Category Archives: Medien

Einfach logisch

Wenngleich das taz-Interview mit Wolfgang Schäuble schon fünf Tage alt ist, so möchte ich doch gerne hier noch einmal den letzten Satz rezitieren, da er meiner Meinung nach alles auf den Punkt bringt:

Wolfgang Schäuble:

„Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen!“

Na da bin ich ja froh!

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Übergeigung auch im Handelsblatt

Kleines Ratespiel:
Stellt euch vor, ein unbedeutendes Medium wie beispielsweise das Handelsblatt hat einen Artikel über die geplante Sanierung des Arcandor-Konzerns im Programm. Darin steht so einiges. Im Kernteil liest sich folgendes:

Arcandor baut keine Stellen ab, Screenshot: handelsblatt.com
Arcandor baut keine Stellen ab, Screenshot: handelsblatt.com

Nun meine Frage: Wie lautet wohl die Überschrift?

Na?

Na?

RICHTIG!!!

Arcandor baut Stellen ab, Screenshot: handelsblatt.com
Arcandor baut Stellen ab, Screenshot: handelsblatt.com

Wer es überprüfen will: Hier ist der Link!

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Aber die anderen…

Ich hasse diese Ausrede! Dieses „Hast du den Herd angelassen?“ „Heeeeh, duuuu hast den Herd letzte Woche auch angelassen…“ Aber irgendwie muss ich heute spaßeshalber so titeln. Nein, müsste ich nicht – ich bin nur gut drauf 🙂 Mein indirekt böser Nachruf auf Jörg Haider hat nicht die befürchtete Welle der Entrüstung ausgelöst, und ich bin froh drum – ich wollte schließlich nur drauf hinweisen, dass ich es auch mitbekommen habe.
Sollte der ein oder andere dennoch etwas zerknirscht sein, weil ich so pietätlos bin, dann wünsche ich viel Spaß in der Satire-Abteilung von Spiegel online, so sich dieser nette Artikel befindet.
Bevor ihr es lest: Ich finde den Gag eigentlich ein wenig zu flach. Das Schöne daran ist meiner Meinung nach die Kompromisslosigkeit, mit der dort Satire gemacht wird. Ich bin wirklich uneingeschränkt der Meinung, dass Satire alles darf – die bitterböse Zynik habe ich nunmal. Und deswegen – eigentlich aus keinem anderen Grund – ist dieser Artikel verlinkt.
Ihr seht also: Die anderen schreiben noch viel bösere Sachen als ich! Rabääääh!

