Category Archives: Vermischtes

Ich hab einen Bus bestellt

Ja gut … nein. Also ich hab kein Wohnmobil geordert, obwohl man das wohl mit den selben Worten umschreiben könnte. Ich hab den „Repair Bus“ von Samsung herbestellt. Etwas, von dem ich keine Ahnung hatte, bis ich mal wieder mein Smartphone runtergeschmissen hab und nach erst 4 Monaten wirklich nicht nochmal 400 Euro für ein neues ausgeben wollte.

(Die traurige Ironie ist, dass das gebrochene Backcover vermutlich ausgerechnet meiner dieses Mal pünktlich angebrachten „Schutzhülle“ zu verdanken ist. Die hat nämlich auf der Rückseite einen praktischen ausklappbaren Ständer, mit dem man das Telefon zum Videogucken auf den Tisch stellen kann, was ich auf Arbeit total praktisch finde. Aber scheinbar ist es jetzt genau dort aufgeschlagen und das Zentrum der Sprünge im Glas legt eine Punktbelastung an genau der Stelle nahe, wo das Ding angebracht ist. Grr!)

Naja, wie dem auch sei. Ich hab natürlich erst einmal in dem Überangebot Berliner Handy-Reparaturdienste nachgesehen und es ist ja toll, dass es das alles gibt und meistens sind die sicher auch gut und auch etwas günstiger. Aber ich bin gerade nicht gut darin, sowas zu planen und schon die Auswahl an sich macht mich fertig. Aber überall muss man hinfahren, sich die Zeit vertreiben, im billigsten Fall sogar ein paar Tage ohne Handy leben.

Dazu kommt, dass ich dekadenter Vollhonk seit drei Generationen die superteuren Samsung-S-Modelle (immerhin gebraucht, veraltet oder refurbished) aus nur drei Gründen kaufe:

  1. Sie sind wasserdicht
  2. Sie sind induktiv aufladbar und die Wohnung ist inzwischen darauf ausgelegt
  3. Ich hab im Schadensfall Optionen, weil die Dinger teuer und nicht selten sind

Und nun war da der Präzedenzfall: Wichtig war mir, dass es wieder wasserdicht wird und ich hatte Optionen. Unter anderem eben, dass ich für einen immerhin noch halbwegs okayen Preis plus nur zehn Euro Anfahrtspauschale jemanden zu mir bestellen kann, der auf dem Parkplatz vor meiner Tür in maximal einer Stunde das Ding repariert und danach einen Samsung-Stempel draufmacht, dass das Ding wieder wasserdicht ist. Was ich ziemlich geil finde, ganz ehrlich. Ich will da jetzt nicht einmal realistisch Lebenszeit und eigene Spritkosten verrechnen, aber am Ende war die Entscheidung gut.

Terminfindung, Absprache, Techniker vor Ort und Durchführung war alles super. Das Manko ist das Bestellformular, das aus der Hölle kommt und bei dem der Techniker mir schon am Telefon sagte „Ja, das ist derzeit noch blöd, wir ignorieren die Angaben da und schauen nur auf den Freitext, den Sie ja optimal genutzt haben!“

Ich hoffe, der nächste Handy-Crash ist noch eine Weile hin, aber sonst gerne wieder!

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FarCry 6! \o/

Ich hab mir vor ein paar Tagen FarCry 6 vorbestellt und freue mich wie ein kleines Kind. Ich bin zwar noch neu im Markt der Game-Vorbestellungen und das bisher einzige Erlebnis (*hüstel* Cyberpunk 2077 *hüstel*) ist nicht so die beste Referenz, aber jetzt fange ich das Weihnachten-Feiern halt auch mal rechtzeitig mit den Supermärkten und ihrer Lebkuchen-Auswahl an!

