Da saß ich so am PC, wie immer einen Haufen Tabs geöffnet. Irgendwann beim Hin- und Herswitchen zwischen den Seiten blieb mein Blick am Besucher-Counter hängen. Die Zahl kam mir zu niedrig vor.
Ich hab ungelogen erstmal die Statistik bei blogcounter.de gecheckt, bevor ich gemerkt hab, dass ich nicht bei GNIT, sondern bei Sashs Blog war…
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Multiblog-Problematik
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Toller Tipp!
Kleiner Tipp aus meinem Spam-Ordner:
Was würden Sie tun , um Ihr Sexleben atemberaubend halten und bringen mehr Würze dazu? Sassy Häschen spielen mit riesigen Dildos und auf sexy Dessous geschnürt , sich auf ihre Partner wenden , und erraten, was ist Videokamera noch ein Einschalt- Werkzeug! Nie langweilig!
Da ist sicher was dran. Aber müsste das nicht Sashy-Häschen heißen?
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Die Netzwerke der Saschas
Sascha Lobo. Das Schlimme, wenn man einen Artikel von Sascha Lobo als Aufhänger nimmt, ist, dass zwangsläufig erstmal darüber diskutiert wird, ob der Kerl nun ein Schaumschläger oder ein Held ist. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich bei vollstem Verständnis für beide Positionen gerne lese, was er schreibt. Was die Inhalte angeht, ist es zwar nicht unwahr, dass von ihm selten irgendwelche innovativen Ideen oder große Wunderdinge zu erwarten sind. Meist beschreibt er auch nur altbekannte Fakten und verpackt diese in eine seiner vielen – teils auch abenteuerlichen – Theorien. Das muss man nicht mögen, aber man sollte auch zugeben können, dass die Zustandsbeschreibungen von ihm (auf die ein oder andere Art) meist recht treffend sind und zudem – und das ist das wirklich bewundernswerte – hervorragend geschrieben. Hätten wir das damit?
In seiner SpOn-Kolumne Die Mensch-Maschine hat Lobo nun über das „geborgte Internet“ in Form der sozialen Netzwerke geschrieben. Ich bitte, beim Lesen nicht den wunderbaren Satz zu verpassen, in dem er Google+ bescheinigt, „stets bemüht“ zu sein, „die ihm übertragenen Aufgaben zur Zufriedenheit der Nutzer zu erledigen“.
OK, der Satz ist für mich als Freund schrägen Sprachhumors Grund genug, den Artikel zu lieben – aber darauf wollte ich natürlich nicht raus. Mir ging es eigentlich wirklich ums Thema. Lobos Theorie besagt im Wesentlichen, dass soziale Netzwerke eigentlich eine prima Erfindung seien, leider aber die wirkliche Freiheit in Form eigener Seiten, Blogs verdränge.
Inwieweit diese Verdrängung tatsächlich stattfindet, kann ich nicht beurteilen. Ich habe keinerlei Zahlen dazu, allerdings würde es mich tatsächlich nicht wundern, wenn ein gewisses Blogsterben im Jahr 2012 endlich mal nachweisbar ist. Das allein halte ich nicht für besonders dramatisch. Ich blogge jetzt seit fast 7 Jahren. Am Anfang wenig öffentlich, inzwischen ziemlich. Und ich habe in dieser Zeit verdammt viele Blogs kommen, fast genauso viele aber auch wieder gehen sehen. Wenn ich schätzen müsste, was dafür verantwortlich ist, so müsste man in den meisten Fällen wohl „eingeschlafen“ als Todesursache angeben.
Ein Blog ist zeitaufwändig, kostet Nerven und hier und da sogar mal Geld. Das macht man nicht dauerhaft, wenn man eigentlich bloß ein paar Leuten seine Lieblingsvideos bei Youtube zeigen möchte. Insofern mag es sein, dass die sozialen Netzwerke vielen Blogs das Wasser abgegraben haben, alleine: Nicht bei den Menschen, die wirklich Blogger sind – sondern bei denen, die sich einfach gelegentlich austauschen wollen.
