Category Archives: Medien

Internet? Hallo?

(Update am Ende des Artikels)

Man soll ja nicht im Vorfeld schon jammern. Zuversicht ist eine Tugend und außerdem weiss man ja, dass man als Überbringer schlechter Nachrichten als erster geköpft wird. Also nein! Natürlich ist bei der Online-Petition für ein Verbot der Vorratsdatenspeicherung noch nichts verloren. Bis heute Abend um 24 Uhr ist noch Zeit, mitzuzeichnen.

Aber auch wenn gerade mehr neue Zeichner dazukommen als irgendwann sonst in den vergangenen 3 Wochen, ist das doch ein Armutszeugnis. Ich meine: 50.000 Leute? In 3 Wochen? Das ist so Pi mal Daumen das, was ich demnächst an Blogbesuchern in dem Zeitraum habe.

Das mag eine unglaubliche Zahl sein, wenn sie in der Schlange vor einem vor dem Klo stehen, aber für eine Online-Petition zu einem Thema, das zumindest im politischen Spektrum links unserer derzeitigen Regierung kaum strittig ist unter nachdenkenden Menschen?

Ich weiss ja auch, dass diese Petition vielleicht nichts und im besten Falle nicht viel bewirkt.

Aber falls man irgendwann in der Zukunft doch mal genötigt ist, unfähige Politiker aus dem Bundestag rauszuprügeln, dann wird das viel mehr Spaß machen, wenn man ihnen dabei erzählen kann, dass man es ja auch anders versucht hat 😉

Ich hoffe einfach mal, dass alle die das lesen, die Petition schon mitgezeichnet haben. Wenn nicht, dann überlegt mal, warum eigentlich nicht.

Online-Petition

zeichnemit.de

Update: Irgendwie sind einige Zahlen bei der Petition durcheinandergerutscht, oder es liegt an der groben Regelung mit den „50.000 Mitzeichnern binnen 3 Wochen“. Ich weiss es nicht. Tatsache ist, man kann immer noch mitzeichnen (Kann man sowieso noch bis nächsten Monat, nur wird es dann wahrscheinlich noch weniger bringen als nichts) und ich kann es nur jedem anraten. Heute klappt das nämlich 🙂
Wer noch eine Entscheidungshilfe braucht, kann es ja auch mal mit Sascha Lobo probieren.

Update 2: Strike! Die 50.000 wären erledigt. Nu mal sehen…

9 Comments

Filed under Medien, Politik

9/11 – Wo wart ihr?

Nun ist es also soweit. Der 11. September 2001 jährt sich zum zehnten Mal. Die Medien sind voll davon, das will man sich gar nicht alles antun. In den letzten zehn Jahren nach den Terroranschlägen ist einiges passiert und es ist auch einiges erzählt worden. Es gibt eine Menge interessanter Studien, Berichte und Romane, die sich mit dem Thema befasst haben, und als ob das nicht reichen würde, gibt es auch noch Verschwörungstheorien unterschiedlichster Güte…

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Bereits Wochen nach den Anschlägen wurde gemutmaßt, dass sich wohl jeder in Zukunft daran erinnern würde. wo er war und was er gemacht hat, als er davon erfahren hat. Und das interessiert mich.

Meine eigene Geschichte ist höchst unspektakulär, denn ich saß in meinem Zimmer an meinem PC – der damals noch kein Internet hatte – und tat irgendwas belangloses. Zocken, schreiben, whatever.
Irgendwann öffnete mein Vater die Zimmertür und fragte mich, ob ich bereits mitbekommen hätte, was los sei. Und ja, seine Worte hab ich nicht vergessen:

„In Amerika isch Halligalli! Ein Anschlag jagt den Nächsten…“

Also hab auch ich den Fernseher eingeschaltet (im Übrigen derselbe, den ich heute noch habe) und live miterlebt, wie der erste der beiden Zwillingstürme in sich zusammenbrach. All das bekam für mich persönlich zusätzliche Wucht, weil ich anderthalb Jahre zuvor zwischen den beiden Türmen stand und mir gesagt habe:

„Boah! Ich möchte nicht hier sein, wenn die Teile mal zusammenbrechen…“

Und immer wieder hallten mir durch den Kopf die Worte unseres Reiseführers, der sagte, dass in den beiden Türmen etwa 50.000 Menschen arbeiten…

Die wirklich eindrucksvollste Erinnerung meinerseits aber ist die Fahrt zur Schule am nächsten Morgen. Ich habe die S-Bahn genommen und nicht wie normal die Straßenbahn, und dort herrschte Stille. Einfach komplette Stille. Fast jeder hatte eine Zeitung aufgeschlagen und keiner laberte irgendwie in der Gegend herum wie sonst. Das war wirklich gespenstisch.