Ich freue mich einfach, weil ich gerne mal wieder eine neue Open World hätte, in die ich mich reinfuchsen kann. Und leider bin ich ja der wählerischste Triple-A-Gamer, den die Welt bisher gesehen hat:

Ja, ich stehe auf die angesagten Open-World-Megaspiele, die alle anderen schon wieder total untrue finden und mag dabei sogar viele der Dinge, die die meisten anderen hassen: Endloses Gameplay, Grinden und Looten. Während ich dabei zwar sogar mit der Grafik von FarCry 3 noch leben kann, nehme ich den Spielen aber tausend Kleinigkeiten übel, die anderen entweder gar nicht erst auffallen oder sogar GEfallen. Mittelalter zum Beispiel!

Im Grunde bin ich sogar skeptisch bei FarCry 6, weil die letzten zwei Teile deutlich schlechter waren als die zwei davor (die zugegebenermaßen aber besser waren als die Teile davor), aber ich musste da auch innehalten, bevor ich Trailer vom neuen Teil gesehen habe: Ja, Teil 5 und New Dawn haben FarCry in meinen Augen nicht zum besseren hin verändert. Aber es waren trotzdem – in meinen Augen – sehr valide Shooter, die mir Spaß und eine Menge Gameplay geboten haben. Auch ich trauere Vaas ein wenig hinterher, ach, … eigentlich will ich mit allen Open-World-Spielen seit zwei Jahrzehnten nur endlich wieder das Gefühl zurückholen, dass mir das revolutionäre GTA III an meinem ersten eigenen Rechner gegeben hat!
Und auch Vaas kam in ein paar Dutzend Stunden Spiel nur ein paar Minuten vor – so wirklich glaubwürdig und deep war zudem auch die Story von Jason Brody nicht wirklich. Für die damalige Zeit: Wow! Heute nach 650 Stunden RDR2 muss ich zugeben, dass das Storytelling vielleicht nicht das eigentlich entscheidende damals gewesen sein kann oder das wir das nur so gerne sagen, weil wir damals ja nichts hatten.

Was ich Spielen inzwischen übel nehme, sind nicht aufgegriffene Chancen. Zugegeben etwas, das mich bei „meinen“ Spielen sogar oft wurmt. GTA V war/ist ein nicht wegzudiskutierender Meilenstein bei Open-World-Spielen, aber es war eine Frechheit, dass dieses Spiel selbst einem Completionist nur fucking 30 Minuten in Autorennen geboten hat – obwohl das zur Spiel-DNA gehörte. Ja, die haben das für „Online“ aufgehoben, aber genau das ist es ja: Ich mag sowas in der Story oder meinetwegen in einem DLC. Und das ist bei FarCry bisher anders gewesen. Mag sein, dass sie den Multiplayer bloß nie zum Abheben gekriegt haben, aber das ist ja nicht mein Problem als Singleplayer. 😉
Die Welt in FarCry war erkennbar immer so gut, wie Ubisoft es eben hingekriegt hat. Was deutlich weniger gut ist als das was Rockstar so liefert, aber die haben mehr Budget und nehmen sich inzwischen offenbar zwei- bisdreimal so viel Zeit für ein Spiel. FarCry 5 kam erst 2018 raus, im Jahr darauf dann noch New Dawn, was zwar die Map recycelt und weit weniger Umfang hat – aber doch deutlich anders war und mit vielen anderen Games dieser Ära in Sachen Umfang und Qualität mithalten kann, selbst wenn man – wie ich auch – die Änderungen nicht alle gut findet.

Ich werde im ewigen Vergleichen an FarCry 6 viel zu meckern haben, aber nach allem, was ich bisher gesehen habe, auch viel zu spielen und zu mögen. Tatsächlich habe ich heute mal nachgeholt, was diese Woche an DLC-Ankündigungen rauskam, und jetzt bin ich wirklich ernsthaft verliebt. Ein Stranger-Things-DLC? Wöchentliche Extra-Missionen? Von den Vaas/Pagan Min/Joseph Seed-Extras ganz zu schweigen! Mir ist schon klar, dass die pure Menge vermutlich wieder einmal dazu führt, dass FarCry nicht der Story wegen geliebt werden kann, aber das ist mir jetzt erst einmal egal. Ich hab 100 Euro investiert und werden die Sunken-Cost-Fallacy zum Lebensmotto erklären und das Ding totlieben mit allen Mankos.

