Irgendwann vor langer Zeit dachten wir ja, dass es komisch wäre, dass unsere Nachbarn Windeln aus dem Fenster schmeißen. Ab heute ist unser Leben um eine Absurdität reicher:
Kuriositäten
Kennt ihr das auch, dass man beim Einkaufen im Supermarkt den Einkauf anderer Leute auf dem Band begutachtet? Auch wenn klar ist, dass manche Einkäufe nur bruchstückhafte Ergänzungen sind, male ich mir gerne aus, was z.B. sich die Leute aus ausgerechnet diesen Zutaten zu essen machen wollen. Da kommt man bei der Kombination aus Dosenfisch, Milchreis und Kloreiniger aus dem Lachen nicht mehr raus. Auch witzig fand ich zum Beispiel einen Typen, der 5 Kästen Bier und ein Schälchen Bio-Erdbeeren eingeladen hat. Das ist ein sinnfreier Zeitvertreib, aber er erleichtert einem die Wartezeit.
Meine Einkäufe in letzter Zeit kann ich nicht memorieren, aber ich hatte gestern einen so wunderbaren WTF-Moment in meinem Haushalt, dass ich euch das zur Belustigung mitteilen muss. Ozie suchte eine Kühltasche, die ich auch nach kurzer Suche lokalisieren konnte. Da die Kühltasche gemäß ihrer ausgeschilderten Funktion benutzt werden sollte, öffnete ich sie um zu sehen, was sich darin befindet. Vorweg sei gesagt, dass diese Tasche bei irgendeinem der vergangenen Zimmer-Umzüge von mir innerhalb der Wohnung wohl so eine Art Reste-Kiste war. Jetzt, Jahre später, fragte ich mich natürlich zunächst, was mich bitte dazu gebracht hat, folgende Dinge dort gemeinsam zu verstauen:
Ein Deckel von einer Tupperware-Dose,
ein Set Wandbefestigungs-Klebestreifen für Spiegel,
ein Langenscheidt-Praxis-Wörterbuch Englisch: Gastronomie,
ein aufziehbarer Spielzeug-Bus,
ein Tischtennisball,
ein brauner Filzstift,
ein Feuerzeug,
ein SATA-Kabel,
eine Walzenspieldose mit der Melodie von „Yesterday“
und 2,38 € Kleingeld
Und jetzt appeliere ich an den McGyver in euch: Was kann man daraus wohl so alles basteln? 😀
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Haushaltsregel Nr. 3324 b)
PET-Flaschen büßen bei der Lagerung auf heißen Herdplatten bereits nach 5 Minuten 100% ihres Pfandwertes ein.
Der Schlüssel?
Es wird ja vielfach Humbug erzählt über die Ehe. In Schundblättern, die jede Woche mehr Adelige auf dem Titelblatt haben als mir Ingridenzien für Tomatensuppe einfallen würden, wird in puffeligstem Rosa erzählt, was nun dieses oder jenes Geheimnis der Ehe ist und warum sie so toll sei.
Meist geht das fraglos völlig an der Realität vorbei, denn abgesehen davon, dass es an jedem anderen Tag behämmert aussieht, wenn man sich mit der Schleppe eines Kleides in den Speichen der Räder einen weißen Kutsche verheddert… Oh, Moment! Nein, das sieht auch bei der Hochzeitsfeier blöd aus.
Naja, abgesehen von der Tatsache, dass man nach der Vertragsunterzeichnung zu jeder Party auch noch die Schwiegereltern einladen muss, ergeben sich ja nicht so viele Neuerungen. Vielleicht hier ein paar Euro Steuern weniger, dort ein lustiges Dokument zum Abheften, ansonsten darf man heutzutage ja alles auch schon vorher mal ausprobieren.
Abgesehen von ein bisschen gegenseitiger Absicherung und dem blöden Grinsen, wenn man unwissenden von seinem Familienstand erzählt, bleibt nicht arg viel übrig. Sollte man meinen. Ich habe nun, das erste Quartal Ehe bereits hinter mir, für mich persönlich einen Vorteil finden können:
Ich krieg die Haustür leichter auf!
