Bei der Arbeit ist gerade einiges an Stress, da kommt einem ein erholsames Wochenende mit der Familie doch gerade recht.
*hüstel*
Nein, dieses Wochenende hatten wir gleich zwei Ausflüge, was zugegeben nicht unsere normale Schlagzahl ist. Am Samstag haben wir uns nach ein paar Tipps im Netz das erste Mal Schloss Freudenberg gegeben und sind eigentlich recht begeistert. Eigentlich, denn um ehrlich zu sein: Ein bisschen weird ist es auch. Es ist wie der Name vermuten lässt eigentlich ein Schloss. Kein sonderlich schönes, sondern ein augenscheinlich ziemlich baufälliges. Allerdings fungiert es jetzt auch nicht als langweilige Geschichtsstätte, sondern wurde umfunktioniert in eine Ausstellung mit umgebendem Abenteuerspielplatz.
Im Schloss selbst befinden sich eine Menge Physik-Experimente wie Pendel, Prismen, Licht- und Klanginstallationen, dazu etwas bizarre Exponate und Kunst an allen Ecken.
Und das Wort „bizarr“ vergebe ich hier nicht leichtfertig.
Im Obergeschoss war zum Beispiel auch noch ein durchsichtiger Bienenstock zu finden.
Auf dem Außengelände gab es dann verschiedene Spielmöglichkeiten wie etwa den unten gezeigten Holzstapel, der unsere Kids an dem Tag stundenlang beschäftigt hat, aber auch einen Wasserspielplatz, einen Barfußpfad, Schaukeln und eine Menge Zeug einfach.
Ich will ehrlich sein: So ganz verstanden hab ich das Konzept nicht, aber vielleicht ist das auch das eigentlich Geile daran: Eigentlich ist die Idee, ein altes Schloss zu so einem Event zu machen, im bestmöglichen Sinne anarchisch. Ein kleines Manko fand ich persönlich die Eintrittspreise, die zu viert mal eben bei rund einem Fuffi lagen. Plus ein bisschen Pommes und Eis und zack, waren es hundert. Tut uns nicht weh und ich würde auch sagen, dass es das total wert war, aber ich erinnere mich noch gut an Tage, an denen das einfach keine Option gewesen wäre.
Und wenn wir schon bei seltsamen Geldflüssen sind: Den Mittag des Sonntags haben wir dann hier in Bingen im Park am Mäuseturm verbracht, denn dort hatten unsere Vermieter zum jährlichen Fest geladen mit allerlei Attraktionen für Kinder. Wir sind da bisher nie hin, weil wir so ein bisschen provinzielle Peinlichkeit erwartet hatten, aber auch wenn ich geunkt habe, wir gingen dort hin um zu sehen, wo das Geld hinfließt, das sie nicht in die Renovierung unseres Hauses stecken: Das war schon gut. Wir haben uns das nochmal angeschaut und vermutlich ist das schon ziemlich elegantes Marketing rund um einen sehr überschaubaren finanziellen Aufwand für die Firma selbst, aber damit ist gemeint, dass das Fest neben ein paar größeren Attraktionen wie Hüpfburgen und Bungee-Trampolinen im Wesentlichen von den Vereinen vor Ort getragen wird und so doch noch eine ganze Menge mehr zu bieten hat: Vom begehbaren THW-Truck über Kinderschminken bis hin zum Schlauchspritzen mit der Feuerwehr oder ein paar Partien Schach – was vom Spätzle gerne in Anspruch genommen worden ist. Am Ende hatten wir drei Stunden echt gute Unterhaltung und ein paar hundert andere Kinder auch. Da lacht es sich doch nochmal ein bisschen leichter über das Desaster, das sie bei uns im Rasenmäherraum angerichtet (und bis heute nicht komplett beendet) haben.
Aber um ehrlich zu sein: Jetzt freue ich mich schon wieder auf die erholsame Arbeit. 😉








