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Interessantes Thema: Mobbing

Gerade habe ich mich auf den mobbing2008-Blog verirrt, und der hat dann dieses Thema einmal mehr wachgerufen. Ich dachte mir, ich könne auch hier ein paar Zeilen dazu loswerden.

Ist das Thema gerade überhaupt noch aktuell? Ich bin gerade nicht in Kreisen unterwegs, in denen das eine Rolle spielen könnte. Ist Mobbing noch ein Thema in dieser Gesellschaft?

Ich weiss es wirklich nicht – aber mir ist klar, dass Mobbing nicht ausgestorben ist, weil ich nicht mehr in der Schule bin.

Es werden überall weiterhin Menschen gequält oder zumindest geärgert, weil sie in irgendeiner Form nicht so sind, wie es ein paar Leuten passt, die entweder die nötige Kraft, das nötige Selbstbewusstsein oder die nötige Mehrheit hinter sich haben.

Ehrlich gesagt, das betrifft mich viel mehr als manch andere fehlende Fairness auf dem Planeten. Denn hier treffen meist Leute aufeinander, die zumindest mal eines gemeinsam haben: den gleichen Arbeitsplatz, dieselbe Schule, whatever.

Eine der Hauptursachen wird wohl sein, dass ein paar Egoisten es nicht ertragen können, dass der Nebenmann (der ja soooo viel uncooler ist) auf dem selben Niveau steht. Fast alle Menschen versuchen sich von Zeit zu Zeit davon zu überzeugen, dass sie aus diesem oder jenem Grund besser sind als der Gegenüber. So traurig das im Allgemeinen schon ist, so gibt es doch wenigstens harmlose Formen davon: Hier werden Wettkämpfe ausgetragen, mancher lässt sich so einfach zu noch höheren Leistungen anspornen, und es ist hoffentlich nur ein Bruchteil, der versucht, das vermeintliche Problem zu lösen, indem der andere zu Boden gedrückt wird.

Das Traurige ist vor allem, dass es meistens wahrscheinlich zwei Typen Mensch betrifft, die davon eigentlich am wenigsten haben:

Die Opfer sind meist die Leute, die sowieso unter geringerem Selbstwertgefühl leiden, und im Falle eines Angriffs schneller daran zerbrechen als andere Leute.

Die Täter wiederum sind oft die, deren Chancen sich andersweitig gegen vermeintliche Gegner durchzusetzen, auch eher gering sind – weswegen sie eben auch auf Gewalt (egal ob psychisch oder physisch) zurückgreifen.

Bis auf ein paar Hänseleien meines Übergewichts wegen kann ich eigentlich nicht behaupten, jemals ernsthaft ein Mobbingopfer gewesen zu sein. Dennoch stehe ich der Opferseite hier wesentlich näher, weil ich mir wesentlich eher vorstellen kann, wie es ist, von anderen gedemütigt zu werden. Die Vorstellung, selbst in dieser Form Gewalt auszuüben, liegt mir derart fern, dass ich das gar nicht realistisch nachempfinden könnte.

Witzigerweise rührt mein Pseudonym Sash ausgerechnet von einem vergeblichen Versuch, mich zu mobben, her. Es ist mit Sicherheit nicht gängig, sich Verspottungen auch noch zum Titel zu machen, aber so bin ich nunmal. Ich sage nicht umsonst „vergeblicher Versuch“.

Wie sieht das aus? Hat sonst jemand hier Erfahrungen? Vielleicht sogar von der Täterseite aus? Würde mich interessieren, wenngleich ich eigentlich nicht viel Resonanz erwarte auf so ein heikles Thema.

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Verletzung mal vorbei? *nerv*

Das Wochenende ist vorbei, und ich hoffe, dass meine linke Hand bald mal wieder normal wird. Ich hab mir eine zwar nicht sichtbare, aber scheinbar ordentliche Verbrennung beim Schnippeln der Habaneros zugezogen. Hat sich jetzt auf jeden Fall zwei Tage lang immer mal wieder mehr oder weniger bekannt gemacht. Gut, im Alltag behindert einen das nicht wirklich, aber es ist komisch, wenn das Halten einer Zigarette auf einmal schmerzhaft ist.
Aber Wochenenden beinhalten immer auch mindestens eine komische Komponente. So kenne ich das zumindest. Manchmal nur im Blog, aber immerhin. Gestern habe ich tatsächlich einen Besucher über google erhalten, weil er nach – und jetzt kommt’s! – „intro sprüche für telefonsex“ gesucht hat. Ich bin mir nicht nur ein wenig unsicher, was damit gemeint war, ich bezweifle auch stark, dass man auf der Suche danach hier fündig werden kann.
So, außerdem hab ich ein paar wichtige Briefe rausgeschickt und hoffe mal, dass das alles klappt: Der Vertragspartnerwechsel mit Arcor, Kündigung einiger Bankkonten etc. pp. Später gibt es bestimmt noch heiterere Sachen hier.

