Category Archives: Medien

Gehyptes Terabyte-Arrangement

Ich hatte gerade Zeit und hab tatsächlich fast live den neuen GTA-Trailer gesehen. Hatte für mich irgendwie ein bisschen was von der Sonnenfinsternis neulich: Alle rennen hin, es ist auch irgendwie was besonderes und trotzdem fehlt die Totalität ein bisschen.

Wie bei den meisten großen Medienereignissen ist es mir durchaus ein bisschen peinlich, dass GTA mich anspricht. Wow, ein riesiges Unternehmen hat mit einem Milliarden-Budget ein paar hübsche Effekte gemacht. Noch dazu in einer Welt, in der wir gerade wirklich wichtigere Probleme haben.

Richtig ernst nehmen kann ich das alles halt nicht. Zumal man ja ausgerechnet bei GTA auch wirklich nicht gerade die beste Gesellschaft hat, wenn man’s mag. Aber meine Güte, da draußen laufen auch Leute rum, die glauben, dass Christopher Nolan den Film erfunden hat oder dass sie Feministen sind, wenn sie das neue Album von Taylor Swift mögen. Ich beteilige mich an vergleichsweise wenig Mainstream-Quatsch und gut gemachte Open-World-Games in einem modernen Setting sind halt mein Ding. Und wenn man davon gelegentlich mal ein paar neue haben will, dann kommt man an den zwei Rockstar-Titeln im Jahrzehnt halt nicht vorbei. Ich hab das meiste was mich in die Richtung interessiert schon mehr als dreimal durchgespielt. So ganz riesig ist der Hype bei mir insofern ja auch nicht, als ich PC-Spieler bin und im besten Fall noch ein bis zwei Jahre warten muss, bis die Portierung kommt.

Aber ich hatte mit dem heutigen Tag, der Veröffentlichung des ersten Gameplay-Trailers, halt schon vor 10 Jahren gerechnet und auch wenn ich in der Zwischenzeit viele gute und sehr gute Games gezockt hab, ist auch für mich das neue GTA immer so ein bisschen der Silberstreif am Horizont gewesen. Das große Ding. Und massenmedial wird es das sein. Unabhängig von den Leaks jetzt und der sicher aufkommenden Kritik an irgendwelchen Kleinigkeiten im Trailer. Ich versuche echt immer nicht zu tief in die Gaming-Bubble abzutauchen und meine Vorliebe für Singleplayer-Spiele hilft da auch ganz gut, aber wie mein Youtube in den nächsten zwei Jahren aussehen wird, will ich mir gar nicht ausmalen. Vor allem, wenn man auch nicht zu sehr gespoilert werden will.

Was mich am meisten beeindruckt hat beim Anschauen des Trailers war, dass ich mich tatsächlich einfach gefreut habe. Mit dem bitteren Beigeschmack, dass es noch so lange dauert und dann aber auch, dass es jetzt vorbei ist mit all der Unsicherheit. Wie wenn man ein Weihnachtsgeschenk auspackt und es ist wirklich das, was man sich gewünscht hat, aber es macht gar nicht rundum glücklich. Oder wie eine Sonnenfinsternis eben: Geil und eine interessante Kollektiverfahrung, aber am nächsten Morgen ist halt trotzdem Arbeit.

Und ich hab auch immer noch ein bisschen Sorge, dass es als Spiel enttäuschen wird. Ich meine, wie soll es das auch nicht? Mit mehr als einer Milliarde Budget, einer Wartezeit von 13 Jahren und Vorgängern, die – ob man sie persönlich mag oder nicht – alle irgendwo im Olymp der Besten ihrer Art verweilen. Natürlich sah das alles super aus, aber am Ende ist der Teufel ja ein Eichhörnchen. Wie ist der Spagat zwischen Open World und Story, wie sehr dominiert dieses Mal der Multiplayer alles, oder auch ganz allgemein: Ist noch alles so wie es war und sein soll und trotzdem viel zu wenig neu? Ich werde es sehen.