Nun, wie war es bei euch? Wo habt ihr von der Sache erfahren?

41 Comments

Filed under Medien, Vermischtes

Wirklich Spaß macht !

Manchmal schaffen es Spam-Kommentare ja wirklich, mich im Herzen direkt zu berühren. Dieser gehört dazu:

Wirklich Spaß macht ! Ihre Ressource, die nicht sehr weit fortgeschritten und nicht teilnehmen . Wir empfehlen , die ihr von Software-System XRumer 7 Elite (Elite Hrumer 7) aufdrehen können Sie hier downloaden http://spam-müll.ru/ sagen, ein tolles Programm zu Ihrem Blog Ressourcen zu fördern.

Schön, wenn sich jemand so um meinen Blog sorgt 😉

Und diese fortschrittliche Grammatik mit so vielen Verben in einem Satz: Beeindruckend!

8 Comments

Filed under Medien

GEOgate

Auf der Suche nach einem Thema für einen erneuten Blogeintrag dachte ich mir spontan:

„Boah, heute machst du dir mal Feinde!“

Ich bin eigentlich nicht sonderlich begabt darin, mir Feinde zu machen, schliesslich bin ich eigentlich ein ganz netter Mensch und lege Wert auf ein kultiviertes Miteinander. Daran hat sich auch nichts geändert. Wie jeder Mensch habe ich ein paar Grenzen – aber im Grunde kann man mit mir auch gut auskommen, wenn man meine Ansichten nicht teilt. Das Problem ist, dass so mancher Punkt ein unglaubliches Konfliktpotenzial birgt, dass man es sowieso vergessen kann, darüber sinnvoll zu diskutieren. Finde ich nicht schön, aber noch unschöner ist es in meinen Augen, diese „heißen Eisen“ gar nicht erst zu thematisieren.

Deswegen oute ich mich an dieser Stelle quasi erstmalig als Skeptiker und weise auf eine Diskussion hin, die von den Mainstream-Medien bisher nicht wirklich aufgegriffen wurde: GEOgate!

Im Prinzip ist es keine große Sache, es geht „nur“ darum, dass in der aktuellen Ausgabe der GEO – immerhin ein etabliertes wissenschaftliches Magazin – ziemlich unsägliches Gequatsche über die vermeintlich tolle und vermeintlich alternative Medizin von sich gegeben wird.

Warum ich das aufgreife? Naja, es ist eine nicht unwichtige Sache und ich habe mich im letzten Jahr ziemlich ausgiebig durch allerlei Texte zum Thema gelesen. Und es ist ein Paradebeispiel dafür, wie völlig unsinnige Diskussionen geführt werden müssen, weil Menschen nicht in der Lage sind, von einem Glauben abzulassen, auch wenn Fakten ihnen das Gegenteil nahelegen.

Einen Überblick über die gesamte Debatte gibt es hier bei „Kritisch gedacht“.

Die dort verlinkten Texte beschäftigen sich mit allen wichtigen Punkten zum Thema, aber die Leute, die sich jetzt vielleicht angegriffen fühlen, weil ihre letzte Erkältung schließlich dank irgendwelcher Globuli irgendwann vorrüberging, werden sich wohl kaum genötigt fühlen, sich damit zu beschäftigen.

Deswegen freue ich mich schon ein wenig auf das Schlachtfeld in den Kommentaren, möchte aber gleich mit einer Kleinigkeit vorgreifen.

Es stimmt: Homöopathie kann wirken! 😉

(Wer nicht wenigstens den hier verlinkten Text liest, disqualifiziert sich wirklich vorweg)

Mein Fazit zu der ganzen Geschichte ist übrigens in etwa das Gleiche wie zum Thema Religion: Die Welt ist von Idioten überfüllt!

21 Comments

Filed under Medien

Tot, töter, das Blog?