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Mein Herz brennt…

OK, ich gebe es zu: Die Überschrift war nur eine Hommage an Rammstein. In Wahrheit brennt gerade eher mein Kinn. Zusätzlich dazu brennen an meiner linken Hand noch die Nagelhäute, und da ich den Feuerzauber an mir habe, kann ich alles an meinem Körper in Brand setzen, was ich nur will.
Klar geht es um Chilis! Die letzte Stunde habe ich damit zugebracht, einen ganzen Haufen dieser possierlichen Pflänzchen zu zerschnippeln um sie einzufrieren. Der Kaisers hatte mal wieder exotische Chilis im Angebot, und da haben wir spontan 30 – 33 % des Bestandes aufgekauft. Dazu werden unsere eigenen gerade reihenweise reif, und so sah das Ganze dann aus:

Scharfe Mischung, Quelle: Sash

Scharfe Mischung, Quelle: Sash

Wie man sieht, haben sich ein ganzer Haufen kleiner Schärflinge auf unserem Tisch befunden, und weit mehr als die Hälfte ist nun in passenderen Häppchen im Gefrierfach gelandet. Ich hatte also mehr als genug Kontakt zu Capsaicin in der letzten Stunde, um Onanieren für gut einen Tag unmöglich zu machen.

Trotz Händewaschen. Glaubt mir, ich rede aus Erfahrung 🙁

Nun stehen 5 kleine Döschen im Gefrierfach:

1. Jalapeno-Scheiben in rot

2. Cayenne-Stückchen in rot

3. Habanero-Geschnetzeltes in gelb

4. Habanero-Geschnetzeltes in rot und

5. Habanero-Geschnetzeltes in bunt.

Ich bin heilfroh darüber, dass Chilis und Schärfe im Allgemeinen langsam gesellschaftlich relevanter werden. Vor 10 Jahren hat mich die Bedienung in meinem Stammdöner noch gefragt, ob ich vielleicht türkische Eltern hätte, sie habe noch keinen Deutschen so scharf essen sehen…

Inzwischen wird das Internet von Freaks bevölkert, die wahrscheinlich darauf hoffen, von der Polizei mal Pfefferspray abzubekommen. Ich find das gut.

Unsere Chilis leiden immer noch unter Fliegenbefall, allerdings versuchen wir den Thrips mit Knoblauchsud, Gelbtafeln und hoher Luftfeuchtigkeit beizukommen. Habi geht es noch gut, und er hat jetzt sogar einen größeren Topf bekommen.

Radio Hotland beendet die Sendung hiermit!

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Boa Wetter ey!