Das wird auch alles nichts am Geschäft ändern und ich muss ehrlich sein: Ich werde es auch spielen, wenn die Kritiken eher so mittel sind und es wäre trotzdem etwas, bei dem mir der Preis egal ist. PC-Gaming ist softwaremäßig eh ein Hobby für Knauserer. Eine Spielstunde GTA V hat mich 2,9 Cent gekostet, wenn man – zu Recht – davon ausgeht, dass ich die seitdem hier eingezogenen Rechner auch für meine 230 anderen Spiele gekauft und angeschmissen hätte. Und der jetztige wird GTA VI packen, da hab ich keine Zweifel.

Ich weiß gerade nicht so recht, ob ich den Trailer vielleicht lieber doch nicht hätte sehen sollen. Aber um ehrlich zu sein: Es ist völlig egal.

In drei Monaten wird das Spiel beim Release zwei bis zwölf Rekorde der Unterhaltungsindustrie brechen, danach werden alle von der Gamestar bis Harald Glööckler eine total wichtige Meinung darüber haben und ich werd’s in zwei Jahren ganz in Ruhe hier auf meinem Rechnerchen spielen und mich freuen. Passt schon.

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Huhu, Überläufer!

Ich hab gerade was wirklich seltsames gemacht: Ich hab die Flughafentransferfahrt vom Urlaub bei GNIT gepostet.

Das gibt nur so mittel viel Sinn, aber naja, es hat ja schon was mit Taxis zu tun. Vor allem aber bin ich sehr gespannt, wer sich da noch so alles meldet. Wenn schon hier ein paar Dutzend Leser übrig geblieben waren, dann werden wir jetzt mit dem Link hierher wahrscheinlich überrannt. 😀

Ja, ich kann gerade auch nicht groß Zeit in all das hier stecken, aber um ehrlich zu sein: Trotzdem ist jeder Beitrag und jeder Kommentar hier irgendwie befriedigender als auf irgendwelchen Social-Media-Plattformen.

Naja, falls gerade jemand von GNIT digital rübergewatschelt ist: Huhu!

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Das Ende der Welt von Erwin Hapke

Vor 10 Jahren hab ich mal einen kleinen Text geschrieben über eine Nachrichtenmeldung, die mich berührt hat: Erwin Hapkes Welt.

Es ging um einen Mann der jahrzehntelang zurückgezogen in seinem Haus lebte und es quasi nie verließ. Als er dann starb, fand seine Familie das komplette Haus angefüllt mit überwiegend kleinen Faltfiguren, in allen Farben und Formen, insbesondere aber viele fantastische Insekten. Damals hieß es, die Zahl ginge in die Hunderttausende. Hapke hatte sie aber nicht nur gefaltet, sondern auch Anleitungen dazu geschrieben, sie sorgfältig gruppiert und arrangiert und sich gewünscht, dass das Haus in ein Museum umgewandelt werden würde.

Der Link zur Originalmeldung im alten Artikel hat nicht mehr funktioniert, aber die Suche auf der WDR-Seite hat mich zu einem Video-Beitrag vom Mai dieses Jahres geführt, in dem gezeigt wird, dass sich Hapkes Wunsch nicht erfüllt hat, weil er nicht finanzierbar war. Darüber hinaus konnte seine Sammlung auch nicht in Gänze so untergebracht werden, dass sie dauerhaft erhalten bleibt und so ist wohl am Anfang dieses warmen Sommers Erwin Hapkes Kunst 10 Jahre nach seinem Tod und nach einer letzten Ausstellung dem Feuer übergeben worden.

Und was soll ich sagen: Berührt mich immer noch, bzw. wieder. Was für eine Geschichte!

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Sprachf*ckerei

Gleich vorweg: Sorry, das ist jetzt so ein bisschen „Alter Mann rotzt was ins Internet ohne sich zu informieren“, ich freu mich ggf. über Hinweise, ob da jemand schon mal was zu geschrieben hat.

Ich hab mich die Tage beim Doomscrolling gefragt, ob wir zusätzlich zu all den großen Apokalypsen, auf die wir mit unterschiedlichen Szenarien zulaufen, auch vor einem gleichermaßen spannenden wie in meinen Augen aber auch gefährlichen Verlust der Sprache reinschlittern gerade.

