Die Wissenschaft lügt!

Zumindest ist sie unzureichend.

Alle Standardwerke und auch die Wikipedia behaupten, dass man sich selbst nicht kitzeln könne. So ein Bullshit!

Kitzeln ist eine Form der sozialen Interaktion, an der mir nicht sonderlich viel liegt. Denn obwohl nicht kitzelige Menschen das kaum nachvollziehen können: Es ist kein Wunder, dass das auch als Folter eingesetzt wurde.

Ja, ich gehöre zu den Menschen, denen man mit Kitzeln jedes noch so düstere Geheimnis entlocken könnte. Und wie oben bereits angemerkt: Ich kann mich auch selbst kitzeln. Es ist nicht so, dass ich im Alltag nach einer Erklärung suchen müsste, weswegen meine Füße denen von Schwarzafrikanern ähneln. Es ist schlicht und ergreifend eine Tatsache, dass es mich übelste Überwindung kostet, sie anständig zu säubern. Vom Einsatz einer Bürste wollen wir gar nicht sprechen, ich kann mich auch hervorragend selbst kitzeln, indem ich meine Füße nur anfasse.

Die Tatsache, dass Ozie das auch weiss, macht mir das Leben nicht unbedingt leichter. Aber immerhin kann ich darüber lachen 🙂

Wie ist es bei euch? Kitzelig oder nicht?

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12er

In einer Apotheke:

„Hallo, hätten sie die Obermotz-Superrotz-Tabletten gegen Nierenflecken und Sprühwurst?“

„Ja. Ich kann ihnen aber nur die 6er-Packung geben. Die 12er ist verschreibungspflichtig.“

„OK.“

„Ach nee, ich seh gerade: 12 kann ich ihnen geben. Die 20er sind verschreibungspflichtig.“

„Gut, dann nehme ich die 12er.“

„Eine Packung?“

Irgendwas ist hier komisch. Und es nicht nur die Tatsache, dass das Medikament nicht unter dem von mir erfundenen Namen zu finden ist…

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Kopfhörer

Ich bin in einem recht audiophilen Haushalt sozialisiert worden. Ich hatte immer das Glück, dass ich mit meiner Liebe zur Musik nie alleine war, mein Vater hielt noch wesentlich mehr als ich die Fahne für gute Stereoanlagen hoch. Das Budget war nie so groß, dass es zu ernstlich obszönen Anschaffungen gereicht hätte, aber ich konnte die Freude meines Vaters nachempfinden, als er – obgleich er sich bereits einen neuen gekauft hatte – eine Reparaturmöglichkeit für seinen alten Onkyo-Verstärker gefunden hat und nach dem Testhören mit mir zusammen festgestellt hat, dass die gute alte Delicate Sound of Thunder von Pink Floyd noch eine Spur besser klingt, wenn man die beiden Geräte in Reihe schaltet…

Mein Kontostand war damals wie heute im Prinzip dauerhaft mit einer Null vor dem Komma gesegnet, dennoch musste ich mir nie Sorgen machen, eine billige Kompaktanlage zum Musikhören verwenden zu müssen. Meine Geräte waren zwar preiswert, aber stets eine Klasse höher als der Preis es vermuten ließ. Der letzte Neukauf für meine Stereoanlage liegt gut 10 Jahre zurück, und im Nachhinein kann ich meinem Vater nur danken. Mein Marantz-Verstärker und der Sony-CD-Player sind noch heute meinem PC in Punkto Sound weit überlegen, wenngleich die Technik hier mit den Jahren enorme Fortschritte gemacht hat.

Als ich begann, meine Platten zu rippen und im .mp3-Format auf die Festplatte zu bannen, war ich der einzige Idiot ringsum, der dabei nicht die üblichen 128kbps gewählt hat, sondern 192.

Lange Einleitung…

Was ich eigentlich erzählen wollte: Meine Kopfhörer sind nun hinüber. Meine? Naja, wie man will. Es handelt sich eigentlich um die meines Vaters. Im Sinne des Familienfriedens hab ich irgendwann während meiner letzten zwei Jahre im elterlichen Haushalt eingesehen, dass es dem Zusammenleben dient, wenn man Heavy Metal und Punk Rock nachts über die Kopfhörer genießt.

