Author Archives: Sash

Der Monat macht’s! (was er will…)

Nein, wettertechnisch startet der April hervorzüglichst. Zudem geht es auch mir besser. Von meiner Nase abgesehen. Die ist zwar – wenn ich meiner Freundin glauben darf – niedlich, aber momentan von einer Art Inkontinenz gequält, deren Maß mir nicht passen will. Ansonsten fühle ich mich etwas geplättet, aber sonst in guter körperlicher Verfassung. Fieber kam gar nicht mehr vor, und ich habe ernstlich die Hoffnung, dass ich am Wochenende dann arbeiten kann – und dass der Spuk mit den Krankheiten für dieses Jahr vielleicht mal ein Ende gefunden hat.

Der Gemütlichkeit halber ignoriere ich den Rat meines Arztes, und nehme gerade keine warmen Getränke zu mir, aber jeder, der schon einmal warmes Bier getrunken hat, wird mich verstehen 😉

Morgen (Donnerstag) bin ich noch krankgeschrieben, und dann geht es wieder los. Mir fehlt das Arbeiten tatsächlich schon wieder, und ich denke, dass das ein hervorragendes Zeichen dafür ist, dass mein Leben eigentlich soweit in Ordnung ist.

Dann kam heute noch meine Fahrkarte für den kurzen Familienurlaub Anfang Mai – was zwar nichts wirklich ändert, aber dennoch so ein bisschen eine Bestätigung ist, dass ich wirklich fahren werde. Wenngleich ich nun wirklich alles andere als familienfixiert bin, so ist es doch schön, Mutter und Bruder nach einem Jahr mal wieder zu sehen… von Stiefbrüdern, die bei Gelegenheit versuchen, meine Freundin unter den Tisch zu saufen, oder durch skurile Telefonstreiche von sich Reden machen, ganz zu schweigen! 🙂

Was soll ich sagen: Mein Leben ist eigentlich zu unspektakulär zum Bloggen – aber wenn ich jetzt schreiben würde, ich höre damit auf, dann glaube ich ja selbst nur an einen Aprilscherz 😀

Ich muss mal schauen, ob ich noch irgendwelche Stories aufgabel, ansonsten gibt es hoffentlich bald wieder Frontberichte von den Straßen der Hauptstadt…

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Muss… kommentieren. Kann… nicht anders…

Habe gerade bei der taz ein Interview mit Heribert Rech zum bevorstehenden Nato-Gipfel gelesen, und ich muss einfach meinen Senf dazu geben. Es geht wirklich nicht anders. Die Originalaussagen lasse ich hier so stehen, zur Überprüfung: Hier sind sie bei taz.de nachzulesen.

Baden-Württembergs Innenminister Rech ist für die Sicherheit beim Nato-Gipfel verantwortlich. Welche Lehren zieht er aus dem Polizeieinsatz beim G-8-Gipfel in Heiligendamm?

taz: Herr Rech, wie hoch ist der Druck auf Sie, dass während des Nato-Gipfels alles perfekt laufen muss?

Heribert Rech: Der Nato-Gipfel muss gut und friedlich verlaufen. Natürlich fragt man sich, ob alles getan ist. Aber es gibt niemanden, der mir sagen könnte, wie man die Vorbereitungen noch optimaler hätte gestalten können. Der Gipfel setzt Maßstäbe, was Polizeitaktik und Einsatzbereitschaft angeht, gerade in technischer und logistischer Hinsicht.

Ich will ja nicht gleich zu Beginn rumunken, aber Frage und Antwort waren hier relativ unnötig. Aber gut, man kann ja noch einmal erklären, worum es eigentlich geht…

Was tun Sie als Innenminister, um auf die Gipfelgegner zuzugehen und im Vorfeld zu deeskalieren?

Der Innenminister kann nicht mit 3.000 gewaltbereiten Demonstranten reden, das ist immer noch Aufgabe der Polizei. In Baden-Württemberg ist das Thema Gefährderansprache, auch im Bereich von Hooligans, sehr weit forciert. Wir haben 100 Kolleginnen und Kollegen, die als Anti-Konflikt-Teams während der Proteste und auch schon im Vorfeld mit Leuten, die aus dem Ruder laufen könnten, reden. Sie treten nicht martialisch auf, sondern ohne Körperschutz, als Bürger in Uniform, teilweise auch in Zivil.

