Category Archives: Bilder

WG-Battle

OK, das nimmt hoffentlich niemand zu ernst 🙂

Ich lese gerade ganz gerne die neuesten Geschichten der Wohngemeinschaft of Death, einfach so. Es erinnert mich ein wenig an die gute alte Chaoze-WG. Dabei ist mir bei diesem Artikel zur Streicherei das Bild des Kühlschrankes aufgefallen. Solche Bilder gab es natürlich bei uns auch. Da hab ich mir gedacht: „Mensch, warum nicht ein Kühlschrank-Bilder-Battle?“

Jeder der will, kann das ja als Stöckchen verstehen und auch Kühlschrankbilder in seinem Blog posten 🙂

Bei mir ist es schon schwer geworden, eines auszusuchen. Hat einfach nicht geklappt. Deswegen gibt es hier eine Auswahl:

Bei der Einweihungsparty, als wir noch brav waren, sah eine Party-Vorbereitung etwa so aus:

Party 2004, Quelle: Sash
Party 2003, Quelle: Sash

Etwas später, 2005, haben wir dann auf unnötigen Schnickschnack verzichtet:

Party 2005, Quelle: Sash
Party 2005, Quelle: Sash

2007 war uns dann der Kühlschrank zu klein:

Party 2007, Quelle: Sash
Party 2007, Quelle: Sash

Und einfach weil es so toll aussieht, gibt es dieses Bild auch nochmal mit aktivierter Kühlung:

Party 2007 in kalt, Quelle: Sash
Party 2007 in kalt, Quelle: Sash

Hinweis: Ich hab das nicht alleine getrunken.

😀

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Nach einer wahren Begebenheit

Alltag einer Beziehung, Quelle: Sash

Alltag einer Beziehung, Quelle: Sash

…und meine Zeichen“künste“ stehen hier nicht zur Debatte 😉

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Arbeitsplatz für Nachtblogger (2)

Vor fast genau 2 Jahren habe ich so ein Foto unter so einer Überschrift schon einmal gepostet:

Ein Nachtarbeitsplatz außerhalb des Taxis, Quelle: Sash

Ein Nachtarbeitsplatz außerhalb des Taxis, Quelle: Sash

Ich spüre in mir die Versuchung, mich darüber zu beschweren, dass ich damals wie heute keine vernünftige Kamera dafür habe – aber in Anbetracht der Freude lasse ich das mal sein.

Es mag Einimpfung der christlich geprägten Gesellschaft um mich herum sein, aber immer wenn es draussen ein wenig dunkler wird, die Temperaturen kälter, die Straßen nasser – dann fühle ich mich genötigt, gelegentlich Kerzen aufzustellen für den eigenen Seelenfrieden und die beinahe  festliche Stimmung an meinem PC zu genießen.

Ich hab schon ein paar Artikel für den Taxiblog runtergerockt und hab irgendwie das Gefühl, dass es meinetwegen nicht mehr hell werden bräuchte dieses Jahr. Aber da bin ich Nachteule sicher ziemlich alleine…

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Falls Verpixler hier wohnen…

Die Panik um Street View geht mir gewaltig auf den Keks gerade! Ein Haufen unfähiger verblödeter Arschkrampen streitet sich um ein Thema, von dem keiner der Beteiligten auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben scheint.

So wird folgender Quatsch tatsächlich verbreitet:

„Ich werde mein Haus schwärzen lassen. Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen von Street View glücklich wären, dass man ihnen beim Nacktbaden im Garten zuschaut.“

(Jeanette Biedermann)

„Wir wollen unser Haus auf jeden Fall schwärzen lassen. Street View fördert Kriminalität. Und wir möchten nicht, dass jemand unsere Kinder beim Spielen im Garten sieht.“

(Sky Dumont und Miriam)