Dass die Teile gut waren, war mir bekannt. Ich war dennoch dreist genug, bei meinem Auszug dafür zu sorgen, dass sie in meinem Zimmer lagen. Schließlich hatte mein Vater verkündet, dass ich alles mitnehmen könne, was sich dort befindet 😉

Während der ganzen WG-Zeit und auch hier in Berlin noch haben sie mir immer gute Dienste geleistet. Ob ich nach 8 Bier eine sentimentale Phase hatte und Pink Floyd in Konzertlautstärke hören wollte oder ob ich nach einer schlechten Schicht beschlossen habe, mir mit Mindead mal wieder das Gehirn durchzuspülen – egal! Die Teile haben alles mitgemacht. Dass die Blenden inzwischen verrostet sind und die Ohrmuscheln abgewetzt… scheiß drauf! Die Teile sind älter als Ozie und ich wäre mir nicht einmal sicher, ob es sie nicht schon vor mir gab.

Und nun bin ich auf der Suche nach Ersatz. Dass das schwer wird, war mir klar. Dass es so kompliziert wird, wie es jetzt den Anschein hat, habe ich jedoch nicht erwartet. Ich hab von Kopfhörern ja nicht einmal eine Ahnung – warum auch? Ich hatte ja immer welche!
Ich hab herumgesucht und bin irgendwann auf die Idee gekommen, ich könnte doch mal beim Hersteller der alten recherchieren. Das hätte ich nicht tun sollen…

Die alten sind nämlich von Beyerdynamic, die offenbar gar nicht unbekannten DT880er. Das Nachfolgermodell würde leider 299 € kosten. Man kann sie sogar individuell gestalten – aber dann lande ich bei etwa 350 € 🙁

Kleinlaut musste ich auch Ozie gestehen, dass es mir das nicht wert ist. Dazu verwende ich sie inzwischen zu selten. Meist schreibe ich ja nachts, da stört Musik mich nur. Aber momentan fühlt es sich doch sehr bitter an, demnächst ein billigeres Modell nehmen zu müssen…

Falls jemand von euch gute Kopfhörer kennt, möglichst geschlossen oder nur halboffen, ohrumschließend und sowohl mit einem neutralen Klangbild ausgestattet als auch basstauglich, dann postet mir einen Link! Vielleicht gibt es ja was vergleichbares günstigeres.

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Shopping-Modi

Shopping ist ja eine Buchstabenkette, die es in meinen aktiven Wortschatz allenfalls dann schafft, wenn ich mich über andere Menschen lustig mache. Und ich bin überzeugt davon, dass die meisten Leute, die im Gegensatz zu mir gerne einkaufen gehen, es für eine Comedy-Platte halten würde, wenn man ihre Gespräche übers Shoppen aufzeichnen und ihnen vorspielen würde.

Aber schon dass ich das Wort Platte verwende, zeigt ja irgendwie, dass ich nicht mehr ganz up to date bin.

Das ist natürlich wahr. Wenn ich aber eines im Laufe meiner inzwischen mehrjährigen Beziehung zu schätzen gelernt habe, dann dass sowohl ich als auch Ozie ungern shoppen. Dachte ich.

Meine Freundin belehrte mich aber eines besseren und verkündete angriffslustig, dass sie ja sehr wohl gerne shoppen würde. In dem Moment hab ich mich mal spontan nicht nur liiert, sondern verheiratet gefühlt. Wie bitte? Shoppen? Duuuuu? Ach so. Online-Shopping. Ich verstehe.

Für mich sind das ja unterschiedliche Welten. Das eine ist gechilltes Rumklicken auf Dingen die ich mag, das andere sind furchtbare Plätze außerhalb meiner Wohnung mit Beschallung außerhalb meines musikalischen Toleranzbereiches und anderen Menschen innerhalb meiner Intimsphäre.

Es folgte das übliche Hin und Her, und schließlich zeigte mir Ozie auf, ich könne ja gar nicht Shoppen. Also im Reallife. Dort verfüge ich nämlich über exakt zwei verschiedene Modi.

Der eine Modus ist der Ich-Modus. Alles, was mir vorgeschlagen wird, lehne ich ab. Im klassischen Modebereich ist mein Lieblingssatz:

„Passt nicht.“

Bei kulinarischen Fragen werde ich redselig:

„Schmeckt mir nicht.“

Alles andere lässt sich subsummieren unter:

„Brauch ich nicht.“

Ist vielleicht nicht gerade nett, hat mir aber schon enorm dabei geholfen, meine Verschuldung innerhalb eines Jahresgehalts zu halten.

Der andere Modus ist sicher für die unglücklich Liierten einen Blick wert. Es ist der Modus für alles, was meine Freundin kauft.

