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Böses böses Internet

Das Internet. Unendliche Weiten…

Puh! Seit etwa 15 Jahren weiss die Menschheit, dass das Internet ganz toll und einzigartig ist, und seit rund 2 bis 5 Jahren zudem noch, dass es total böse und schlimm ist. Ich schreibe hier eigentlich immer frisch von der Leber weg, und das in dem Wissen, dass das Netz nicht vergisst. Auch ich hab schon Sachen gelöscht, weil sie mir im Nachhinein dann doch zu privat waren und andere nicht, obwohl viele denken, ich sollte es vielleicht.

Ja, das Netz ist ein großer Kinderspielplatz, dessen ganzer Nutzen – sowie dessen Gefährlichkeit – sich einem aber erst als „Erwachsener“ erschließt. Kein Spiegel-Artikel zum Thema lässt ja die ahnungslosen Kinder aus, die sich nackt und betrunken bei Facebook zeigen, und dann Blogeinträge über die Kreditkartennummer ihrer Eltern schreiben. Oder so ähnlich. Das sind jetzt eher die Ecken des Netzes, in denen ich mich nicht herumtreibe, aber durch einen aberwitzigen Zufall (über die Suchanfragen hier in meinem Blog) bin ich gerade beim Vollspaten des Jahres gelandet.

Der werte Fridolin (Name geändert) hat nämlich einen Blog aufgemacht. Nicht irgendeinen, sondern den „Fridolin-liebt-Gudrun-Blog“. Gudrun heisst natürlich auch anders. Das Prinzip sollte allerdings klar sein.

Da ich – Generation Scheidungskinder lässt grüßen – trotz anhaltender guter Erfahrungen nur begrenztes Vertrauen in die Haltbarkeit von Beziehungen habe, lässt sowas bei mir fast alle Alarmglocken klingeln und reizt irgendwelche Rezeptoren in meinem Hirn, die veranlassen, dass ich spontan ein mildtätiges Grinsen aufsetze und in mich hereinflüstere: „Sie an, ein Idiot…“ Ozie kennt das auch – von ihrer Arbeit im Callcenter. Sobald jemand schnuckelhase_und_manuel@freeweb.com als Email-Adresse hat – und die auch noch angibt! – fällt es einem einfach schwer, sich vernünftig zu unterhalten. So viel sollte man über das Netz inzwischen gelernt haben.

Aber gut, wir waren bei Fridolin. Ich konnte nicht anders und musste hinschauen. Wie das eben auch bei Autounfällen ist. Was soll ich sagen? Grandios. Als erstes fiel mir in diesem völlig dahingerotzten Freehost-Blog ein Text auf, aus dem ersichtlich wurde, warum der Blog nicht „Fridolin-und-Gudrun-lieben-sich-gegenseitig“ heisst. Eine Ex-Freundin also! Fridolin, in meinen Augen noch ein tapferer Recke gegen das Machotum, schrieb den Inhalt seines kompletten Gehirns aus Kopf und Hose und beweinte das Dahinscheiden seiner Beziehung mit Gudrun. Inklusive „Mir ist so schlecht, dass ich ständig kotzen muss“ und all dem, was man früher höchstens privat in ein Tagebuch schrieb, das mit 2 Vorhängeschlössern gesichert und mit Totenköpfen bemalt war.

Ihr wisst schon – der eine Band, der nach zwei Monaten und 58 Einträgen in Romanlänge feierlich auf einer Waldlichtung dem Feuer übergeben wurde, während man die andere Hand in der Hose der nächsten Holden hatte und ihr was vorlog von wegen da stünden nur Dinge über einen „guten Freund“ drin, der nun leider entschlossen hat, die eigene Mutter zu schwängern und auf Adolf Hitlers Rückkehr via Ufo zu warten.

„OK, mutig!“, dachte ich mir.