„Tolle Sache! Wenn ich unterwegs bin, kann ich mich überzeugen, ob meine Häuser in New York, Stockholm und L.A. noch stehen. Eins muss tabu sein – In die Fenster reinzufilmen!“

(Marcus Schenkenberg, Model)

„Ich habe mir bewusst ein Haus gesucht, das nicht von allen Seiten einsehbar ist. Das soll jetzt nicht durch Google auf den Kopf gestellt werden.“

(Martin Wichmann, Bild-Redakteur)

Es gibt auch hyperbekloppte Polizisten, die gleich an ganz andere Dinge denken:

„Es ist rechtlich unklar, ob eine virtuelle Streifenfahrt möglich ist.“

(Rainer Wendt, Deutsche Polizeigewerkschaft)

(Aus der Bild, via bildblog, bzw. FAZ via Lawblog)

Ich meine: Ja, man kann bei Google Street View Häuser sehen. Boah, Bombe! Voll krass!

OK, damit wir uns richtig verstehen: Privatsphäre ist ein schützenswertes Gut, dieser Meinung bin ich immer gewesen. Ganz gleich, ob ich selbst davon viel Gebrauch mache oder nicht. Der Witz an der Geschichte ist: Menschen haben ein Recht auf Privatsphäre, aber doch nicht Häuser! Ob Street View jetzt so ein tolles Projekt ist, oder verschwendetes Geld, das sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass diese blöden Bilder von öffentlich zugänglichen Straßen aus überhaupt nichts aussagen.

Beispiel:

Marzahner Promenade 24 bis 29, Quelle: Sash

Marzahner Promenade 24 bis 29, Quelle: Sash

So, das ist eine Aufnahme von der Straße aus. Gehen wir mal davon aus, ich als Bewahrer meiner Privatsphäre hätte kein Impressum, in dem meine Postadresse steht, was würde uns dieses Foto sagen: Es sagt uns, dass vor einem Wohnblock in der Marzahner Promenade gelbe Mülltonnen vor dem Haus stehen und dass das untere Stockwerk hässlich orange bemalt ist. Aber selbst das trügt, denn das Foto ist von 2008, genau wie die Google-Bilder bei Street View. Keiner, der hier nie war, weiss, ob diese blöden Tonnen da immer noch stehen! Aus diesem Foto kann man nicht erkennen, dass ich hier wohne, oder was sonst so aktuell passiert. Man weiss nicht, ob hier Kinder auf der Wiese spielen oder ob dieses Haus tatsächlich noch existiert. Und die andere Seite des Hauses, eine Fußgängerzone, wird auch nicht von Google auf den Kopf gestellt, bloß weil ein Bild-Redakteur an digitalen Voodoo glaubt.

Ich habe dieses Foto völlig legal geschossen und völlig legal hier hochgeladen. Sollte jetzt jemand aus meinem Haus (sind um die 15 Parteien pro Hauseingang) die Verpixelung bei Street View beantragen, hab ich dann noch ein Recht dazu? Wollen wir wirklich auch noch das Fotografieren auf der Straße verbieten? Und wer soll das Recht bekommen: Hauseigentümer, Mieter, Obdachlose auf der Durchreise, jeder?

Und die bekloppte Panik wegen der 2,90 m Höhe, aus der die Fotos gemacht werden: Jeder LKW-Fahrer und Reisebus-Fahrgast sitzt über dieser Höhe. Wenn ich mich strecke, kann ich auch googlegleiche Fotos machen. Sind wir ehrlich: Es ist eine löbliche Eigenart von Frau Biedermann, nackt im Garten zu baden, aber Google ist dabei sicher weniger aufdringlich als die meisten Paparazzi. Die retuschieren nämlich nicht das Gesicht weg.

