Monthly Archives: Juni 2013

Abhängig (3)

oder: Wie mein Postbote den Kuli entdeckt

Zeitlich war das gestern reichlich konfus. Um 13.55 Uhr klingelte es Sturm, ich habe die Nacht vorzeitig beenden müssen. Um rechtzeitig zur Tür zu kommen, hat es allerdings nicht gereicht. Einen leisen Verdacht hatte ich: Könnte das schon die DHL mit meiner Congstar-SIM gewesen sein? Meine Buchung lag zwar erst 36 Stunden zurück und die Nachricht, dass meine alte Nummer am 2. Juli wieder verfügbar sein würde und die SIM etwas früher kommt, war noch keine 24 Stunden alt.

Beim Aus-dem-Haus-Watscheln zum O2-Shop (siehe Teil 2) hing dann tatsächlich ein entsprechender Zettel an der Türe. Da wir – wie man ja jeden Tag überall sieht – eine wahre Terrorismusschwemme seit Einführung des Handys hatten, ist die persönliche Identifizierung ja notwendig, weswegen die DHL mich um Rücksprache wegen eines Termins bat. Soweit, so erwartbar.

Wir sind trotzdem erst zu O2, da die Freischaltung der Karte ja trotzdem erst nächste Woche, und damit zu spät für einen Internet-Junkie wie mich, erfolgen würde.

Kaum dass wir allerdings zu Hause am Küchentisch schnallten, dass O2 mich über selbigen gezogen hatte, klingelte es abermals. Wieder die DHL. Hui: Zweiter Zustellungsversuch in 5 Stunden, nicht schlecht! Muss man mal ehrlich sagen. Aus dem Aufzug schwang sich ein grauhaariger Rentenanwärter und breitete die Arme aus:

„Er ist anwesend! Wahnsinn!“

Ich scheine einen gewissen Ruf in Postkreisen zu haben. Das freut mich. Ähnlich euphorisch ging die ganze Prozedur weiter. Er nahm meinen Ausweis entgegen, überließ es dann aber größtenteils mir, vorzulesen, was darauf geschrieben stand, denn er hatte „die falsche Brille dabei“. Richtig ulkig wurde es, als ihm der Kuli runtergefallen ist. Ich war zwar so nett, ihn aufzuheben, um den armen Mann mit der falschen Brille nicht die Suche zu überlassen – das hat aber nichts daran geändert, dass sich die Mine besagten Schreibgerätes nun nicht mehr ausfahren ließ. Gute drei Minuten hat der gute Mann mit aus dem Mundwinkel hängender Zunge an dem Kugelschreiber rumgefummelt, bis er – mehr schlecht als recht – damit schreiben konnte.

Mein Bedarf an Unterhaltung war nach dieser Begegnung jedenfalls gedeckt für den Tag.

Und nun sitze ich hier – nach einem etwas aus dem Ruder gelaufenen Mittagsschlaf – und bin wieder online. Zwar nur mit der Tages-Flat, weil es auch noch einen Buchungsfehler bei O2 gab (Ganz großes Kino, Jungs! Und dafür hab ich eine halbe Stunde in eurem Laden verbracht!) – aber immerhin!

Meine alte Nummer wird voraussichtlich am 2. Juli wieder freigeschaltet, ab da ist dann wieder alles wie bisher. Die Nummer, die ich jetzt habe, gebe ich nicht weiter, das verwirrt bloß. Und so wichtig, dass man damit nicht eine Woche warten könnte, ist nichts. Außer das mit dem Internet, wie man sieht …

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Abhängig (2)

oder: Wie mich O2 über’n Tisch gezogen hat

Mein abermaliger Schnellcheck hat bestätigt, was ich befürchtet hatte: Das mit Abstand beste Angebot hatte ausgerechnet Congstar. Das ist moralisch wirklich nicht leicht für mich, denn Congstar ist bekanntermaßen eine Tochter der Telekom, und zu denen zu gehen, ist im Grunde nie eine gute Idee gewesen, spätestens dieses Jahr aber eigentlich völlig untragbar. Pest und Cholera eben. Aber, in Ermangelung wirklich gangbarer Alternativen: Wenn die Telekom doppelt so beschissen wie Vodafone ist (was angezweifelt werden darf, Vodafone ist halt nicht so blöd, mit dummen Plänen als erstes an die Öffentlichkeit zu gehen), ich aber bei denen nur ein Drittel des Preises zahle – hab ich dann am Ende nicht doch weniger Scheiße mitfinanziert?