„OK, völlig bekloppt!“ war dann ohne Übergang der nächste Gedanke, denn ich war auf der Profilseite des tapferen Recken, und dort fand sich nicht nur seine dörfliche Adresse, sondern auch ein verpixeltes Webcam-Foto, dessen Qualität leider gut genug war, um einen groben Überblick über die Akne-Plantage unterhalb der Brille des tapferen Fridolon zu geben. Das Alter war auch angegeben: 15.

Eigentlich hätte ich an dieser Stelle die Seite verlassen müssen, und irgendwas vernünftiges lesen. Irgendwas weniger peinliches. Meinetwegen den nächsten yoursweetpinkbunnyknuddelsstuff-Blog, einen Wikipedia-Eintrag über Zuckerrüben oder einen Briefwechsel zwischen Atheisten und dem Papst. Tat ich aber nicht. Ich kann nicht verleugnen, dass mein Voyeurismus auch zu solch früher Stunde schon hellwach ist. Wacher als ich selbst offenbar.

In der Hoffnung, dass es sich um einen alten toten Blog handelt, habe ich auf Archiv geklickt und mit ehrlichem Mitleid festgestellt, dass der Blog erst vor einem Monat begonnen wurde. Aua! Die anderen Einträge schienen nicht weniger theatralisch und aus irgendwelchen – sicher tief in meiner Psyche verankerten – Gründen habe ich einen zweiten Eintrag aufgemacht. Dort förderten dann die Kommentare das ganze Ausmaß der Katastrophe zutage. Denn: Gudrun kennt diesen Blog und kommentiert auch darin!

9 Monate waren die beiden zusammen. Wow! Das hätte ich nun nicht unbedingt erwartet, da die durchschnittliche Halbwertszeit einer Beziehung in diesen jungen Jahren doch weit mehr gegen Null strebt als gegen 4 Monate. Für einen kurzen Moment streifte mich einmal mehr ehrliches Mitleid, doch mit meiner nächsten Entdeckung starb es. Endgültig.

„Ja, ich hätte vorher schon schreiben können, dass es eine Fernbeziehung war“, lässt Fridolin wissen. Man habe sich auch nur einmal gesehen – via Webcam versteht sich.

In diesem Moment wusste ich, dass ich darüber schreiben muss. Als therapeuthische Maßnahme. Aus Notwehr. Gefahr im Verzug!

Dass sie sich nie getroffen haben, weiss Fridolin auch zu erklären. Schließlich zerbrach das junge Glück bereits vor den Sommerferien, und folglich hatte er – nicht wie der neue Lover Mopsi (Name auch geändert) – die Möglichkeit, einfach mal zu ihr zu fahren. Zumal der neue schließlich nur knapp eine Stunde zu ihr fahren müsste, er jedoch fünf. Das ist natürlich eine tragische Geschichte, und es ist nur zu logisch, dass er seiner Flamme, der holden Gudrun, ausrichten ließ, sie solle Mopsi doch bitte nicht küssen, weil ihn das in den Selbstmord treiben würde.

Gudrun selbst antwortete in den Kommentaren, dass er dies doch eh nicht mitbekommen würde, und seine Ausrede mit den Sommerferien ein wenig dünn sei, da schließlich allerlei andere Ferien den bisherigen Verlauf ihrer Beziehung gepflastert hätten. Zumal Mopsi fast drei Stunden zu ihr benötige, und Fridolin wenn es hochkommt, vier.

Wer nun glaubt, die Geschichte wäre schon auf dem Höhepunkt, wer glaubt, all dies sei die Krönung der pubertären Verirrungen eines Menschen, der sich vom Schicksal so richtig hart durchgenommen fühlt, wer glaubt, Fridolin könnte da nicht noch einen draufsetzen – der irrt!