Kritik an Google ist ok, und Vorsicht ist beim Datenschutz durchaus geboten. Aber wenn sich jetzt auch noch Politiker einmischen, denen wir Videoüberwachung in der Fußgängerzone, den großen Lauschangriff und Debatten über Bundestrojaner zu verdanken haben, dann ist das wie das große Jahrestreffen der Vereinigung „Gewaltverbrecher gegen Ohrfeigen“ im Kindergarten an der Ecke: Lächerlich!

PS: Klaus hat sogar eine Geschäftsidee dazu entwickelt, sehr schön.

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Nie angekommen (7)

August 2010, Herrmann-Blankenstein-Str. Quelle: Sash

August 2010, Hermann-Blankenstein-Str. Quelle: Sash

Ein weiterer Fall fürs Nie-angekommen-Album…

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Volkssport in Assihausen

„Cindy“ würde es sicher freuen, bietet es doch ungeahntes Potenzial für Comedy mit Assi-Bashing. Manchmal sind die eher peinlichen Dinge aber dann doch traurige Realität. Man liest immer wieder von vermüllten Haushalten in anonymen Hochhaussiedlungen. Zwar ist unsere Bude ohnehin nur halb so schlimm, die Gegend nur halb so anonym und unser Haus zumindest auf unserer Seite auch nur halb so hoch wie ein Hochhaus, dennoch gibt es auch noch andere Gründe, auszuschließen, dass bei uns irgendwelche Leute wohnen, die ihre Wohnung vermüllen lassen:

Der große Müllschlucker mit der Glastür, Quelle: Sash

Der große Müllschlucker mit der Glastür, Quelle: Sash

Ich bin mir zwar sicher, dass man so keine Antwort darauf erhalten wird, aber wie soll man Menschen die Tatsache, dass es sich dabei vielleicht um ein gesellschaftlich geächtetes Verhalten handelt, schonend näherbringen?

In der Regel sind die Überbleibsel bereits weg, wenn ich das Haus verlasse, aber neulich haben mich ein paar Nachbarn angequatscht, ob ich eine Ahnung hätte, wer das sei. Denn seltsamerweise hat noch niemand diese Helden in flagranti erwischt. Einengen lässt es sich auf 6 Parteien, die eine Wohnung haben, die auf beiden Seiten Fenster hat und über dem 4. Stock liegt. Aber was will man machen? Klingeln und fragen, ob man Windeln aus dem Fenster wirft?

Manchmal irritieren mich meine Mitmenschen noch ein bisschen mehr, als ich gemeinhin sowieso erwarte. Ich bin ja für Quartiersverschönerung, für Subversivität, für Kunst im öffentlichen Raum, gegen Überwachung… aber ich würde durchaus gerne wissen, wer im (nur unwesentlich) übertragenen Sinne die Ansicht vertritt, dass auf den Gehsteig kacken doch auch eine Alternative sein könnte.

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Bäck to Ländle

„Wir könnten auch mal wieder selber Maultaschen machen…“

Meine Einstellung zu diesem Vorschlag war vor wenigen Stunden sozusagen ambivalent.

1. Maultaschen sind was feines, man kriegt die guten fertigen nicht im Supermarkt um die Ecke, Selbstgemachte sind dreimal leckerer und so ein Abend Kochen mit Ozie kann wahnsinnig spaßig sein.

2. Irgendwo finden sich auch die Guten in Berlin, auf Aufwand hab ich ja mal gar keinen Bock, die Küche wird wie ein Schlachtfeld aussehen, und eine gute Alternative zum Zusammensein in der Küche bietet das Internet sowieso.

Aber wenn man schon mal frei hat…

Um es mal klarzustellen: Maultaschen selbst gemacht hat bisher eigentlich nur Ozie. Einmal. 2006 in Stuttgart. Damals vegane. Unser Informationsstand also war ähnlich düster wie mein jetztiger bezüglich Kernfusionen: Ich weiss theoretisch wie es geht, aber es spricht eine Menge dagegen, es einfach mal kurz auszuprobieren 😉

Ozie hat sich im Internet ein möglichst einfaches Rezept gesucht, und ganz nach den goldenen Regeln der Faulheit haben wir es noch vor dem Einkauf so zusammengestutzt, dass uns daran nichts mehr seltsam erschien. Wer braucht schon einen Teil Brät, wenn der sich auch noch durch Hackfleisch ersetzen lässt? Majoran? Naja, eigentlich stehen wir beide nicht so sonderlich drauf, also kann man es auch weglassen. Eine Zwiebel? Arm. Wir nehmen zwei.

