umtausch vonstatten.

Früher war sowas in der WG nie ein Problem. Wir hatten immer massig Computer-Zubehör rumliegen, und eine veraltete Grafikkarte als Ersatz – bis die neue geschickt wird – war immer da. Das ist leider nicht mehr so. Die einzige Grafikkarte, die derzeit unbenutzt in der Wohnung weilt, ist meine alte GeForce 4 Ti 4600 von Asus, die auch schon tot ist, die ich aber irgendwie aus Sentimentalitätsgründen nicht wegschmeissen will. Wahrscheinlich, weil sie anno dazumal exakt 100% meines ersten Solds beim Zivildienst gefressen hat. Ich nehme an, mein Unterbewusstsein wartet darauf, dass sie die 469 Euro wieder ausspuckt…

Was nun?

Ich entschloss mich mit Ozie dazu, heute die An- und Verkaufsläden direkt ums Eck aufzusuchen, um eine alte Karte für ein paar Euro aufzutreiben, die mir übergangsweise wenigstens den Zugang zum Netz sichert.

Im ersten Laden fanden wir ein bisschen unsortiertes Computer-Zubehör, das allerdings selbst meinen niedrigen Ansprüchen nicht wirklich gerecht wurde. Eine Grafikkarte (die man sicher nicht einmal hätte testen können) lag herum, und wenngleich ich nicht herausgefunden habe, was es genau für eine war, so sagten mir doch die Datumsaufkleber (1992 – 1994) und der Slot (PCI) genug, um zu verzichten.

Meine Minimalvorstellung war etwa: Jahrgang 2000, 32 MB, GeForce 2 vielleicht. Ist Rückschritt genug, wenn man normalerweise eine 512 MB-Karte (ATI X1600 Pro) verwendet.

Im nächsten Laden gab es gar nichts. Dann fiel unser Blick auf einen PC-System-Zusammenschraub-Laden, in dem wir beim ersten Umsehen auch nichts fanden. Ein netter Verkäufer fragte uns, was wir suchen, worauf ich ihm antwortete, dass ich eine möglichst billige AGP-Grafikkarte zu Ersatzzwecken benötige. An Neuware hatten sie nur eine einzige AGP-Karte zur Auswahl (GeForce 5600 mit 128 MB, wenn ich mich recht entsinne), die lag allerdings mit 25 Euro ein bisschen über dem, was ich für zwei Wochen Internet ausgeben wollte.

Er meinte, er könne mal sehen, ob sie noch irgendwas gebrauchtes dahätten. So kam er dann auf eine GeForce 4 MX 440, die er dann auch mal eben erfolgreich testete. Er fragte mich, was ich ausgeben will, ich erwiderte: „Möglichst wenig, ich brauch sie ja nur ein paar Tage“, und ich hab seinen Vorschlag („N Fünfer“) angenommen. Ich denke, das war für beide ein faires Geschäft:

  • Ich hab für fünf Euro ein paar Tage einen funktionierenden PC
  • Er ist etwas losgeworden, für das heute niemand mehr Geld bezahlt

Frohen Mutes ging ich nach Hause, und wider Erwarten ward ich nicht so recht glücklich. Die Karte funktioniert – da kann ich mich nicht beschweren! Dummerweise konnte mein System mir dennoch keine höhere Auflösung als 640 x 480 anbieten. drei nVidia-Chips gibt es offenbar, die unter Linux Probleme machen können. Unter ihnen: natürlich die MX 440. Das scheint also das Problem zu sein.

Die erste Idee war mehr oder minder vorprogrammiert: Karte mit Ozie tauschen! Nun ratet mal, was für eine Karte Ozie in ihrem Rechner hat…

Aber versucht habe ich es natürlich dennoch.

Und so komme ich – während ich mit einer Bildschirmauflösung von 640 x 480 an meinem Rechner sitze – auf die Idee, dass er mich hassen könnte.

Kann man nachvollziehen, oder?

Manchmal wünsche ich mir wirklich Willy – das ist der Rechner von Ozie inzwischen – zurück. Der läuft und läuft und… wenngleich einige seiner Bauteile noch von 2000 sind. Aber mein PC – vorerst Tiger, inzwischen Seuchentiger getauft – hasst mich. Ich weiss es!