Im letzten Beitrag, den ich zu lesen wagte – so langsam tränten mir auch die Augen vor Lachen – erfuhr ich dann, dass Fridolin derjenige war, der die Beziehung der Zeitaufwändigkeit zugunsten von Computerspielen beendet hatte, und jetzt natürlich viel schlauer sei, jetzt da seine holde Gudrun den blöden Mopsi mit den Küssen beehrt, die ihm eigentlich zuständen…

Nichts von dem wird das Netz der Netze wieder verlassen! Kein Anderer wird so nett sein, und die Namen ändern. Ja, es juckt ja geradezu in den Fingern, die Seite lokal zu speichern… wahrscheinlich ist der Selbstmord von Fridolin tatsächlich eine Option.

Wenigstens weiss ich jetzt, wo die Medien hierzulande recherchieren, wenn sie „tief im Netz“ wühlen und „ein buntes Potpourri an Perversionen“ zutage fördern, dessen einzige Schlußfolgerung sein kann: Zensieren! Ganz abschalten! Nutzer internieren!

Puh!

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Des Sashs Gezocke

Eine ganze Menge Zeit außerhalb des Autos verbringe ich ja dann auch am PC. Derzeit meist zum Bloggen, aber auch wenn ich erst als (zumindest offiziell schon) Erwachsener einen Computer mein eigen nennen durfte, so habe ich die Teile doch immer auch genutzt, um daran zu spielen. Ohne dass ich jemals ein wirklicher Hardcore-Zocker gewesen wäre, habe ich dennoch so einige Spiele hinter mir, und hab mir gedacht, ich kann hier ja mal eine Art Best-of zum Besten geben. Gleich vorweg sei erwähnt: Fast alle Spiele hier sind alt, also wirklich in keinster Weise up to Date. In den wenigsten Fällen ist das also eine Kaufempfehlung, sondern vielmehr so eine Art gesammelte Erinnerung mit netten Anekdoten. Vielleicht erinnern sich ja auch noch andere an diese oder andere Lieblingsspiele. Dachte mir, wenn ich schon tagein, tagaus am PC über mich und mein Leben schreibe, dann gehört das doch irgendwie auch dazu. Also, meine Top 10 der PC-Spiele, die mich am meisten Zeit oder Nerven kosteten oder mich am meisten beeinflusst haben. Links hab ich meistens zu Wikipedia angegeben, weil da noch mehr Infos zu haben sind. Einige der Spiele gibt es sowieso kaum noch neuwertig im Laden zu erwerben.

Age of Empires 2 (Echtzeit-Strategie)

Bis heute gibt es kein Spiel, dass ich länger am Stück gezockt habe, als „Age“. Irgendwann fand es den Weg in die ein oder andere Netzwerksession bei uns, und soweit ich mich erinnern kann, hat das längste Spiel damals 7 Stunden gedauert… Für heutige Strategiespiele ist dieser Klassiker, der noch aus den Neunzigern stammt, natürlich zu simpel aufgebaut. Das Prinzip ist dem bei „Die Siedler“ z.B. nicht unähnlich: Man muss Rohstoffe abbauen, Militär entwickeln und sein Reich schützen, und irgendwann und immer wieder kloppt man sich mit seinen Mitspielern. Trotz des begrenzt umfangreichen Spielprinzips macht das aber eine ganze Weile lang Spaß, wobei das wie bei den meisten Games vor allem dann eintritt, wenn man es mit menschlichen Gegnern zu tun hat. Großes Manko der KI ist zum Beispiel, dass sie zumeist aufgibt, bevor man den Gegner wirklich endgültig geschlagen hat. Da ist es mir dann doch lieber, wenn Ganoven wie mein Bruder ihren König mit einem Dorfbewohner auf einem Transportschiff am Rand der Karte geparkt hat, um sich was neues aufzubauen… Ich hab das Spiel neulich erst wieder eine Runde mit Ozie gespielt, leider ist es ihr zu sehr auf Militär und zu wenig auf eine (komplexe) Wirtschaft ausgerichtet.