Autsch, das kann ich mir ja gar nicht verkneifen!

Ich gehöre ja zu den Menschen, die es bevorzugen, der Blog zu sagen. Gar nicht mal immer, aber eben meistens. Da kriegt man regelmäßig zu hören, wie falsch das alles sei und immer wieder gesagt, dass es ja völlig logischerweise das Blog heißen muss. Schon alleine, weil es nunmal das Log heißt und Blog sich von Web-Log herleitet. Ungeachtet der Tatsache, dass Blog längst ein eigenes Wort ist und das die maskuline Form immer schon eine Nebenform war. Sei es drum. Ich selbst verwende auch hier und da das Neutrum und meine schlaflosen Nächte haben definitiv andere Ursachen als das deutsche Geschlecht eines nicht deutschen Wortes.

Ein bisschen gefreut habe ich mich dennoch über den Artikel Das Blog ist tot, es lebe der Blog im Sprachlog.

Es ist schon ganz gut, dass ich nicht bestimme, was in der Sprache richtig ist oder falsch. Und es ist gut, dass es keiner derjenigen tut, die lächerliche Vereine gegen Anglizismen gründen oder den Duden für eine Erweiterung des Grundgesetzes halten. Nein, was in einer Sprache richtig oder falsch ist, das bestimmen letztlich die Sprecher und Schreiber. Wer sich darüber wirklich ärgern kann, der sollte konsequent ein Tagebuch schreiben und kein(en) Blog. Vielleicht im Zwischennetz oder so.

Ich wundere mich auch hier und da, ja manche Formulierungen verwende auch ich nicht. Muss ich ja auch nicht. Auch dafür kann man ja einen eigenen Blog führen 😉

15 Comments

Filed under Medien, Vermischtes

An die Angsthasen

Dass ihr das nicht lesen werdet, ist leider zu befürchten. Das hier ist nicht der Leitartikel der FAZ und nicht einmal eine Verbalentgleisung eines grenzdebilen Dampfplauderers auf Seite 2 von Deutschlands meistgehasstem Klopapier. Es ist nur ein Blogeintrag. Damit ist ja auch schon alles gesagt.

Euren Einsprüchen gegen fast mein gesamtes Leben und den weltweit größten Kulturbetrieb aller Zeiten ist in der Regel gemein, dass sie über „das Internet“ berichten und beginnen, zwar eine Grenzlinie zwischen euch und denen zu ziehen, die eine Maus bedienen können, dabei aber wahllos alle halbwegs plausiblen Unterschiede zwischen Schülern, Künstlern, Kleinkriminellen und Terroristen plattbügeln, um die vermeintliche Gefahr des weltweiten Netzes begründen zu können.

Da die menschliche Bandbreite an verachtenswerten Taten vom an sich harmlosen Beleidigen bis zum gezielten Einsatz von Massenvernichtungswaffen reicht, ist das was ihr Internet nennt, sicher nicht fehler-, kriminalitäts- oder gewaltfrei. Anstatt zu akzeptieren, dass es sich bei der Vernetzung der Menschen – hinweg über Nationen, Kontinente, Geschlechter, Stände und Systeme – letztlich nur um ein Spiegelbild und zugleich eine Fortführung der Gesellschaft(en) handelt, die ihr nun besser findet als „das Netz“, propagiert ihr wie letztlich alle vor euch, die noch gegen eure liebgewonnenen Spielzeuge (Handy, Fernsehen, Postkarte etc…) gekämpft haben, dass ausgerechnet dieses seltsame Internet jetzt der Untergang unserer Werte und Kultur oder wenigstens eurer Nachtruhe ist.

Diese Untergänge haben wir seit der Erfindung des Buchdrucks also regelmäßig und euer viel geliebtes und hoch gelobtes Leben im Deutschland eurer Träume wäre nie möglich gewesen ohne den anhaltenden Fortschritt.

Schon jetzt ist zu erkennen, dass das, wogegen ihr euch strebt, den nachfolgenden Generationen ein vielfach besseres Leben ermöglichen wird. Und wenn ihr mal ehrlich seid: So lange auch die DAX-Konzerne dabei mitverdienen, ist euch das doch im Prinzip auch Recht.