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Vielleicht abwesend?

In den nächsten Tagen wird es nicht so viel neues zu lesen geben von meiner Wenigkeit, da sich hier bereits wieder ein Berg an Begebenheiten aufstapelt, der Bloggen einmal mehr zur Nebensache macht. Zunächst: Am nächsten Montag, 15. September, habe ich meine Ortskundeprüfung. Es ist der dritte Versuch, und ich muss auf jeden Fall mal wieder ein bisschen mehr lernen als die letzten Tage. Obwohl ich nicht sagen kann, ich hätte nichts gemacht.
Dann kommt heute Abend wieder Besuch, und das wird sich in wechselnder Besetzung sicher auch wieder bis zum Wochenende ziehen. Zu guter Letzt habe ich immer noch einiges mit meinem neuen System zu schaffen, was bedeutet, dass ich mir erstmal erklären lassen muss, wie ich vollen Zugriff auf meine eigene Festplatte bekomme. Also alles in allem ein Heidenspaß, unter dem das Bloggen sicher ein wenig leiden muss.
Naja, ich war in letzter Zeit ja auch echt produktiv.
Also erwartet keine drei neuen Artikel täglich, dann werdet ihr sicher auch nicht so dolle enttäuscht 😉
Grüße aus der Hauptstadt!

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Wenn zwei Spaßvögel um 23.45 Uhr Hunger haben…

…dann gehen sie kurz aus dem Haus, kaufen ein wenig ein, stellen die Friteuse auf den Tisch und machen Käsefondue. Was liegt näher? Eben.
Nico und ich haben so dem gestrigen Tag einen würdigen und sättigenden Abschluss gegeben. Irgendwie ist es kurios gewesen, aber was macht man nicht alles, wenn einem was blödes einfällt?
Nun ist es spät in der Nacht (2 Uhr), ich hab morgen nichts besonderes vor, trinke ein Bierchen und wollte eigentlich was witziges bloggen. Was? Das weiss ich selber noch nicht, und die ultimative Spaß- und Schreckensseite im Netz (bild.de) ist gerade nicht verfügbar.
Das steigert zwar zu später Stunde das Bildungsniveau im Netz enorm, aber leider fällt mir gerade sonst nichts kurioses ein. Was solls? Dann eben später.

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Rekordgeschwindigkeit

Eigentlich ist das ja eher ein Blogeintrag für Ozie mit ihrem Chili-Blog, aber ich muss es jetzt einfach auch mal erwähnen:

Nico und ich haben eine Flasche Tabasco binnen 24 Stunden leer gekriegt!

Das soll keine große Angeberei werden, denn Tabasco ist im Verhältnis zu anderen Dingen eine eher milde Sauce, die Flaschen sind klein (zumindest war es eine kleine) und noch dazu habe ich nicht einmal zu einem Viertel des Konsums beigetragen. Aber eine schöne Zahl ist es dennoch. Zu Zahlen: Würden wir das immer machen, würden wir im Monat 75 Euro für Tabasco ausgeben. Das tun wir natürlich nicht. Wir haben nur gestern ein sehr leckeres Habanero con Soja (die vegane und schärfere Analogie zu Chili con Carne) gemacht, und da ist der Verbrauch eben etwas in die Höhe geschnellt. Sei es drum.

Viva Capsaicin!

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Noch ein langweiliger Linux-Eintrag