Mir war es persönlich immer schon ein Dorn im Auge, wenn Sprache wegzensiert wurde. Aber Moment, Moment: Ich bin da nicht mehr bei meinem Jugendlichen Ich von vor 20 (*hüstel*) Jahren und sehe inzwischen natürlich einen Mehrwert in inklusiver Sprache. Mir geht es nicht darum, dass sich Sprache nicht weiterentwickeln soll und ich finde, man sollte da zuallererst natürlich an Minderheiten denken, die durch Sprache im Laufe der Jahrhunderte diskriminiert wurden. Da darf man auch aktiv auf eine Änderung hinwirken, finde ich.

Ich dachte eher daran, dass wir uns heute medial in einer plattformgetriebenen Welt bewegen und die Änderungen, die man allerorten sieht, zwar auf den ersten Blick auch einfach rücksichtsvoll wirken, tatsächlich aber natürlich Unterwerfung unter die Werberichtlinien von Google und Meta sind. Mir kam das neulich, als in einem Kurzvideo der Content-Creator den Namen Hitler weggemutet und im Screentext dann branchenüblich mit H*tler verfremdet hat. Wie ihr vielleicht erahnt, hab ich jetzt keinen Werbecontent für den Nationalsozialismus geschaut, sondern es ging um irgendeinen geschichtlichen Fakt. Oder Blödsinn. Ist im Grunde aber auch egal, denn einerseits musste Hitler offenbar ins Video und auf der anderen Seite sollte Youtube nicht merken, dass Hitler drinsteckt. Weit häufiger passiert das natürlich mit sexuellen Inhalten, wobei mein Punkt ist: Es ist keine sonderlich gesunde Einstellung, dass alleine die Erwähnung des Wortes Sex anstößig ist. Ich denke, da ist ja gerade dieser Text hier ein gutes Beispiel. Immer wenn mir sowas über den Weg läuft, ist das harmloser bis informativer Content, das ist fast immer ein Wegducken vor einem Algorithmus, der so blöd zu sein scheint, dass er aus einer Statistikmeldung über Geschlechter von Antilopen eine Demonetarisierung des Videos ableitet. Wobei der Algorithmus wahrscheinlich eben überhaupt nicht so doof ist, es aber an den entsprechenden Stellen zumindest mal niemanden stört, dass eigentlich neutrale Worte inzwischen völlig selbstverständlich in einem Großteil des Contents, den wir sehen, „unkenntlich“ gemacht wird.

Ist meiner Meinung nach erstmal ein Nebenkriegsschauplatz der kapitalistischen Enshittification, das ist erstmal nur genauso dumm oder egal wie die Tatsache, dass man in den USA nie wirklch HipHop im Radio hören oder auf MTV sehen konnte, weil die Songs komplett entstellt waren durch Piepsen, Sound- und Mute-Effekte.

Aber jetzt wo wir mehr und mehr eine Übernahme der KI beobachten können, die ja in viel schnellerer Geschwindigkeit von bestehendem lernt und dann wiederum von dem Erlernten ihresgleichen und so weiter, dreht sich das ja alles nochmal schneller. Und soweit ich mitbekommen habe, ist es ja zumindest auch schon so, dass beobachtet wird, dass KI sich in repressiven Staaten vorsichtiger ausdrückt, unabhängig von direkten Verboten und bei identischen Prompts.

Ich will nun wirklich als Allerletzter behaupten, dass das Internet mehr Sex und Nazis bräuchte, aber ich sehe da vor allem eine Ungleichbehandlung in der Berichterstattung darüber. Das schränkt ja nicht die Pornoseiten und Nazis ein, abseits der Plattformen in den eigenen Netzwerken kann man ja machen, was man will. Siehe das hier. Aber es geht um den großen Mainstream, um die Leute, die für Themen Reichweite brauchen. Das könnte uns doch echt auf die Füße fallen, oder hab ich da was nicht bedacht?

Wie gesagt: Ist gerade nur ein unsortierter Gedanke. Ich hab da noch kein Fazit, nur ein komisches Gefühl.