„Sieht gut aus.“

Zugegeben, es ist kackbraun, hat einen Faltenwurf wie die Chorgruppe im Altersheim und riecht streng. Aber es betont die Brüste und ich möchte aus diesem Laden raus. Vor allem aber ist es mir egal! Beim Essen handhabe ich es ähnlich einfach:

„Na, wenn es dir schmeckt…“

Oder alles andere:

„Ist dein Geld. Wenn es dir gefällt, dann kauf es. Diese Lasche sieht ja ganz gut aus und… ja und selbst wenn es nur die Verpackung ist! Ist doch super!“

Ich muss Ozie Recht geben. Sonderlich geeignet scheine ich zum Shoppen nicht zu sein. Soll ja angeblich eine Geschlechterfrage sein. Ist mir ziemlich egal, ich hab ja jetzt eine hervorragende Ausrede, um künftig nicht mitzumüssen, falls es sie doch mal in irgendwelche Konsumtempel zieht 🙂

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Wirklich Spaß macht !

Manchmal schaffen es Spam-Kommentare ja wirklich, mich im Herzen direkt zu berühren. Dieser gehört dazu:

Wirklich Spaß macht ! Ihre Ressource, die nicht sehr weit fortgeschritten und nicht teilnehmen . Wir empfehlen , die ihr von Software-System XRumer 7 Elite (Elite Hrumer 7) aufdrehen können Sie hier downloaden http://spam-müll.ru/ sagen, ein tolles Programm zu Ihrem Blog Ressourcen zu fördern.

Schön, wenn sich jemand so um meinen Blog sorgt 😉

Und diese fortschrittliche Grammatik mit so vielen Verben in einem Satz: Beeindruckend!

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Suppe, Sucht und Spender

Wir müssen reden. Über Suppe.

Suppe ist eine meiner bevorzugten Energiequellen, direkt hinter Cola und meinen Blogs. Mein Hang zu Flüssignahrung war bereits während der Kindheit ziemlich ausgeprägt und verflüchtigte sich auch nicht, nachdem mir geeignete Kauwerkzeuge gewachsen waren. Mein Lieblingsessen im Alter von 6 bis 16 war Zwiebelsuppe. Über die Jahre hab ich nicht nur sämtliche auf dem deutschen Markt verfügbaren Fertigsuppen probiert, sondern auch einiges selbst gekocht, was im Nachhinein betrachtet vielleicht besser nicht hätte gekocht werden sollen. Mein besonderes Faible lag immer bei Tomatensuppe. Hierbei bin ich gar kein riesiger Freund von handgewärmten Tomaten und hochprofessioneller Zubereitung (wenngleich ich im Restaurant immer Tomatensuppe bestellen würde, solange nichts mit Meeresfrüchten oder Fisch dagegen spricht), sondern hier fröhne ich selbstzufrieden mit der eigenen Faulheit und der Verkümmerung sämtlicher Geschmacksknospen meinem Hang zur Tüte.

Ausgerechnet die Suppe, die am wenigsten nach dem schmeckt, was man gemeinhin Tomate nennt, ist die, von der ich ständig welche zu Hause habe: Die einfache Tomatencremesuppe von Maggi. Ich habe die Suppe zwar seit sicher 10 Jahren nicht mehr einfach so gegessen, aber als Grundlage verwende ich das Zeug ständig. Ich esse die Suppe gerne mit Spätzle oder schneide mir Würstchen rein. Kartoffeln oder Reis sind auch eine Möglichkeit, ebenso Hackbällchen oder Tortellini. Ich hab die Suppe schon mit Bohnen und Linsen gestreckt und weiss, wie sich eine mexikanische Gemüsemischung mit ihr zusammen macht. Gewürzt wird mit Knoblauch, Pfeffer und/oder frischem Basilikum, dazu vielleicht noch Oregano oder gleich eine Kräutermischung.

Und immer Chilis.

Ob geflockt, verpulvert oder frisch geschnitten. Ob Pepperoni, Jalapenos oder Habaneros – im Notfall tut es sogar was Mildes wie Tabasco-Sauce. Im Optimalfall liegt das Endergebnis zwischen 10.000 und 50.000 Scoville-Einheiten.

