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Krieg der Nackten

bild.de macht es einem mal wieder nicht leicht, die Welt positiv zu sehen. Kaum ist die Fußball-EM vorbei, sollte man doch eigentlich meinen, dass Deutsche und Polen wieder friedlich miteinander können. Falsch! Natürlich nicht! Denn nun gibt es einen „FKK-Krieg“ auf der Insel Usedom. Dort, an der polnisch-deutschen Grenze treffen laut bild.de ständig strengläubige polnische Katholiken auf die total natürlichen Nudisten auf der deutschen Seite, und das… naja… ist wohl voll voll mit krassen Konflikten.
So beschweren sich die Polen, wie „scheußlich“ Nacktbaden sei, und im Gegenzug kommen Deutsche zu Wort, die sich beschweren, dass die Polen „mit Ferngläsern“ anrücken und dann noch rumpöbeln. Da geht es wohl richtig ab. Realistisch betrachtet existiert dieser Artikel vor allem zum Unterbringen aller möglichen FKK-Bilder in einer Klickstrecke, die wahrscheinlich nur zu einem geringen Teil dort vor Ort entstanden sind. Eines dieser Bilder fand ich besonders toll:

Quelle: bild.de

Quelle: bild.de

Auf diesem Bild beschweren sich also „polnische Badegäste“ über „deutsche FKK-Bader“. Immerhin haben sich die Polen zu diesem Zweck auch freigemacht, oder wie sehe ich das? Naja, ich wollte eigentlich nur klarstellen, dass dieses Bild sicher nicht das zeigt, was drunter – oder drüber – steht.

Gute Nacht allerseits!

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Fiese Chilifresser

Ja, kaum das wir gestern die erste Cayenne geschlachtet haben und heute unsere ersten Versuche mit Chilisauce hinter uns gebracht haben, wächst die Konkurrenz. Trotz eifriger Bemutterung sind ein paar der Pflanzen von Schädlingen befallen, und noch ist nicht zu hundert Prozent sicher, um was für Viecher es sich handelt. Wir müssen momentan von diesen Spaßvögeln ausgehen, was nicht sonderlich heiter wäre – wenngleich wir bei den Cayenne und Pepperoni noch einiges zu ernten hätten, bevor sie den Pflanzen-Jordan überqueren.
Vielleicht weiss ja einer der geneigten Leser hier mehr. Fotos sind uns keine gelungen, dafür ein farbenfroher Scan mit knappen 3200 dpi:

Fiese Fresslinge, Quelle: Scanner

Fiese Fresslinge, Quelle: Scanner

Was bin ich froh, dass die wenigstens nicht die Früchte fressen, die fiesen Tierchen…

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Musste das denn sein?

Barack Obama in Berlin! Jubel! Panik! Freude! Juhu! Seltsam, aber was will man machen? Ja, wahrscheinlich ist der Kerl besser als Bush, cleverer und sympathischer ist er auf jeden Fall. Jetzt war er also hier, hat ein bisschen Werbung für sein Programm gemacht, hat sich als guter Freund gut verkauft. Alle würden ihn wählen, nur leider kann man ja von hier nicht. Wenn er dann irgendwann um mehr deutsche Beteiligung in Afgahnistan bittet, wird er der Buhmann sein – wenn er denn überhaupt die Wahl gewinnt. Warten wir es ab.
Aber darauf wollte ich gar nicht raus. Die „Obamania“ wie kaum jemand anders angestachelt hat natürlich einmal mehr die Bild und natürlich auch deren Online-Ableger. Den Verlauf des gestrigen Besuches gab es sogar im „Live-Ticker“. Nun, selbst sein Abendessen im Borchardt blieb natürlich nicht unkommentiert. Fast schon gut ist es, dass bild.de das Borchardt über Nacht aus der Friedrichstr. ums Eck wieder in die Französische Str. geschrieben hat, wo es hingehört. Trotz einiger negativer Kritiken im Netz bin ich mir sicher, dass der werte Herr Obama gut gegessen hat. Mir wäre es an seiner Stelle zu später Stunde eher wieder hochgekommen. Da kommt der vielleicht in Zukunft mächtigste Mann der Welt nach Berlin. Man isoliert ihn gekonnt von allem Bösen, lässt ihn im Dreieck zwischen dem Adlon, dem Borchardt und der Siegessäule durch den Tiergarten gurken – kilometerweit entfernt von allen Dreckslöchern, die die Stadt ja auch zuhauf zu bieten hat. Und dann zu später Stunde diese Geschmacklosigkeit:

Haha, wir haben sie nackich! Screenshot: bild.de

Haha, wir haben sie nackich! Screenshot: bild.de

Für mich persönlich ein neuer Platz eins auf der Liste der Gründe, weswegen ich nicht amerikanischer Präsident werden will. Aktualisierte Liste:

  1. Kai Diekmann belästigt mich
  2. Ich muss Scheiße bauen, um meine Wähler nicht zu verlieren
  3. Abendessen mit Angela Merkel

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Mein Freund Habi

Habi ist zugegebenermaßen ein dämlicher Name. Insbesondere, da es sich um eine Habanero-Pflanze handelt. Ich bin das wohl noch von Kind auf gewohnt, schließlich konnte man unseren Katzen immer Namen wie Tapsi oder Fetzi geben. Wie dem auch sei. Habi ist insgesamt weniger verspielt als die eben genannten Inividuen, ich habe ihn inzwischen allerdings fast ebenso lieb gewonnen.
Ich muss dazu sagen: Ich bin eine Null, was Verantwortungsbewusstsein gegenüber Pflanzen angeht. Bei Tieren, die sich vernünftig artikulieren können, mag es funktionieren, dass ich sie füttere – aber Pflanzen?
Naja, so gesehen ist Habi ein erster Schritt für mich, und noch dazu ein so verlockender. Denn natürlich hoffe ich, dass Habi eines Tages eine ertragsreiche Pflanze wird. So verbringt er gerade die meiste Zeit an meinem Fensterbrett und sonnt sich 🙂
Naja, das untenstehende Foto habe ich gerade eben gemacht, und es noch ein wenig bearbeitet – damit es wirklich surreal rüberkommt:

Habi, Quelle: Sash

Habi, Quelle: Sash

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Das mächtige Saarland

Das Saarland ist in unserer WG übermäßig präsent. Seit dem Einzug von Nico haben wir eine saarländische Enklave in der Wohnung, die man gemeinhin auch Klo nennt. (Scheißhaus, Toilette, Entsafter und Fäkalkapelle seien nur einige hier genannte Synonyme). Unser Zweit-, d.h. unser Stehpinkler-Klo hat seitdem nämlich auf Augenhöhe nicht nur den in der Überschrift prangenden Schriftzug zu bieten, sondern darunter sogar eine detaillierte Karte dieses Gebietes. Bis heute Mittag war ich der Meinung, dass das erlösendste beim Urinieren ein Blick auf die sicher sehr schöne Gemeinde Schiffweiler sei, doch dann entdeckte ich Bierbach.
(Ich glaube, seit ich mit der Taxi-Ausbildung begonnen habe, leide ich unter einem gestörten Verhältnis zu Kartenmaterial)
Naja, so sieht das Ganze jedenfalls aus:

Das mächtige Saarland in der WG, Quelle: Sash

Das mächtige Saarland in der WG, Quelle: Sash

 

Nun, witzig an der Sache sind mehrere Dinge. Zum einen ist keiner von uns irgendwie sonderlich lokalpatriotisch. Hätte auch keinen Zweck, denn weder kommt jemand von uns aus dem Saarland, noch wohnen wir dort. Nico hat lediglich ein knappes Jahr dort verbracht, bzw. in der Nähe.
Ich hab mir bei der Geschichte gedacht, dass das ja eigentlich nur fair sei: Wir haben zwei Quadratmeter Saarland bei hundert Quadratmetern Wohnfläche. Ähnlich wie die BRD. Nun enthält die BRD aber insgesamt nicht einmal ein Prozent Saarland. Deswegen ist das Saarland bei uns in der WG wohl übermäßig präsent.
Falls jemand so weit gelesen hat und auf eine Pointe oder einen Schluss wartet: Sowas gibt es hier nic

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Völlig unnötiger Artikel

Wenn wir über Bild und bild.de eines wissen, dann dass sie… lügen? Naja, das auch, aber mir ging es eigentlich darum, dass sie eine recht klare politische Linie haben. Da mag noch so oft „überparteilich“ unter dem Titel stehen, oder in „leicht einseitigen Artikeln“ von einer Zeitung fabuliert werden, die „rein sachlich“ berichtet, es ist und bleibt so.