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Die Killerspiele im ZDF

Vorher, so gegen 0 Uhr war ich mal wieder in der Nähe eines Fernsehers. Nach einigem Gezappe bin ich bei einer Killerspiel-Doku gelandet, in der mal wieder ein paar Opfer vorgeführt worden sind, die irgendwann unter anderem ihres Medienkonsums wegen geistig zusammengeklappt sind. Sexualstraftäter, erfolglose Mörder und ein Typ, der einen Minderjährigen mit einer Knarre bedroht hat, waren da zu sehen. Zwischenrein Spielszenen aus den ganzen Klassikern. WoW, UT, CS, GTA… was halt schön Gewalt rüberbringt.
Ich hab das Ganze nicht komplett gesehen, ich weiss nicht einmal wie die Sendung hieß. Irgendwie muss ich mich aber dennoch darüber aufregen, auch wenn hier die ein oder andere Gegenstimme durchaus zu Wort gekommen ist. Dort erzählen Leute, sie seien in der Schule gemobbt, von ihren Eltern geschlagen und von Mitschülern gemieden worden. Dadurch hätten sie sich in ihre Fantasiewelten zurückgezogen und den immer stärker werdenden Drang nach Gewalt mit Horror-Videos und/oder Computerspielen befriedigt, bis das irgendwann nicht mehr gereicht hat, und sie selbst gewalttätig geworden sind.
Und dann wird erklärt, warum immer realistischere Darstellungen in den heutigen Spielen gefährlich sind.
Ich meine, man muss sich vor Augen halten, was gerade von einem Betroffenen über die Rolle der Spiele gesagt wurde. Alles, aber nichts, was irgendwie dafür herhalten kann, diese Medien zum Ursprung – ja noch nicht mal zu einem Katalysator – für die Gewalt zu erklären.
Keine Frage, das ist ein vielschichtiges Thema, und vielleicht können Spiele mit hohem Gewaltgehalt beim ein oder anderen Menschen dazu führen, dass er diesem Thema gegenüber offener wird, dass er abstumpft. Aber ich bleibe dabei: Alle – und ich meine wirklich ALLE – Amokläufer dieser Welt hatten eine ganze Menge Probleme mit ihrem Oberstübchen, bevor sie anfingen, sich für verpixelte Blutspritzer an irgendwelchen Polygonen zu begeistern. Hier wird ein eigentlich x-beliebiges Glied aus einer Kette von Faktoren herausgerissen, und ordentlich abgewatscht, damit der eine oder andere glaubt, es gäbe eine sichere Methode, Verbrechen zu verhindern.
Selbst wenn es eine Möglichkeit gäbe, all die bösen Spiele wirklich sicher aus der Welt zu schaffen, bin ich mir sicher, wird es weiterhin all die Irren geben.
Hey, Ego-Shooter beispielsweise sind mitunter eine emotionale Geschichte. Bei uns in der WG ist auch schon so mancher Fluch durch die Räume gehallt, weil jemand virtuell ins Gras gebissen hat. Aber diese Aggressivität, die man damit ja angeblich aufbaut, ist doch Kinderfasching gegen die wöchentlichen Turniere des Tischtennis-Jugendvereins um die Ecke.
Kein Verbot von irgendwas wird jemals Erziehung, Bildung und soziale Kontakte ersetzen können. Darüber sollten einige einflussreiche Leute hierzulande mal nachdenken…

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The Chaos Within

So, bevor ich mich noch 48 Stunden am Stück nicht melde: Ich bin gerade wirklich wieder viel am Lernen und versuche mich in der Zeit, die ich dazu am PC verbringe, gar nicht erst auf das Internet einzulassen. Deswegen sind auch die Comments in den letzten beiden Tagen eher knapp ausgefallen.
Die Ortskundeprüfung rückt mal wieder näher, und irgendwann muss ich es ja einfach mal schaffen. Denn zu allem Ärger läuft natürlich am 10.11.08 mein ALGI aus, und ich hatte eigentlich gar nicht erst vor, mir all das Geschmeiß mit HartzIV zu geben. Wie die Zeit aber auch vergeht.

Heute vor genau drei Jahren fand in der WG in Stuttgart die Mörder-Party statt, aus deren Umständen heraus unter Anderem meine aktuelle Beziehung mit Ozie entstand. Nach offizieller Übereinkunft haben wir morgen unser Dreijähriges. Der heutige Abend wird mit Sicherheit nicht so spektakulär wie der vor drei Jahren. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er auf Küche aufräumen, Fischstäbchen essen, Lernen und vielleicht Bloggen bestehen. Aber ich wüsste auch gar nicht, wo ich jetzt auf die Schnelle so viele Leute herorganisieren sollte, die wie damals unsere Bude auf den Kopf stellen.
Die Party damals ist nicht zu Unrecht in die Geschichte der Stuttgarter WG eingegangen. Dass ich zu guter Letzt aus dem Bett geholt wurde, um mit den Cops zu diskutieren war da nur der Abschluss. Zwei Hundertschaften – so habe ich mir von Gästen, die draussen waren, sagen lassen – haben die Cops aufgeboten, um unsere Party zu beenden. Dann haben sie ein paar Minuten mit einem relativ betrunkenen Sash verhandelt und am Ende sind sie einfach gegangen, ohne die Wohnung betreten zu haben. Und das, obwohl uns laut Aussagen des Einsatzleiters folgendes vorgeworfen wurde: „Naja, zuerscht Ruhestörung, und dann Linksradikalismus…“
Ich will mir gar nicht ausmalen, was die für Augen gemacht hätten, wenn sie gesehen hätten, dass sich ihre subversiven Elemente den Abend damit vertrieben haben, mit ihren nackten Hintern „Marmorstein und Eisen bricht“ auf dem Klavier zu spielen.
Dem Abend folgte aber ein bitteres Erwachen mit Vermieter-Schelte, weil irgendwelche Deppen die Haustür aus den Angeln gerissen hatten und ein Zustand der Wohnung, der in Punkto Lebensqualität in so manchem Slum nicht akzeptiert worden wäre. Der Kater hat bei einzelnen Personen drei Tage angehalten…
Ich will übermäßigen Drogenkonsum gar nicht verharmlosen, aber das war es dennoch wert. Die Party landete weit oben in den Top Ten der geilsten Tage meines Lebens!