Alühn (Premium Adventurener)

Dass dieses Spiel hier auf der Liste landet, liegt nicht einmal daran, dass ich es so ausgiebig gezockt habe. Durchgespielt ja, aber das hat keine Monate gedauert. Dem Profi fällt schon die komische Spiel-Kategorie ins Auge, und ein Auge sollte man auf dieses Spiel wirklich mal geworfen haben. Es ist eigentlich ein klassisches 2D-Point-and-Click-Adventure (wie z.B. Monkey Island), was zumindest mal bedeutet, dass die Steuerung verdammt einfach ist. Das alleine wird dem Spiel allerdings noch lange nicht gerecht. Das Spiel ist in Handarbeit von einer kleinen Nicht-Profi-Clique geschaffen worden und danach kostenlos zum Download angeboten (Der Link geht hier auch direkt zur offiziellen Seite). Dementsprechend ist die Grafik mies und die Story um so abgefahrener. Die Rätsel sind nicht nur angemessen schwierig, sondern fast durch die Bank von einer liebenswerten Beklopptheit gezeichnet. Wer sich also zum Beispiel nicht vorstellen kann, wie ein Frosch und eine irakische Playstation dazu beitragen können, Krefeld zu retten, der sollte das Spiel bis zum Ende durchspielen. Hier in der Liste steht es zudem, weil sich bei uns in der WG der Spruch „Arül – weil muss!“ als Redewendung durchgesetzt hat, wenngleich es nur eine Tankstellenwerbung im Spiel ist. Man braucht schon sonderbaren Humor, um es zu mögen – aber dann ist es großartig!

GTA 3 (3rd-Person-Shooter und Rennspiel)

Killerspiele muhaha! Noch mehr als Driver ist GTA der Innbegriff zweifelhafter Moral in Softwareform. Das Konzept ist recht simpel: Man kann seinen Protagonisten (in Version 3 erstmals in 3 D) frei durch eine Stadt bewegen und muss Geld verdienen. Dazu hat man allerdings so gut wie keine legalen Möglichkeiten. Die Aufträge, die man bei verschiedenen Mafia-Clans annehmen kann, drehen sich eigentlich immer um Transport oder Mord. Das Schöne an dem Spiel ist, dass man sich frei bewegen kann, und auch mal einfach – das ist aber nicht der Grund, weswegen ich das Spiel so mag – sich ein Taxi klauen kann, um damit sein Geld zu verdienen. Es stehen Unmengen an Fahrzeugen zur Verfügung und das Spiel verliert nicht so schnell an Spaß. Ist zwar sicher nicht gerade das Spiel, dass man zur Erziehung verwenden sollte, aber eine gute Unterhaltung ist es allemal. Außerdem muss ich den Entwicklern mal für die absurde Idee danken, dass man seine Lebensenergie (unter anderem) durch Sex mit Prostituierten wiedererlangen kann.

Need for Speed Porsche (Rennspiel)

Immer noch mein Liebling unter den NFS-Spielen. Die Grafik der Nachfolger ist zwar besser geworden, dafür mag ich das gediegene Spielambiente in dieser Version. Dass man ausschließlich Porsche fahren kann, kam vielleicht meiner Eigenschaft als Stuttgarter entgegen 😉 Bei diesem Spiel kam es insbesondere auf Genauigkeit an, und ich war froh, dass das Spiel auf meinem alten Rechner auch mit Winamp flüssig lief. Etliche Nächte meiner Zivizeit habe ich damit verbracht, hier ein paar Runden durch die Gegend zu brettern. Rennspiele dieser einfachen Kategorie haben zudem den „Vorteil“, dass eine Hand für Zigarette oder Bier frei bleiben kann. Und wenigstens ist dieses Spiel ein gutes Ventil gewesen für meine Begeisterung, Auto just dann zu fahren, wenn ich betrunken bin. Eine Begeisterung, die ich glücklicherweise inzwischen abgelegt habe. Die Stunden, die ich in den verschiedenen Modi des Spiels immer wieder verschwendet habe, lassen sich nicht mehr zählen, aber dass es über 1000 waren, ist anzunehmen. Ich sollte es mir mal wieder besorgen…