Ich weiß es nicht. Fakt ist, dass ich bei denen 3 mal mehr Datenvolumen bei jederzeit möglicher Kündigung für 12,99 € kriege.

Sogar eine Mitnahme der Rufnummer war nachträglich noch möglich, soweit alles gut. Dauert halt ein bisschen, ist ja logisch. Mindestens eine ganze Woche ohne Netz hätte ich so aushalten müssen. Dass ich ein paar Tage nicht auf dem Handy erreichbar bin, ist nicht wirklich schlimm – aber ohne Mails und Twitter? Ohne Tracker? Vergiss es!

Aber die Welt kennt Abhilfe. Warum nicht kurz eine Prepaid-Karte holen, für eine Woche sollte da ja der letzte Rotz funktionieren. Prepaid ist zwar so ein Wort, von dem ich dachte, es sei in Verbindung mit Handytarifen im letzten Jahrtausend bereits ausgestorben, jetzt war ich froh, dass es offenbar doch in einer Nische überlebt hat. Denn ich saß jetzt in einer Nische, in der das Konzept passend war.

Ich bin in unserem Einkaufscenter in den O2-Shop reingelaufen, kurz nachdem einer der Mitarbeiter einen Kasten Bier vom Rewe dort hineintrug. Find ich nicht unsympathisch, schien aber in Anbetracht der folgenden Ereignisse vielleicht nicht der erste an dem Tag zu sein.

Denn mein Anliegen war nicht so kompliziert: Eine Woche Internet, maximal. Telefonieren, Tarife, alles völlig wurscht!

Nun, zugegeben: Bekommen hab ich das, allerdings unnötig teuer. Denn – auch wenn es vielleicht lieb gemeint war – ich hätte ganz offensichtlich keine 10 € für eine Internet-Flat (witzigerweise mit einem vergleichbaren Volumen wie mein Vodafone-Vertrag bis dato) ausgeben müssen, wenn ich schon einmal 10 € Guthaben auf der normalen Karte hab. Bei einem Besuch im Netz bucht der O2-Prepaid-Salat nämlich automatisch eine Ein-Tages-Flat für 0,99 € – was auf eine Woche hochgerechnet ziemlich problemlos in 10 € drin ist. Ergo: 20 € gezahlt, 10 davon umsonst. Grummel. Es ist mir tatsächlich gerade egal, wie viel das kostet, aber umsonst das Geld zum Fenster rauswerfen wollte ich auch nicht. Das Fazit des gestrigen Tages kommt daher von Ozie:

„Eigentlich ist es ja praktisch, dass O2 sich so verhalten hat. Hab ich schon einen Anbieter weniger, bei dem ich mich umsehen muss, wenn ich mir demnächst einen neuen Vertrag besorge.“

Egal. Ich bin also am Wochenende weiter online. im dritten Teil geht es dann um die DHL und die Zukunftsaussichten.

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Abhängig (1)

oder: Wie ich meinen Handyvertrag wechseln wollte

Mein Handyvertrag nervt mich. Seit Jahren. Ich hätte ihn schon lange wechseln sollen, aber bei der ewigen Vertragslaufzeit hab ich nie den rechtzeitigen Absprung geschafft. Außerdem: Ist es nicht Jacke wie Hose? Von der Sache her ja: Es gibt keinen Mobilfunkanbieter da draußen, der mir wirklich passt. Insbesondere des Internets wegen. Jeder pfuscht da in dem Rest rum, das er Internet nennt, verbietet dies und jenes, nie wirklich im Interesse der Kunden. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Zum Telefonieren würde ich mit einer 25€-Prepaid-Karte ein halbes Jahr lang auskommen, das Netz aber ist inzwischen wichtig geworden. Und da wurde der Leidensdruck langsam zu groß.

Mein Vertrag bei Vodafone war seit Anbeginn der Zeiten teuer, inzwischen sind die da dermaßen ins Hintertreffen geraten, dass es nur noch weh tut. Zwar nutze ich das Netz unterwegs nicht im herkömmlichen Sinne viel – ich lade wirklich kaum was runter, surfe fast nie – dennoch ist die Limitierung auf 300 MB mit passabler Geschwindigkeit so begrenzt, dass ich sie jeden Monat ausgereizt habe. Mit Twitter und meinem Tracking-Dienst alleine, so mehr oder weniger. Ein paar Mails noch, das war’s. Und dafür dann 30 Steine im Monat – oder 35, so genau weiß ich das gar nicht mehr. Das ging einfach nicht mehr.