Ich gebe Lobo Recht mit der Einschätzung, dass soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zu streng reguliert sind, um sich dort wirklich auszutoben. Als ich mich bei Facebook angemeldet habe, war ich hochgradig verwundert, dass man da seine Seite nicht anpassen konnte, ja nicht einmal die Farbe wechseln!
Gut, dass ich blau ohnehin ganz gerne mag…
Sascha Lobo ist natürlich wie ich ein Mensch, der recht schnell die Freiheit beim Bloggen zu schätzen gelernt hat und für den Facebook sehr sichtbare Grenzen hat. Ich selbst würde heute noch nichtmal mehr zu overblog zurück oder einen Blog bei blogger eröffnen – zu gerne hab ich alles in der Hand bei meiner Seite. Aber – und den Fehler möchte ich Lobo unterstellen – geht die „Gefahr“ des Verlustes der Online-Identität bei Social Networks auch nur für Leute wie uns ans Eingemachte, Leute, die sich permanent online positionieren, austoben und darstellen. Für viele da draußen wäre es gar nicht so dramatisch, wenn Facebook den Account mal schließt. Sicher, man müsste alle Freunde nochmal unter neuem Namen adden, aber trotz der neuen Chronik ist Facebook immer noch mehr ein Gegenwartsmedium. Wie oft klickt man sich da schon zurück? Was von alledem ist wirklich wichtig?
Es stimmt, dass die eigene Identität im sozialen Netzwerk der Wahl nur mangelhaft sicher untergebracht ist, allzu sehr dramatisieren würde ich das indes nicht. Auch als Blogger bin ich abhängig von der Zuverlässigkeit meines Hosters, davon, dass auch in Zukunft noch Blogsoftware geschrieben wird, davon dass unsere Regierung gestürzt wird, bevor sie eines ihrer vielen Zensur- und Idiotieabkommen irgendwann mal umsetzt – und überhaupt ist jeder Strom- und Netzausfall irgendwie existenzbedrohend. Man muss noch nicht einmal online sein: Fast ein komplettes Jahr Tagebucheinträge habe ich verloren, als ich im Jahr 2001 eine Festplatte fallengelassen habe.
An Facebook und co. wird es wahrscheinlich nicht liegen, wenn die Blogosphäre (darf man das noch sagen?) untergeht. Denn letztlich sind soziale Netze für sich gesehen inhaltsleer. Geteilt werden dort immer noch vielfach Texte aus anderen Zusammenhängen: Berichte, Artikel, Kolumnen. Aus Magazinen, Zeitungen und – ja, genau! – Blogs.
Im Gegensatz zu der Behauptung vieler Marketingweisen dieser Welt, dass man heute einen Blog nicht mehr ohne Social Media-Dienste führen könne, ist es in Wahrheit wohl eher so, dass die Twitters und Facebooks ohne Blogs ziemlich leer wären. Und nicht jeder muss eine eigene Zeitung schreiben oder seine Frisur auf 5 Kanälen gleichzeitig finden. Manche Sorgen muss man sich wohl wirklich nur machen, wenn man Sascha Lobo heißt.
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Doch kein Sash im Radio
🙁
Verdammt! Ich hab mich echt auf den Online-Talk bei DRadio Wissen gefreut. Und ich hab alles versucht. Die letzten 40 Stunden hab ich extra frei gemacht, meist geschlafen, kaum geraucht. Ich hab Heiserkeitsmittelchen unterschiedlichster Güte zu mir genommen, Halstuch getragen, inhaliert und ausschließlich Tee mit Honig getrunken.
Ich hab die Entscheidung für oder gegen die Sache rausgezögert bis jetzt, eine Stunde bevor ich das Haus hätte verlassen müssen, um zum Studio zu fahren. Dann habe ich mit Konstantin, seines Zeichens Moderator der Sendung, telefoniert. Damit konnte er sich auch ein Bild von meiner Stimme machen.