Wie viele Untersuchungen gab es eigentlich zur Frage, ob die französische Revolution durch ein fortschrittliches Postsystem begünstigt wurde oder worden wäre? Und trotz der erschreckenden Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus konnte sich das Radio letztlich durchsetzen, obwohl es garantiert in wesentlich gröberem Umfang zum Niedergang eines ganzen Kontinents beigetragen hat, als jedes andere Medium bisher.

Ist euch denn völlig entgangen, inwiefern das Internet zur Vereinfachung des Lebens beigetragen hat? Wie sehr es den Wissenschafts- und Kulturbetrieb bereichert und beschleunigt hat? Wie sehr es die Wirtschaft in jeder Sekunde fördert, wie sehr es Menschen hilft, in Kontakt zu bleiben, Kontakt zu finden?

Euer Problem ist nicht das Internet. Ihr habt Angst vor den Menschen. Als Notbehelf, um diese Argumentation zu entkräften, erfindet ihr die Web-2.0-Generation, die wenn nicht pädophil und terroristisch, dann doch wenigstens dumm, fett und gewaltbereit diesen ominösen virtuellen Raum bevölkert. Dieser Raum lässt sich in eurer Vorstellung dann einfach abschließen, der Schlüssel wird weggeworfen und das Problem ist erledigt. Das kann nicht funktionieren, weil die Menschen aus genau derselben Welt stammen wie ihr. „Das Internet“ ist keine große Sammlung von Freaks und Psychopathen, sondern in weit größerem Maße die Welt der Chefs und Politiker von morgen.

Stoppschilder gegen Sexualstraftäter, Twitter-Shutdown gegen Krawalle, Vorratsspeicherung gegen Terroristen und Facebook-Verbote gegen Datenmissbrauch! Wenn die Welt so einfach wäre, wie ihr sie in eurem Unwissen verkaufen wollt, dann würden wir doch längst den Frieden auf Erden haben. Wir könnten Zäune in Fußgängerzonen stellen, die Telefone verbieten, überall Kameras in die Wohnungen der Menschen hängen und die deutsche Post zerschlagen. Ist das die Welt, wie ihr sie euch vorstellt? Ich glaube nicht, aber das ist das, was ihr meiner Ansicht nach und der Ansicht vieler Millionen Menschen nach vorschlagt.

Ist es nicht eigentlich die pure Unwissenheit, die euch treibt?

Wer von euch hat schon einmal mit einem Blogeintrag mehr bewegt als mit einem Leserbrief an den Spiegel? Wer von euch hat mal einen alten Schulfreund via Facebook wiedergefunden, wie viele geschäftliche Kontakte habt ihr bei Google+ schon geknüpft? Wer hat seine Urlaubsbilder bei Picasa mal auch den Leuten zeigen können, die für einen Dia-Abend zu beschäftigt waren? Wer von euch hat seine Freunde mal via Twitter schnell und problemlos zu einem Feierabend-Umtrunk eingeladen? Wer von euch hat schonmal mit seiner eigenen Homepage ein Bewerbungsgespräch vermittelt bekommen? Wer von euch hat schon einmal eine wissenschaftliche Arbeit mit frei verfügbaren Quellen aus dem Internet verfeinert oder Aufnahmen der alten Schulband irgendwo bei myspace wiedergefunden, die als verschollen galten?

Jede Wette, dass ich alleine auf meine persönliche Positivliste mehr Punkte setzen kann, als euch überhaupt Terroranschläge einfallen, die seit der Erfindung des Computers verübt wurden!

Ich finde es unangemessen, auf Probleme mit schönen Utopien voller Blümchen und niedlicher Tierchen zu antworten. Der Grund, warum ich es in gewisser Weise hiermit tue, ist der: Das Internt IST eben das eine wie das andere! Es ist ein so heterogener Raum, eine so große Vielfalt, dass es ohnehin Schwachsinn ist, es immer mit einem Wort zusammenzufassen.

Wenn ihr wirklich der Meinung seid, das Telefon gehöre abgeschafft wegen der vielen obszönen Anrufe, die man damit tätigen kann: OK, dann seid ihr einfach Idioten! Wenn ihr aber tatsächlich Angst habt, dann kann ich nur raten, es mal auszuprobieren. Irgendwann stellt man nämlich fest, dass es neben bild.de und isharegossip.com noch ein kleines bisschen weitergeht im Internet. Oder würdet ihr wirklich auch Deutschland abreissen, nur weil hier in Berlin-Marzahn ein paar hässliche Plattenbauten stehen?