OK, so sieht es also aus: Der Innenminister kann nicht mit allen gewaltbereiten Demonstranten reden. Verstehe ich irgendwie. Aber die Polizei? Gut, 25.000 deutsche und französische Beamte sind im Einsatz beim Nato-Gipfel. Davon sind 100 vom Anti-Konflikt-Team. Also mit viel Wohlwollen 0,5%… ich frage mich sowieso, weswegen es eigens ein Anti-Konflikt-Team braucht, wenn doch die Polizeitaktik immer nur auf Wohlwollen und Konfliktlösung basiert. Aber immerhin treten diese ja „nicht martialisch“ auf, „ohne Körperschutz“ sogar. Was für ein Zugeständnis in einer in meinen Augen sehr fragwürdigen Situation auf einer Demonstration – wo einem als Bürger verboten ist,  Schutzkleidung gegen die (sowieso völlig inexistenten) Gewaltausbrüche seitens der Polizei zu tragen.

Der letzte vergleichbare Großeinsatz einer deutschen Polizei war der G-8-Gipfel in Heiligendamm im Jahr 2007. Damals häuften sich Falschmeldungen aus der Einsatzzentrale der Polizei. Kann man sich auf die Meldungen der Polizei in Baden-Württemberg verlassen?

Ich möchte Heiligendamm nicht bewerten. Da bin ich nicht der Experte, andere haben Schlussfolgerungen aus dem Einsatz gezogen.

Na, wenn das andere getan haben, dann ist ja super! Warum sollte Herr Rech das selbst tun? Weil er Schirmherr einer vergleichbaren Situation ist? Pah!

Auch Schlussfolgerungen zur Einsatzplanung in Baden-Württemberg?

Eine Folgerung war, dass wir keine Massencamps mit 10.000 bis 15.000 Teilnehmern zulassen. Das können rechtsfreie Räume werden. Was mögliche Fehlinformationen anbelangt – ich habe gestaunt, als ich gesehen habe, dass die Polizei in der Einsatzzentrale auf Knopfdruck sehen kann, wo welcher Polizist oder welcher Krankenwagen im Einsatz ist. Das Risiko von Fehlinformationen ist minimal.

Zu den ersten beiden Sätzen: Bewertet wird Heiligendamm nicht, aber aus dieser Nicht-Bewertung leitet man mal ab, dass man Camps verbietet? Weil sie „rechtsfreie Räume“ werden können. Ich würde eher „überwachungsfrei“ bevorzugen, aber dass das dasselbe ist, muss man ja – ob mit oder ohne Brechreiz – inzwischen immer wieder feststellen. Zum zweiten Teil der Antwort: Wie niedlich, die haben sie mit den Knöpfen spielen lassen?

Haben Sie Verständnis für die Camp-Organisatoren, die argumentieren, friedlich Demonstrierende empfinden massive Polizeipräsenz als Stress und brauchen deshalb Raum, wo sie sich erholen können?

Friedliche Demonstranten haben beim Anblick der Polizei keinen Stress. Mit Leuten, die behaupten, von der Polizei gehe Gewalt aus oder allein das Vorhandensein von Polizei sei Gewalt, würde ich gerne mal über ihr Verständnis von Rechtsstaat diskutieren. Die Polizei gewährleistet überhaupt erst, dass demonstriert werden kann.

Hier schlägt’s wirklich Dreizehn! Ich bin als friedlicher Demonstrant durchaus schon enorm gestresst gewesen durch unsere Staatsmacht. Da brauche ich nichtmal soweit ausholen, dass ich detailverliebt schildere, welch sadistisches Grinsen manch „Ordnungshüter“ im Gesicht hat, wenn er mir mal aus der zweiten Reihe schön in den Magen schlagen konnte, sondern es reicht eigentlich, sich mal anzusehen, welche Kampfkraft von einer Einsatzhundertschaft ausgeht, die nie auch nur einen Zweifel daran aufkommen lässt, wer hier Herr im Haus ist. Was insbesondere bei friedlichen Demos echt daneben ist. Über das Verständnis „von Rechtsstaat“ will ich mich mit Herrn Rech allerdings sicher nicht unterhalten, denn jemand, der der Meinung ist, Demonstrationen könnten nur dank der Polizei stattfinden, der verliert meiner Erfahrung nach ein bisschen die Bodenhaftung. Ich darf hier demonstrieren, wo und wie ich will. Und die Polizei brauche ich dazu gar nicht! Dafür haben sie vor ein paar Jahrzehnten so ein lustiges Grundgesetz gedruckt, und wenn das von den betroffenen Stellen ernst genommen werden würde, dann bräuchte man sich gar nicht mal unterhalten.

Wäre es für Sie eine schlechte Bilanz, wenn rund um den Gipfel viele Menschen grundlos in Gewahrsam genommen werden? In Heilgendamm gab es über 1.000 Fälle. Über 90 Prozent der Verfahren sind später eingestellt worden.