Sorry, ich komme leider nicht umhin, einmal mehr meinen unfreiwillig vollzogenen Betriebssystem-Wechsel zu kommentieren.
Nochmal zur Erinnerung:
Vor vier Tagen habe ich mir einen ekligen Virus eingefangen, der mein System dermaßen lahmgelegt hat, dass ich nicht dazu kam, irgendwas am Rechner zu machen, da er sich selbst nach wenigen Sekunden Windows ausgeschaltet hat. Und ich meine ausgeschaltet, nicht heruntergefahren. Ich bin sicher nicht der blödeste Computernutzer, dennoch hat es mich erwischt. Naja, ohne Firewall ausser dem Router darf einem sowas passieren. Ich hab’s verdient, ich gebe es ja zu.
Als Maßnahme, die eigentlich zunächst zur Rettung von Windows gedacht war, habe ich mir das neue ubuntu-Linux 8.04 Hardy Heron heruntergeladen und von CD aus erstmal weitergebloggt 😉
Das Problem war, dass ich offenbar einen weiteren Virus, einen Bootvirus namens Antiexe auf der Festplatte habe, der wohl mit ein Grund dafür ist, dass Windows sich bis jetzt hartnäckig geweigert hat, auch nur das Setup zum Laufen zu kriegen.
Immer noch aus der Not heraus habe ich ubuntu installiert. Im Gegensatz zum Redmonder Kollegen hat sich das als problemlos erwiesen. Naja, mehr oder weniger – schliesslich musste ich mich erst einmal damit auseinandersetzen, wie man Linux-Platten partitioniert, bzw. formatiert. Ich war ja ein ewig verwöhnter Windows-Nutzer seit Ewigkeiten. Wirklich groß geworden (pc-mäßig) bin ich im Jahr 2000 mit meinem ersten PC und Windows 98. Dieses Betriebssystem habe ich vier Jahre nahezu studiert und kannte eigentlich jeden nur erdenklichen Kniff, den man kennen kann, wenn man von Programmierung keine Ahnung hat und nicht einmal ins Netz der Netze kommt.
Dennoch war Win98 für mich ein permanenter Absturzkandidat. Ich hab die Startdiskette öfter benutzt als manche Leute ihre Lieblings-CD im Player angehört haben. Alle 2 Monate unübertrieben war eine komplette Neuinstallation zur Systementschlackung angesagt. Aber irgendwie hab ich das geliebt.
Auf XP bin ich dann spät (2004? 2005?) gewechselt, als ich mir ein neues Mainboard zugelegt habe und ich in der WG bereits festgestellt habe, dass ein funktionierendes Netzwerk mit XP leichter zu installieren und vor allem aufrecht zu erhalten ist. XP hatte dann den Nachteil, dass es einfach nicht abstürzen wollte. Trotz quadrierter Ahnungslosigkeit (das Ding hat auf einmal alles selbst eingestellt) und Dummheit (Virenscanner? Firewall? Wozu?) habe ich dieses System nahezu problemlos bis vor vier Tagen – inzwischen mit Virenscanner – am Laufen halten… können. Es lief einfach. Bisweilen monatelang ohne Ruhepause. Das Chaos auf dem Rechner kann nur nachvollziehen, wer unsere WG-Küche in den Anfangstagen mal gesehen hat. So zugemüllt war auch mein PC.
Und jetzt habe ich auf einmal ubuntu installiert und bin zunächst auch überrascht worden, denn dieses System macht noch viel mehr selbst als WinXP. Das aufgeblähte Windows bietet mir auch nicht mehr als diese gut gepackte CD, die ich da vor ein paar Tagen installiert habe. Mein positiver Eindruck will einfach nicht abreissen, wenngleich ich mich immer noch ein wenig über die Installationsroutine unter Linux wundere – aber das muss wohl dazugehören.
Das einzige, was zu Beginn mehr als nur unschön war, war die Internet-Geschwindigkeit, aber die Lösung war so einfach wie schwer zu finden: Bei jedem Neustart stellt ubuntu als zweiten DNS-Server den Router ein statt des entsprechenden Arcor-Servers. Das fixe ich zwar gerade noch nach jedem Neustart von Hand, aber das ist auch das einzige, was mir negativ aufgefallen wäre.
Nun kam es am gestrigen Tag zum schönen Ereignis: Ozie hat sich ebenfalls dazu durchgerungen, ihr System neu zu installieren. Dabei ergab sich dann das erhoffte Ergebnis: Sie kann Die Sims 2 jetzt auch auf ihrem Rechner spielen. Das heisst: Vorerst brauche ich dafür kein Windows zu installieren, und wahrscheinlich lasse ich es deswegen ganz. Natürlich werde ich mich auf die Suche nach Emulatoren machen, um gelegentlich auch mal Win-Software nutzen zu können – aber gerade sehe ich dazu keine Notwendigkeit.
Es ist ein bisschen, wie einen neuen PC geschenkt zu bekommen: Man kann alles neu entdecken und probieren. Ich fühle mich ein bisschen in meine Anfangszeit mit eigenem Computer zurückversetzt… und das ist schön!
Vom jetztigen Standpunkt kann ich nur sagen, dass ich den Wechsel zu Linux wohl viel zu lange aus Bequemlichkeit verweigert habe. Aber ich möchte dennoch – alle anderen Linken bitte die Ohren zuhalten! – sagen, dass ich mit WinXP nie ernstlich unzufrieden war. Die Politik, die Microsoft mit ihrem Monopol machen, ist scheiße. Die Unfähigkeit, auf Sicherheit den nötigen Wert zu legen, ist armseelig. Aber vom Prinzip her sind die Betriebssysteme nicht grundlegend nur schlecht.
Naja, aber Vista hab ich bei meiner Mutter probiert – auf einem Laptop mit 512 MB RAM… nettes Design, aber ich wollte es nicht haben.
Und was die Nachfolger angeht: Ich kann mich auch von Bill Gates adoptieren lassen, dann kann er auch auf mich aufpassen und für mich lohnt sich das dann sicher auch finanziell – aber mein Betriebssystem soll mir bitte wenigstens die Wahl lassen, ob ich fragwürdige Inhalte sehen will. Denken kann ich noch alleine!
Naja, ein Gruß zu später Stunde an all die fleißigen Schreiber beim ubuntu-Wiki und im Forum, die einem den Umstieg echt vereinfachen. Danke!
So, ich weiss, das wollte keiner lesen, aber da ich gerade so viel Zeit damit verbringe, musste ich nochmal was dazu schreiben.