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Feiertag Schmeiertag

Heute sollte eigentlich so ein schöner freier Tag werden. Die Kids ein bisschen über den Spielplatz scheuchen, ein bisschen Frühlingswetter nach der ersten Hitzeperiode … aber wie immer kommt es anders als man denkt. Dass es geregnet hat, das hätten wir vielleicht noch irgendwie ins Programm integrieren können. Seit dem Dänemark-Urlaub letztes Jahr bin ich dem Konzept „Kurze Hose plus Regenjacke“ irgendwie aufgeschlossener als zuvor. Was wir nicht auf dem Schirm hatten war Fieber beim Knöpfle. Und zwar ordentlich. Bis 40,2°C haben wir gemessen.
Tatsächlich ist die Zahl aber auch schon das Spannende, denn sonst ging es dem kleinen Unruhestifter erstaunlich gut und er lag halt einfach den ganzen Tag rum und hat seine Lieblingsserien angeschaut. Er hat geatmet, getrunken und sich gelegentlich beschwert, es schien ihm im Wesentlichen wie immer zu gehen, nur ruhiger. 😀

Ich hab ausgerechnet diesen Tag genutzt, um – während das Spätzle mit mir im Zimmer Lego Worlds gespielt hat – mal mit Dying Light 2 anzufangen und ich bin ein bisschen begeistert. Ist jetzt nicht gerade ein Spiel, das gute Laune in so einen trägen Tag bringt, aber Zombies sind auch deutlich weniger gruselig, wenn dir von hinten stets ein Achtjähriger seine Verwunderung über irgendwelche Lego-Bauten ins Ohr brüllt. Alles also ein bisschen schräg.

Heißt nur leider auch, dass morgen nicht überraschend* Knöpfle-frei ist, weil er natürlich zu Hause bleibt.

*Ja, es wäre überraschend gewesen, denn der Freitag war Anfang des Jahres als Brückentag im Kita-Kalender angegeben. Das Spätzle hat ja z.B. auch schulfrei, wir haben uns nichts dabei gedacht. Bis ich am Mittwoch – also gestern – gefragt wurde, ob das Knöpfle am Freitag denn kommen würde, weil es sicher nicht so viele Kinder wären und sie mal sehen wollten, wie viele überhaupt …
Hätte ich am Montag gar nicht so dringend noch Urlaub nehmen müssen, also jetzt dann doch, wobei das ja kindkrank sein könnte … ach egal. Hoffen wir bloß, dass das Knöpfle schnell wieder auf die Beine kommt. Die Zombies in Dying Light reichen mir nämlich.

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Endlich Sommer!

Haha, nein.

Ich meine, es ist ja nett mit all dem blauen Himmel und dem Zentralgestirnsgedöns da draußen. Das ganze Jahr Winter will ich auch nicht haben. Aber Ende Mai 32°C und trotz finanziell ungesundem Sonnencreme-Verbrauch schon wieder ein Ziehen auf der Schulter und im Gesicht? Ich will ehrlich sein: Für mich alleine müsste das nicht sein.

Wir haben am Wochenende trotzdem das sinnvollste gemacht, was unter den Umständen gemacht werden kann: Freibad. Zweimal gleich. Um ehrlich zu sein: Mit dem ganzen Aufwand, der anfällt um zwei Kinder sonnengeschützt und ausgestattet dahinzubringen, ist am Ende der einzige, der wirklich den pursten und ungetrübtesten Spaß daran hat das Knöpfle. Ihn im Wasser zu sehen bereitet einem schon beim Zuschauen Freude, das ist schon wahr. Mit dem Spätzle haben wir aber eher einen Kellerkind-Nachwuchs, zumindest so ein bisschen. Rückblickend hat ihm Freibad offenbar gut gefallen, aber man sollte an der Stelle anmerken, dass er die meiste Zeit im Schatten auf einem Stuhl unter einem aufgespannten Handtuch verbracht hat. Bei allem was bei ihm nicht ganz durchschnittlich ist, ist das nicht einmal mehr eine große Überraschung, aber selbst wir mussten uns ein paar Stunden dran gewöhnen, dass das für ihn offenbar der Weg ist, Spaß zu haben: Unter einem Handtuch eine Bratwurst zu essen.

Ich jedenfalls wünsche mich die Tage wieder mehr als sonst in die Taxi-Nachtschicht zurück.