Also hab ich mir vor drei Monaten ein Herz gefasst und gekündigt. Ich hab festgestellt, dass die anderen Anbieter zwar immer noch einen an der Klatsche haben, es den ganzen Quark aber zumindest mal für wesentlich weniger Geld gibt. Bei Vodafone hätte ich so ab 80 € in etwa das bekommen, was ich haben wollte – zusätzlich zu irgendwelchem Stuss wie z.B. 100 MMS gratis.

Wer nutzt denn bitte MMS?

Da wäre mir ein beigelegter Werbe-Kuli ein größerer Mehrwert gewesen!

Abgesehen davon, dass ich nach meiner Kündigung erst einmal die Füße hochgelegt habe, passierte etwas, das ich so nicht erwartet hätte: Die von Vodafone haben das hingenommen. Einfach so. Haben nicht einmal einen Rückhol-Versuch gewagt. Was nur fair ist, ich aber von der Saubande nicht erwartet hätte. Hatte mein telefonischer Auftritt offenbar Wirkung gezeigt. Damals nämlich wollten sie mich eigentlich zwei weitere Jahre mit einem neuen Handy ködern. Stattdessen hab ich gekündigt. War wohl deutlich genug.

Aber gut. Vodafone war also lieb und ich war so verplant wie immer. Irgendwann im Sommer, da müsste ich dann mal schauen …

Am 24. Juni hab ich dann festgestellt, dass ich kein Netz mehr habe. Die Verbindung zu o.g. Kündigung war bei mir weniger präsent, als ihr Euch das jetzt wohl vorstellen könnt. Ich hab eine Weile gebraucht, bis mir klar war, dass es nun schon so weit war. Und jetzt? Neuer Anbieter? Kann ich die Nummer noch mitnehmen? Was jetzt? Wie lange das jetzt wohl alles dauert? OMG, OMG, OMG!

Später mehr.

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Bettgeschichten

Ich hab ein neues. Mit schwarzem Bettlaken. Hui! Ende.

Bett. Quelle: Sash

Bett. Quelle: Sash

Sehr informativ, ich weiß. Der Grimme-Preis ist mir nahezu sicher.

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Wiedersehen

Ich freue mich sehr darauf, den heutigen Arbeitsanfang eine Weile nach hinten zu verschieben.

Nicht, weil ich das ohnehin gerne mal absichtlich oder unabsichtlich tue, sondern weil ich gestern überraschend von einem alten Freund kontaktiert wurde, der sich gerade in Berlin aufhält – und wir uns treffen wollen.

Ich muss dazu anmerken, dass es genügend potenziell ähnlicher Treffen geben würde, bei denen ich mir unsicher wäre und bei denen ich mir überlegen würde, ob ich sie mir wirklich geben will. Tatsächlich aber handelt es sich um einen Freund, den ich einfach dank der Wirrungen der Geschichte seit rund 10 Jahren nicht mehr gesehen habe. Hier und da mal eine Mail, so weit, so gut. Ganz verliert man den Kontakt in der heutigen vom Internet geprägten Welt ja auch nur selten.

Aber 10 Jahre nicht sehen … wir sind beide erst um die 30. Da ist das noch ein recht singuläres Ereignis. Sozusagen eine erste Wahrnehmung dessen, was das Wort „Lebenswege“ überhaupt umfasst.

Ich freue mich. Und fühl mich doch auf sehr komische Art sehr erwachsen … 😉

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Nachschlag zu #Neuland

Großes Kino gestern mal wieder: Beim Besuch von Barack Obama in Berlin sagte Angela Merkel (Unsere Kanzlerin, für die RTL-Zuschauer) unter anderem folgendes:

Nochmal als Text:

„Das Internet ist für uns alle Neuland und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung natürlich mit völlig neuen Möglichkeiten und Mö … völlig neuen, äh, Herangehensweisen, unsere Art zu Leben in Gefahr zu bringen.“

Gut. Was darauf folgte, war vorherzusehen und ist steht heute wahrscheinlich gedruckt in jeder Zeitung: Ein Shitstorm auf Twitter ergoss sich über Merkel, es wurden Witze unter dem Hastag #Neuland gepostet, die überwiegend natürlich die Medienkompetenz unserer obersten Repräsentantin durch den Dreck zogen. Muss man nicht gut finden, allerdings – und dazu kommen wir noch – ist das nicht alles gewesen.