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Alles nicht so leicht…

Irgendwie kann ich machen, was ich will: Ich kriege gerade kein Windows auf meinen Rechner. Ubuntu dagegen hat sich recht problemlos auch auf meiner Festplatte einnisten lassen. Nun, schon alleine zum Bloggen ist mir irgendein System lieber als gar keines – aber so langsam finde ich es auch ein wenig verwunderlich.
Ich nutze das Ganze jetzt mal notgedrungen als Einstieg in Linux, wenngleich mir als (Gelegenheits-)Zocker klar ist, dass ich irgendwann auch mal wieder – zumindest parallel – ein Betriebssystem aus Redmond haben will. Die Linux-Anhängerschaft wird mich ob dieses Gedankens sicher verfluchen, aber auch mir fällt es schwer, Gewohnheiten ein Ende zu bereiten.
Ich gebe mir ja Mühe mit meinem neuen System, aber irgendwie ist mir selbst die paketbasierte Installation von Software noch nicht so ganz gelungen. Dabei kann ich die Vorteile des Systems schon auch erkennen. Ist halt – wie die Überschrift sagt – alles nicht so leicht.
Aber das wird in absehbarer Zukunft sicher trotzdem kein Linux-Profi-Blog hier, ich will gerade eigentlich nur erklären, weswegen ich gerade anderes zu tun habe als die Seite von Bild zu durchforsten oder dergleichen. Wird auch wieder.
Grüße aus der Hauptstadt!