Ach ja, wenn wir gerade bei dem Thema sind: Ich hab wegen einem aktuellen Gespräch was nachschauen wollen und bin dann für ein paar Einträge bei GNIT hängengeblieben. Jetzt, wo ich nicht mehr ständig die alten Sachen verlinke, habe ich vieles ja auch wieder vergessen – der Großteil der Einträge ist über ein Jahrzehnt her – und neben dem ein oder anderen Schamgefühl ob so mancher Formulierung muss ich zugeben, dass ich es richtig genossen hab. Keine Ahnung, wie lange ich es mir noch erlaube, die Seite online zu lassen. Aber ich bin mal wieder froh gewesen, dass ich es bisher getan habe. 🙂

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Ubuntu-Stress

Ich hab ja – wie hier schon gelegentlich berichtet – meinen alten PC fürs Spätzle als Gaming- und Lern-PC wieder hergerichtet. Wie bei allen Kindern kann man das mit dem Lernen im Wesentlichen streichen, natürlich zockt er eigentlich nur. Was ok ist. Wir könnten das ja alles anders handhaben, aber man macht sich von außen auch echt kein Bild vom Spätzle und seinem Gehirn. Denn wenn ich sage, dass er am PC nur zockt, dann sollte ich nicht verschweigen, dass er nebenher Dokus auf seinem Tablet guckt. Und es ist auch mehr als einmal vorgekommen, dass er nebenher noch Podcast gehört hat. Aber das nur um mal aufzuzeigen, auf welchem Level wir uns hier bewegen.

In den letzten Tagen hatten wir dann wieder einen klassischen Fall von „Ich hab gar nix gemacht, der Computer will einfach nicht mehr“ und im Falle vom Spätzle, der wie eingangs erwähnt wirklich nur zockt, glaube ich das sogar. Ja, natürlich könnte es prinzipiell sein, dass er eine Meldung weggeklickt hat, aber das Grundproblem muss Ubuntu schon mal wieder selbst verursacht haben.

Wir hatten das ja schon mal, dass die Grafiktreiber vermutlich durch ein Update umgestellt worden sind und das war eine Scheiß-Geschichte. Das selbe ist nun wieder passiert, nur mit der ungleich wilderen Nebenwirkung, dass neben den Grafik- auch die WLAN-Treiber weg waren.

Ich glaube, ich bin inzwischen insgesamt jemand, der nicht mehr möchte, dass Computer irgendwas alleine machen und solche Fälle bestätigen mich wirklich. Natürlich hab ich automatische Sicherheitsupdates bei einem PC für einen Siebenjährigen aktiviert gehabt und jeder würde einem das empfehlen, aber jetzt hat (vermutlich) das wieder das ganze System zerschossen. Denn wir haben die WG-Zeiten ein bisschen hinter uns gelassen und es gibt nicht mehr den „Netzwerkkoffer“, ein altes Erste-Hilfe-Kit, in das ein Ex-Mitbewohner mal einen Hub und 5 LAN-Kabel zwischen 5 und 25 Meter gepackt hatte. Wir haben es lange noch in die Zeit danach mitgeschleift, aber inzwischen ist auch hier WLAN eingezogen und hat sich als Standard etabliert.
Und Treiber finden und installieren ist ja schon unter Windows nervig, wenn es denn mal vorkommt – aber bei Linux bin ich da echt ans Ende meiner Geduld gekommen. Ja, natürlich hätte ich da sicher noch eine Lösung finden können, aber am Ende schien es mir aufwandsmäßig die plausibelste Lösung, das Betriebssystem neu zu installieren. Bitte keine Hate-Comments, ich hasse mich selbst genug dafür.

Natürlich war auch das nicht zu einfach, denn auch wenn ich gerne sage, dass das beim Spätzle quasi out-of-the-box läuft mit Steam, ist es doch schon ein wenig Arbeit gewesen, am Ende wieder zu dem Punkt zu kommen, an dem er No Man’s Sky spielen kann und bei seinem Raumschiff 20 Minuten das Cockpit suchen muss, weil er es mal wieder ein bisschen übertrieben hat mit der Komplexität.

Ich hoffe schon sehr, dass er sich in Zukunft auch selbst ein bisschen mehr für den Background interessiert und dass das System auch erlaubt, das zu einer etwas befriedigerenden Erfahrung zu machen, aber um ehrlich zu sein: Ich finde es so schon toll genug, dass das gerade trotz meines offensichtlich zu bescheidenen Wissens überhaupt eine Option ist.

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