Wenn Verfahren eingestellt werden, heißt das nicht, dass die Ingewahrsamnahme nicht gerechtfertigt war. Ich kann zudem keine Bilanz auf hypothetischen Annahmen ziehen. Es ist davon auszugehen, dass Ingewahrsamnahmen stattfinden und dass sie juristisch hieb- und stichfest sind. Für uns sind sie ohnehin die Ultima Ratio.

Manche Menschen müssen leider mit diesen „hypothetischen“ Bilanzen rechnen, weil sie beteiligt waren. Aber gut, nicht der Herr Rech, das ist klar! Und an den Journalisten: Hätte man nicht noch ein bisschen nach dem „Verständnis von Rechtsstaat“ reden können?

Werden in den Gefangenensammelstellen bessere Bedingungen herrschen als in denen in Heiligendamm? Dort beschwerten sich Insassen über überfüllte Zellen, in denen 24 Stunden am Tag das Licht brannte.

Ich kritisiere die Gefangenensammelstellen in Heiligendamm nicht. Jeden, der unsere kritisiert, den lade ich im Vorfeld ein, sie sich anzuschauen.

Schön, dass sie die Sammelstellen nicht kritisieren, Herr Rech! Wen interessiert’s denn? Aber das ist es ja: Warum überhaupt so viel Stress, es geht ja eh nur um ein paar Spinner. Leider hab ich gerade keine Zeit, mir Gefangenensammelstellen anzusehen – aber ich hätte einen netten Gegenvorschlag: Wenn da alles so supi ist, dann lassen sie doch – im Gegensatz zu Rostock 2007 – einfach dieses Mal die Anwälte rein zu ihren Mandanten. Steht übrigens auch so oder so ähnlich in einem netten Buch. Die sind zwar alle so trocken zu lesen, aber ich bin sicher, da können sie noch viel draus lernen!

Schade, dass ich nicht da unten bin… viel Glück an die, die da sein werden!

(Für die Nostalgiker: Mein Blogeintrag nach dem G8-Gipfel 2007)

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April April!

Habe ich mich doch tatsächlich gerade von einem Aprilscherz erwischen lassen. Bei german-bash.org bin ich ein recht regelmäßiger Leser. Kann man so sagen, wenn man alle Zitate dort mehrfach gelesen hat, oder? Jedenfalls sehen die letzten Zitate dort eher „seltsam“ aus.

Zunächst dachte ich daran, dass vielleicht wirklich militante Christen die Seite gehackt haben – aber der Text auf der Hauptseite, sowie das Datum haben dann Ozie gleich erkennen lassen, wie der Hase läuft. Peinlich für mich – aber ich hätte es so manchem religiösen Spinner zugetraut…

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Endlich ist dieses Frühlings-Dings da!

War ja auch mal Zeit! Die Sonne strahlt über Berlin, und ich muss gestehen, dass ich es wahnsinnig aufmunternd finde. Ich hocke zwar gerade in der Bude, übertrage ein paar alte Blogeinträge in diesen hier, und „nutze“ das schöne Wetter somit gar nicht wirklich – aber die Laune knallt mit vernehmbarem Krachen selbst durchs oberste Geschoss unseres Ex-DDR-Bunkers.

Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass ich mich heute auch gesundheitlich ein bisschen besser fühle. Ich habe so langsam die Hoffnung, dass ich tatsächlich am Freitag wieder arbeiten kann. Das einzige, was gerade ein wenig bedauerlich ist, ist dass meine Geschmacksnerven krankheitsbedingt ausgefallen sind. Nico hat mir ein Malz kaltgestellt – von Oettinger (brr…), aber ich kann nicht einmal sagen, ob es so scheiße ist wie das Bier – ich schmecke NICHTS!

Naja, ich beschwere mich mal nicht. Wenn sich mein Mundraum heute zu sehr vernachlässigt fühlt, dann steige ich auf Chilis um – wozu ist Schärfe denn unabhängig von den Geschmacksrezeptoren? 🙂

Wünsche allen da draussen einen schönen Frühlingstag!

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Schon wieder Handwerker…

Ist echt so eine Art Seuche gerade 😉

Aber: Nein, es bedeutet eben nicht, dass unser Flurlicht wieder tut. Nachdem ich gerade aus dem Bett geworfen worden bin von einer Paketzustellerin, die mich fragte, ob ich für Nachbarn ein Paket annehmen würde, klingelte es noch einmal, und dieses Mal war es der Typ, der unseren Spülkasten im Saarland reparieren sollte. Cleverness wäre jetzt nicht unbedingt die Umschreibung meiner Wahl, da er es nicht geschafft hat, auf seinem Vordruck die Festnetznummer zu finden, unter der er uns vorab hätte informieren können.