Lest mich morgen wieder in meinem Live-Blog „Moralisches Denken aus der Sicht von Zweijährigen“!

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Forza Horizon 4

Ein Racing-Game, ach!

Ich bin gar nicht mehr so drin in Rennspielen, es kickt mich bei weitem nicht mehr so wie früher. Damals, GT2 auf der Playstation 1 oder NFS Porsche an meinem ersten höchsteigenen Pentium-3 800 – ja, das waren noch Zeiten!

Danach kam eigentlich nur noch Trackmania. Das hab ich vor fast 10 Jahren sogar mit Sophie gerne gespielt und völlig unabhängig davon vor nur rund ein paar Monaten eine seltsame Begeisterung für Videos davon auf Youtube entwickelt. Für Videos von Leuten, die da ECHT gut drin sind. Weltklasse, ohne Untertreibung.

Von den Forza-Games hab ich in den letzten Jahren nur hier und da mal Trailer und so gesehen. Sah ganz ok aus, hat mich in der Regel aber nicht vom Hocker gerissen. Die Grafik war zwar geil und das weiß ich bei solchen Spielen auch sehr zu schätzen, aber bei Rennspielen ist das alles mal sowas von egal, wenn die Fahrphysik nicht passt.

Ich bin da – obwohl kein Profi – auf eine seltsame Art picky:

Ich bin auf der einen Seite kein Purist, der unbedingt selber schalten will und dabei am besten noch Unterstützung für sein 1.000€-Lenkrad einer Spezialfirma braucht, weil es sonst ja nicht „echt genug“ ist, noch stehe ich auf Spiele, die einen mit 400 km/h um enge Kurven fahren lassen und kein Schadensmodell haben.

Im Grunde liebe ich das Fahrgefühl bei GTA V und hätte dabei gerne Strecken, die einen nicht 11 km geradeaus fahren lassen und eine zu offensichtliche Gummiband-Mechanik haben.

Bietet Forza Horizon 4 das? Ja. Zumindest so mittel.

Ich bin mit der Fahrphysik bei FH4 nicht so ganz zufrieden, aber das ist auch nur so mittel wahr. Denn die Physik ist gut und da man hunderte von Autos hat, die man individuell tunen und für bestimmte Strecken optimieren kann, wäre es nach ein paar Stunden Spielen verfrüht zu sagen, dass einem allgemein „die Physik“ nicht passt.

Ich hab mir das Spiel im Sale bei Steam geschossen, für 35 statt 70 Euro – und das ist es wert. Das kann ich jetzt schon sagen. Natürlich ist die Physik das wichtigste, aber selbst nach meiner zögernden Einleitung muss ich mal erwähnen, dass man da viel beeinflussen kann. Man kann Fahrhilfen und Gegner-KI ziemlich detailliert einstellen und kriegt halt einfach weniger Boni, wenn man es sich einfacher macht. Ein tolles System, möchte ich mal sagen. Kann sein, dass das inzwischen ein alter Hut ist, aber für mich war es neu und ich finde das geil!

Dann zur Grundidee: FH4 ist ein Open-World-Spiel. Das mag ich schon bei Shootern gerne, hab aber bei Rennspielen bisher eher damit gefremdelt. The Crew 2 z.B. hab ich angespielt, bin damit aber nicht warm geworden. Hier aber: Wow!

