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Spam-Mails (2)

Da flatterte mir doch mal wieder eine elektronische Brieftaube mit enormem Sinn für Humor in mein inzwischen so trautes Heim. Kann mir jemand erklären, wer nach den folgenden Sätzen weiterliest oder gar antwortet:

Ciao,

Bringg your wife We’ll ffuck her! That’s right we’ll fucck your wife! 🙂
Click here (Link entfernt)

Was erwartet man sich davon? Dass man antwortet und meint: „Klar, wollen sie vielleicht noch die Tochter oder die Katze gratis dazu?“
Ich hoffe, dass es einzig ein Computer ist, der sich den Quatsch ausdenkt und Worte sinnlos aneinanderreiht. Wenn tatsächlich Vertreter meiner Spezies sich so Erfolg erhoffen, dann müsste man noch einmal über die Menschenrechte nachdenken…

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Der Blumenfreund Wagner

Es war gemein. Da hab ich vor einigen Stunden noch Hoffnung gemacht, dass es heute noch was lustiges zu lesen geben könnte, und dann war es wieder nichts. Wir haben inzwischen schon den 5. August, aber ich will nicht an der Veröffentlichungszeit herummanipulieren.
Wenn es wirklich was witziges am gestrigen Tage gab, dann war es wohl die Kolumne von Franz Josef Wagner. Hier mal wieder eine von mir kommentierte Version. Die originale gibt es wie immer auf bild.de.

Lieber Wolfgang Clement,
Ach, das ist ja schon wieder die gleiche Anrede. Soo langweilig kann es doch selbst ihnen nicht sein, Wagner!

Sie teilen sich die Schlagzeilen mit dem Mann, der mit den Armen eines Toten lebt und Südsee-Bsirske.
Also das trifft noch nicht einmal auf bild.de zu. Da gibt es noch den verprügelten 17-jährigen, das Blut-Model, Günther Beckstein und andere Kuriositäten. Aber man kann ja nicht über alles schreiben.

Ihre Schlagzeile bewegt mich am meisten: Die NRW-SPD hat sie aus der Partei ausgeschlossen.
Nun, Wagner, ihre Schlagseite bewegt mich auch am meisten. Sie sind leider noch nicht rausgeschmissen worden. Naja, zumindest nicht beim aktuellen Job.

Das ist wie Arme und Beine gleichzeitig verlieren.
Das sollten sie mal mit ein paar parteilosen Unfallopfern besprechen. Ich hab da so meine Zweifel!

Jemanden ausschließen heißt ja, dass wir ihn erfrieren lassen.
Schöne Metapher, aber die meisten SPDler treten selber aus, weil sie ein ähnliches Gefühl haben, so lange sie noch in der Partei sind.

Er soll keine Heimat mehr haben. Er soll ziellos herumirren. Im Freien leben wie ein Penner oder ein abgemagerter Wolf.
Deswegen gibt es auf der Welt mehr als eine Tür und mehr als eine Partei.

Er soll die Einsamkeit anheulen, den Mond.
Äh? Können sie ihre Trennungsgeschichten nicht anders verarbeiten?

Er soll seine eigenen Kleider auffressen, mit offenem Mund „Hilfe“ schreien.
Gleichzeitig?

Das also hat die NRW-SPD für Wolfgang Clement beschlossen.
Ja, außerdem soll er jämmerlich keuchend an allen bisher unbekannten Krankheiten langsam dahinsiechend vor der SPD-Zentrale sterben und währenddessen Kurt Becks Herrlichkeit preisen. Und noch mehr, aber das ist geheim.

Sie wollen ihn nicht mehr haben.
Das klingt schon fast realistisch.

Sie wollen, dass er draußen erfriert.
Sie schätzen die Wärme in der SPD ziemlich hoch ein. Weiß das ihr Chef?

Ich würde ihm meine Tür öffnen.
OK, sie sind also noch besser als die SPD!

Ich würde dem hungenden Clement Buletten, Fleischwurst, Bier und alles geben, was ein SPDler gerne isst.
Ich würde auch so einiges, vor allem aber: Gerne wissen, wie sie auf diese Zusammenstellung gekommen sind.