Rollercoaster Tycoon (Wirtschaftssimulation)

Von allen hier genannten Spielen reicht die Rollercoaster-Reihe am weitesten in mein Leben zurück – immerhin schon vor meine Volljährigkeit. Etliche durchzockte Nächte am Pentium 1 meines Vaters habe ich damals mit Leini zugebracht. Monatelang habe ich damals übrigens im Nebenzimmer meines Vaters geraucht, ohne dass er es mitbekommen hat (weil Leini auch geraucht hat). Etwas krude Erinnerungen also. Aber gut, bei dem Spiel geht es darum, einen funktionierenden Vergnüngungspark mit allerlei Attraktionen aufzubauen, und das ist eigentlich eine spannende Geschichte. Insbesondere die Tatsache, dass man die Achterbahnen auch selbst bauen kann, haben das Spiel spannend gemacht. Die Serie hat mich noch bis nach Berlin verfolgt, wo ich mit Ozie zusammen noch fleissig an der zweiten oder dritten Generation Spaß hatte.

Tactical Ops (Multiplayer Ego-Shooter)

TO ist vom Spielaufbau nahezu identisch mit dem wesentlich populäreren Counter-Strike. Nur dass dieses nicht auf der Half-Life-, sondern auf der Unreal-Engine basiert. Ein Rundenbasiertes Spiel, immer ein paar Cops gegen ein paar Terroristen. Wer schneller zielt und die geeigneteren Waffen für seine Taktik wählt, gewinnt durch Headshot. Einfach, aber im Netzwerk mit Freunden eine verdammt gute Unterhaltung. Bei keinem anderen Spiel habe ich jemals so viele Beleidigungen durch die Wohnung hallen hören 🙂 Im Gegensatz zu Unreal Tournament kann man bei TO durchaus mit taktischem Zusammenspiel einiges erreichen, auch wenn man vielleicht nicht der beste Schütze ist. Der Schwob weiss, was ich meine 😉 Dennoch eine sehr kurzweilige Unterhaltung. Im Gegensatz zu den meisten anderen in meinem Umfeld kann ich das Spiel aber nicht die ganze Nacht durchzocken, sondern mache eher mal Pause nach einer Stunde oder so.

Tony Hawks Pro Skater 3 (Skateboarding-Simulation)

Angefangen hat alles mit der 1er-Version auf der Playstation, und im Laufe der Zeit sind die beiden Folgeversionen auf fast allen PC’s der WG rundgelaufen. Als Multiplayer-Spiel haben wir es eigentlich nie ausgiebig benutzt, aber als Solo-Spiel war es immer mal wieder phasenweise sehr beliebt. Ich weiss eigentlich bis heute nicht, weswegen ich ausgerechnet eine Skateboard-Simulation als Spiel so interessant fand, aber das Spiel war einfach gut gemacht – es hat definitiv neue Standards bei Sportgames gesetzt. Dabei muss man sagen, dass die Umsetzung des Spiels durchaus einigen Witz enthielt, was zusätzlich zum Gieren nach Rekorden und dem durchweg hörbaren Soundtrack natürlich auch nochmal für Spielspaß gesorgt hat. Gerade die Version 3 war ein großer Entwicklungssprung bezüglich Gameplay, Levelgröße, Auswahlmöglichkeiten und Länge des Spiels.