Ich will ehrlich sein: Ich bin ein Grinder! Ich liebe es, in Open-World-Games Collectibles zu sammeln und bin für jede Gamification-Absurdität zu haben. Ist nicht jedermanns Sache, aber ich liebe es. Und da liefert FH4 gewaltig. Schilder umfahren, Blitzer-Rekorde brechen, Stunt-Sprünge schaffen … auch neben den Rennen ist viel zu tun. Dank Glückspiel-Gewinnen und lukrativen Nebenmissionen stellen sich schnell immer neue Erfolgserlebnisse ein. Man wird im Grunde mit Quests zugeschissen. Das ist zwar durchschaubar, aber bei mir funktioniert das gut. Ich zocke gerade parallel auch wieder FarCry 4, einfach weil da die Achievement-Liste so fantastisch ist.

Naja, weg davon!

Forza Horizon 4 ist ein geiles Rennspiel mit unglaublich ultra-fantastischer Grafik (sofern sie euer Rechner hergibt) und ich kann noch nicht erkennen, wann das Gameplay mal endet. Denn über die Multiplayer-Möglichkeiten habe ich bisher noch nicht einmal nachgedacht. Dabei sollen die im Grunde alle Singleplayer-Optionen noch weit hinter sich lassen.

Im Ernst: Gönnt euch! Insbesondere im Steam-Sale bis 8.7.21.

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Automatisch?

Ich möchte hier mal eine Frage in die Community werfen:

Wie steht Ihr zu eurem Auto? Wie wichtig ist es euch?

Ich kann die Frage im Grunde einfach beantworten: Nicht besonders. Ich besitze seit Anfang des Jahres einen Skoda Fabia Kombi, der bringt mich zur Arbeit, macht hier und da mal Ärger und ist halt da. Ich hab die Kiste der Pandemie wegen gekauft (spart mir als COPD-Patient pro Arbeitstag 2,5 bis 3 Stunden ÖPNV) und sehe sie ansonsten als sehr praktischen aber verzichtbaren Luxus. Ja, Luxus. Einen Skoda.

Ich weiß, dass das klimatechnisch eher doof ist und was Autos als Statussymbole angeht, habe ich

a) eh kein Verständnis und

b) mit einem Skoda nicht viel zu melden.

Das für mich verwirrende und seltsame ist: Ich fühle mich mit dem Besitz des Autos irgendwie deutlich besser. Besonders dramatisch ist, dass ich merke, wie sehr ich mich als Autofahrer in meiner Vaterrolle bestätigt sehe. Ich bin der Papa, der das Spätzle von A nach B fährt, ich zeige ihm das Auto und bin irgendwie sogar stolz darauf, dass er unser Auto inzwischen unter hunderten anderen findet und es mag.

(Wobei das Spätzle natürlich trotzdem gerne mal bis zu 15 Minuten braucht, um sich überzeugen zu lassen, in den Kindersitz zu klettern.)

Natürlich weiß ich, wo das herkommt. Ich bin nicht nur in Stuttgart – der vermutlich autoaffinsten Stadt Deutschlands – aufgewachsen, sondern auch in den 80ern und 90ern, der goldenen Ära der Boomer-Kinder. Ich habe meinen Vater als Autofahrer kennengelernt, die Urlaubsreisen von Stuttgart nach Schleswig-Holstein, später aber auch nach Spanien oder in die Bretagne haben natürlich Spuren hinterlassen.

Aber ich war bisher so naiv zu glauben, dass ich das hinter mir gelassen habe. Ich habe nach dem eigenen Führerscheinerwerb gemerkt, dass mein Vater nur ein mittelmäßiger Fahrer ist, hab selbst Autos gefahren, die er sich nicht zugetraut hat und zudem von ihm erfahren, dass er all das eigentlich nie gemocht hat.

Geil! Da sollte ich doch eigentlich der voll moderne Mann ohne PS-Allüren sein.