Einen Menschen zu verstoßen ist für mich wie eine Blume zertreten.
Kenne ich: Es tut einem selbst nicht weh, man merkt es oft gar nicht, und wenn es niemand gesehen hat, haut man schnell ab. Das meinen sie doch, oder?

Herzlichst, Ihr F. J. Wagner
Ich will ehrlich sein: Ich bin froh, dass diese Stadt so groß ist, dass wir uns wahrscheinlich nie begegnen!

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Bsirske beim Auf-die-Schnauze-Fliegen

Ist es nicht irgendwie erstaunlich? Bei der Lufthansa wird / wurde gestreikt, und prompt kamen alle angerannt und riefen wild in die Runde, weswegen das alles schlimm ist. Allen voran natürlich die Bild. Da würden arme deutsche Urlauber um ihre verdienten Ferien gebracht, die Wirtschaft leidet, eigentlich ist es halt so rundum fies. Als bestes Beispiel sei hier eine Kolumne von Oliver Santen genannt, die ich schon angesprochen habe.
Nun passiert etwas furchtbares. Etwas unglaubliches. Etwas so schreckliches, wie es eigentlich seit mindestens dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat: Der verantwortliche ver.di-Chef und Lufthansa-Aufsichtsrat Bsirske fliegt in den Urlaub!!!
Gratis!
Mit der Lufthansa!
Das Geschrei ist groß, und was ist angeblich das Schlimme daran: Dass er die treuen Gewerkschaftsleute damit prellen würde. Wie niedlich…
Also diese unersättlich gierigen, miesen und selbstverliebten Gewerkschafter, die das deutsche Volk ja offenbar erklärtermaßen zugrunde richten wollen. Die macht er angeblich unglücklich, und das ist gemein…
Der Volkspfarrer von Bild, Peter Hahne schreibt also gleich mal was über die abgehobene Elite des Landes, dass seine Oma noch treu nach dem Motto „Das macht man einfach nicht!“ gehandelt hat, und dass alles scheiße ist. Jaja, ich sag’s ja immer, aber auf mich hört ja niemand.
Mal im Ernst:
Dass ich den Streik in Ordnung finde, habe ich gesagt. Witzigerweise finde ich auch an Bsirskes Flug nichts. Meinetwegen bekommt der Kerl zuviel Geld für zuwenig Leistung, aber ich will, dass mir jetzt mal jemand erklärt, wie er seinen Anhängern mit einem Gratis-Flug schadet! Hätte er den Quatsch bezahlt, dann fände ich das auch absurd, aber was soll das Geschrei jetzt schon wieder?
Es ist schon peinlich genug, dass die Bild gleichermaßen gegen Gewerkschaften wettert und auf der anderen Seite sinkende Einkommen beklagt. Sich dann aber über den Gewekschaftschef zu beschweren, das er die streikenden Piloten im Stich lässt, das hat etwas besonders perfides. Manch anderer Publikation würde ich hier vielleicht Meinungsvielfalt unterstellen. Bei Bild nenne ich es lieber Populismus und Opportunismus!Links zu diesem Artikel:Kolumne von Peter Hahne
BILD-Bericht zum Thema
Bericht vom Tagesspiegel

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Rumeiern mit bild.de

Gestern wollte ich eine kleine Liste kurioser bild.de-Headlines zusammenstellen. Allerdings hielt sich meine Lust zu suchen in Grenzen, und so fand ich hauptsächlich zwei Stück. Meiner Meinung nach dennoch Meisterstücke:

Hinter der Siegessäule – Leser-Reporter entdeckt Obamas Dixi-Klo

Mann trägt TV auf dem Rücken – Erstes menschliches Tele-Tubbie entdeckt?

Im Verlauf der Nacht habe ich dann noch einen interessanten Artikel aus meinem Lieblingsbereich Astronomie gefunden, bei dem ich erstmal ein wenig im Netz recherchieren wollte. Es geht um den Vorbeiflug der Sonde „Mars Express“ am Mars-Mond Phobos und die im Zusammenhang damit entstandenen spektakulären Fotos. Bei bild.de stand darüber unter anderem das:

Eieiei! Screenshot: bild.de

Eieiei! Screenshot: bild.de

Klingt alles nicht weiter aufsehenerregend, nicht wahr? Nun, als astronomiebegeisterter Mensch weiss ich über die  unregelmäßige Form von Phobos seit – ich schätze mal – 15 Jahren Bescheid. Wenn man es genau nimmt, wusste ich auch schon von Kratern und Furchen…