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Z ubuntu nd zuviel…

Nein, das ist kein Schreibfehler. Ich befinde mich nun hier im Internet, und das ist derzeit der einzige Ort, aus dem mein Rechner für mich besteht. Meine eine Festplatte befindet sich in klinisch reinem, frisch formatierten Zustand am IDE-Port und hat nicht einmal ein Betriebssystem drauf. Die andere weilt gleichwohl im Rechner, ist aber aufgrund massiver Ansteckungsgefahr physisch von den anderen Komponenten getrennt.
Ich schreibe also, indem ich eine Linux-Distribution namens ubuntu in meinem CD-Laufwerk rotieren lasse. Meine Windows-CD ist irgendwo in den Tiefen von Ralfs Zimmer verschwunden, und wenn ich ehrlich sein soll, dann verstehe ich den Partitionsmanager von ubuntu nicht, sonst würde ich es mir ja vorläufig installieren.
Nun, warum der ganze Ärger? Was ist passiert?
Hier eine Geschichte aus der Welt meines Computers:
Im Laufe des Samstags habe ich mir einen extrem nervigen Virus eingefangen, und witzigerweise weiss ich noch nicht einmal, wie. Ich möchte gar nicht leugnen, dass sicher auch eigene Blödheit dazu geführt hat, aber ich bin echt noch ratlos, was die Ursache angeht. Vielleicht eine Drive-by-Infektion? Der Virus ist ein nettes Kerlchen mit dem absurden Namen „Antivirus XP 2008“. Dieser vermeintliche Antivirenscanner meldet einem hunderte bis tausende Viren auf der Platte und schlägt einem mit endlos nervenden Popups ganz uneigennützig vor, doch die Vollversion seiner selbst für läppische 50 Tacken zu erwerben, um wieder in Frieden leben zu können.
Ich meine, ich bin doch wenigstens nicht so blöd, sowas zu glauben, aber beigekommen bin ich dem Viech dennoch nicht. Während er so vor sich hinnervte, habe ich erstmal beschlossen, Antivir zu fragen, was er zu dem komischen Kollegen sagt. Bei einem 40minütigen Scan meiner zwei 160GB-Platten kamen 9 Viren zum Vorschein, um die er sich redlich bemühte und sie bis auf einen entfernte.
Das hat dem Kollegen „Antivirus XP 2008“ offenbar nicht so gefallen, denn er liess das System crashen. Notabschaltung. Von Windows zum Bootvorgang in 0,2 Sekunden – sicher sehr gesund für alle beteiligten Komponenten. Nach dem Reboot habe ich natürlich zunächst versucht, den blöden Virus zu beenden, bevor er irgendwelchen Mist verzapft, aber das Kerlchen kam mir immer wieder zuvor und liess meinen Rechner permanent rebooten. Ich hab ihn also erstmal auf Eis gelegt, und bin zu Ozies Rechner gelatscht, um zu sehen, was ich mir da eingefangen habe. Die Ergebnisse waren niederschmetternd. Nach den ersten paar Foreneinträgen zum Thema auf einschlägigen Boards war mir relativ klar, dass ich um eine Neuaufsetzung des Systems nicht wirklich herumkomme, wenn ich auf Nummer sicher gehen will.
Ein wenig schockiert war ich, insbesondere da ich von einigen Bildern und Videos des letzten Jahres kein Backup besitze. Der Rest: Naja, stressig halt, aber meinem zugemüllten System kommt eine Generalüberholung gar nicht so ungelegen. Das ist übrigens mein persönlicher Grund, Windows XP zu hassen: Der Quatsch läuft bei mir so stabil, dass ich mich nicht – wie früher bei Win98 – alle paar Monate mit einer Neuinstallation beschäftige. Folglich verstopft die Maschine am mit den Jahren wachsenden Chaos…
Nachdem mein Rechner dann mit der Zeit nicht einmal mehr die eiligst gedownloadete ubuntu-CD mounten wollte, haben wir Ozies Rechner virenfit gemacht, und meine Zweitfestplatte zur Säuberung bei ihr eingehängt. Die wichtigsten Daten dieser Platte sind jetzt bei ihr gesichert, die Platte ist zu leer um wahr zu sein, nur ein kleiner Bootvirus ist nicht wirklich wegzukriegen. Was der anstellen soll, frage ich mich gerade ständig, aber darauf habe ich auf die Schnelle im Netz auch keine Antwort gefunden. Jedenfalls weigert sich die von Nico ausgegrabene Version von XP, bei mir auf dem Rechner zu booten, weswegen ich jetzt, wie eingangs erwähnt, das erste Mal in meinem Leben unter Linux online bin.

Für alle Kenner da draussen: Was (außer sich verbreiten) macht der Bootvirus antiexe und wie kann man ihn ohne Diskette und folglich ohne DOS aus der Welt schaffen?
Bzw. muss man das überhaupt?

Ja, das war es vorerst. Ich bin mir sicher, im Laufe dieses Sonntags liest man noch irgendwelche Neuigkeiten meinerseits.

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