…so könnte man es „marzahnisch“ ausdrücken. Genug gelästert!
Es ist sackwarm (ja, das ist schon wieder mein Vokabular!) und eigentlich ist das schön. Meckern will ich übers Wetter nicht, denn wie sagt man so schön: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Klamotten!
Ich muss den Spruch ergänzen: …und im Notfall Ventilatoren!
Mit der traurigen Befürchtung, dass die Boxershorts mich über gesunde Maßen hinaus aufheizen, sitze ich also vor meinem Miefquirl am PC. Hier in Berlin ist ein fast wolkenloser Himmel zu sehen und ansonsten ist alles hervorragend geheizt.
Es gibt nur einen Nachteil dieser Hitze: Insekten!
Selbst hier möchte ich mich nur bedingt beschweren, denn ich bin mir ihrer Nützlichkeit bewusst und ich bin ausreichend informiert um zu wissen, dass die Chance als Nicht-Allergiker in Berlin ein gefährliches Insekt zu finden ähnlich hoch ist wie die Chance auf den Lottogewinn, der mir sicher trotz vehementer Spielverweigerung irgendwann mal fehlerbedingt zugestanden wird, weil ich so nett lächeln kann.
Aber nerven können sie trotzdem! Dass mein Bildschirm von der ein oder anderen Fliege vollgekackt wird: Meinetwegen! Falter an den Wänden und im Dunstkreis der Glühbirne: Kein Problem! Aber wenn man schon halbwegs unbekleidet am PC sitzt, nerven die ganzen Attacken von Lebewesen, die es nicht einmal auf mein Blut abgesehen haben. Im Verlauf der letzten Woche habe ich (gerade nachgezählt) mindestens 13 verschiedene Arten von Insekten (also noch nicht einmal Spinnentiere eingerechnet) hier in meinem Zimmer unterscheiden können. Von schwarzen Käfern, die sich gerne aus einem Meter Höhe mit vernehmbaren Krachen auf den Boden schmeißen über die grünen Biester, die unsere Chilis fressen bis zu gescheckten Motten, die irgendwie den Berliner Stadtplan für ein Lockmuster halten und sich maßenhaft versuchen, dort breitzumachen (vorzugsweise in den Außenbezirken) ist hier alles zu finden gewesen.
Ist ja auch klar, schließlich sitze ich oft noch spät in der Nacht am PC, das Licht brennt und das Fenster ist offen.
Da das aber bei dem Wetter und meinen Schlafgewohnheiten unvermeidlich ist, habe ich heute ein Fliegengitter gekauft und installiert. Damit kann ich zwar nicht mehr dem Volkssport hier in der Siedlung (Sachen aus dem Fenster werfen) fröhnen, ohne es vorher abzuhängen, aber das werde ich gerade noch überleben.
Trotz seiner schwarzen Farbe ist es tatsächlich nur schwer zu sehen, aber eigentlich ist mir das egal. Soll die Welt doch wissen, dass ich Angst habe…

PS: Ein Foto von einem Falter, den Nico und ich noch mit der alten Cam (deswegen die unnatürliche Kontrastbearbeitung) gemacht haben:

Alter Falter! Quelle: Sash

Alter Falter! Quelle: Sash

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Mein Freund Habi

Habi ist zugegebenermaßen ein dämlicher Name. Insbesondere, da es sich um eine Habanero-Pflanze handelt. Ich bin das wohl noch von Kind auf gewohnt, schließlich konnte man unseren Katzen immer Namen wie Tapsi oder Fetzi geben. Wie dem auch sei. Habi ist insgesamt weniger verspielt als die eben genannten Inividuen, ich habe ihn inzwischen allerdings fast ebenso lieb gewonnen.
Ich muss dazu sagen: Ich bin eine Null, was Verantwortungsbewusstsein gegenüber Pflanzen angeht. Bei Tieren, die sich vernünftig artikulieren können, mag es funktionieren, dass ich sie füttere – aber Pflanzen?
Naja, so gesehen ist Habi ein erster Schritt für mich, und noch dazu ein so verlockender. Denn natürlich hoffe ich, dass Habi eines Tages eine ertragsreiche Pflanze wird. So verbringt er gerade die meiste Zeit an meinem Fensterbrett und sonnt sich 🙂
Naja, das untenstehende Foto habe ich gerade eben gemacht, und es noch ein wenig bearbeitet – damit es wirklich surreal rüberkommt:

Habi, Quelle: Sash

Habi, Quelle: Sash

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Das mächtige Saarland

Das Saarland ist in unserer WG übermäßig präsent. Seit dem Einzug von Nico haben wir eine saarländische Enklave in der Wohnung, die man gemeinhin auch Klo nennt. (Scheißhaus, Toilette, Entsafter und Fäkalkapelle seien nur einige hier genannte Synonyme). Unser Zweit-, d.h. unser Stehpinkler-Klo hat seitdem nämlich auf Augenhöhe nicht nur den in der Überschrift prangenden Schriftzug zu bieten, sondern darunter sogar eine detaillierte Karte dieses Gebietes. Bis heute Mittag war ich der Meinung, dass das erlösendste beim Urinieren ein Blick auf die sicher sehr schöne Gemeinde Schiffweiler sei, doch dann entdeckte ich Bierbach.
(Ich glaube, seit ich mit der Taxi-Ausbildung begonnen habe, leide ich unter einem gestörten Verhältnis zu Kartenmaterial)
Naja, so sieht das Ganze jedenfalls aus:

Das mächtige Saarland in der WG, Quelle: Sash

Das mächtige Saarland in der WG, Quelle: Sash

 