Man kann sagen, was man will: Das Zeug schmeckt vielleicht nicht nach Tomaten und ich bin hochgradig süchtig, aber nur weil ich mindestens alle zwei Tage Tomatensuppe esse, ernähre ich mich nicht zwingend einseitig 🙂

Es war Ozies Idee, die Suppe im 22er-Pack (geschätzte Monatsration) auf meinen Wunschzettel bei Amazon zu packen. Ozie steht selbst auf Tomatensuppe, aber seit sie mit mir zusammen ist, der quasi einen eigenen Topf für die Suppe hat, rührt sie das Zeug nicht mehr an. Und jetzt das:

Sash muss nicht hungern! Quelle: Sash

Ich schreibe den Namen des edlen Spenders jetzt mal nicht, da ich nicht weiss, ob es ok ist. Und die 4 verschiedenen eMail-Adressen wollte ich jetzt auch nicht durchprobieren. Da kämpfe ich lieber mit meinen Suppen und blogge 🙂

Ich wollte ein dickes Danke loswerden und bestätigen, dass mich diese edle Spende vor der Brutalität der Beschaffungskriminalität hier im Ghetto bewahrt und ich zumindest die nächsten zwei Monate nicht hungrig ins Bett gehen muss. Vielen vielen Dank!

Auch danken möchte ich der Käuferin der neuen Speicherkarte für meine Kamera! Sorry, dass mich das nicht zu einem ebenso langen Text inspiriert hat. Überhaupt: Alle Geschenke, Spenden und Danksagungen machen mich unglaublich happy. Glaubt es oder nicht: Das ist jedes Mal ein bisschen wie Weihnachten. Ob es kleine oder große Dinge sind, völlig egal!

So, jetzt hab ich zwei Riesenpackungen meiner Lieblings-Tomatensuppe hier in der Bude. Wenn wir eine Badewanne hätten, würde ich wahrscheinlich auf ziemlich befremdliche Ideen kommen 😉

 

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GEOgate

Auf der Suche nach einem Thema für einen erneuten Blogeintrag dachte ich mir spontan:

„Boah, heute machst du dir mal Feinde!“

Ich bin eigentlich nicht sonderlich begabt darin, mir Feinde zu machen, schliesslich bin ich eigentlich ein ganz netter Mensch und lege Wert auf ein kultiviertes Miteinander. Daran hat sich auch nichts geändert. Wie jeder Mensch habe ich ein paar Grenzen – aber im Grunde kann man mit mir auch gut auskommen, wenn man meine Ansichten nicht teilt. Das Problem ist, dass so mancher Punkt ein unglaubliches Konfliktpotenzial birgt, dass man es sowieso vergessen kann, darüber sinnvoll zu diskutieren. Finde ich nicht schön, aber noch unschöner ist es in meinen Augen, diese „heißen Eisen“ gar nicht erst zu thematisieren.

Deswegen oute ich mich an dieser Stelle quasi erstmalig als Skeptiker und weise auf eine Diskussion hin, die von den Mainstream-Medien bisher nicht wirklich aufgegriffen wurde: GEOgate!

Im Prinzip ist es keine große Sache, es geht „nur“ darum, dass in der aktuellen Ausgabe der GEO – immerhin ein etabliertes wissenschaftliches Magazin – ziemlich unsägliches Gequatsche über die vermeintlich tolle und vermeintlich alternative Medizin von sich gegeben wird.

Warum ich das aufgreife? Naja, es ist eine nicht unwichtige Sache und ich habe mich im letzten Jahr ziemlich ausgiebig durch allerlei Texte zum Thema gelesen. Und es ist ein Paradebeispiel dafür, wie völlig unsinnige Diskussionen geführt werden müssen, weil Menschen nicht in der Lage sind, von einem Glauben abzulassen, auch wenn Fakten ihnen das Gegenteil nahelegen.

Einen Überblick über die gesamte Debatte gibt es hier bei „Kritisch gedacht“.

Die dort verlinkten Texte beschäftigen sich mit allen wichtigen Punkten zum Thema, aber die Leute, die sich jetzt vielleicht angegriffen fühlen, weil ihre letzte Erkältung schließlich dank irgendwelcher Globuli irgendwann vorrüberging, werden sich wohl kaum genötigt fühlen, sich damit zu beschäftigen.

Deswegen freue ich mich schon ein wenig auf das Schlachtfeld in den Kommentaren, möchte aber gleich mit einer Kleinigkeit vorgreifen.

Es stimmt: Homöopathie kann wirken! 😉

(Wer nicht wenigstens den hier verlinkten Text liest, disqualifiziert sich wirklich vorweg)

Mein Fazit zu der ganzen Geschichte ist übrigens in etwa das Gleiche wie zum Thema Religion: Die Welt ist von Idioten überfüllt!

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