Um das ein x-tes Mal zu verdeutlichen, sei hier einmal gezeigt, weswegen Heiner Geißler der Verlierer des Tages ist:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

OK, über Weltanschauungen darf, ja sollte man vielleicht sogar streiten. Was aber soll „wunderlich“ daran sein, wenn Geißler seine Meinung ändert? Eine Torheit, so das Fazit, ist es wohl, sich mit Linken zu solidarisieren (ich glaube kaum, dass die Bild-Macher die Materie so differneziert betrachten, dass sie wissen, dass inzwischen selbst überzeugte Neonazis sich gegen die Globalisierung stellen). Ich möchte anmerken, dass es hier nicht um die RAF geht. Am besten allerdings ist der Satz „Jetzt macht er auch noch den Kapitalismus schlecht…“

Böser Geißler! Pfui!

Der arme kleine Kapitalismus ist beleidigt und möchte von Mama Bild im Kinderparadies abgeholt werden!

Ich weiss, das ist alles nichts neues, aber ich musste einfach einmal mehr erwähnen, bis in welche Tiefen der Zeitung und des Online-Auftritts die Meinungsmache reicht.

Ach ja, der Gewinner des Tages ist Thomas Godoj, der „Superstar“, der verkündet, dass er trotz vermutlich siebenstelliger Gewinne an seinem Kurzauftritt im Rampenlicht der Geschichte nicht vorhat, abzuheben und sich höchstens eine kleine Wohnung kaufen will. Verweigert sich also auch dem Konsum, dieser, ach… Terrorist!

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Das Tor des Wagners

Wenn ich schon wieder einsteige beim Bloggen, dann kann ich doch gleich mal wieder den guten alten FJW ausgraben. Folgendes hat er für die Bild am Freitag geschrieben:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Also ich weiss nicht: Ich schaffe es einfach nicht, die Welt so sehr zu meiner persönlichen Geschichte zu machen wie der Herr Wagner. Ich kann es einfach nicht.

Wagner erinnert also an die Zeit vor über 20 Jahren, als das Brandenburger Tor an der Berliner Mauer nicht durchquert werden konnte. Dazu erinnert er sich, wie im Westen mit den türkischen Gastarbeitern das Leben tobte, während im Osten die Stasi herrschte. Das ist irgendwie als würde ich schreiben:

„Heute lebe ich in einer 5-Zimmer-Wohnung, auf der anderen Straßenseite aber hat in den 80er Jahren ein Hund hingekackt.“

Das soll jetzt auch keine Relativierung der Stasi-Verbrechen sein, aber wie will ich die Stasi mit türkischen Gastarbeitern vergleichen?

Aber egal. Wie sehr Wagner der deutsch-deutschen Verbrüderung in den Zeiten der Wende anheim gefallen war, lässt sich vielleicht belegen mit der damals mit von ihm herausgegebenen Schundblatt „Super!„, in der Wagner offenbar wenig Probleme damit hatte, von Osten aus auf die „Wessis“ einzuschlagen. Verbal natürlich, wie heute auch.

Eigentlich geht es ja aber darum, ob Barack Obama am Brandenburger Tor sprechen darf. Wagner meint: „Alle Menschen, die für die Freiheit sind, dürfen vor unserem Brandenburger Tor sprechen. Es ist mein persönliches Tor.“

Gut, dann darf sich der freiheitsliebende Barry vom Franzl die Genehmigung abholen (vielleicht auch noch ein paar Tipps, in welche Richtung er vom Tor aus pöbeln und in welche er schleimen darf) und auf geht’s! Denn es ist das Tor, an dem Franz Josef Wagner glücklich wurde. Wenn das nicht Grund genug ist.

Ich bin ja schon froh, dass er nicht geschrieben hat, dass er an diesem Tor zum Mann wurde…

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