TrackMania (Rennspiel)

Trackmania knüpft da an, wo „Stunts“ seinerzeit (also um 1990 rum) aufgehört hat: Ein Autorennspiel, das man im Multiplayermodus spielen kann, und nebenbei eigene Strecken entwerfen, die man dann ebenso gemeinsam spielen kann. Der größte Clou ist, dass bei Trackmania eine (sehr eingeschränkte) Variante des Spiels – welche im Übrigen beim ESWC (Electronic Sports World Cup) im Turnier gespielt wird – kostenlos zum Download angeboten wird. Auch wenn das Spiel weder Kollisionen, noch Schadensmodelle kennt, spiele ich es aktuell noch sehr gerne und in gewisser Weise auch erfolgreich. Durch die beinahe unendliche Streckenauswahl (dank eigener Kreationen der Spieler) bleibt das Spiel immer wieder interessant, und ich werde mich wohl noch eine Weile bemühen, mich in der Weltrangliste unter den Top 10.000 zu bewegen (bei über 3.000.000 registrierten Spielern). Ich habe natürlich inzwischen die kostenpflichtige Variante TrackMania United Forever, die noch einiges mehr bietet als die kostenlose Version. Für die Mitspieler unter den Lesern: Ich bin unter dem Nick „bigsash“ zu finden.

Unreal Tournament (Multiplayer Ego-Shooter)

UT! Eines der ersten Spiele, dass ich im Netzwerk gespielt habe. An diesem Shooter gibt es nach meiner klassischen Liste nichts, was mir gefällt. Es ist ein hektisches Spiel und die Gegner (wenngleich meist Human Player) sind nach Monster-Art aufgemacht, was mich als Gegenwarts- und Realismus-Freund mal gar nicht anspricht. Dennoch hat UT bei vielen Netzwerksessions schon spannende Spiele hervorgebracht – wobei ich insbesondere an Sniperduelle mit dem Schwob und Jörg im Level „Cranes“ denke. Die grundsätzliche Brutalität des Spiels interessierte dabei eigentlich niemanden. So sind wir auch nie auf eine aktuellere Version umgestiegen. Das Spiel ist ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem es meines Erachtens nach nie darauf ankam, in wie viele Teile ein Gegner zerfleddert wird, wenn man ihn mit dem Raketenwerfer trifft. Aber hier gilt wie bei vielen anderen Spielen auch: Singleplayer ist recht öde – der Multiplayer-Modus macht’s!

Worms World Party (Rundenbasiertes Taktik-Spiel)

Worms gibt es schon, seit ich klein war. Insbesondere bei mir ist das schon lange Zeit her. Ich habe mit dem Spielprinzip eigentlich nie etwas anfangen können – bis ich hier in Berlin (also in den letzten 2 Jahren) mit Nico zusammen WWP gekauft habe. Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Auf einer 2D-Karte hat jeder Spieler ein paar Würmer, die der Reihe nach mit irgendwelchen Waffen den feindlichen Schleimtierchen auf die Pelle rücken können. Dabei spielt es eine enorme Rolle, welche Taktik man anwendet, da man sich mit fast jedem Angriff in eine exponierte Position begeben muss, die dem Gegenspieler seinerseits eine Angriffsmöglichkeit bietet. Ein gegen die begrenzte KI der Computergegner ziemlich langweiliges Spiel, das gegen menschliche Gegner sehr komplex werden kann. Die Grafik mag altbacken sein, das Prinzip erfreut mich ehrlich gesagt bis heute.

Natürlich habe ich auch noch andere Spiele gerne gespielt. Ich liebe zum Beispiel spannende und realistische Point-and-Click-Adventures à la „NiBiRu“, die ich als eine Art interaktiven Film betrachte. Dazu habe ich schon online monatelang Kapiland (eine Wirtschaftssimulation) gespielt und wenn ich noch Konsolenspiele erwähnen wollte, dann müsste MarioKart64 wohl das Spiel mit der längsten Vergnügungsphase sein. Naja, das war nun mal nichts aktuelles, sondern einfach nur was, was ich immer mal schreiben wollte.

Hinweis: Ich kriege von keiner der Firmen Geld, „bewerbe“ diese Spiele also freiwillig und ohne Aufforderung. Dennoch: Das ist MEINE Meinung zu diesen Titeln, und ich möchte wirklich keine Verantwortung dafür übernehmen, dass ich hier was empfehle. Es muss jeder selbst entscheiden, ob ihm ein Spiel Geld wert ist!