Nachdem die Timelines voll waren mit lustigen Bildchen und Sprüchen zum Thema, meldeten sich auch Kritiker. Der Tenor war im Großen und Ganzen der, dass das ja SO nicht gemeint war. Natürlich hätte die Kanzlerin Ahnung vom Netz, und jetzt wegen eines Wörtchens so rumzumachen, sei kindisch. Andere formulierten das noch einmal mehr um. Der Regierungssprecher Steffen Seibert, seines Zeichens selbst Twitterer, ließ folgendes verlauten:


Als Text:

„Zur Neuland-Diskussion: Worum es der Kanzlerin geht – Das Internet ist rechtspolitisches Neuland, das spüren wir im polit. Handeln täglich.“

Aha. Dieser – zweifellos als Schadensbegrenzung gedachte – Schnellschuss verschlimmert die Sache jedoch nur. Man darf nicht vergessen, dass der Austausch zwischen Merkel und Obama in dieser Woche überschattet war von der Affaire um PRISM. PRISM ist ein Überwachungsprogramm des amerikanischen Geheimdienstes NSA und hat – die genauen Umstände sind noch dabei, ermittelt zu werden – das bestätigt, was viele lange befürchtet hatten: Geheimdienste überwachen das Internet ziemlich umfänglich, insbesondere unsere e-Mails und die ganzen Social-Media-Plattformen sind alle nicht sicher. Keine Überraschung, aber schlimm, weil es jetzt alle wissen.

Merkels Anbiedern an Obama, indem sie „das Internet“ zu einer neuen Sache erklärt, bei der halt alle noch irgendwie am Gucken sind, wie man das dort so macht, ist diplomatisch verständlich. Gruselig, aber diplomatisch verständlich. Unser Regierungssprecher schiebt jetzt nach, dass es ihr ja eigentlich „nur um rechtspolitische“ Fragen geht. DAS hingegen ist wirklich eine Farce!

Nicht nur bedient er damit dieses alte Klischee, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei, er bestätigt quasi auch noch, dass die Regierung(en?) das so empfinden. Dabei ist diese These völliger Quark: Das Internet ist eben nicht dieses „Neuland“, in dem irgendwelche Eingeborenen komische Dinge tun und die Gesellschaft da jetzt irgendwie gucken muss, wie man da Fuß fassen kann. Im Internet gelten die gleichen Rechte wie außerhalb. Seine Supranationalität macht die Umsetzung derselben manchmal schwer, ebenso die schiere Größe und dezentrale Ausrichtung. Aber: Das liegt auch daran, dass gerade die Regierung ständig dabei ist, dieses Thema nach hinten zu verschieben und zu verschlafen. Und statt zum Beispiel wirksame Datenschutzregelungen zu verabschieden, beteiligen sich alle Staaten munter an deren Aushöhlung. Weil das Internet ja ein ach so freier Raum ist.

Merkel wanzt sich an die ran, die ohnehin Angst vor dem Netz haben, Seibert schiebt für die „Internetgemeinde“ nach, dass wir ja nun eigentlich damit auch nicht gemeint sind. Aber wo bleibt aus Regierungskreisen die Antwort darauf, dass hier vielleicht millionenfach massiv in die Grundrechte eingegriffen wird?

Richtig, Grundrechte!

Das Internet gibt es jetzt seit rund 20 Jahren. Seit mindestens 10 Jahren (sehr konservativ geschätzt) ist unübersehbar, dass es aus der Welt nicht mehr eben kurz verschwinden, sondern seine Verbeitung und Bedeutung sich ausweiten wird. e-Mails sind keine freakigen Nischenlösungen mehr, sondern wahrscheinlich die meistgenutzte Kommunikationsform. Weltweit und in Deutschland. Und Politik, Polizei und Geheimdienste finden es völlig normal, die zu überwachen?

Wie wäre wohl die Reaktion, wenn es um „stichprobenartige“ Brieföffnungen oder „flächendeckende“ Durchsuchung von Handtaschen gehen würde?