Naja, ansonsten habe ich gerade vom Don Saftinator eine DVD geschickt bekommen – für die ich mich auch auf diesem Wege bedanken möchte. Er hat mir die Live-DVD seiner neuen Band „The Chaos Within“ geschickt.

Hier geht’s zu deren Homepage

Wenngleich ich zu musikalischer Offenheit rate, wird der Link dennoch nur für Metal-Fans interessant sein. Aber schließlich geht nichts über freundschaftliche Links 🙂

Ja, ich widme mich jetzt mal der Küche 🙁

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Dezent übertrieben

Wie es der Zufall so will, bin ich gerade bei unter spiegel.de bei den Videos gelandet, wo sich ein solches gleich abspielte und mir trotz galoppierendem Desinteresse die Tourenpläne von Depeche Mode präsentierte. Dann fiel mir eine dort genannte Zahl auf: 12 Millionen.
Mit über hundert Millionen verkauften Tonträgern und 12 Millionen Konzerten sprengen Depeche Mode also alle Rekorde. Das ist nicht verwunderlich. Hätten Depeche Mode tatsächlich 12 Millionen Konzerte gegeben (und nicht etwa Konzertkarten verkauft), dann hätten sie in den vergangenen 28 Jahren über 1170 Konzerte gegeben – täglich.
Das heisst, sie wären vor allem dadurch aufgefallen, dass ihre Konzerte relativ kurz sind – weil alle 73 Sekunden ein neues begonnen hätte. Naja, knapp daneben ist auch vorbei…

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Infantile Spielchen

Es gibt ja einige bekloppte Spielchen, die einen Abend unterhaltsam machen können. Unter anderem zählt natürlich das Fernsehen dazu. Nun ist das Fernsehen alleine bisweilen so bekloppt, dass es die gewünschte Unterhaltung alleine gar nicht mehr bieten kann. Da haben wir in der WG Abhilfe geschaffen.

Wir nennen es „Was sagen sie zu…“, denn das beschreibt das Spiel recht gut.

Man setzt sich am besten in großer Runde vor einen Fernseher und denkt sich eine Frage aus. Unser erster Beitrag in diese Richtung war:
„Was sagen sie zur aktuellen Finanzkrise?“
Dann zappt man zu einem anderen Kanal und hört sich an, was dort „zur Finanzkrise“ gesagt wird. Natürlich sind viele Fehlschläge dabei, aber bisweilen kann man heulen vor Lachen.
So gab es heute auf die Frage nach dem Wahldebakel in Bayern die vortreffliche Antwort: „Das ist eine Frage, die letzte Woche viele Menschenrechtskenner beschäftigt hat.“ (so in etwa, Wortlaut habe ich nicht mehr parat.

Die Krönung war ein Dialog über die Unterwäsche, die HSE24 verkauft (auch hier alles eher sinngemäß):
„Was sagen sie zu den Schlankstützprodukten?“ -zapp-
„Ich bin ja so entzückt“
„Was sagen sie zu Frauen, die so etwas tragen?“ -zapp-
„Darf ich mal was aus ihrem Wäscheschrank klauen?“

Diesen infantilen Humor werden vielleicht nicht viele teilen, aber wenn es jemand tut: Ich wäre interessiert an anderen witzigen Treffern…

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