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Das Internet kann sogar witzig sein

Gelegentlich kommentiere ich hier ja auch Fundstücke aus dem Netz. Wenn ich sowas mache, dann sind das in der Regel Sachen, die ich selbst gefunden hab. Ich möchte es damit auch nicht übertreiben, denn bei allem Humor möchte ich nicht die einemillionundeinste Fun-Webseite im deutschsprachigen Netz betreiben und alleine 550 Varianten von witzig-falschen Preissenkungen anbieten.

Ich treib mich dennoch gelegentlich auf solchen Seiten rum, und manchmal hab ich trotz des überwiegend sehr schwachen Niveaus das ein oder andere Schmuckstück gefunden. Naja. Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich wollte mal eine Ausnahme machen, und ein Bild auf einer Spaßseite verlinken.

Das tue ich nicht einmal, weil ich sonst nichts zu bloggen habe, sondern weil ich das Bild gerade mal wieder gesucht hab, um mich – das mach ich bei dem Bild ernsthaft – wie alle drei Monate mal wieder kaputt zu lachen. Kann sein, dass es nicht den Humor von allen von euch trifft, aber ich hab jedes Mal Mühe, das Browserfenster wieder zu schließen vor Lachen. Das Bild ist in mindestens 4 Richtungen witzig, und wahrscheinlich versaue ich es jetzt total mit dieser hochgehypten Einleitung. Egal:

Überzeugende Gesichtserkennung

Ich hätte das Bild gerne hier in den Blog gepackt, aber da ist mir die Sache mit den Urheberrechten dann doch zu heikel.

Mich würde mal interessieren, ob ihr es auch so bekloppt lustig findet wie ich, oder ob ich da irgendwie an Niveauverirrung leide 🙂

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Das Netz ist komisch

Ich war gerade etwas irritiert. Da ist jemand auf meinem Blog gelandet, weil er nach „2 mal 1“ gesucht hat. WTF? Mein erster Gedanke war:

„Wie viele Seiten mit google-Suchergebnissen hat der denn bitte durchforstet?“

Keine allzu schlechte Überlegung, denn es sind tatsächlich „ein paar“ Ergebnisse:

So in etwa muss man sich die google-Umsätze vorstellen... Quelle: Sash

So in etwa muss man sich die google-Umsätze vorstellen... Screenshot: google.de

Und von diesen 2,85 Milliarden Ergebnissen landet mein Blog gerade auf Platz 2. Ähm? Irgendwie hab ich so meine Zweifel an den Relevanz-Kriterien der google-Suche…

Irgendwie skuril wirkt auch der google-Calculator, der brav „2 mal 1 = 2“ ausgibt, und eigentlich erst dadurch komisch wirkt, dass er hinter einem Link „Mehr Informationen“ verspricht:

Au ja, gib mir mehr Infos zu dieser spannenden Aufgabe! Screenshot: google.de

Au ja, gib mir mehr Infos zu dieser spannenden Aufgabe! Screenshot: google.de

Im Grunde ist das – Kritik an google hin oder her – natürlich ein faszinierender Fortschritt. Die meisten von uns werden sich noch an Zeiten erinnern, als Browser nicht einmal auf die Eingabe des „http://www.“ verzichten konnten, und inzwischen rechnet eine Suchmaschine automatisch Währungen um. In solchen Fällen kann man den sicher plausiblen Einzelrechnungen eines google-Servers aber dennoch eine gewisse Unsinnigkeit nicht absprechen, oder?

So, und jetzt bin ich mal gespannt, ob mein Blog in den nächsten Tagen von rechenwütigen Grundschülern gestürmt wird 😉

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Schwanzvergleich!

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich auf alberne Internet-Späße stehe? 🙂

Gut, nun gibt es also endlich den Schwanzvergleich für Blogs! Gefunden habe ich es hier, und ich bin mal gespannt, ob sich jemand von meinen bloggenden Lesern auf dieses Niveau herablassen kann. Im Übrigen ist der Titel (laut Comment des Erstellers) quasi aus psychologischen Gründen gewählt, und Frauen sind ausdrücklich auch aufgefordert, mitzumachen!