Das hätte natürlich schlecht zur Überschrift gepasst, denn diese…

Ja, heute ist der Artikel umgeschrieben, es wird inzwischen mehr Wert auf den sicheren Nachweis von Wasser auf dem Mars gelegt, der den USA quasi gleichzeitig gelang. Aber wer will, findet noch heraus, wie der Titel der Überschrift gestern war:

0808eiermond

Der komische was bitte? Adresszeile: bild.de

Naja, um auszuschließen, dass ich mich täusche, habe ich Herrn Krause vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. heute Nacht selbst noch angemailt und nach der Form von Phobos und dem BILD-Artikel gefragt. Die Antwort kam binnen weniger Stunden. Der wichtige Teil:

„In der Tat war die Form von Phobos schon vor dem Vorbeiflug von Mars Express bekannt. Das Neue waren u.a. die Aufnahmen der „Rückseite“ des Marsmonds. Obwohl ich der BILD-Redakteurin, die mich anrief, das auch so erklärt habe, scheint sie es spannender gefunden zu haben, Phobos‘ alt bekannte Form – die ja in der Tat auf den Aufnahmen zu erkennen ist – in den Vordergrund zu stellen.“

Naja, eigentlich war es mir ja klar…

PS: Der Dank gilt Herrn Krause für die schnelle Antwort

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bild.de kann es nicht lassen…

Auf bildblog.de wurde schon berichtet, dass Barack Obama sich beschwert hat, wie sich die Bild-Reporterin Judith Bonesky sein Vertrauen im Fitnessstudio erschlichen hat, indem sie sich als verlegene, schüchterne Privatperson gegeben hat.
Im Nachtrag meldete bildblog, dass der Artikel nach einer zuvor erfolgten Lobpreisung der Journalistin aus dem Netz genommen wurde. Als ich gerade meine nächtliche Visite bei Deutschlands größenwahnsinnigster Zeitung absolviert habe, gab es auf der Startseite bereits folgendes zu sehen:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Und wenn man denkt: „Nein, ihr werdet doch jetzt nicht anfangen, euch selber zu loben!“ und dann klickt, stellt man fest, dass es sich hinter der neuen Überschrift um den alten Artikel von Frau Bonesky handelt, immer noch endend mit den Worten, wie sie für die Nicht-Teil-der-Wahlkampfmaschinerie-seiende Bild typisch sind: „Was für ein Mann!“

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Mal etwas Lob

Hab gerade bei „kolumnistenschwein“ einen in meinen Augen hervorragenden Artikel über Urlaub gelesen (auch wenn er schon etwas älter ist). Wie ich diese Gedanken nachvollziehen kann!
Es ist doch wahr, dass sich viele Menschen – wenn nicht ein Großteil – das ganze Jahr über extra Stress machen, damit sie sich einen noch besseren, also vor allem teureren, Urlaub leisten können. Ich hab nichts gegen Urlaub, kein Bisschen! Aber irgendwie herrscht doch der Glaube vor, man müsse jetzt unbedingt den einen Wahnsinnsurlaub machen, weil man ja das ganze Jahr hart geschuftet hat. Warum macht sich niemand Gedanken darüber, dass er das Jahr so hart geschuftet hat?
Ich weiss, wir haben ja alle nicht den Hauch einer Wahl. Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft, da kann man sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, man muss halt machen, was der Chef will… aber warum gibt nicht mal jemand zu, dass das scheiße ist?
Mein größter Urlaub die letzten Jahre waren die anderthalb Wochen um den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm, und da hab ich mich von der Polizei nach jedem Blinken anhalten und durchsuchen lassen dürfen – also eher Stress als Entspannung. Trotzdem hab ich das Jahr gut gelaunt überlebt. Warum? Weil ich so hart bin? N‘ Scheiß!
Ich hatte halt oft mal hier einen Tag frei, da unbezahlt ein verlängertes Wochenende, und wenn ich mal keine Zeit zum Arbeiten hatte, dann hatte ich halt keine Zeit. Mit anderen Worten: Man kann auch vor dem Urlaub mal entspannen.
In naher Zukunft werde ich wahrscheinlich gut und gern 12 Stunden täglich arbeiten. Mallorca werde ich mir sicher trotzdem nicht geben, sondern eher 10 verlängerte Wochenenden und eine Woche Urlaub irgendwo im Inland. Ich halte eben einfach nicht sehr viel davon, sich so sehr mit seiner Arbeit zu identifizieren, wenn es eigentlich nur der Geldbeschaffung dient.
Wahrscheinlich mache ich mir hiermit eine Menge Feinde, schließlich ist das Prinzip „50 Wochen schuften, dafür dann 3 supertolle Wochen Urlaub“ fast schon Gesetz. Sich irgendwo reinhängen ist ja eigentlich eine tolle Sache! Danach entspannen und sagen: „Hab ich was geleistet, jetzt gönne ich mir was!“ ist auch nicht schlimm. Aber dieses „Seit drei Jahren war ich nicht mehr im Urlaub, alle Kollegen sind gefeuert worden, deswegen mache ich jetzt die Arbeit für drei, und da mein Leben eigentlich rundum scheiße ist, mach ich jetzt 4 Wochen Pause in Thailand, schau mir jeden Tempel und jeden Baum im ganzen Land zweimal an, saufe jeden Abend und feiere bis ich völlig fertig zurückkomme und mich dann weiterbeschweren kann, wie scheiße alles ist, und dass der Urlaub zu kurz war.“ das geht mir auf die Nerven.
Man kann in seinem Leben einiges frei entscheiden, nicht nur den Anbieter für All-inclusive-Urlaub.