„Das Internet“ ist kein Neuland. Es hat Milliarden Benutzer, und es werden mit jedem Jahr mehr. Und rechtspolitisches Neuland ist es allenfalls, weil die Regierungen ihre Zeit damit verbringen, im Internet ein solches zu sehen und lieber von Verlagslobbyisten vorgelegte Gesetze durchzuwinken und es kleinzureden; als die weltweite Vernetzung endlich als gegeben anzuerkennen und sich mit den Folgen ergebnisoffen zu beschäftigen. Im Übrigen durchaus Folgen, die klassisch konservative Themen einbeziehen. Thomas Knüwer zieht in seinem Blogeintrag von gestern z.B. nicht nur lustige Vergleiche, sondern stellt (einmal mehr) fest, wie fatal sich diese Internetangst seitens der Regierung auch auf die Wirtschaft auswirken könnte wird. Ebenso sieht das auch Patrick Beuth bei zeit.de.

An der Kommunikationsform muss wohl noch gearbeitet werden. Es ist kein Wunder, dass die verballhornende Kritik alleine – gerade in Anbetracht der Weltfremdheit unserer Kanzlerin – kaum dort ankommt, wo sie gehört wird. So fordert denn auch der Tagesspiegel, es wäre Zeit, zu zeigen,

„dass Merkels Aussage auch jene betrifft, die an ihrem Rechner noch nie über eine Partie Minesweeper herausgekommen sind; dass es grundsätzlich darum geht, dass Privatsphäre auch in technisch vermittelten Lebensräumen Schutz genießt.“

In nicht einmal mehr hundert Tagen ist Bundestagswahl. Ich denke, deutlicher muss ich an dieser Stelle nicht mehr werden.


Kleines PS: Wie man mit dem Internet umgeht, was es ist, das MUSS man selbst rausfinden! Das können auch „wir“ netzaffinen Leute nicht mal eben erklären. Hab ich auch schon mal verbloggt.

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Lesergewinnung, Level: Profi

Es folgt nun wieder die anstrengendste Saison des Jahres. Ich meine Ausnahmsweise nicht den Sommer – obwohl ich den mit seinen langen Tagen durchaus auch immer ein wenig im Verdacht hab, anstrengend zu sein. Nein, meine fünfte Jahreszeit ist die, in der ich die Meldungen für die VG Wort erstelle. Jedes Jahr gegen Mai/Juni geben sie bekannt, welche Texte die Mindestzugriffszahl für eine Auszahlung erreicht haben – und dann muss ich für jeden eine Meldung erstellen. Das sind im Grunde nur ein paar Klicks, ein bisschen Copy & Paste.

Wenn man denn nicht wie ich quasi an jedem einzelnen Tag des Jahres einen Text geschrieben hat, auf den das zutrifft. Im Ernst: Fürs Jahr 2012 vermeldete die VG Wort bei mir 348 relevante Texte. Wenn man da mal mit einbezieht, dass das ja nur diejenigen sind, die länger als 1800 Zeichen sind, dann muss ich wohl zugeben, dass ich eine Menge Quatsch ins Internet schreibe – und ihr den auch noch lest. 😉

Das Schöne ist natürlich: Ich kann mir nun einen Mindestbetrag zusammenreimen, denn auch die Auszahlungsstufen sind nun verkündet worden. Und, für alle Finanz-Stalker unter meinen Lesern: Eins ist sicher – es wird sich dieses Jahr zumindest in einem ähnlichen Bereich bewegen wie im letzten.

Nun aber zur Lesergewinnung. Kaum, dass ich angefangen hatte, ein paar Meldungen abzuschicken, bekam ich eine Mail. Von – richtig: der VG Wort. Besser gesagt von einer der Angestellten dort, die die Meldungen bearbeiten und mir zum Inhalt des oben verlinkten Artikels einige Erklärungen gegeben hat. Dazu die Quoten dieses Jahr und – und darauf wollte ich hinaus – den schönen Satz:

„Ansonsten…freue ich mich immer über Ihre Meldungen und lese in Ihrem Fall nicht um etwas zu prüfen, sondern weil ich ganz privat die Texte gerne lese (und es sehr interessant finde, als Fahrgast mal zu hören, was die andere Seite so zu sagen hat ;-)…“

Das kann jetzt nur noch getoppt werden, indem mein Bankberater mich mal auf meine Verwendungszwecke anspricht. 🙂

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