Nun, witzig an der Sache sind mehrere Dinge. Zum einen ist keiner von uns irgendwie sonderlich lokalpatriotisch. Hätte auch keinen Zweck, denn weder kommt jemand von uns aus dem Saarland, noch wohnen wir dort. Nico hat lediglich ein knappes Jahr dort verbracht, bzw. in der Nähe.
Ich hab mir bei der Geschichte gedacht, dass das ja eigentlich nur fair sei: Wir haben zwei Quadratmeter Saarland bei hundert Quadratmetern Wohnfläche. Ähnlich wie die BRD. Nun enthält die BRD aber insgesamt nicht einmal ein Prozent Saarland. Deswegen ist das Saarland bei uns in der WG wohl übermäßig präsent.
Falls jemand so weit gelesen hat und auf eine Pointe oder einen Schluss wartet: Sowas gibt es hier nic

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Sleeping Blog

Ja, man könnte tatsächlich der Meinung sein, der Blog sei gerade dabei, einzuschlafen. Das ist nicht korrekt, aber die letzten Tage bin ich einfach nicht zum Schreiben gekommen, bzw. hatte keinen Nerv mehr, wenn ich es dann konnte.
Das hier wird jetzt ein bisschen ein gemischter Beitrag. Ich weiss, das macht es vor allem schwer zu kommentieren, aber das werden wir dann sehen.

Zunächst zum Blog selber:
Ich bin jetzt eine Woche quasi nicht zum schreiben gekommen, habe nur spärlich auf Kommentare geantwortet und den Eindruck erweckt, ich stelle mich tot: Ergebnis: Wiederaufnahme in die Top 10, Verdopplung der Besucherzahlen und mehr Kommentare als zuvor? Mögt ihr meinen Blog lieber, wenn ich nichts schreibe? 😉

Zu unserer WG:
Die Woche war alles in allem ziemlich hart. Durch Nicos Einzug ging uns das Wohnzimmer vorübergehend verloren, das Lager musste ausgeräumt, tapeziert und gestrichen werden – und zu guter Letzt musste Nicos Zeug dann dort auch noch hinein. Aber natürlich war die Zeit am härtesten für den Durchling selbst, der nun – wie er vorher erkannte – drei Zimmer in zwei Wochen bewohnte. Naja, und die Bedingung zum Einzug war eben das Helfen beim Renovieren des Zimmers. Was das Zimmer angeht, können wir uns eigentlich selber loben. Ich würde zwar behaupten, dass man um das Fenster vielleicht noch ein drittes Mal hätte streichen können, aber besser als die alte Tapete ist das dort auf jeden Fall.
Für die, die es nicht glauben wollen, gibt es hier die alte Tapete (im Originalzustand – inkl. Abriss):

Quelle: Vormieter

Quelle: Vormieter

…und inzwischen ist sie einfach nur durchgehend weiß. Ich hab dann aber heute gleich noch ein wenig mein Zimmer aufgeräumt – und fertig ist der ganze Rummel, der einen mit allem anderen Gedöns vom Lernen abhalten kann. Naja, und die Würmer eben 😉 Ich hab echt schon eine Weile nicht mehr so lange ein Spiel gezockt wie die letzten Tage Worms. Unglaublich. Schön, dass derartige Unterhaltung heutzutage mit 7 € recht erschwinglich ist.

Zur Welt da draussen:
Inzwischen weiss ich echt nicht mehr, was ich noch alles kommentieren soll, denn dazu ist die Zeit meines Nicht-Kommentierens etwas lang geworden. Ein paar Themen möchte ich dennoch anschneiden, aber nur um kurz meine Meinung wiederzugeben:

1. Der geköpfte Hitler
Es ist doch faszinierend, dass insbesondere die Bild zunächst einen öffentlichen Aufschrei gegen das Ausstellen Hitlers als Wachsfigur heraufbeschwört und man sich dann wundert, wenn jemand das ernst nimmt. Wobei die Reaktionen ja für einen derartigen „Angriff“ erstaunlich verständnisvoll ausfielen. Ich persönlich hab jetzt gar nicht mal was gegen derartige Aktionen, aber warum bei einer dämlichen Wachsfigur?
Ich bin nach wie vor kein Freund der Political Correctness, und ich finde es als ausgemachter Gegner rechten Gesocks kein Problem, Adolf Hitler in einem Wachsfigurenkabinett auszustellen. Ist das Glorifizierung? Ernsthaft? Wenn Hitler keine „interessante“ zeitgeschichtliche Person war, wieso dann der Aufschrei? Heilig wird Hitler doch insbesondere durch all die Tabus, die ihn auf ein Podest stellen. Skandalös soll es ja sein, dass die Hitler-Figur nur ein paar Hundert Meter vom Holocaust-Mahmal entfernt steht. Skandalös finde ich, dass sich zwischen diesen beiden Punkten sicher hundert in Hinterhöfe und Treppengeländer geritzte Hakenkreuze befinden, deren Ersteller sicher wesentlich eher Hitler glorifizieren, als es die recht unspektakulär gehaltene Puppe im Sitzen je tun wird. Heuchelei meiner Meinung nach!