Wir sind dann überein gekommen, dass so eine Radiosendung nur Sinn ergibt, wenn die Hörer auch mitkriegen, was der Studiogast so erzählt – und verdammt: Ich hab die letzten 48 Stunden nicht einmal so gut gesprochen wie am Telefon!
Tut mir wirklich leid für all die, die sich darauf gefreut hätten – denn zu denen zähle ich mich selbst auch!
Es wird hoffentlich einen Ausweichtermin geben, ich gebe es natürlich bekannt, wenn sich da was finden lässt.
🙁
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Sash im Radio
Ich hab es zu Monatsbeginn schon mal hier und da fallen lassen, morgen ist es dann soweit. Ich werde live im Online-Talk von DRadio Wissen gewissermaßen Rede und Antwort stehen. Themen werden natürlich das Taxifahren und das Bloggen sein, aber natürlich auch meine derzeitige Nominierung für die Deutsche Welle Blog Awards. (dabei könnte ich noch möglichst viele Stimmen gebrauchen, mein erster Platz wird gerade erobert…)
Da die Sendung aber eine glatte Stunde dauern wird, werden sicher auch andere Dinge zur Sprache kommen – ich muss mich da selbst ein wenig überraschen lassen.
Vor allem hoffe ich gerade, dass das auch gut läuft, was aber weniger mit dem Interview selbst, als mehr mit meiner Stimme zu tun hat. Ich Depp bin einfach mal spontan 2 Tage vor dem Radio-Interview heiser geworden, kämpfe aber im Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, mit Erkältungstee dagegen an. Sind wir mal guter Dinge! 🙂
Jetzt wollt ihr wahrscheinlich auch noch wissen, wann und wo, oder?
Samstag, 14. April 2012
DRadio Wissen
11 – 12 Uhr (live!)
DRadio Wissen ist nur digital zu empfangen, einen Live-Stream gibt es direkt auf der DRadio-Wissen-Seite. Später gibt es das Ganze wohl auch noch als Podcast, da werde ich den Link – sobald ich ihn habe – nachreichen.
Ich würde ja sagen, ich freue mich, von euch zu hören. Tatsächlich müsst ihr euch jetzt aber freuen, von mir zu hören. So ist das Leben 😀
Und nicht vergessen: Abstimmen bei den BOBs!
Deutscher Online-Journalismus
Ach, n-tv.de! Wenn du schon wie alle anderen eine dpa-Meldung raushaust, dann doch nicht erst so spät. Inzwischen geht mir die Verkündung der Konkurrenz für MyTaxi, taxi.eu echt auf den Keks. Auszüge aus meinem Google Reader:
- Verkehr: Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi – n-tv.de – vor 7 Minuten
- Computer: Taxifahrer holen Kunden im mobilen Internet ab – Focus Online – vor 14 Stunden
- Computer: Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi – Zeit online – vor 3 Tagen
- Taxifahrer holen Kunden im mobilen Internet ab – Landeszeitung für die Lüneburger Heide – vor 4 Tagen
- Computer: Taxifahrer holen Kunden im mobilen Internet ab – Zeit online – vor 4 Tagen
- Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi – Osterländer Volkszeitung – vor 4 Tagen
- Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi – Weser-Kurier online – vor 4 Tagen
- Taxifahrer holen Kunden im mobilen Internet ab – Augsburger Allgemeine – vor 5 Tagen
- Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi -Berliner Morgenpost – vor 5 Tagen
- Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi -Welt online – vor 5 Tagen
- Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi -Weser-Kurier inline – vor 5 Tagen
- Taxifahrer holen Kunden im mobilen Internet ab -Augsburger Allgemeine – vor 5 Tagen
- Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi – sueddeutsche.de – vor 6 Tagen
- Dienstleistungen: Taxi-Gewerbe kontert Herausforderung durch MyTaxi – Stuttgarter Nachrichten – vor 6 Tagen
Hat das eigentlich noch irgendwas mit Journalismus zu tun oder soll sich das nur so anfühlen?