Nein, sonst war er echt in Ordnung – er hat jetzt halt das Problem gehabt, ein ungeputztes Klo demontieren zu dürfen – und das wäre nun wirklich etwas, auf das ich keinen Wert legen würde. Naja, wegen eines kleinen Defekts ist nun der komplette Spülkasten neu (immerhin ein Teil, dass wir jetzt nicht putzen müssen), und das war es schon. 15 Minuten. Ende. Ach ja: Der Handwerker gehörte zu den wenigen Promille der Menschheit, die größer sind als ich.

Und ich bin platt wie Fisch – oder so. Hoffentlich packe ich das mit dem Genesen bis Freitag Abend…

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Kühlschrank-Poesie (6)

"Fromme" Wünsche am Kühlschrank...

"Fromme" Wünsche am Kühlschrank...

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Handwerker… und Ärzte!

So, soll ich doch noch Schmähartikel schreiben? Ich weiss nicht. Aber der Verlauf des Tages hat mich schon aufgeregt. Noch Vormittags habe ich beschlossen, ich gehe einfach zu meinem Arzt. Ob das Telefon jetzt tut oder nicht…

War natürlich umsonst. Keiner da! Wirklich aufgeregt hat mich die Tatsache, dass nirgends ein Abwesenheitshinweis zu finden war. Nix. Wenigstens, damit ich weiss, dass ich einen anderen Arzt aufsuchen sollte! Ist sowieso quasi unmöglich, hier in Marzahn einen Arzt zu finden, der noch Patienten aufnimmt – aber wenigstens wissen, dass man sich das geben muss!

Naja, war schonmal blöd, weil die Krankmeldung das Einzige war, was ich heute wirklich vorhatte. Also habe ich beschlossen, wenigstens meinen Chef anzurufen. Ist irgendwie komisch, sich bei seinem Arbeitgeber zu melden, und zu sagen:

„Ich muss mich leider krankmelden, aber ich weiss noch nicht, ob – und wenn ja: wann – ich eine Krankmeldung abgeben kann, weil mein Hausarzt verschwunden ist.“

Aber bevor ich dieses Telefonat führte, kam Ozie noch heim und bewunderte das nun wieder funktionierende Licht im kleinen Flur. Einen kurzen Moment. Dann: Lampe ausgemacht, wieder angemacht, kurzes Flackern: Dunkelheit! Ich hab auch zuerst an die Birne gedacht, aber das Licht wird von zwei Birnen an zwei Fassungen generiert. Und zumindest eine Ersatzbirne wollte dort auch nicht tun. Sicherung ist es auch nicht – also besteht da wohl nochmal Handlungsbedarf… wahrscheinlich war aber der Elektriker wirklich nicht schuld. Er meinte noch, da am Relais sei wohl was nicht sauber zugeschraubt gewesen. Er hat das dann fixiert und wir haben mehrmals alle Lampen in der Wohnung an und wieder ausgeschaltet, um zu sehen, ob jetzt wirklich alles problemlos läuft. Was hätte er besseres machen sollen. Vielleicht spinnt hier wirklich was – oder der Geist von Honnecker durchwabert die Räume (und der war ja nicht gerade eine Leuchte) – was weiss ich?

Aber nochmal zum Arzt: Ich weiss immer noch nicht, was los ist. Vielleicht werde ich es nicht erfahren. Was allerdings so dringend gewesen ist, dass nicht einmal ein Zettel an der Tür möglich war, wird sich mir nicht ohne Grund nicht erschließen. Jeder Arzt hat sein Recht auf Urlaub, auf spontane Entscheidungen und auch auf Geheimnisse – aber ein Zettel „Sind wieder da am…“ sollte doch echt nicht so schwierig zu verwirklichen sein.

Und ich hoffe stark, dass er sich nicht aus Budget-Gründen abgesetzt hat, so für die letzten paar Tage des Quartals, denn bei aller Liebe zum Arbeitskampf und allem Respekt vor der Arbeit von Ärzten:

  1. Sowas macht man öffentlich, nicht heimlich!
  2. Wenn es zu viel Stress für das wenige Geld ist, dann arbeitet was anderes!

Naja, jetzt habe ich einen Bereitschaftsarzt antanzen lassen für ne Krankmeldung – wie sinnig, personal- und ressourcenschonend das doch ist…

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