(Liebe Stammleser: Ich weiss, euch langweile ich vielleicht damit. Aber falls ihr mir wenigstens zustimmt, dann verbreitet den Text irgendwo, man muss es einfach immer mal wieder sagen!)

13 Comments

Filed under Medien, Politik

Ubuntu vs. Windows

So, endlich nutze ich wieder beides!

Bei der Wahl der Betriebssysteme kann man sich inzwischen ja ganz schön verirren. Als ich mir im inzwischen geschichtlich weit entfernten (weil vor 9/11) Jahr 2000 meinen ersten eigenen PC zusammengebastelt habe, gab es eigentlich noch keine Chance, irgendwie um Windows herumzukommen. D.h. es gab sie natürlich, aber als allerhöchstens postpubertärer Geist mit den Computerkenntnissen einer welken Ananas war es undenkbar, auf das Betriebssystem aus Redmond zu verzichten.

Nun haben sich inzwischen sowohl meine Ansprüche gewandelt (weg vom Tweaken für die letzten FPS bei Quake 3, hin zur Usablility und Office-Tauglichkeit), nein auch die Ananas blüht gewissermaßen langsam. Als ebenso unvorsichtigen wie uneinsichtigen User konnte mich nur ein totaler Virus-Overkill vor ein paar Jahren von Windows wegbringen. Besser spät als nie, würde ich heute sagen.

Aber das ist nur die halbe Wahrheit!

Meinen Alltag am Computer geniesse ich mit Ubuntu wesentlich mehr als unter Windows. Man braucht sich nicht wirklich Gedanken machen über die Sicherheit, das OS ist Original und dennoch kostenlos, und zudem habe ich hier erst gelernt, was Multitasking bei einem PC wirklich bedeuten kann. Wer will, kann ja unter Windows mal gleichzeitig das System aktualisieren, an einer wichtigen Arbeit schreiben und nebenher Musik hören…

Dennoch gibt es Mankos. Linux wurde nie für Gamer programmiert. Wenn man Zocken will, ist man nach wie vor irgendwie auf Windows angewiesen. Es sei denn, man hat vor, in Zusammenarbeit mit Wine ein halbes Programmierstudium zu absolvieren und am Ende doch auf die ein oder anderen Effekte zu verzichten. Da ich auch gelegentlich spiele, ist ein Doppelsystem für mich irgendwie der Optimalzustand – wenn man mal darauf vertraut, dass Microsoft uns nicht in absehbarer Zukunft mit einem wirklich sicheren Betriebssystem überrascht.

Da ich als Datenjunkie, dessen Leben zu 50% aus Bits besteht, kaum länger als eine durchschnittliche Schulstunde auf meinen Rechner verzichten kann und die Windows-CD’s hier im Haushalt flüchtiger zu sein scheinen als Ethanol (und das ist an manchen Abenden hier ziemlich flüchtig!), habe ich beim letzten Umbau des Rechners einfach Ubuntu installiert und gut war.

Dumm nur, dass Windows eine ganz fiese Macke hat: Es lässt sich wunderbar als Zweitsystem mit Linux zusammen betreiben – wenn man es als erstes installiert. Tut man das nicht, ist sich der feine Pinkel aus dem Hause Winzigweich nicht zu schade, einfach mal eigenmächtig den Master Boot Record der Festplatte zu überschreiben und damit den Bootmanager von Linux (der Windows ohne Probleme erkennt und es auch starten kann) kickt und das ehemalige Betriebssystem somit bootunfähig macht. Da wirkt das niedliche Geburtstagsvideo für Linux irgendwie nicht mehr so nett und ehrlich…

Aber kein Problem ohne Lösung. Ein paar fleißige Entwickler haben mit der Rescatux-CD sogar für Noobs wie mich einen gangbaren Weg gefunden, nachträglich den Bootmanager wieder herzustellen. Thanx!

Ich bin wirklich kein Windows-Hasser. Nie gewesen und ich werde es wahrscheinlich auch nie sein. Aber warum die  meisten nicht einmal ein Linux-Zweitsystem haben, verstehe ich kaum noch…

 

19 Comments

Filed under Haushalt, Medien, Vermischtes