2. Atomkraft
Kernenergie ist der neue Ökostrom, das ist doch so, oder? Das hab ich zumindest geglaubt zu vernehmen, als ich in den letzten Tagen die Medien durchforstet habe. Nehmen wir doch mal wieder unseren alten Helden Wagner:

Screenshot: bild.de

Screenshot: bild.de

Was lernen wir daraus? Wagner war vom Herzen her Atomkraftgegner, nicht aus Vernunftgründen. Das glaube ich ihm, denn vernünftig gesehen hat sich bei der Lage um die strahlende Materie nichts getan. Hey, ich bestreite gar nicht, dass es schwer bis unmöglich ist, aus der Kernkraft auszusteigen und gleichzeitig CO2 einzusparen – vor allem in der Menge, in der es Merkel beinahe fast schon sicher vorzuhaben glaubt.

Aber wie kann man behaupten, das sei der bessere Weg. Hunderttausende Tonnen radioaktiver Abfall für den nach wie vor kein einziges Endlager weltweit existiert sind also eine ernstliche Alternative. Und dann auch noch mit der Begründung, Windräder versperren den Blick aufs Meer?

(Einschub: Mir ist bewusst, dass die Windenergie Kernenergie gerade nicht ersetzen könnte, aber die Gewichtung der Nachteile ist einfach eine perverse Verdrehung der Tatsachen, denn Wagner erwähnt kein Gegenargument zur Atomkraft ausser der Tatsache, dass er selber mal dagegen war)

Ist der Kampf gegen globale Erwärmung wichtiger als Sicherheit vor radioaktiver Verstrahlung? So muss die Frage dazu doch lauten? Und wenn wir bei Horrorszenarien sind, dann möchte ich die Frage nachreichen, wie schlimm im Vergleich zur Überhitzung des Planeten und der Verstrahlung desselben ein Brachliegen der Wirtschaft wäre. Denn das wäre so ziemlich alles, was wir in Kauf nehmen müssten, wenn wir beides umgehen wollten. Alles nicht schön, aber mindestens eines davon wird irgendwann – uns oder unsere Kindeskinder – ereilen.

Aber mir ist schon klar: Wenn der Onkel Sarkozy Kraftwerke bauen darf, dann wollen wir das auch, schließlich sind wir mindestens genauso gut darin hier in Deutschland. Nehmt es mir nicht allzu übel, aber das ist für mich mindestens ein so guter Grund zu Kotzen wie Adolf Wachskopf für Franz Josef Wagner.

3. Die U-Bahn-Schläger
Nun sind die beiden Idioten, die einen Rentner fast totgeschlagen haben also endlich im Knast. Das reicht der Bild und einigen Politikern nicht, jetzt wird spekuliert / gefordert / beschlossen, dass sie nach Verbüßen der Haftstrafe abgeschoben werden.

Also ich bin der Meinung, dass das unsinnig ist. Ich kann Abschiebungen echt nicht nachvollziehen. Da leben wir in einer „so schönen“, fast völlig globalisierten Welt, aber sobald einer böse wird, da drücken wir ihn wieder unseren total lieben Nachbarn auf und sagen: „Da, den wollen wir nicht! Ihr könntet uns aber im Ausgleich gerne ein paar liebe gut ausgebildete Ingenieure schicken, die für 6 € pro Stunde bei uns tolle Flugzeuge bauen.“

Hat eigentlich irgendeiner der Verantwortlichen mal darüber nachgedacht, was passiert, wenn das alle anderen auch machen: Richtig, es ändert sich gar nix! Toll! Wirklich!

Aber gut, das war es jetzt erstmal aus meinem evolutionsskeptischen Lager hier in Berlin-Marzahn. Ich wünsche euch allen noch eine gute Nacht und versuche zu versprechen, dass ich bald wieder etwas mehr schreibe.

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