Aber ich bin es nicht. Ja, meine pubertäre Liebe zu Lamborghini hab ich abgelegt. Schon alleine, weil ich eh in keinen reinpasse mit meinen zwei Metern. Dazu will ich das Klima erhalten, finde SUVs prinzipiell rücksichtslos und bin auch sonst Transport-Pragmatiker. Ich hab ja schon im Taxi gerne meinen Großraum-Erdgas-Opel gegen einfache Mercedes-Limousinen verteidigt.

Trotzdem fühle ich mich abgesehen von Momenten des Kuschelns und Rumtobens mit dem Spätzle am meisten als „richtiger“ Vater, wenn ich ihn im Rückspiegel sehe und mich mit ihm übers Autofahren unterhalte. Ich finde das schlimm, aber der Wohlfühlfaktor ist unglaublich hoch, ganz ehrlich!

Deswegen: Kennt Ihr das? Und habt Ihr vielleicht eine Lösung dafür? Ich hätte nämlich gerne eine, weil das eigentlich nicht das ist, was ich sein will.

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Berlin, Coronaleugner etc. …

Ich kann keinen sinnvollen Beitrag mehr leisten zu allem, was in der letzten Woche passiert ist. Dass Leute auf die Straße gehen und mehr oder weniger indirekt gegen ein Virus demonstrieren … was soll man auch sagen mit mehr als drei gleichzeitig aktiven Gehirnzellen?

Nein, das war schon wieder unnötig ableistisch, das will ich auch nicht, aber ich bin bezüglich der Dinge, die da passieren, einfach nur noch ratlos, verzweifelt und wütend. Im Grunde können die Leute, die da gemeinsam eine Art Superspreading-Event veranstaltet haben, nur bedingt selbst etwas dafür. Also die, die es wirklich nicht besser wissen. Nicht umsonst lautet – wie ich kürzlich in einem Tweet von Natalie Grams gelesen habe – die erste Regel des Dunning-Kruger-Clubs, dass man nicht weiß, dass man im Dunning-Kruger-Club ist.

Zudem sind auch intelligente bis sehr intelligente Menschen anfällig für Verschwörungstheorien. Klingt komisch, ist aber so. So ist unser Gehirn nun einmal: Es sucht nach Bestätigung und einfachen Lösungen und da werden Esoteriker und Populisten uns anderen immer einen Schritt voraus sein.

Ich würde mir sehr einen Konsens für unverrückbare Fakten wünschen, aber zum einen ist die Wissenschaft an sich nur so gut wie sie ist, weil sie in permanentem Diskurs einer Lösung näherkommt und trotzdem nie DIE Wahrheit verkünden kann; zum anderen ist die Vorstellung einer totalen Technokratie als Gesellschaftsform ethisch nicht wirklich haltbar.

Im Grunde haben wir also so eine traurige „Das müssen wir halt aushalten“-Situation.

Was mich betrübt und wütend macht, ist:

Das trifft darauf zu, dass es Menschen passiert, ins esoterische Milieu abzurutschen und verbrecherischen Vollarschlöchern zu folgen.

Nicht aber, dass wir ihnen alles durchgehen lassen müssen! Es darf einfach nicht sein, dass vollumnachtete Superspreader mit Weltbeglückungsanspruch von der Polizei wie ein Kindergartenchor behandelt werden, während die Wasserwerfer nur beim Protest dagegen rumstehen und auf Krawall warten!
Es darf nicht passieren, dass Nazis immer wieder gleichberechtigt in Talkshows eingeladen werden, um ihre menschenverachtenden Ideen als Alternative zu diskutieren!
Es darf nicht passieren, dass einem als Suchergebnis für „Corona“ schon auf Platz drei gezeigt wird, dass man sich nur nicht so haben solle, das sei alles nur eine Idee von Bill Gates!

Nein, ich spreche nicht von Verboten, Unterdrückung und ähnlichem! Ich will da keine staatliche Verordnung von Google-Suchergebnissen, sondern „nur“ gesellschaftliches Engagement!