Im besten Wissen, dass das Rezept mengenmäßig an einem Festbankett orientiert war, das der Bewirtung sämtlicher schwäbischer Unternehmerdynastien genügt hätte, haben wir uns einfach mal ans Werk gemacht. Der Rest kommt in die Gefriertruhe. Wir machen uns den Aufwand ja nicht für eine halblebige Mahlzeit.

Eine runde Viertelstunde hat die Entzweiung zweier Küchenschüsseln benötigt, wobei ich mich gezwungen sehe, der Physik etwas Beifall zu klatschen! Nette Idee, dass Hitze Materialen ausdehnt! Ozies Aufmerksamkeit im Unterricht verdanken wir somit auch unser Essen.

Während Ozie eine Packung Mehl mit 8 ungeborenen Küken vermengt hat, habe ich aus einem Schwein, einem halben Rind und der Ernte eines mittleren Gärtnereibetriebes die Füllung erstellt. Kein Fest für Vegetarier und selbst für mich nicht der Ort, wo ich meine Hände ständig haben wollte. Vermittelt aber ganz neuen Respekt vor Chirurgen.

Man sollte es nicht glauben, aber irgendwann sind wir tatsächlich zu dem Punkt gelangt, an dem wir sowas ähnliches wie Essen begannen herzustellen:

 

Und selbst das hat schon lecker gerochen, Quelle: Sash

Und selbst das hat schon lecker gerochen, Quelle: Sash

Die Profis hätten die Zutaten sicher noch ein wenig kleiner gekriegt, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger fällt mir ein Grund dafür ein.

Was die Größe und die Falttechnik angeht, haben wir hier und da ein wenig experimentiert, sodass wir am Ende in den Besitz äußerst unterschiedlicher „Herrgottsbscheisserle“ gelangt sind. Bezüglich der Konsistenz gibt es vielleicht noch ein paar Fortschritte zu machen, aber der Geschmack… wie dahoim!

Fertig sehen sie (zum Teil) übrigens so aus:

 

Mauldäschle, Quelle: Sash

Mauldäschle, Quelle: Sash

Während wir in einer geradezu irre anmutenden Frequenz Teig kneteten, Taschen formten und die fertigen Exemplare in den Kochtopf schickten, jammerte Ozies Handy auf der Fensterbank nach Nahrung und wir unterhielten uns blendend mit alten Kindheitsgeschichten über die Küche unserer Eltern (wobei bei keinem von uns im Elternhaus selbstgemachte Maultaschen eine Rolle gespielt haben).

Vom Auspacken der Zutaten bis zur letzten fertigen Maultasche hat uns die Aktion rund 3 Stunden Lebenszeit gekostet. Ein vertretbarer Aufwand dafür, dass wir uns nun ziemlich genau eine Woche lang von Maultaschen ernähren könnten. Zu zählen gewagt hat sie keiner von uns, aber runde 50 Stück sind unser Schätzwert…

Ozie träumt inzwischen wahrscheinlich von Teigbergen, die sie umschlingen wollen, während ich wahrscheinlich irgendein Spinat-Trauma davongetragen habe. Egal, Spaß muss bekanntlich sein und morgen ist auch noch ein Tag zum Küche aufräumen 🙂

Diesen Blogeintrag widme ich Ingmar in Ermangelung eines neuen Mineralwassers 😉

Nachtrag:
Es waren wohl exakt 47 Maultaschen.

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