PS: Wenn ihr anderer Meinung seid, dann kommentiert bitte. Würde mich interessieren.

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Wenn man keine Ahnung hat…

…ihr wisst ja alle, wie der Satz weitergeht.
Warum schreibe ich eigentlich keine Ratgeber? Könnte ich doch machen. Ratgeber, wie man sein Auto tunt und dabei Geld spart zum Beispiel. Ich hab zwar nicht einmal ein eigenes Auto, aber ich weiss, wie sie aussehen. Ist doch nett, oder? Das Problem ist: Wirklich helfen würde ich niemandem.
Ozie ist dabei, sich einen neuen PC zusammenzustellen, der möglichst wenig Strom verbrauchen soll. Spannende Geschichte, denn soweit scheinen Energiepreisschock und Umweltbewusstsein noch nicht vorgedrungen zu sein. Detaillierte, verlässliche Angaben finden sich also selten. Schon gar nicht bei Vergleichen. Also sucht sie gerade Foren und Herstellerseiten ab nach Infos, Tipps und Daten – für alle Einzelteile.
Beim Thema Arbeitsspeicher angefangen, landete sie bei einem Blog mit Tipps, bei dem das Thema „Strom sparen beim PC“ zwar letzten Sommer drankam, aber einen Blick schien es wert zu sein. Der Artikel findet sich hier:

Link zur total tollen, informativen Seite

Bis auf wenige, sehr grundsätzliche, Tipps, ist hier nicht viel zu finden. Man könnte ja auf einer entsprechenden Infoseite  mal versuchen zu posten, dass Autos ungefähr 7 Liter irgendwas verbrauchen, und wenn man damit jeden Tag zur Arbeit fährt, kostet das 500 € im Jahr. Kurz. Knapp. Wertlos. Aber wir waren bei PC’s und deren Stromverbrauch – da ist das allgemein anerkanntes Kavaliersdelikt, Dinge zu schätzen. Mein Lieblingsausschnitt ist folgender:

Quelle: Siehe Link

Quelle: Siehe Link

Hat er sich mal selber ausgerechnet, was 1 Watt pro Megabyte Arbeitsspeicher bedeuten würden? Wie kommt mein 400-Watt-Netzteil eigentlich mit meinem Gigabyte RAM klar? Gut, der werte Sascha (Ich schwöre, ich habe nichts damit zu tun!) schreibt ja weiter: „Diese Werte werden zwar selten erreicht […] aber dem Geldbeutel schaden sie trotzdem.“

Da hakt sich dann direkt nach meinem geringen Sachverstand auch noch das Logikzentrum aus und verschwindet in den Urlaub. Ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht allem glauben sollte, was im Netz steht. Auch nicht Leuten mit meinem Namen!

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