Ich will eine Polizei, die wenigstens neutral ist; Medienschaffende, die wenigstens vor todbringenden Ideen warnen, anstatt auf Quote zu hoffen; Plattformen, denen ein paar Euro es nicht wert sind, die Menschheit auszurotten – und mangels Alternative auch eine Antifa, die allen freiwillig töten wollenden Nazis wenigstens die Fresse poliert, damit die nochmal drüber nachdenken müssen, während sie Milch aus Strohhalmen schlürfen!

Und Bildung! Bildung will ich mehr als all das, doch wie oben bereits angesprochen: Leider reicht das nicht! Verschwörungstheorien sind wie Drogen: Man muss nicht dumm sein, um ihnen zu erliegen, die wird es immer geben, egal was man verbietet.

Aber wir müssten nicht so wehrlos sein, wie es momentan den Anschein hat. Wir könnten das besser. Nur wollen müssten wir. Und den Ball muss man dann ehrlicherweise halt an Politik, Polizei, Medien und all die anderen zurückspielen die aber ja ohnehin angegriffen werden. Und wenn die jetzt schon nix machen, hab ich Angst vor der Idee, was wir tun müssten, um sie zu überzeugen …

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Arbeit und so …

Ich hab hier bisher nichts über meine „neue“ Arbeit geschrieben, und das ist eigentlich traurig. Klar, ich arbeite jetzt im öffentlichen Dienst und ich darf deswegen keine allzu plakativen Details nennen, aber die Grenzen ausloten muss drin sein. Mich selbst verleugnen war noch nie mein Weg.

Und ja, ich habe vor Monaten ein paar Fotos von Twitter gelöscht, weil mir zu verstehen gegeben wurde, dass das nicht im Sinne der Behörde ist. Einer Behörde und insbesondere einer Abteilung nach, die gelinde gesagt nur so mittel beliebt ist. Meine Meinung dazu könnt Ihr euch sicher denken, aber hey, was weiß ich als Blogger schon von den Effekten der unkonventionellen Öffentlichkeitsarbeit? Dazu hab ich ja gar keine Schulung gemacht!

Klingt schlimm, isses aber gar nicht. Ich bin ja nicht zu doof, mich an Regeln zu halten. 😉

Man sagt der Verwaltung (insbesondere in Berlin) schlimmes nach, aber ich bin nun in einem Job gelandet, der wesentlich schneller und direkter Einfluss auf die Stadt hat, als man es vermuten würde:

Ich kriege die Anrufe rein, wenn eine Ampel ausgefallen ist oder wenn wegen einer Baustelle ein Autobahntunnel gesperrt werden muss.
Und: Nein, das ist kein Callcenter-Job, ich kann die Ampeln schalten, Verkehrswarnmeldungen rausschicken und die Autobahn sperren. Da hängt einiges an Verantwortung dran.

Ohne das wirklich aktiv gesucht zu haben, muss ich sagen, dass das schon leider geil ist.

Ja, ich arbeite eng mit der Polizei zusammen (genau genommen sitzen die im selben Raum mit mir) und am Ende muss ich diese und jene Vorgabe einfach umsetzen, aber am Ende kann ich das befürworten, da es um die Verkehrssicherheit geht und ich darin wirklich nichts verwerfliches finden kann.

Zugegeben: Der Schichtdienst ist teilweise hart (Wecker auf 3:40 Uhr), aber es macht Spaß.

Der Job war ein Zufallsfund von Sophie, das Bewerbungsgespräch war absurd schlimm, aber da bin ich nun. Sehr zufrieden, mehr als manch andere, die das schon länger machen.

Aber falls ich jetzt wegen dieses Textes rausfliege, schnorre ich Euch wieder an, das ist hoffentlich klar. 😉

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Wir sollen alle sterben!

Ich mische mich „seit Corona“ nicht mehr allzu viel unter Menschen … ach, eigentlich war ich auch davor schon eher so ein Höhlenbewohner. Egal, darum geht es eigentlich nicht, aber so kann es halt passieren, dass man Leute erst nach Ewigkeiten wiedersieht.