Mein Ergebnis:

...und das soll gar nicht soo schlecht sein!

...und das soll gar nicht soo schlecht sein!

Ach ja, da das bei mir mit den Daten ja etwas komplizierter ist mit den Vorgängerblogs: Ich hab nur diesen Blog (Erstellung: 9. Februar 09) und die Artikel seitdem angegeben. Weiter zurück wäre es mit der Zählung der Kommentare auf ein Ratespiel herausgelaufen…

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Schweinisch!

Hab gerade bei Pharmama den Eintrag zum „Grippchen“ lesen müssen und fühlte plötzlich den Drang, meinen Senf auch dazu zu geben. Bitte:

Die „Schweinegrippe“, die derzeit mit offiziellen Pandemie-Ehren über den Planeten wabert, ist doch eigentlich lächerlich! Ein neuer Grippevirus, scheinbar ohne besonderen Drang, irgendwelche Highscores zu knacken, verbreitet sich schnell und legt hier und da ein paar Leute flach. Das passiert ständig, es sterben auch jedes Jahr eine Menge Menschen, aber heute isses mal wieder so schlimm wie nie.

Den wahrscheinlich besten Blogeintrag dazu kann man bei Paramantus lesen (dessen Blog ich im Übrigen auch gerne weiterempfehle!), der bringt die Absurdität schön auf den Punkt.

Nun wird schon auf Impfstoffe gehofft, um Bestände der Allheilmittel geschachert und inzwischen glauben wahrscheinlich sogar irgendwelche Einsiedler, dass sie sich vor dem nächsten Geschlechtsverkehr mit Vierbeinern besser impfen lassen sollten. Die Bundesregierung will für ein Drittel der Bevölkerung vorsorgen. Hallo?

Ich hatte es mit Ozie derletzt auch schon drüber: Ich als Taxifahrer in einer Touri-Metropole bin sicher ein geeigneter Kandidat für Impfungen (nach den direkt bedrohten im medizinischen Sektor). Aber werde ich mich wirklich impfen lassen? Gegen Grippe? Ehrlich gesagt: Eher nicht.

Ich möchte hier auch keine Witze reissen, denn natürlich sind Leute an der Krankheit gestorben. Und das ist traurig, keine Frage! In 98% aller Fälle aber – wie bei jeder anderen Grippe auch – liegt man ein paar Tage flach, und dauert – wie es so schön heisst – ohne Medikamente 14 Tage, und mit Medikamenten nur zwei Wochen. Eher weniger. Der einzige Grund, weswegen ich mich überreden lassen könnte, mich zu impfen, sind ehrlich gesagt meine Kunden. Da die Grippe aber im Allgemeinen recht schnell zuschlägt, ist das wahrscheinlich auch nur bedingt nötig.

Das witzige ist ja, dass Experten eher davor warnen, jetzt bereits verfügbare Mittelchen wie Tamiflu zu verwenden, weil es zum einen kaum was bringt (1 Tag schneller gesund angeblich), und zudem dafür sorgen könnte, dass schneller resistente Viren entstehen. Aber was soll’s? Mit Panik lässt sich einfach besser Geld verdienen. Medikamente, Zeitungen… geht weg wie sonst noch was, das Zeug!

Ich hab’s in meinem Comment bei Pharmama schon geschrieben: Meine ehrliche Meinung zur „Schweinegrippe“?

„Ich hoffe, ich krieg sie bald, dann hab ich’s weg!“

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Fundstück der Woche (oder so)

Screenshot: Mein alter Blog

Screenshot: Mein alter Blog

Ich weiss leider nicht ob, meines IQ -höher als ihres: ist. Ich. Sash sind leider von Grammatik eher, schlecht. Deswegen verstehe ich die Satz auch. Nicht so recht.

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