Wie ich hier ja vor einiger Zeit bereits gebloggt hab, trage ich meinen Ehering am Schlüsselbund. Und da der (Überraschung!) so eine angenehme Größe für meine Finger hat, lässt sich damit der Schlüssel immer super aus den tiefsten Tiefen meiner Hosentasche ziehen. Und das hat ja auch was für sich. Insbesondere wenn hinter der Tür irgendwo ein nettes Ozie wartet 🙂
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Sir Habi II
Der Platz auf der Heizung bekommt den kleinen Pflänzchen offenbar gut. Nach kaum mehr als einer Woche keimen die ersten Habanero-Samen und ich bin guter Dinge, eine der Pflanzen in näherer Zukunft zu mir ins Zimmer verlegen zu können. Eine gewisse kindische Freude kann ich nicht verleugnen 🙂
Dunkel die Außenseite ist…
Wie die meisten Leser wissen, bin ich ein Freund der Nacht. Ich schätze die dunkle Tageszeit, auch dieser Blogeintrag wurde nachts um 2 Uhr geschrieben. So ist es eben, die Geschmäcker sind verschieden. Ganz ähnlich verhält es sich bei mir mit etwas anderem: der Mode. Sowohl Ozie als auch ich präferieren schwarze Kleidung. Im Grunde ist es egal, ob es sich dabei um Schuhe oder Hemden, Hosen oder Socken dreht – ein fröhliches, lebensbejahendes Schwarz ist kleidsam von Bestattung bis Bewerbung, von Bierkeller bis Börsenparkett.
Natürlich (siehe Bild) finden sich auch zwischen unseren Klamotten mal andersfarbige Stücke. Meist jedoch eher zufällig. Weit mehr als beim Essen eint mich und meine bessere Hälfte der Geschmack bezüglich der Anziehsachen: Möglichst schlicht, möglichst dunkel.
Im Grunde handhaben wir es beide so, dass wir das Haus zumeist nur in Kombinationen irgendwo zwischen Anthrazit und Dunkelschwarz verlassen. Hier und da ein fröhliches Dunkelgrau untergemischt, ansonsten treten wir meist mehr oder minder monochrom auf. Gibt es da draußen eigentlich noch Leute, die einem dadurch zwingend Depressionen oder so unterstellen? Oder einen komisch finden?
Herausfinden werden wir es so schnell nicht, denn wenn wir zusammen unterwegs sind, glotzen die Leute uns zwar wegen meiner Größe an, trauen sich aber eher nicht, uns anzusprechen.
Viel mehr als die Reaktionen der Öffentlichkeit beschäftigen uns dann aber die ganz alltäglichen kleinen Probleme. Man stelle sich nur mal vor, was passiert, wenn Ozie durch die Wohnung ruft:
„Hast du mein schwarzes T-Shirt gesehen?“
Die darauf stets erfolgenden autistisch anmutenden Wühltätigkeiten sind indes nicht halb so introvertiert wie sie aussehen und machen dann irgendwie auf ihre ganz eigene Art dennoch Spaß.
Na gut, vielleicht sind wir ja doch komisch – und fies brutal zerstört. Oder so. 😀
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Tipps für einen Abenteuer-Umzug
Umzüge sind jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Fast egal, wie sie im Detail ablaufen, es ist immer ein großer Schritt, oft ein Start in einen neuen Lebensabschnitt und meist ein recht komplizierter logistischer Vorgang. Da ich erst kürzlich wieder einem beeindruckenden Umzug beiwohnen durfte, dachte ich, ich stelle mal kurz die wichtigsten Punkte vor, damit so ein Umzug am Ende nicht doch zu langweilig wird. Diese Liste basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen als Umziehender, Umzugshelfer und sogar Aushilfe in einer Umzugsfirma. Dennoch ist sie natürlich unvollständig und darf in den Kommentaren ergänzt werden.
Vorbereitungen
- Grundsätzlich macht jede Planung den Umzug langweilig. Verzichte weitestgehend darauf, gehe nur auf Punkte ein, die wertvolle Freundschaften direkt zerstören könnten.
- Mache den Termin spontan aus und lege ihn auf Tage, an denen alle beweisen können, wie wichtig du ihnen bist, wenn sie dir helfen: Den Hochzeitstermin des besten Freundes, Weihnachten, das Weltmeisterschaftsfinale etc.
- Plane ungefähr 6 Tage dafür ein, ohne genau festzulegen, wann die Hauptaufgaben anstehen. Alleine die unterhaltsamen Mailwechsel sind diese Ungenauigkeiten wert.