Auftritt David:

„Hey Sascha, Du weißt schon, dass die Amis Corona mit Drohnen über China abgeworfen haben, um die Bevölkerung zu dezimieren, oder?“

Ja, Dir auch erst einmal einen schönen guten Morgen, David.

„Nein, David, das glaube ich nicht. Sollte irgendwer die Bevölkerung dezimieren wollen, gäbe es dazu eine Menge einfacherer Wege, die lange bekannt und wesentlich besser kontrollierbar sind.“

„Aber es geht denen ja auch darum, das China wirtschaftlich schlechter dasteht.“

„Na dann herzlichen Glückwunsch an die Amerikaner. So wie es jetzt aussieht, trifft Corona die USA viel härter als China. Ein weiterer Grund, eher nicht davon auszugehen, dass das geplant war, denn so schlecht würde es ja wohl niemand planen, der die Ressourcen für sowas hätte.“

David hat gezuckt, offenbar hat er im letzten Monat eher wenig Gegenrede bekommen zu seinen „Theorien“.

Ich hab mein Bestes gegeben, ehrlich. Wir waren nach 2 Minuten dabei, dass die Mondlandung gefälscht war und David brachte an, dass wegen der Strahlung eh niemand zum Mond fliegen könne ohne meterdicke Bleiwände und ich hab aus meinem spontanen Halbwissen ohne Witz ganz spontan geantwortet, dass die erhöhte Strahlenexposition von Astronauten natürlich ein Thema sei, die kosmische Strahlung allerdings nur zu kleinen Teilen aus Gammastrahlung besteht, die im wesentlichen dicke Bleiwände erforderlich machen würde.

Die Eloquenz hätte ich gerne mal in Situationen gehabt, die für mich wirklich wichtig waren!

Mein Fähigkeitsrepertoire ist überschaubar, aber wenn ich was kann, dann Verschwörungsmythen debunken. Ich kenne sie fast alle und weiß wie und warum sie funktionieren. Das hab ich David auch so gesagt und in der kürzesten Kurzfassung erklärt, wie komplexe Situationen sich gerne einfach erklären lassen, dass das aber halt nicht unbedingt was mit der Wahrheit zu tun haben muss.

„Aber hey, der Trump sagt wenigstens die Wahrheit!“

„Das ist nicht dein Ernst, oder?“

„Ja, er sagt halt was er glaubt.“

„OK, David. Mal ganz kurz: Ich glaube, hier gegenüber, das Fabrikgebäude ist eine Giftgasfabrik. Und das Auto dahinten: Da sitzt Obama drin und fährt gleich gegen einen Baum. Und dann fällt hier eine Maus vom Himmel und sorgt dafür, dass das komplette Viertel hier in einer gewaltigen Atomexplosion ausgelöscht wird.“

„Das ist Schwachsinn.“

Aber ich hab Dir gesagt, was ich glaube. Das hat doch nix mit der Wahrheit zu tun, oder? Was hat Trump denn wichtiges gesagt, was niemand sonst gesagt hat?“

„Da … da bin ich jetzt im Moment sprachlos.“

Ja, das klingt ganz gut und es hätte alles noch viel schlimmer laufen können. Das Problem mit Verschwörungsmythen ist, dass das halt leider nur zum Teil stimmt. Die Auseinandersetzung mit David war ok und man könnte meinen, ich hätte argumentativ einiges an Boden gewonnen, zum Nachdenken angeregt und die Welt zu einem besseren Ort gemacht. Ist halt wahrscheinlich nicht so, denn alles was David zuletzt zu sagen hatte, war:

„Na Sascha, da hab ich dich jetzt aber ordentlich erschreckt, was?“

Ja, verdammt! Und ich finde das leider überhaupt nicht witzig.

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