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Was mit Medien
Ja, irgendwie mache ich wohl „was mit Medien“. Der Erfolg meines zweiten Blogs, GNIT, sorgt einmal mehr dafür, dass sich Journalisten bei mir melden. Genau genommen war es Konstantin Zurawski – und der hat mich angefragt, ob ich für eine Talksendung von DRadio Wissen zur Verfügung stehen würde.
Klar doch! 🙂
DRadio Wissen ist eine Art Spartenkanal des Deutschlandradios, allerdings nur digital zu empfangen. Obwohl ich nicht wirklich zu den Hörern gehöre, finde ich das Konzept sehr interessant und natürlich freue ich mich auch, mal als kleiner Taxifahrer mit überdurchschnittlicher Schreiblust ein anderes Publikum zu erreichen.
Allerdings ist genau das auch wieder sehr seltsam: „Was mit Medien“ zu machen.
Ich bin mir sicher, dass da draußen ein Haufen Leute rumrennt, der sich insgeheim – oder sogar unterbewusst – freuen würde, wenn Journalisten von der eigenen Meinung und dem eigenen Leben mal berichten würden. Ich selbst bin ja bei der ersten Anfrage nach einem telefonischen Interview fast umgekippt vor Durchdreheritis. Die Tatsache ist aber: Selbst daran gewöhnt man sich.
Als Blogger rutscht man in sowas ja irgendwie rein. Natürlich ist einem bewusst, dass theoretisch die ganze Welt lesen kann, was man schreibt – ein gelegentlicher Blick auf die Statistiken zeigt einem mit der Zeit dann aber doch, dass es letztlich auch „nur“ ein paar Leute aus der Nachbarschaft, ein erweiterter Freundeskreis und ein paar hartgesottene Fans sind, die einem komischerweise selbst dann nicht die Folgschaft verweigern, wenn man ihre Meinung nicht teilt.
Dass sich tatsächlich mal „die Medien“, also die richtigen, echten, melden – das bleibt für die meisten eine unerfüllte Hoffnung. Ich selbst stehe da ja an einer Grenze: Über mich und GNIT wurde schon bundesweit berichtet, andererseits ist es immer noch ein seltenes Vergnügen, mal auf Kosten einer Presseagentur Pizza zu essen.
Und ich stehe der Sache auch ambivalent gegenüber: Zum einen mag ich natürlich die Aufmerksamkeit für mein Schreiben und natürlich auch meine sonst gerne belächelte Arbeit. Zum anderen bin ich nicht ohne Grund die Mehrheit der Tage alleine mit mir und Ozie. Permanent auf der Straße erkannt zu werden wäre nicht wirklich etwas schönes für mich.
Aber so wie es gerade läuft ist es super und ich freue mich natürlich, wenn sich durch das ein oder andere Interview noch ein paar Leser mehr finden.
Solltet ihr Interesse haben, mich live im Radio quatschen zu hören, dann freut euch auf Samstag, den 14. April, 11 Uhr. Eine ganze Stunde lang werde ich live Gast bei DRadio Wissen sein, wahrscheinlich völlig übermüdet nach einer Freitagsschicht im Taxi. Ob sich das lohnt, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen, aber hey: Ich opfere meinen Wochenendschlaf für die Aktion. Natürlich werde ich auch über diese Sache bloggen und – sobald erhältlich – den Podcast-Download verlinken. Aber was wären Live-Sendungen, wenn niemand zuhört?
Und ja, ich habe Lampenfieber! Vor allem, weil ich da alleine in einer Sprecherkabine sitzen werde, während mein Gesprächspartner in Köln weilt.
Vielleicht ist es ja doch ein bisschen spannend, „was mit Medien“ zu machen 😀
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