- Schätze die Größe der neuen Wohnung und der darin unterzubringenden Möbel anhand beliebter Techniken wie Raten, Hoffen, Abschätzen oder – gut geeignet für religiöse Menschen – Wissen ein. Denn natürlich passt das! Würde man sonst umziehen?
- Besorge frühzeitig Behältnisse, um den Hausrat zu verstauen. Wähle im Hinblick auf die Stapelbarkeit insbesondere verschiedene Größen von Kartons, überwiegend aber Tüten, Seesäcke, Blumentöpfe und Tonnen.
- Beschrifte die Kartons eindeutig mit Kürzeln wie Zi.1,St.3,rlhv03 Stapel 6. Alternativ: Merke dir den Inhalt aller Kartons.
- Verstaue die Dinge in praktisch zu tragenden Einheiten: Die LP-/CD-/DVD-Sammlung passt am besten in die großen Kartons, Bettwäsche transportiert man schon der Größe wegen lose oder in kleinen Beutelchen (ohne Schlaufe bitte!).
Am großen Tag
1. wenn man ein Unternehmen beauftragt
- Begrüße die Arbeiter mit einem freundlichen „Was machen sie denn, das geht da ja nie rein!?“
- Erwarte einen realistischen Arbeitseinsatz der Transporteure: Sie sollten so schnell als möglich ohne lästigen Smalltalk selbstverantwortlich mit der notwendigen Vorsicht den Umzug machen, dabei allerdings ruhig bleiben, sich öfter mal eine Pause gönnen, einen nett behandeln, auf die vorgebrachten Wünsche Rücksicht nehmen und um Gottes Willen keine Hektik machen. Bei Abweichungen davon kürze den Preis.
- Dinge, an denen dein Herzblut hängt (Pflanzen, Haustiere, Computer, Konzertflügel und Kachelöfen) werden selbstverständlich auch bei Hinzuziehung von Profis nur echten Freunden anvertraut.
- Bemitleide die Angestellten ob ihrer schlechten Bezahlung und des schweren Plunders, den du sie herumtragen lässt. Lautstark.
- Lege keine Reihe der anzufahrenden Punkte fest, ärgere dich aber über jede Nichteinhaltung.
- Mache keine Zeit für den Feierabend aus, ärgere dich aber, wenn es länger dauert, als du es dir vor ein paar Monaten auf dem Klo ausgedacht hast.
- Fange zwischen den umhereilenden Trägern mit Putzen an – ohne Rücksicht auf Verluste!
- Bestehe darauf, dass die Porzellanvase als erstes eingeladen wird, weil man sie als erstes in der neuen Wohnung wieder benötigt.
2. wenn man den Umzug mit Freunden macht
- Begrüße deine noch besten Freunde mit „Habt ihr Tüten dabei, meine reichen nicht!“
- Kalkuliere überschlagsmäßig damit, dass ein Mensch etwa 50 Kisten pro Stunde ins Auto schaffen kann. Tipp: Wer kleiner ist, kann eine Kiste mehr unter der Tür durchtragen, hier liegt der Wert bei 100.
- „Haben wir früher immer so gemacht!“ ist ein legitimes Argument bei allen Zweifeln.
- Dirigiere den Transport von Flügeln, Klavieren und Schrankwänden durch enge Altbautreppenhäuser vom ersten in den siebten Stock mit hilfreichen Zwischenrufen wie „Einfach übers Geländer!“
- Gestalte die Beladung als Erlebnisworkshop in angewandter Physik: Komprimiere die Volumen unkomprimierbarer Stoffe, arbeite aktiv an der Schwerpunktverlagerung des Umzugswagens zum Fahrzeughimmel hin und lerne anhand weit über das Auto hinaushängender Ladung lustige neue Effekte beim Kurvenfahren und Einparken kennen.
- Arbeite getreu dem Grundsatz von Karl dem Kopflosen: „Ladungssicherung ist, wenn es im Stillstand ohne es anzutippen nicht tödlich ist.“
- Wenn die Zeit knapp wird, gilt: „Erstmal einen bauen, dann schau’n wir mal…“
Wer alle diese Punkte beachtet, sollte weit mehr Spaß an Umzügen haben, als es ohnehin der Fall ist. 😉
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