Abhängig (1)

oder: Wie ich meinen Handyvertrag wechseln wollte

Mein Handyvertrag nervt mich. Seit Jahren. Ich hätte ihn schon lange wechseln sollen, aber bei der ewigen Vertragslaufzeit hab ich nie den rechtzeitigen Absprung geschafft. Außerdem: Ist es nicht Jacke wie Hose? Von der Sache her ja: Es gibt keinen Mobilfunkanbieter da draußen, der mir wirklich passt. Insbesondere des Internets wegen. Jeder pfuscht da in dem Rest rum, das er Internet nennt, verbietet dies und jenes, nie wirklich im Interesse der Kunden. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Zum Telefonieren würde ich mit einer 25€-Prepaid-Karte ein halbes Jahr lang auskommen, das Netz aber ist inzwischen wichtig geworden. Und da wurde der Leidensdruck langsam zu groß.

Mein Vertrag bei Vodafone war seit Anbeginn der Zeiten teuer, inzwischen sind die da dermaßen ins Hintertreffen geraten, dass es nur noch weh tut. Zwar nutze ich das Netz unterwegs nicht im herkömmlichen Sinne viel – ich lade wirklich kaum was runter, surfe fast nie – dennoch ist die Limitierung auf 300 MB mit passabler Geschwindigkeit so begrenzt, dass ich sie jeden Monat ausgereizt habe. Mit Twitter und meinem Tracking-Dienst alleine, so mehr oder weniger. Ein paar Mails noch, das war’s. Und dafür dann 30 Steine im Monat – oder 35, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Das ging einfach nicht mehr.

Also hab ich mir vor drei Monaten ein Herz gefasst und gekündigt. Ich hab festgestellt, dass die anderen Anbieter zwar immer noch einen an der Klatsche haben, es den ganzen Quark aber zumindest mal für wesentlich weniger Geld gibt. Bei Vodafone hätte ich so ab 80 € in etwa das bekommen, was ich haben wollte – zusätzlich zu irgendwelchem Stuss wie z.B. 100 MMS gratis.

Wer nutzt denn bitte MMS?

Da wäre mir ein beigelegter Werbe-Kuli ein größerer Mehrwert gewesen!

Abgesehen davon, dass ich nach meiner Kündigung erst einmal die Füße hochgelegt habe, passierte etwas, das ich so nicht erwartet hätte: Die von Vodafone haben das hingenommen. Einfach so. Haben nicht einmal einen Rückhol-Versuch gewagt. Was nur fair ist, ich aber von der Saubande nicht erwartet hätte. Hatte mein telefonischer Auftritt offenbar Wirkung gezeigt. Damals nämlich wollten sie mich eigentlich zwei weitere Jahre mit einem neuen Handy ködern. Stattdessen hab ich gekündigt. War wohl deutlich genug.

Aber gut. Vodafone war also lieb und ich war so verplant wie immer. Irgendwann im Sommer, da müsste ich dann mal schauen …

Am 24. Juni hab ich dann festgestellt, dass ich kein Netz mehr habe. Die Verbindung zu o.g. Kündigung war bei mir weniger präsent, als ihr Euch das jetzt wohl vorstellen könnt. Ich hab eine Weile gebraucht, bis mir klar war, dass es nun schon so weit war. Und jetzt? Neuer Anbieter? Kann ich die Nummer noch mitnehmen? Was jetzt? Wie lange das jetzt wohl alles dauert? OMG, OMG, OMG!

Später mehr.

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2 Comments

Filed under Arcor / Vodafone, Feinde, Lichtblicke im Alltag, Mein Haushalt, Vermischtes

2 Responses to Abhängig (1)

  1. hrururur

    300 MB und dafür 30 €??? Ich habe einen Prepaidvertrag von Aldi, also Eplus, und zahle 15 für 5GB, kleinere Flats entsprechend billiger. Inklusive App, die das Aufladen sehr kurz gestaltet, wenn ich mal ne Karte kaufe und nicht zum Bankautomaten gehe. Das geht nämlich mit jeder normalen Eplus Aufladenummer(was bei Tchibo zB nicht geht). Man kann glaub ich bis zu 200€ draufladen, das würde bei dir ja bei der ganz großen Flat inklusive Telefonieren bummelig n Jahr halten. Ich bin echt ein bisschen entsetzt, dass du so wenig kriegst bei Vodafone und so viel zahlst… Oder eher gezahlt hast…

  2. @Hrhrurur:
    Wie gesagt: Bezahlt habe. Ich sag ja: Steinzeitlich, aber mal so richtig.

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